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Unser Tagebuch


Auf die Idee, ein Tagebuch mit den wichtigsten Ereignissen unserer Tierschutztätigkeit einzurichten, haben uns Freunde und Bekannte gebracht, die bereits das zweifelhafte Vergnügen hatten, über einen längeren Zeitraum bei uns zu Besuch zu sein, denn Zeit zum ruhigen Kaffeeplauscherl gibt es fast keine! Wir möchten mit diesem Tagebuch einen kleinen Einblick in unsere täglichen Aktivitäten geben und uns dabei selbstverständlich auf die wichtigsten und interessantesten Ereignisse beschränken. Wir sind sicher, dass Sie hier sehr traurige, manchmal auch amüsante aber leider sehr oft bestürzende und erschütternde Vorkommnisse beschrieben sehen und möchten Sie an dieser Stelle versichern, dass alle gemachten Einträge
100%ig den Tatsachen entsprechen - so
unwahrscheinlich sie auch klingen mögen !
Obwohl wir bereits seit 1992 aktive Tierschutzarbeit betreiben, sind diese Aufzeichnungen erst ab Anfang November 2005 geführt, da über die länger zurückliegenden Ereignisse keine wirkliche objektive Berichterstattung mehr möglich wäre. Da wir Sie beim Lesen ja nicht ermüden wollen, haben wir uns bei unseren Einträgen auf die wirklich interessanten Ereignisse beschränkt, die täglichen 20 bis 30 Telefongespräche sind nicht extra angeführt.



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Sunday, 13.05.2007

Einer dieser typischen "Anbahnungstage". Morgen erwarte ich zwei Interessenten für unsere Samtpfoten und auch der letzte und ruhigste Welpe der kleinen Josy, der niedliche KENNY, hat endlich seine eigene und tolle Familie gefunden. Kenny und seine Schwester Tinkabell mußten heute wegen Durchfall und leichtem Fieber zum Tierarzt, der einen Darminfekt diagnostizierte. Die Kleinen tollen dennoch im Garten herum, werden aber erst nach Beendigung der Behandlung in die Hände ihrer Familien übergeben. Kenny wurde heute wieder besucht und Tinkabell sollte eigentlich am Mittwoch übersiedeln. Das letzte Wort diesbezüglich hat Pflegemama Dani dabei, denn sie kennt ihre Schützlinge am allerbesten und weiß, was gut für sie ist. Vielen Dank an dieser Stelle für die unermüdlich liebe und tolle Betreuung und liebevolle Erziehung der ängstlichen Josy.

Sonntag, 13.5.2007
Ein wunderschöner, sommerlicher, familiärer Muttertag ! Wenn die wiederholten Anfeindungen im Gästebuch nicht wären, fast optimal ! Hoffe, die Herrschaften beruhigen sich bald wieder und konzentrieren sich verstärkt darauf, dass arme Tier Janeira endlich einzufangen. Sehr leid können einem die Leute tun, von denen Janeira jetzt abgehauen ist - denn wenn sie genauso beleidigt, verleumdet und beschimpft werden wie seinerzeit Vera und ich, dann Prost-Mahlzeit und Schluß mit Geschenken und Kuchen !

Samstag, 12.5.2007
Heute hatten wir wieder Besuch von ganz weit weg ! Aus Wels waren die Katzenliebhaber angereist, um unsere Samtpfote JACKY zu übernehmen. Die etwa einjährige grau-weiße sehr liebe und anhängliche Katzendame wird mit einem halbjährigen Katzenmädchen in einer Wohnung leben und ich warte schon gespannt auf die ersten (hoffentlich nur guten) Rückmeldungen. Liebe Grüße an dieser Stelle an Gina und vielen Dank für den guten Platz !
Sonst war es ein recht ruhiger, bereits sehr sommerlicher und schwüler Tag und es war heuer zum ersten Mal absolut von Nöten, einen Plastikeimer Wasser bei unseren Spaziergängen mit den Hundsis mitzunehmen. Sollte dieser fehlen, liegen alle nur faul und unbeweglich im Schatten und ich kann dem Ball selbst nachlaufen.
Klein FIDI wird jeden Tag anhänglicher und herziger, kann bereits den Ball aportieren und knurrt nur mehr automatisch, ohne es wirklich ernst zu meinen. Er hängt unbeschreiblich stark an mir, wenn Adi mit den Fellnasen unterwegs ist, dreht er unmittelbar nach Verrichtung seines Geschäftes wieder um und läuft nach Hause. Also teilen wir uns abends die Truppe: Adi geht mit Berti und Merlin und ich mit unserer Jessy und Fidi. Klappt recht gut und alle haben Freude.

Freitag, 11.5.2007
Ein wahrlich aufregender Tag gleich für zwei Familien, die bereits wochenlang der Übernahme "ihrer" neuen Gefährten entgegenfieberten. Die beiden stärksten Welpen von Hundemama JOSY konnten heute in ihr neues Zuhause übersiedeln. Die dritte wird Mitte nächste Woche übergeben und für den kleinen Rüden KENNY hat sich immer noch kein passender Platz ergeben.
Die braun-weiße MICKY (sie wird ab nun SUNNY gerufen) ist nach Mautern in eine sehr tierliebe Familie übersiedelt. SUNNY erwartet ein aufregendes Hundeleben bei diesen sehr liebevollen aber auch konsequenten Tierfreunden. Familie M. möchste ihren Vierbeiner immer bei sich haben, egal ob Wanderung oder Heurigenbesuch, und dazu muß sie ordentlich erzogen sein. Die Anmeldung in der Welpenschule ist bereits erledigt.
Sunny´s Schwester TAMI (sie heißt ab heute ELLY) wird in Wien 10; mit 5 Katzen das Zuhause teilen. Familie W. hat Elly bereits oftmals besucht und ist von der hervorragenden, lieben und kompetenten Betreuung durch Daniela schwer begeistert. Wie überhaupt alle Leute, die Daniela und ihre Schützlinge jemals besucht haben.
Wir wünschen natürlich beiden Familien und unseren kleinen Pfleglingen alles Liebe und Gute und viel Spaß und eine schöne Zeit miteinander.

Donnerstag, 10.5.2007
Na ich glaub´s ja nicht !! Laut einem heutigen Gästebucheintrag ist Janeira schon wieder entlaufen !?! Kann ja nicht wahr sein, wie kann denn das geschehen ? Irgendjemand wird es mir sicher wieder zutragen, momentan kann ich nur traurig staunen und mir mein eigenes Bild machen.
Der große Tag war heute, nach nur einwöchiger Betreuungszeit bei Sabine, für die liebe Foxterrierdame MANDY. Sie sollte ja wegen anstehendem Urlaubs eingeschläfert werden, und wird ab heute ihre neue Familie mit Haus und Garten in Wien 22; um Vieles bereichern. Mandy ist bei Sabine richtiggehend aufgeblüht, wirkte beim heutigen Spaziergang sehr fröhlich, überhaupt nicht mehr ängstlich und wirbelte durchs Weizenfeld, dass nur ihre Rute zu sehen war. Wir wünschen der süßen Maus alles erdenklich Gute und viel Spaß ihrer Familie.

Mittwoch, 9.5.2007
Die Besucherzahl unserer Homepage steigt ständig an. Momentan sind es durchschnittlich bereits mehr als 1000 unterschiedliche Besucher pro Tag, über die wir uns natürlich wirklich sehr freuen, aber parallel dazu mehren sich selbstverständlich auch die e-mails und Telefonanrufe immens. Täglich bis zu 100 e-mails sind zu beantworten und ungemein viele Anrufe werden geführt. Verständlich, dass dadurch einige andere Dinge unerledigt bleiben müssen (denn leider hat der Tag nur 24 Stunden). Bereits fast in jedem Bezirk in Wien und darüber hinaus warten wichtige Sachspenden auf die Abholung durch uns und ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Tierfreunden einmal höflich entschuldigen ! Selbstveständlich brauchen wir diese Sachen für die vielen armen Tiere, auch wenn sich die Abholung zeitweise etwas verzögert ! Ich werde sie abholen - bitte geben Sie mir nur ein bisschen Zeit ! Vielen Dank für Ihr Verständnis und bitte: WEITERSAMMELN !!
Nach einigem Zögern habe ich mich entschlossen, dass freundliche Pflegeangebot von Beatrix und Mama im 10. Bezirk zu nutzen und heute die beiden Hauskatzen Vicky und Burli übersiedelt. Einen solchen Schritt versuche ich auf jeden Fall während der Betreuungszeit zu vermeiden, allerdings werden die beiden in der geräumigen Wohnung sehr viel mehr Platz zum Austoben haben als bei uns. Die Spannungen wurden von Tag zu Tag schlimmer und speziell Burli wurde schon richtig unleidig und hat seinen Frust an den anderen Fellnasen ausgelassen. Wir müssen jetzt dringend einen schönen Platz mit Freigang für die beiden lebhaften Katzen finden, die nach dem monatelangen Gefängnis in einer kleinen Wohnung im 8.Bezirk scheinbar alles nachholen möchten und denen eine Wohnung eindeutig zu eng ist. Herzlichen Dank an Euch beide für die Möglichkeit der Unterbringung und auch für den großen Wäschekorb voll mit Decken und Handtüchern.

JANEIRA IST SEIT HEUTE ABEND BEI EINER TIERFREUNDIN IN ALLAND IN SICHERHEIT !
Der kleine Wermutstropfen dabei ist, dass Janeira nur während eines Deckaktes festgehalten werden konnte und somit mit höchster Wahrscheinlichkeit aufgenommen haben dürfte. Die Stehtage während der Läufigkeit haben sie natürlich in die Nähe von Rüden gelockt und das wurde von einer Tierfreundin geschickt ausgenützt, um die seit Monaten herumirrende Hündin endlich in Sicherheit bringen zu können. Wer JANEIRA in Zukunft behalten oder betreuen wird, entzieht sich meiner Kenntnis und meinem Einfluss, da unsere Mithilfe nicht gewünscht wird. Wir wünschen der armen Hündin aber alle endlich Ruhe, Liebe und Geborgenheit in einer passenden Familie und sobald ich diesbezügliche Informationen habe, werden Sie sie hier lesen können. Für heute schliessen wir einmal mit dieser Erfolgsmeldung ab, denn momentan liegt Janeira auf einer warmen, trockenen Decke bei großen Tierfreunden, durfte sich satt fressen und schläft wie ein Junghund. An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an alle Tierfreunde, die für Janeira gebangt und gehofft haben und an die engagierten Tierfreunde in Alland und Umgebung, die die Hoffnung für die Hündin nie aufgegeben, Futter gestreut haben und jedem Hinweis nachgegangen sind.
Vielen Dank an Euch alle, speziell im Namen von Janeira.


Monday, 07.05.2007

Ein Tag hektischer und ereignisreicher als der andere. Ein Wechselbad der Gefühle, und das buchstäblich von 8.00 Uhr früh bis 22.00 Uhr abends. Wollte ich alles hier festhalten, würde das den Rahmen bei Weitem sprengen, daher möchte ich wirklich nur das Wesentlichste niederschreiben:
Ganz pünktlich traf vormittags MERLIN mit Noch-Besitzerin bei Claudia ein. Der kleine Wuschelhund verstand die Welt nicht mehr und saß lange Zeit mit verklärtem Blick vor der Eingangstüre, nachdem Frau Pf. gegangen war. Merlin ist bestimmt kein einfaches Bürschchen, stenkert gerne Rüden jeder Größe an und war es in seiner bisherigen Familie gewöhnt, die erste Geige zu spielen. Dieses Verhaltensmanko kann bei konsequentem Training in kurzer Zeit ausgemerzt werden, leider hatte Frau Pf. keine Lust dazu ! Sehr schade, dass Merlin nicht so "funktionierte", wie das von ihm verlangt wurde und wir alle sind sehr traurig über diese missglückte Vermittlung.
Welpe KENNY wurde heute wieder von ganz begeisterten Leuten besucht und es hat wieder nicht geklappt! Aber nicht, weil Kenny nicht gefallen hätte oder nicht den Vorstellungen der Leute entsprach - keineswegs! Die Herrschaften fühlten sich wieder total überfordert und sagten unter Tränen ab. Daniela und ich kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus.
In Großenzersdorf wurde am vormittag wieder ein herrenloser Hund mit Marke aufgegriffen und ich stand telefonisch so gut es eben ging, mit Rat und Tat zur Seite. Da sich der Besitzer erst spät abends meldete, war ich sehr damit beschäftigt, einen Pflegeplatz für die Hündin zu finden - was sich ja dann so gegen 20.00 Uhr erledigt hatte.
Ziemlich spät abends waren dann noch Leute für den kleinen Kater RINALDO bei uns und zwei Stunden später verliess uns der liebe Katerbub in sein neues Zuhause. Er wird jetzt mit einem 9-jährigen, gutmütigen Kater zusammenleben. Sein neues Herrchen begeht gerade einen zweiten Studienweg und wird sehr viel Zeit für den Schmusekater haben. Hoffentlich klappt es jetzt für den kleinen Kerl, für den ja sein Mensch die größte Freude ist, zumindest jetzt noch, solange er mit seinen Artgenossen noch nicht allzuviel anzufangen weiss. Viel Spaß kleiner Rinaldo !
Für alle Tierfreunde, die an dem Schicksal der, bereits vor exakt zwei Monaten entlaufenen Hündin Janeira, mit großem Interesse teilnahmen und sich immer wieder bei mir über deren Verbleib erkundigten, habe ich heute eine an sich sehr gute Neuigkeit. Janeira befindet sich in Alland in einem aufgelassenen Betriebsgelände und ich wurde heute glücklicherweise von einer der Familien kontaktiert, die Janeira tagtäglich füttern und aus etwa 50 Meter Entfernung beobachten können. Noch während wir telefonierten gelang es, sich Janeira bis auf wenige Meter zu nähern, ohne dass sie panisch davonlief - sie blieb liegen! Mit Hilfe von einfachen Beschwichtungssignalen sollte es jetzt endlich bald gelingen, sich Janeira bis auf Streichelkontakt annähern zu können. Die Herrschaften können die liebe Hündin aus ihrem Wohnhaus täglich beobachten, sind sehr engagierte Tierfreunde mit einem eigenen Hund (mit dem gutmütigen Bernerrüden hatte Janeira sogar bereits zögernd gespielt..) und möchten alles daran setzen, um das arme Tier in Sicherheit zu wissen. Große Verwunderung und Ungewissheit herrschte bei vielen Tierfreunden darüber, dass Janeira bereits vor einigen Wochen in der Kronenzeitung zu sehen war und ein Platz für sie gesucht wurde, obwohl sie noch nicht eingefangen werden konnte. Wir hoffen alle sehr, dass sich das jetzt in absehbarer Zeit ändern wird und es endlich ein HappyEnd für die gute Hündin gibt.

Montag, 7.5.2007
Bereits das Wochenende über gab es sehr viele Interessenten für unsere Hundewelpen und auch für einige unserer Katzenschützlinge. Aus privaten Gründen mußte ich die Herrschaften auf heute vertrösten und entsprechend oft klingelte das Telefon. Mindestens 40 Anrufe waren es mit Sicherheit !
Josy´s herziges Welpenmädchen Mickey ist jetzt ebenfalls bereits gut versorgt und wird in etwa 10 Tagen in ihre neue Familie übersiedeln. Jetzt ist nur noch der zuckersüsse schwarz-weiße KENNY übrig und natürlich auch Josy ist noch auf Platzsuche.
Abends war wieder Full-House, denn gleich zwei Familien besuchten unsere Katzenkinder RINALDO und JACKY. Obwohl ich vorher mit den Herrschaften sehr ausführlich über meine Vorstellungen der zukünftigen Plätze für die beiden sprach, wollten beide genau die Katze, die mit Sicherheit nicht in die Familie passen würden. So leid es mir tut, mußten beide Familien uns ohne Samtpfoten verlassen.
Eine sehr schlechte Nachricht blieb leider auch nicht aus. Frau Pf. kommt mit MANDI (jetzt MERLIN) dem kastrierten Lhasa Apso Rüden, absolut nicht zurecht. Die gestresste Dame hatte auch bereits eine Hundetherapeutin konsultiert, die MANDI als aggressiv und sehr dominant bezeichnete. Bestimmt nicht unrichtig, nur mit Sicherheit in den Griff zu bekommen. Leider möchte Frau Pf. ihr Leben nicht derart belasten und so wird MANDI morgen wieder bei Claudia & Manfred einziehen. Sehr schade und für Mandi tut es uns sehr leid, denn seine Verwirrung ist bestimmt sehr groß.

Sonntag, 6.5.2007
Der Stress für unsere Katzenschützlinge ist höher als normal, denn da wir ein neues Balkongeländer und Fassade bekommen, ist es nicht möglich die Balkontüre zu öffnen oder auch nur die Fenster zu kippen. Speziell Vicky und Burli leiden unter dieser Einschränkung ihres Freiraumes sehr und bestärken mich täglich mehr, für die beiden lieben und sehr lebhaften Geschwisterkatzen einen Platz mit Freilaufmöglichkeit zu suchen. Alle anderen kommen auch mit geschlossener Balkontüre recht gut zurecht, aber diese beiden hängen mehr an den Jalousien als sonst irgendwo und wir merken ihre Unausgeglichenheit sehr stark - die beiden quirligen Hauskatzen aus dem 8. Bezirk bringen eine enorme Unruhe in die gesamte Katzenmenagerie.
Nur Gutes hörten wir von unserer kleinen Dackeldame Goldie ! Ihre Familie glaubt manches mal eine Katze anstatt eines Hundes adoptiert zu haben, so anhänglich und schmusig zeigt sich die süße Kleinhündin. Sie geniesst den Garten, bei den Spaziergängen ist sie aber noch nicht so fröhlich, wie wir sie in Erinnerung haben. Sie dürfte doch etwas trauern, wird sich aber bestimmt sehr bald normalisieren. Ihre kleine Familie hat sie sehr gerne und kümmern sich rührend um die Kleine.
Den ganzen Nachmittag verbrachten wir in "unserem" Haus in Reyersdorf. Alles wurde genau inspiziert, die ganze Familie war anwesend, um ja keinen feuchten Fleck oder sonstige Mängel zu übersehen. Die Hausbesitzerin ist sehr verständnisvoll und entgegenkommend und läßt uns schalten und walten, wie es uns gefällt. Als wir um 22.00 Uhr heimkehrten hatten wir einen Brummschädel wie nach drei durchzechten Ballnächten. Aber schön war´s und in meiner Fantasie sah alles bereits sehr wohnlich und tiergerecht aus.

Samstag, 5.5.2007
Der Vormittag galt ganz unserer Tochter Yvonne, die heute nach 2 Wochen USA Studienreise endlich wieder gesund und munter in Wien eintraf. Bin sehr froh und auch erleichtert, dass unsere Familie jetzt wieder komplett ist !
Mittags besuchte uns wieder Yvonne und Emily und die beiden Katzenmädchen JACKY und JELLA zogen bei uns ein. Beide sind etwa 10-12 Monate jung, frisch kastriert und haben sich während der Pflegezeit schon sehr aneinander gewöhnt. Fotos sind ab morgen online.
Der dritte Schützling, den Yvonne und Emily mitbrachten war der schwarze einjährige kastrierte Kater MATJO, der aber sofort von Frau L. mit Töchterchen übernommen wurde. Jetzt hat der ansässige 9-monatige Kater endlich einen ebenbürtigen Spielgefährten, denn der kleine Angsthase RINALDO konnte ja mit seinem Spieltrieb nicht wirklich etwas anfangen. Wir alle hoffen sehr, dass sich die beiden Katerbuben schnell anfreunden und viel Spaß miteinander haben werden.
Am frühen Nachmittag meldete sich Sabine etwas beunruhigt, da MANDY noch nichts fressen wollte, Brechreiz zeigt und mit Begeisterung Gras frisst. Anscheinend ist der kleinen Maus übel und kurze Zeit später traf dann Sabine mit ihr bei uns ein. Nach Rücksprache mit Renate verabreichten wir Mandy die erste Ration von Paspertin, worauf sie ganz ruhig und entspannt während unseres Plauscherls schlief. Beim anschliessenden Spaziergang hüpfte sie wie ein Reh durch das hohe Gras und war vergnügt und springlebendig. Offensichtlich hat Mandy eine Magenverstimmung, wir werden heute abwarten und falls keine Besserung eintritt, müssen wir morgen Renate konsultieren. Ich staunte nicht schlecht, als ich die positive Wandlung der gestern noch zum Umfallen schreckhaften kleinen Hündin sah. Sabine (die ja auch zeitweise in einem Hundesalon jobt) hat die Kleine gebadet, getrimmt und abgesehen von der sichtbaren positiven Wandlung zeigte sich Mandy beim Spaziergang auch ganz fröhlich, angstfrei, lief ohne Leine und kam brav zurück, wenn sie von Sabine gerufen wurde. Ganz viel Spaß hatte Mandy, wenn sie aus dem hohen Gras die Rebhühner aufscheuchen konnte - also der Foxterrier ist nicht zu verbergen. Ich hoffe, dass Mandy abends wieder Appetit haben wird, Sabine wird uns berichten. Danke liebe Sabine, dass wir immer wieder auf dich zählen dürfen und du die Betreuung deiner Schützlinge immer sehr gerne, aufopfernd und voller Elan und Einsatz übernimmst.
MOZART und SISKA geht es bestens, sie durchstreifen die Wohnung und MOZART kam bereits zum Kuscheln von seinem sicheren Hochsitz in der Küche herunter. SISKA ließ sich ebenfalls schon streicheln, sie ist allerdings ein bisschen zurückhaltender als "Mozal".


Freitag, 4.5.2007
Leider konnte ich wegen einiger anderer Termine heute nicht wie gewohnt nach Büroschluß einen Sprung bei Claudia und Daniela vorbeischauen, denn um 18.00 ist das Treffen mit Sandy und Konrad aus Tribuswinkel zur Übernahme "unserer" GOLDIE vereinbart. Ganz pünktlich traf die Jungfamilie ein, dann machten wir noch einen gemeinsamen Spaziergang und nachdem Goldie neu eingekleidet wurde, ging´s ab in ihr neues Zuhause. Ich bin fast sicher, dass die ersten Tage noch nicht soooo lustig für die kleine Spitzmaus sein werden, hoffe aber und bin sehr sicher, dass Sandy und Konrad ihr die Umgewöhnung durch liebevolle Zuwendung erleichtern werden.
Wie so oft: ein Schützling ist gut versorgt und die nächste arme Seele zieht ein ! Heute ist es die einjährige Foxterriermixhündin MANDY, die wegen Urlaubsantritt ihrer Besitzer, nur mehr bis Ende des Monats zu leben gehabt hätte !!! Unfassbar aber leider wahr und MANDY zeigte sich beim Zusammentreffen mit den übrigen Fellnasen, dass sie unglaublich große Angst vor Artgenossen zeigt, völlig überfordert und sehr nervös reagiert und auch Menschen gegenüber misstrauisch ist. Die hübsche kleine Hundedame mit den überdimensionalen Stehohren muß scheinbar alles neu lernen oder besser: überhaupt lernen Spaß am Hundeleben zu haben und Pflegemama Sabine mit Akira wird ihr bestimmt sehr dabei helfen. Sabine hat MANDY gleich übernommen und ich bin sehr gespannt auf ihre ersten telefonischen Berichte.
Ebenfalls neu eingezogen bei uns sind heute die beiden wunderschönen Samtpfoten SISKA (eine 4-jährige silbergraue Whiskaskatzendame) und ihr Gefährte MOZART (ein rot-weißer Persermixkater). Ihr Frauchen NINA mußte sich ganz schweren Herzens aus beruflichen Gründen von den beiden wunderbaren Hauskatzen trennen und scheute sogar den langen Anfahrtsweg aus Salzburg nicht, um die beiden bei uns gut untergebracht zu wissen. Ich fühle mich über diesen Vertrauenvorschuß sehr geehrt und NINA kann absolut beruhigt und sicher sein, dass für ihre beiden Lieblinge einen ganz tollen und passenden gemeinsamen neuen Platz suchen und finden werden.

Donnerstag, 3.5.2007
Gleich vormittags erhielt ich telefonisch die Info von Renate, dass der Findlingskater kein Jüngling mehr ist und das Röntgen zeigte, dass die verletzte Pfote schon von einem sehr alten Bruch herrührt, wobei dieser Bruch von alleine und verkehrt zusammenwuchs. Daher auch die massive Gehbehinderung. Alles was es an Ungeziefer gibt, hat dieses arme Tier im Überfluß: Ohrmilben, unzählige Zecken, eine Augenentzündung und Flöhe. Da Renate den nicht gerade zahmen Tiger in Narkose untersuchen und behandeln mußte, wurde er auf meine Bitte hin auch gleich kastriert.
Eine sehr unliebsame Überraschung erlebten wir allerdings, als die Herrschaften aus Essling dann abends den Kater bei Renate abholten. Die ohnehin als lächerlich zu bezeichnende Honorarnote sollen wir bezahlen !?! Nochmals kurz zusammengefasst: wir wurden am Feiertag abends gerufen und gaben vorort Hilfestellung in Form einer Katzenfalle und eines Katzentransporters. Ich vereinbarte mit Renate den Termin (an ihrem freien Ordi-Tag) damit die Leute nicht in das kostspielige Tierspital fahren müssen. Ich war also mehr als befremdet - und nicht nur ich - als Herr P. dann ganz entrüstet den behandelden und kastrierten Kater in Empfang nahm und mit einer impertinenten Selbstverständlichkeit verkündete, dass ich/wir die Kosten übernehmen sollen ?! Der Kater wurde bereits einige Tage im Garten der Leute gefüttert und wer weiß, wie lange er schon Zuflucht dort suchte. Ich empfinde so etwas schlichtweg als eine Unverschämtheit und bin schon auf die morgige diesbezügliche Stellungnahme der Leute neugierig, wenn ich die Falle abhole und nach dem Kater sehen werde. Es geht nicht um den Betrag und die Behandlung hätten wir in jedem Fall durchführen lassen, nur käme mir persönlich so eine Abhandlung überhaupt erst gar nicht in den Sinn, speziell wenn ich das Tier behalten möchte. Es geht um´s Prinzip !
Wieder einmal ein Hilferuf der besonders abscheulichen Art erreichte mich dann noch abends: einjährige Foxterrierhündin soll eingeschläfert werden, da die Leute in Urlaub fahren möchten !?!? Sollte sich bis Juni kein Platz gefunden haben. Abgesehen davon wird der Hund noch von den Kindern seckiert und getreten, wenn er sich erlaubt gegen die Pisackereien sich mit Knurren zu wehren. Bin immer wieder fast sprachlos, wenn ich von solchen Tierbesitzern höre und immer wieder auf´s neue froh, diesen Scheusalen nicht persönlich begegnen zu müssen. Ich würde mit Sicherheit meine gute Kinderstube vergessen! Die Tierfreundin, die uns um Hilfe bat, wird die Hündin schon morgen abends in unsere Obhut geben und Sabine stellt sich wieder sehr gerne als Pflegestelle zur Verfügung. Treffpunkt morgen 19.00 bei uns in Großenzersdorf. Vielen Dank Sabinchen, für deine prompte Hilfe !

Mittwoch, 2.5.2007
Unser Schützling JENNY, die junge Pinschermixdame, ist heute in ihr neues Zuhause nach Wien zu einem charmanten und gut erzogenen Bordercollirüden Lucky übersiedelt. Nach einem gemeinsamen Spaziergang mit Pflegemama Sabine und insgesamt 7 Fellnasen, saßen wir dann noch einige Zeit gemütlich beisammen und dann ging es für Jenny ab in ihr neues Zuhause. Wir sind überzeugt, dass sie ein sehr schönes, lustiges und von Lucky beschütztes Hundeleben führen wird und wünschen der ganzen Familie alles Gute !
Abends kehrte dann wieder der Katerwelpe RINALDO zu uns zurück, denn der an sich liebe und gutmütige, aber doch sehr verspielte ansässige Kater machte ihm solche Angst, dass der Katerwelpe nur versteckt irgendwo wartete, bis die Luft rein war. Da Rinaldo ja leider bisher keineswegs artgerecht gehalten wurde (die Katzen dieses Menschen mußten die meiste Zeit in Käfigen leben) kann er mit den altersentsprechenden Verhaltensweisen seiner Artgenossen scheinbar so überhaupt nichts anfangen. Bei uns beschäftigt er sich gerne alleine mit seinen Spielsachen und ist am seligsten, wenn man ihn herumträgt und streichelt. Für Rinaldo suchen wir daher jetzt einen Einzelplatz mit viel Zuwendung oder bei einer bereits älteren, ruhigen Samtpfote, mit der er kuscheln kann und ihn nicht überfordert.
Der verletzte grau-weisse Kater ging heute nach einigem Zögern aber von Hunger getrieben endlich in die Katzenfalle und konnte anschliessend gleich zu Tierärztin Renate in die Ordination gebracht werden. Leider hatte Renate einige Notfälle zu bewältigen und so blieb der geschundene Kater erst einmal da und wird noch heute nacht behandelt werden. Nach der Behandlung werden ihn die Leute, die ihn bereits einige Tage gefüttert hatten, bei sich aufzunehmen.

Dienstag, 1.5.2007
Die Tage unserer süssen Zwergdackelmixdame GOLDI in unserer Obhut sind gezählt, denn sie wird am kommenden Freitag in ihre eigene Jungfamilie nach Tribuswinkel übersiedeln. Wir unternahmen heute einen langen gemeinsamen Spaziergang, wobei Goldie natürlich noch mehr an unserem Berti und dem Balli interessiert war, als an ihren neuen Leutchen. Frau H. hätte sie am liebsten gleich mitgenommen aber dann haben wir uns doch darauf geeinigt, Goldie erst nach gründlicher Vorbereitung und ganz in Ruhe am Freitag zu übersiedeln. Eigentlich hatten sich die Herrschaften mit zwei kleinen Kindern für einen Welpen interessiert, waren aber meinen Argumenten dagegen sehr aufgeschlossen. Sie hatten auch schon selbst die herzige Goldie im Auge, dachten aber dass sie, da das Inserat schon älter ist, gar nicht mehr auf Platzsuche wäre. Ein Glück also für unsere Goldie, denn die Leute sind sehr verantwortungsvoll, haben die Kinder liebevoll im Griff und Goldie selbst ist ja ebenfalls sehr kinderlieb. Sie wird bestimmt sehr geliebt und behütet werden und in einem schönen Haus mit Garten und Rund-um-Betreuung leben.
Heute hatten wir auch Besuch einer Tierschützerin aus Ungarn mit der schwer misshandelten mittelgroßen Hündin ROXY. Die noch sehr ängstliche Hündin wurde mit einer eingewachsenen Drahtschlinge um den Hals geborgen und fürchtet sich verständlicherweise momentan noch unglaublich stark vor fremden Menschen. Wir haben ihr ein Brustgeschirr angepasst und das Halsband entfernt! Leider können wir ROXY nicht in unsere Obhut nehmen, da sie sich bisher alleine durchs Leben schlagen mußte und dabei auch Kleinhühner gewildert hatte. Mit Katzen also keine Chance! Aber ROXY ist bei der Tierfreundin aus Ungarn vorerst einmal bestens aufgehoben.

Sunday, 29.04.2007

Seit gestern abend sind die niedlichen Hundebabies von Josy inseriert und das Echo ist sehr groß. Bereits heute sind zwei Familien bei Daniela zu Besuch, um die Kleinen kennenzulernen und die kleine TINKABELL und TAMI sind bereits versorgt. Die beiden Familien sind natürlich sehr, sehr nett und verantwortungsvoll und werden die Hundemädchen bis zur endgültigen Übernahme in etwa 14 Tagen auch zwischenzeitlich besuchen.
Auch für unseren Langzeitschützling den zweijährigen Kater PAULI fand heute abend der große Schritt in eine neue Zukunft statt. Yvonne übergab den lieben und sehr menschenbezogenen Katermann direkt in die Hände von Familie J. aus Wien. Pauli wird als Einzelkatze leben, was aber diesem sehr anhänglichen Kater absolut nichts ausmachen dürfte. Seine Menschen gehen im über alles, Artgenossen interessieren ihn nicht wirklich.

Sonntag, 29.4.2007
Die Eingewöhnung der Findlingshündin HERA (sie wird von ihrer neuen Familie jetzt so genannt, passt auch hervorragend zu Rüde ZEUS !)klappt bestens, die beiden verstehen sich ausgesprochen gut und Zeus folgt seiner Hera auf Schritt und Tritt und hat Herzerl in den Augen. Wie nicht anders zu erwarten, geht dieser Traumhund bis heute niemandem ab, also wieder eine dieser armen Seelen, derer man sich brutal entledigt hat. Aber zum Glück blieb der gutmütigen und sensiblen Hera die Tierheimeinweisung erspart, die leider für Hunde dieser Rasse sehr oft in jahrelanger und oftmals sogar in lebenslanger Gefangenschaft endet, weil gerade diese ansich wunderbare und gute Hunderasse völlig zu unrecht so verteufelt wird und in den völlig falschen Händen landet.
Es war heute ein sehr anstrengender aber auch sehr schöner Familientag für uns. Wir hatten die Möglichkeit gleich drei Anwesen zu besichtigen und eines davon in Schönkirchen-Reyersdorf hat uns alle stark beeindruckt. Das erste Mal hatte ich das Gefühl, ein Kleid anzuprobieren, dass makellos passt und in dem ich mich sehr wohl fühle. Das geräumige, sehr liebevoll renovierte, alte Bauernhaus mit wunderschönem, sehr großen und noch dazu uneinsehbaren Garten wäre absolut optimal für uns und auch für unsere Tiere. Die jetzige Besitzerin ist ebenfalls eine sehr große Tierfreundin und wir hatten gleich einen besonderen Draht zueinander. Auch sie würde sich freuen, wenn wir uns einig werden könnten und bei der Heimfahrt an diesem Nachmittag hatten Adi und ich das erste mal so wirklich das Gefühl gefunden zu haben, was wir suchten. Ich möchte noch nicht zu euphorisch sein, aber unsere Freude ist sehr groß.

Samstag, 28.4.2007
Während meines Spazierganges mit den Fellnasen an diesem sehr warmen und wunderschönen Vormittag erreichte mich wieder ein Notruf wegen eines ausgesetzten Hundes im Ortskern von Großenzersdorf. Als ich gemeinsam mit den diensthabenden Polizisten am "Fundort" eintraf, sass da am Strasseneck zitternd eine sehr liebe und verängstigte Pitbullhündin (reinrassig aber nicht koupiert). Sie wurde gerade von Passanten mit Wasser versorgt und das arme Tier war verständlicherweise verunsichert und zitterte am ganzen Körper. Vor den vorbeifahrenden Autos zeigte sie Panek aber nach kurzer Zeit stieg sie relativ problemlos in mein Auto ein. Bei der Fahrt zum Tierarzt und auch dort zeigte sie sich absolut ruhig, leinenführig, natürlich verunsichert aber auch Autofahren ist ihr keinesfalls fremd. Wie zu erwarten war: kein Chip ! Obwohl die Hündin nicht ungepflegt aussieht und auch keine körperlichen Narben zu erkennen sind, sind wir doch sehr sicher, dass es sich wieder einmal um ein ausgesetztes Tier handelt.
Nach etwa zwei Stunden war, alleine durch die Mithilfe von Susi, einer guten Bekannten aus Großenzersdorf, eine tierliebe Familie gefunden, die schon einen sehr gutmütigen und verträglichen Rüden dieser Rasse besitzt und hier wurde die arme Findlingshündin sofort mit offenen Armen aufgenommen, nachdem die beiden Hunde sofort im Garten herumtollten und sich auf Anhieb gut verstanden. Jeder, der mit seriöser Vermittlungstätigkeit zu tun hat weiß, dass es an ein Wunder grenzt, für einen Hund dieser Rasse, so wundervoll er auch sein mag, innerhalb weniger Stunden einen Traumplatz finden zu können. Ich danke an dieser Stelle im Namen von ..... allen an der Rettung beteiligten Personen für die Unterstützung ganz, ganz herzlich !
Ziemlich gestresst und wie so oft auch verspätet traf ich dann zuhause ein, wo bereits die beiden Familien für unsere Katzenkinder Angelo und Angela auf mich warteten. Die Leute hatten zum Glück Verständnis und die Übergabe erfolgte entspannt und sehr angenehm. Beide Samtpfoten werden gemeinsam mit bereits ansässigen Jungtieren, Angela im 6. Bezirk in Wien und Angelo in Wimpassing, weiterschnurren. Alles Gute und viel Spaß für alle Zwei- und Vierbeiner !

Freitag, 27.4.2007
Fast schon obligatorisch: mein Besuch Freitag´s nachmittag bei Claudia und/oder Daniela und ihren Schützlingen. Ich geniesse diese Besuche immer sehr, es gibt immer etwas zu besprechen und sind imringt von unseren Pfleglingen. Heute lernte ich die ungarische Hundemama ROMY kennen und war geschockt. ROMY wirkt (noch) sehr sehr nervös und hektisch, sucht unentwegt die Nähe von Claudia und ist erschreckend mager. Die Beckenknochen der zartwüchsigen, kleinen Hündin ragen deutlich sichtbar hervor und das niedliche, hellbeige Hundemädchen hat absolut Nichts auf den Knochen. Claudia päppelt natürlich fleissig und ROMY bekommt das Beste vom Besten und mehrmals täglich zu fressen. Milch hat Romy für ihre beiden Welpen genug - die zwei sind niedliche und kugelrunde Wonneproppen (sie wurden auf "Dylen" und "Beka" getauft) und sind, im Gegensatz zu Claudia´s früheren Schützlingen, sehr ruhige und zufriedene Hundekinder. Momentan sind sie ja erst etwa drei Wochen jung, das kann sich ja noch ändern. Fotos der kleinen Hundefamilie sind in Kürze wieder in unserer Fotogalerie zu sehen.
Claudia´s Schützling MANDI (er wird bei seinem neuen Frauchen MERLIN heissen) hatte heute die Nahtentfernung nach seiner Kastration ganz geduldig über sich ergehen lassen und wurde am Nachmittag endlich von seinem Frauerl aus Wien, hoffentlich diesmal für den Rest seines Lebens, übernommen. Frau Pf. hatte Merlin seit letztem Wochenende bereits mehrmals besucht und ihre Sorge, dass der eher stoische kleine Hundemann sich nicht an sie gewöhnen wird, ist bestimmt völlig unbegründet. Wir wünschen dem lieben Merlin alles Gute und viel Spaß in seiner ganz eigenen kleinen Familie.
Abends dann - ebenfalls schon fast ein Ritual - traf wieder Yvonne und Emily mit drei Samtpfoten bei uns ein. ANGELO und ANGELA, beide drei Monate jung und die Geschwister von RONALDO, der ja bereits ein neues Zuhause hat, werden morgen in ihre Familie übersiedeln und sich jeweils mit einer bereits ansässigen Samtpfote Futternapf, Toilette und Kratzbaum und vieles mehr, teilen.
Und auch die süße getigerte Hauskatze mit weißen Flecken "DORA", die nach einer Verletzung am linken Auge durch einen Dorn, jetzt einige Wochen bei Emily in Pflege war, wurde noch spät abends von Frau Daniela aus Wien übernommen. Bei ihr lebt bereits seit vergangenen Frühling unser Ex-Schützling Kater Schnurli und noch eine einjährige Katze und DORA wird den Platz der kürzlich verstorbenen 14-jährigen dritten Samptpfote von Daniela einnehmen. Es war sehr rührend, wie begeistert und dankbar Daniela für DORA war und sie wird mit Sicherheit sehr liebevoll von der großartigen Tierfreundin betreut.
Auch für die Schönheit CHERRY, die rauchgraue Findlingskatze aus dem 21. Bezirk, war heute der große Tag. Sie wurde von einer Familie aus Strasshof mit großer Freude adoptiert und es war sehr schön zu sehen, wie begeistert und liebevoll die neuen Dosenöffner mit Cherry umgingen. Hier hat sie ein behütetes und verantwortungsvolles Heim gefunden und keiner von uns kann verstehen, wie man so ein liebes, problemloses und sehr hübsches Katzerl einfach rausschmeissen kann bzw. sich absolut nicht scheren, was aus ihr geworden ist, falls sie davongelaufen sein sollte.

Donnerstag, 26.4.2007
Ein sehr ruhiger Tag, mein Kreislauf spinnt total und die kleinste Aufgabe wird zur Tortour. Abends besichtigten wir wieder einmal eine Immobilie im naheliegenden Wittau. Klang vielversprechend, sah aus wie Hinterholz 8 ! Nicht verwunderlich, denn es wäre preislich erschwinglich gewesen ... Passt es für uns Zweibeiner, passt es für unsere Tiere nicht und natürlich umgekehrt. Passt die Lage, dann der Preis nicht und auch umgekehrt. Es ist sehr, sehr schwierig aber wir geben die Hoffnung nicht auf!

Mittwoch, 25.4.2007
Die heutige Einschaltung unseres Schützlings AMOR in der Tierecke der Kronenzeitung brachte absolut kein Resultat. Abgesehen von zwei Anrufen (ein 11-jähriger Bub fragte nach dem "Preis" für Amor!) und eine 19-jährige Frau, die auf meine Frage wo sie Zuhause wäre mit "draussen" antwortete und dann auflegte ?!?, herrschte absolute Funkstille. Der liebe AMOR hätte sich wahrlich mehr Interesse verdient. Pflegepaps JO kommt aus dem Loben nicht heraus, wenn er mir über AMOR berichtet. Aber vielleicht ergibt sich ja die kommenden Tage noch etwas .... jeder Tierfreund hätte seine helle Freude an dem unkomplizierten und anhänglichen Hund.
Neu bei uns eingezogen ist heute abend eine sehr hübsche silberfarbene, etwa 2-4 jährige Katzendame (wir haben sie CHERRY getauft), die vor drei Wochen bei einer Familie im 21. Bezirk im Garten sass und die seither niemand vermisst. CHERRY ist silbergrau mit weißer Unterwolle und hat wunderschöne große grüne Augen. Momentan ist sie noch etwas verschreckt, wird sich aber bestimmt bald eingelebt haben.
Hündin ROMY und ihren beiden Welpen bei Claudia geht es sehr gut, ausser das ROMY hin und hergerissen ist, denn einerseits läßt sie Claudia nicht aus den Augen und andererseits möchte sie ihre Babies beschützen. Nach einigen Tagen wird sich diese Stresssituation für die liebe Hündin bestimmt normalisiert haben.
Absolut "normalisiert" hat sich jedenfalls schon unser Schützling FIDI. War er gestern noch hinter Goldie her wie der Teufel hinter der guten Seele, war heute doch das Balli schon interessanter. Auch sein geliebtes Hundesofa hat er bereits wieder in Beschlag genommen. Ich bin jedesmal wieder voller Hochachtung vor diesen armen Geschöpfen, wie schnell sie sich an neue Situationen anpassen können, egal wie groß ihr Schmerz auch sein mag. Sie sind für jede kleinste Streicheleinheit und für jedes liebe Wort unendlich dankbar und fassen relativ schnell wieder Vertrauen, haben sie auch bereits die Hölle durchleben müssen - geschaffen von Menschenhand.

Dienstag, 24.4.2007
Ein absoluter Großkampftag, bzw. Abend, denn ab 19.30 bis open end (zumindest bei Claudia und Manfred) ging es so richtig zur Sache !
Als ich gestern mit Fidi´s Frauchen telefonierte und davon erfuhr, dass FIDI immer stärkere Bissattacken auslebt, verblieben wir so, dass man es bei Freilauf mit einem gut sitzenden Beisskorb versuchen wird. Es gab zu diesem Zeitpunkt keine Hinweise darauf, dass heute mittag (leider stand man vor verschlossenen Türen, da wir ja arbeiten sind) FIDI schon bei uns einziehen sollte. Ich mußte die Leute also auf abends vertrösten und pünktlich um 19.00 Uhr übernahm ich unseren Heimkehrer wieder in unsere Obhut. Bei FIDI selbst hielt sich die Trauer vorerst einmal in Grenzen - er ist völlig verliebt in die hübsche und zierliche Goldie. Wir werden das Liebeswerben noch einige Zeit beobachten, denn ich trage mich schwer mit dem Gedanken, den Seniorrüden doch noch kastrieren zu lassen. Er ist zwar älter, aber durchaus jugendlich und potent unterwegs und da wir uns auf eine längere Betreuungszeit einrichten, kann eine Kastration für alle nur vorteilhaft sein. Es tut mir unendlich leid für den kleinen Dackelmix, dass er schon wieder sein Zuhause verlor aber aufgrund der wenigen Berichte kann ich nachvollziehen, dass meine Weisungen wieder in den Wind geschlagen wurden. FIDI muß man einfach kommen lassen (was er ohnehin dauernd macht) und nicht aufwecken, bedrängen oder zu viel und lange streicheln. Das macht ihm schlichtweg Angst und dann reagiert er grantig.
Unmittelbar nach unserem einstündigen Abendspaziergang kam Besuch von zwei Familien für unsere Miezen RINALDO und ZAKI und beide Zusammenführungen klappten, wie es besser nicht hätte gehen können.
--> ZAKI, der hübsche fünfjährige rote Persermixkater, wird als Einzelkater bei einer aus Deutschland stammenden Familie in Wien 17; ein schnurriges Katerleben führen dürfen. ZAKI ist nicht wirklich verträglich mit anderen Artgenossen und hat unsere übrigen Schützlinge ganz schön auf Trab gehalten.
--> Der zuckersüße RINALDO, 3-4 Monate jung, wurde als Gefährte für einen 9-monatigen Kater adoptiert. Seine Familie aus dem 8. Bezirk in Wien, stammt zur Hälfte aus den USA/Chicago und RINALDO wird zweisprachig aufwachsen ... Beide Plätze sind sehr lieb, verantwortungsvoll und große Katzenfans und wir wünschen unseren beiden Schützlingen und ihren Dosenöffnern alles Gute und viel Spaß.
Leider gab es aber auch wieder einige Hunde-Notfälle. Von Privatpersonen wurde aus sehr schlimmen Umständen in Ungarn eine kleinwüchsige Hündin mit zwei Welpen (die übrigen drei Babies hatte man ihr genommen und umgebracht) aus einem kleinen Käfig/Zwinger befreit und Pflegefamilie Claudia und Manfred waren wieder so lieb und sagten ohne lange zu Zögern oder zu fragen zu, die kleine Hundefamilie ab sofort zu betreuen. Exakt um 22.00 nachts trafen die Leute bei Claudia zur Übergabe ein. Die Hundemama ist mittelgroß, semmelblond, extrem anhänglich aber auch sehr verängstigt und leider stark unterernährt. Die beiden Geschwister sind maximal drei Wochen jung, Bub und Mädel, kohlschwarz und kugelrund. Ab Freitag gibt es die ersten Fotos von der kleinen Hundefamilie ROMY. Aus den gleichen Verhältnissen wird morgen dann noch eine sehr arme, völlig abgemagerte und in einem kleinen verdreckten Verschlag lebende Schäferhündin geborgen. Hier bin ich noch am Prüfen wegen einer Pflegestelle und hoffe bis morgen eine gute Lösung gefunden zu haben.


Sunday, 22.04.2007

Findelkater "MA60" konnte endlich zu mittag von seiner neuen Familie aus der VetMed in Wien abgeholt werden ! Aber bis zu diesem Termin war es ein mehr als steiniger Weg, gepflastert mit sehr vielen Telefonaten mit den verschiedensten Amtstierärzten und Tierärzten in der VetMed, bei denen ich mich zeitweilig schon etwas zurücknehmen mußte, um nicht schon in aller Herrgottsfrühe auszuzucken. Schwamm drüber, jeder gab sein Bestes und jetzt ist es ja glücklicherweise überstanden und der zutrauliche und sehr liebe Kater ist bei der Familie eingezogen, die ihm auch das Leben gerettet hatte. Wir wünschen Andrea und ihren Lieben alles erdenklich Gute und dem Katermann, dass er die Grausamkeiten, die ihm angetan wurden, ganz rasch vergisst ... Wir werden weiter berichten und vielleicht auch bald ein Foto online stellen können.

Sonntag, 22.4.2007
Katerchen "MA60" geht es gut, nur leider hat der Amtsarzt 1 dem Amtsarzt 2, der heute Dienst hatte, die Weisungen vom Freitag nicht übermittelt und daher muß ich morgen nochmals mit beiden Amtsärzten bei MA60 sprechen, damit diese die "Freigabe" des Katers an die VetMed bestätigen ! Hoch lebe die Bürokratie ! Wir alle sind sehr verärgert und verstanden heute früh die Welt nicht mehr. Nur wegen eines offensichtlichen Formfehlers muß der arme Kater noch einen Tag und eine Nacht im Tierspital bleiben, obwohl er bereits in einer Privatfamilie sehnlichst erwartet wird. Obwohl ich beinahe schon den heute diensthabenden Amtsarzt anbettelte bestand keine Chance den Kater heute schon abzuholen - wir müssen bis morgen Geduld haben.
Das erste Feedback von KIRA´s neuer Familie hat uns alle sehr gefreut ! Alles klappt wunderbar und Kira und ihr neuer Gefährte verstehen sich ausgesprochen gut und da die beiden vom Temperament her sehr ähnlich gepolt sind, herrscht absolute Hamonie. Schön so etwas zu hören und auch Pflegemama Claudia, der KIRA bereits nach wenigen Betreuungstagen sehr abgeht, ist sehr glücklich über diese Nachricht.
Unsere Pflegemama Traude hat sehr lange und gründlich überlegt und mir soeben mitgeteilt, dass wir die Platzsuche für Pflegehündin FIPSI nach ganzen 8 Monaten abbrechen können. FIPSI darf bei Traude und ihrer Menagerie bleiben und ich bin überglücklich über diese Entscheidung. Wir haben gestern gemeinsam beobachtet, wie ängstlich sich FIPSI gegenüber den verschiedenen Interessenten verhalten und sofort die Nähe von Traude gesucht hat. Traude hat aus FIPSI eine freundliche und selbstbewusste Hündin gemacht (als sie sie Anfang September des Vorjahres übernahm, war FIPSI ein Häufchen verängstigtes Elend) und auch mit dem kleinen Giacomo und Traudes Miezen versteht sich die liebe Hündin ausgesprochen gut. Wir sprachen bereits vor einigen Wochen über eine mögliche Adoption von FIPSI durch Traude, wollten da aber noch die Einschaltung in der Kronenzeitung abwarten. Auch bei dieser (ansich immer erfolgreichen) Schaltung fand sich kein passender Platz für die goldige Fipsi. Unglaublich aber wahr! Also Ende gut, alles gut für die liebe Hündin, die wir auch sehr gerne, während eventuellen Kurzurlauben von Traude, gerne bei uns betreuen werden. Vielen Dank liebe Traude und viel Spaß mit deiner Fipsi !

Samstag, 21.4.2007
Der erste Gedanke heute galt dem armen Kater "MA60 6628" (so seine Nummer im Tierspital in Wien). Die behandelnde Ärztin machte durchaus Hoffnung, konnte jedoch nicht ausschliessen, dass Spätfolgen aufgrund des massiven Sauerstoffmangels bestehen könnten. Das wird sich erst zeigen. Momentan geht es dem Kater den Umständen entsprechend gut, er hatte großen Appetit, liegt aber noch sehr oft in Seitenlage. Um ihn noch weiter beobachten zu können (Gefahr einer Gehirnschwellung!) muß er noch bis mindestens morgen in der Klinik bleiben und darf dann in häusliche Pflege übernommen werden. Die Ärztin teilte mit, dass er sehr anschmiegsam reagiert - einfach unfassbar nach all dem, was Menschen diesem lieben Tier voller böswilliger Absicht angetan haben. Wir alle sind immer noch ziemlich geschockt und ich möchte hier gar nicht ausdrücken, was ich so einem Tierquäler wünsche. Das mindeste wäre eine haargenau gleiche Behandlung ohne Mitleid und Gnade.
Der ganze Tag verlief mehr als ereignisreich. Gegen mittags traf Pflegemama Traude mit ihren drei Schützlingen ein, da es eine Interessentin für die liebe und herzige kleine Dackelmixhündin MIMMI gibt. Nach einem ausgedehnten Spaziergang in fröhlicher Hunderunde stand dann einer Adoption von MIMMI absolut nichts mehr im Wege. MIMMI (sie wird bei ihrem neuen Frauchen MINNI heissen) wird mit der sehr gutmütigen Schäferhündin Kascha zusammenleben. Kascha wurde von Beate als 4. Besitzerin aus schlechten Händen übernommen und die sehr verträgliche und freundliche Hündin liebt kleine Hunde über alles. Minni wird bestimmt ein sehr behütetes und abwechslungsreiches Hundeleben in dieser Familie führen. Wir wünschen dem 3-Mäderl-Haus viel Spaß zusammen.
Bei Pflegemama Claudia hat sich auch allerhand an Besuchen ereignet, die alle durchaus positiv verliefen. Für KIRA kam die Familie mit Hund aus St.Pölten und wurden nicht enttäuscht. KIRA hat ihr Herz im Sturm erobert und übernachtet heute bereits in ihrer eigenen Familie. Die liebe fünfjährige Goldihündin erwartet ein schönes Zuhause mit Garten, viel Zuwendung und Verständnis und vielen Spaziergängen. Wir wünschen dieser problemlosen und sehr dankbaren Hündin alles erdenklich Gute und sind überzeugt, dass sie ihrer Familie noch sehr viel Freude bereiten wird.
Kurz darauf traf auch das neue Frauchen von Pudelmixrüde MANDI ein - auch hier flogen die Funken. MANDI war sehr angetan und auch sein neues Frauerl wurde von dem putzigen Charmeur gleich bezirzt. Mandi wird allerdings erst in einigen Tagen übersiedeln, nach seine Nähte entfernt worden sind. Allerdings stehen bereits vorher einige Besuche und Spaziergänge mit seiner neuen Herzdame am Programm.
Für unsere Langzeit-Puppe, die herzige kleine Dackelmixhündin GOLDI war heute auch Besuch bei mir - allerdings ohne HappyEnd. Die Leute waren zwar hin- und hergerissen von Goldie (die Kinder kreischten vor Entzücken !?!), es scheiterte jedoch an der Schutzgebühr. Man möchte sich beraten, ich jedenfalls bin sehr froh, dass GOLDIE momentan noch bei mir kuschelt!
Den krönenden und sehr erfreulichen Abschluß dieses ereignisreichen Tages machte die geglückte Vergabe der beiden sechsjährigen weißen Hauskatzen CINDY und SALLY. Um 18.00 Uhr holte ich die beiden Katzendamen und ihre Pflegemütter von der U-Bahnstation ab und gemeinsam fuhren wir nach Bad Pirawarth. Die beiden lieben Fellnasen wurden bisher nur herumgeschoben und warteten bereits seit vielen Monaten in unserer Pflegestelle in Wien auf D E N Tierfreund, der die beiden gemeinsam übernehmen wollte. Heute endlich war es für die beiden Katzendamen soweit, und sie sind in ihr neues Zuhause in Bad Pirawarth übersiedelt, welches die beiden hübschen, reinweissen Katzendamen mit den 5 ansässigen Hauskatzen teilen. Genug Aufmerksamkeit und große Tierliebe ist in der neuen Familie mit großem Haus und schönem Garten für alle reichlich vorhanden. Wir wünschen den beiden Katzenmädels alles Gute und hoffen, dass sie ab heute endlich ihren verdienten Lebensplatz gefunden haben.

Freitag, 20.4.2007
Nach einem hektischen Bürotag besuchte ich unseren Patienten Mandi bei Claudia und anschliessend Pflegemama Danieela und ihre Hundefamilie JOSY und Welpen.Die Kleinen sind wieder ganz mächtig gewachsen, machen den Garten unsicher und wir unterhielten uns köstlich als wir die Kleinen beim Toben und Spielen beobachteten. Ich hätte stundenlang da sitzen bleiben können, aber zuhause wartete bereits Yvonne und Emily mit drei Samtpfoten, sowie eine interessierte Familie auf mich. Von meinen eigenen Vierbeinern natürlich abgesehen.
Die hübsche dreifärbige Hauskatze MELISSA hat ihre Familie gefunden, nachdem sie sich die letzten Wochen in einer Tierarztpraxis von ihren Verletzungen erholte. Sie wurde bereits sehnsüchtig von der tierlieben achtjährigen Tochter erwartet, die es schon nicht mehr erwarten konnte bis es heute war. Melissa wird inWien in einer Wohnung als Einzelkatze leben und es wird ihr mit Sicherheit an Nichts fehlen.
Neu eingezogen bei uns sind heute der wunderschöne rote Persermixkater ZACKI und der kleine Katzenwelpe RONALDO, der bisher ohne Sozialkontakte bei einem "Tierfreund" im Käfig leben mußte. RONALDO ist daher noch etwas unsicher aber extrem anschmiegsam, obwohl er mit den Streicheleinheiten von uns noch nicht wirklich etwas anfangen, geschweige denn sie geniessen kann.
Ein besonders grausamer Fall von Tierquälerei an einem erwachsenen Tigerkater wurde heute abend, gerade noch rechtzeitig, von einer bekannten Tierfreundin und deren Kindern entdeckt. Der Kater war in drei !! Plastiksäcken fest verschnürt am Strassenrand gefunden und kurz vor einem qualvollen Erstickungstod. Mein telefonischer Ratschlag, sofort in eine Tierklinik zu fahren, wurde von Petra prompt befolgt und so konnte dem Katermann das Leben gerettet werden. Nur einige Minuten später und er wäre verloren gewesen. Bis weit nach Mitternacht war sein Zustand mehr als kritisch, er wurde sofort in einen Sauerstoffkäfig verbracht und sein kritischer Kreislaufzustand konnte soweit stabilisiert werden, jedoch können wir alle im Moment nur mehr hoffen und ganz viele positive Gedanken senden.
Nach etlichen Telefonaten konnte erreicht werden, dass wir den Kater nach der Erstversorgung zu uns in Pflege übernehmen dürfen. Das hört sich für viele Tierfreunde vielleicht selbstverständlich an, ist es aber nicht ! Gemäß den bestehenden Gesetzen muß bei verletzten Fundtieren wie folgt vorgegangen werden (soferne man sich nicht sofort verpflichtet, sämtliche Tierarztkosten für die Behandlung zu übernehmen): Magistratsabteilung MA60 wird vom Tierspital über den Gesundheitszustand des Tieres informiert und muß die Genehmigung zum Kostenersatz für die Erstversorgung einholen (diese Kosten werden sich im Falle dieses Katers zwischen 250 und 350 Euro belaufen). Ist das Tier dann erstversorgt, wird es in das Wr. Tierschutzhaus überstellt. Da in unserem Falle eine Überstellung in das Tierheim keineswegs notwendig ist, da wir den Kater privat pflegen möchten, hätten wir eigentlich auch die Kosten übernehmen müssen. Letztendlich gab aber der zuständige Veterinär bei MA60 die Kostenersatzgarantie ab und wir können das Tier dennoch in unsere Obhut nehmen - soferne es diese Nacht überlebt.

Donnerstag, 19.4.2007
MANDI geht es nach der gestrigen Kastration bestens und auch für unsere übrigen Schützlinge gibt es recht interessante Anfragen. Am kommenden Wochenende erwarten wir Besuch aus St.Pölten, aus Graz und es ist eine Fahrt nach Bad Pirawarth geplant. Also die kommenden Tage könnten recht turbulent werden - zum Wohle unserer Schützlinge.
Recht herzlichen Dank an Frau Wimmer, die uns wieder zwei riesengroße Säcke mit Medikamenten zur Weiterleitung an bedürftige Tierheime vorbei gebracht hat. Ganz dringend gebraucht ! Vielen, vielen Dank!

Mittwoch, 18.4.2007
Traude war mit MIMMI heute vormittag bei Tierärztin Brada und gut war´s: die Kleine hat eine massive Halsentzündung, die dringend antibiotisch abgedeckt gehörte. Abends hat Mimmi schon wieder etwas gefressen und morgen geht es ihr mit Sicherheit wieder besser.
Heute fand die Übersiedlung von MANDI von uns zu Claudia statt, denn leider hat MANDI (noch) Probleme mit dem Alleinebleiben. Kaum bei Claudia eingetroffen hat BRUNO sich mit Mandi angefreundet und der kleine Draufgänger war die nächste Stunde nur auf zwei Beinen unterwegs und hing am Hinter- oder/und Vorderteil von Bruno (bei allen anderen Hunden von Claudia hatte er nicht viele Chancen, also blieb nur der gutmütige Bruno übrig). Da Mandi auswärts ja auch lautstarke Problemchen gegenüber anderen Rüden zeigt und sich jedesmal wie ein kleiner Halbstarker aufführt, haben wir beschlossen, dringend einen Kastrationstermin wahrzunehmen. Auch am Dienstag, als unser Neuzugang JENNY zu Besuch war, mußten wir Mandi kurzfristig separieren, um die Sache nicht in einer Aufreit-Orgie ausarten zu lassen. Abgesehen davon, dass Mandi´s Verhalten ständig für Stress und Unannehmlichkeiten sorgt, powert es ihn selbst ja am meisten aus und kann auf Dauer nicht wirklich ok sein, ein Dauersklave seiner Hormone zu sein. Also morgen ist es soweit (schnipp-schnapp) und dann wird sich die Lage bestimmt bald entspannen.
Ich möchte wieder einmal auf unsere Seite PETITIONEN verweisen, die ab heute wieder aktualisiert ist. Täglich erreichen uns mehrere erschütternde Nachrichten aus aller Welt und das Mindeste, das man als Einzelperson gegen all diese Abscheulichkeiten unternehmen kann ist, die zwei Minuten für das Ausfüllen einer Petition aufzubringen. Es gibt fast immer Tierschützer und Tierschutzorganisationen vorort, die diese Missstände aufzeigen und gegen Behörden, Bräuche und Ungerechtigkeiten angehen möchten. Diese Menschen, seien sie auch noch so weit von uns entfernt, verbindet die Liebe zu den Tieren und der Umwelt mit uns und deshalb müssen wir sie unterstützen - sei es nur mit einer Unterschrift ! Vielen Dank für´s mitmachen ....

Monday, 16.04.2007

Momentan könnten wir mit unseren Schützlingen schon eine kleine Krankenstation füllen und beschäftigen. Gottlob keine schlimmen Erkrankungen aber immerhin doch alles Symptome wo der Fachmann, sprich Tierarzt, konsultiert werden muß.
--> Goldihündin KIRA hat juckende und zum teil eitrige Ekzeme an den Beinen und im Bauchbereich und dürfte im allgemeinen Probleme mit der Haut haben. Leider hat der Vorbesitzer das in keiner Weise erwähnt oder ist ihm aufgefallen aber Dank der aufmerksamen Beobachtungen von Claudia konnten die teilweise noch gut vom Fell bedeckten Stellen gefunden und behandelt werden. Um KIRA den ohnehin sinnlosen Trichter (sie findet Wege um trotzdem schlecken zu können) zu ersparen, trägt sie während der Nachtstunden Socken. Die Medikation gegen den Juckreiz ist ja verabreicht und so sollte es auch für KIRA sehr bald Erleichterung geben. Claudia stellt ausserdem jetzt noch das Futter auf sensitiv um.
--> Die kleine MIMMI bei Traude hatte gestern abends 39 Grad, also etwas erhöhte Temperatur, obwohl diese bei kleinwüchsigen Hunden nicht wirklich abnormal ist. Ausserdem fiel Traude auf, dass die kleine Maus sehr viel schläft und heute nur ganz wenig Appetit hatte. Da sie sich aber zum Spielen auffordern und gerne animieren lässt, werden wir auf Anraten des Tierarztes noch bis morgen beobachten.
--> JOSY und ihren 4 Welpen bei Daniela geht es wieder prima. Die Behandlung hat gut und prompt angeschlagen und alle sind wieder wohlauf und keine Durchfallpatienten mehr. Die Fotos von der kleinen Hundefamilie sind bereits unter FOTOGALERIE zu sehen. Viel Spaß!
Heute ist wieder ein neuer Schützling bei Plegemama Sabine eingezogen. Die etwa 4 Monate junge mittelgroße Mixhündin JENNY. Ganz lieb, verspielt, menschenbezogen und verträglich mit Hund und Katz. Die Kleine wurde zu Ostern in Strasshof herrenlos aufgegriffen und da nach mehr als 10 Tagen kein Besitzer ausfindig gemacht werden konnte und Doris ihren Findling nicht für immer behalten kann, wanderte die süsse Maus heute also in die Obhut von Sabine. Foto wird morgen online sein.
Bedauerlicherweise ist es im Hinblick auf Anfragen beängstigend ruhig und die wenigen Interessenten klingen eher halbherzig als wirklich engagiert. Abgesehen davon rufen immer die falschen Leute für die falschen Hunde an, was meine Stimmung auch nicht wirklich hebt. Wundern darf uns das alle allerdings absolut nicht, denn es besteht ein derartig starkes Überangebot an armen Seelen, dass einem schwindelig wird. Bereits jetzt erreichen mich die ersten Hilferufe betreffend frisch geworfener Katzenwelpen ....

Montag, 16.4.2007
Im Bezug auf Schäferrüde RIO schon wieder eine massive Planänderung: Besitzer hat heute angeblich einen Einzelraum der Stadt Wien zugewiesen bekommen und möchte RIO endgültig behalten. Nach langem Hin und Her sind wir dann so verblieben, dass Hr. St. sich regelmäßig melden wird bzw. auf jeden Fall meldet, sollte er Futter oder Tierarztkosten für RIO bezahlen müssen. Ich selbst werde innerhalb der nächsten Tage einmal einen Besuch abstatten, Futter mitbringen und möchte den Kontakt zu Herrl und RIO nicht abreissen lassen, um dem lieben Hund im Falle des Falles prompt helfen zu können. Täglich erreichen mich mehrere traurige und tragische Nachrichten bzw. Notfälle, jedoch ist es doch noch ein bisschen vordringlicher wenn man die Tiere sozusagen persönlich kennt, sei es auch nur ein oder zwei Stunden. Es ist vielleicht wie ein Zeitungsbericht über massenhaft viele Todesfälle, der oft leider nicht solche Dramatik auslöst, als die Nachricht über den Tod eines einzigen Menschen, den man persönlich kannte.
Ansich hätten wir geplant, Herrl und RIO abends persönlich nach Prellenkirchen zu kutschieren, auch Pflegestelle Frau Mona wartete schon, aber so war das natürlich aufgehoben, hoffentlich nicht nur aufgeschoben !
Pflegemama Claudia macht sich große Sorgen um die Goldihündin KIRA, da sie etliche eitrige und juckende Hautekzeme an den Beinen hat. Ein Tierarztbesuch morgen ist unumgänglich und wir hoffen, dass es der Knuddelmaus bald wieder besser geht.
Nach längerer Zeit hatte ich wieder ein erfrischendes Telefonat mit Pfarrer Zugmunt, der unseren beiden Schützlingen BALU und JOY ein fixes Zuhause gegeben hatte. Der sympathische Hochwürden ist schwer begeistert und berichtete mir nur das Allerbeste über die beiden Schleckermäulchen (das kommt daher, da die beiden quasi als Leckerchen täglich ein kleines Schälchen Milch bekommen, ohne das sie nicht schlafen gehen ....). Schön zu hören, dass JOY und BALU die Pfarre Schwarzau und deren Schäfchen alle fest im Griff haben !

Sonntag, 15.4.2007
Wir und auch Frau Mona waren buchstäblich den ganzen Tag am Passer wegen Sorgenkind RIO. Aber kein Anruf oder sonstiges Lebenzeichen von RIO´s Herrn, der ja soooooo dringend eine Unterbringung für RIO brauchte. Nach etlichen Versuchen hatte ich diesen unzuverlässigen Menschen endlich an der Strippe und hörte nichts als Ausreden ohne konkreten Inhalt. Einmal hätte er keine Fahrgelegenheit, dann wieder kein Geld für den Fahrschein, usw. Hingehalten wurden wir von ihm bis abends und dann sagte er endgültig ab und versprach morgen Montag mit RIO die Fahrt nach Prellenkirchen zu unternehmen. Damit war aber der ganze Sonntag dahin, ohne wirklich Produktives getan zu haben.
Die kleine Dackelmixdame LOTTE löste bei Pflegemama Traude wahrlich begeisterte Ausbrüche aus, was ich von unserer ansich eher kühlen und damenhaft reservierten Traude gar nicht so gewohnt bin. Aber MIMMI (so wurde die kleine Süsse von Traude umgetauft) hat es geschafft, war heute bereits bei einem Freundschaftsbesuch in Wien mit von der Partie und wurde quasi rund um die Uhr gestreichelt und geherzt. Ich lernte Mimmi heute abends kurz kennen, da Traude ein kleines Brustgeschirr für die zartwüchsige Maus abholte, da sie noch nicht wirklich leinenführig ist. Für Traude bei dem bisschen Hündchen von 4 kg weniger Problem aber Mimmi schnürt das Halsband die Kehle zu und daher das bewährte Brustgeschirr. Sie ist nicht nur vom Wesen her ein Seelchen sondern auch optisch ein niedliches Geschöpf. Uns allen wieder einmal rätselhaft, wie man sich nur von so einem lieben und problemlosen Gefährten trennen kann.

Samstag, 14.4.2007
Nachdem bis heute abends kein einziger Anruf meinerseits bezüglich einer Pflegestelle für RIO erfolgreich war und ich langsam aber sicher (nach der dritten Kopfschmerztablette !) zu resignieren begonnen hätte, dann um 21.00 die völlig unerwartete aber wahrscheinlich positive Wende. Bekannte Tierfreunde aus Hundsheim telefonierten mich an wegen einer kleinwüchsigen Dackelmixdame LOTTE, die mit den ansässigen Pflegewelpen nicht zurechtkommt und für die daher eine andere Unterbringung vorteilhaft wäre. Im Zuge dieses Gesprächs erzählte ich schon wie automatisch mein Problem wegen RIO und zum Glück konnten mir Margit und Gregor mit einer hundeerfahrenen und katzenfreien eventuellen Pflegestelle in Prellenkirchen weiterhelfen. Im Gegenzug machte sich unsere Pflegemama Traude, wie immer ohne viel zu fragen, auf den Weg von Lassee nach Hundsheim um die kleine Lotte in ihre Obhut zu nehmen. Währenddessen stellte ich mich sehr gerne bei Frau Mona vorerst einmal telefonisch vor und es wurde vereinbart, dass RIO morgen übernommen werden kann. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass RIO mit den eigenen Hunden von Frau Mona zurechtkommt, dann konnte buchstäblich in letzter Minute, dank der guten Zusammenarbeit und Hilfsbereitschaft vieler Tierfreunde, diesem lieben Rüden geholfen werden.
Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Traude, Mona, Margit und Gregor für die prompte Hilfe und Unterstützung bedanken und auch ein großes Dankeschön an die Tierfreunde, die RIO gerne geholfen hätten aber dies leider aus den verschiedensten Gründen leider nicht möglich war. Hauptgrund waren meistens die bereits ansässigen Haustiere (hier speziell Samtpfoten) aber es macht einfach keinen Sinn einem Hund helfen zu wollen und dafür aber ansässige Katzen oder Kleintieren enorm zu stressen oder sogar zu gefährden. Ich danke nochmals an alle Beteiligten ganz herzlich - es ist eine enorme Hilfe nicht alleine gegen Windmühlen, sprich Tierleid kämpfen zu müssen. Ich werde sicher heute nacht wieder einmal etwas besser schlafen, als die letzten Nächte.
Unser neuer Schützling MANDI (Foto ist seit heute online) ist ein wahrer Schatz. Es ist momentan schwer zu beurteilen, ob Mandi von Haus aus ein gemütlicher und stiller Hund ist oder ob er noch um seine Familie trauert - wahrscheinlich von beidem etwas. Bei unseren Spaziergängen läuft er bereits folgsam ohne Leine mit, macht seit heute nachmittag Spielansätze und kommt mit Hund und Katz in unserer Familie bestens zurecht. Heute habe ich ihm etwas die Gesichtshaare gestutzt und es kamen große, braune und etwas traurige Augen zum Vorschein.

Freitag, 13.4.2007
Leider war unsere Seite von Mittwoch abends bis heute nachmittags offline. Durch einen Netzdefekt ging fast 48 Stunden gar nichts mehr ! Das große Problem bei solchen Ausfällen ist, dass es keine Möglichkeit gibt, die Besucher über den Grund des Defekts informieren zu können. Man kann einfach nur warten, bis die Techniker wieder ganze Arbeit geleistet haben und alles wieder online ist. So wie jetzt !
Die letzten beiden Tage waren mehr als turbulent mit sehr vielen Tiefpunkten. Aber schön der Reihe nach:
Am vordringlichsten ist momentan die Pflege- bzw. Fixplatzsuche für den lieben Schäferrüden RIO. Eigentlich sagte uns der Besitzer zu, dass der kastrierte Rüde bei ihm bleiben dürfte, wenn wir seinen zweiten Hund die Goldihündin KIRA übernehmen. Doch so ist es leider beileibe nicht. Im Gegenteil, ginge es nach dem Freund des Herrn, wäre RIO schon längst im Wr.Tierschutzhaus oder Ärgeres. Ich kann die Telefonate schon nicht mehr zählen, die ich bereits führte, um für RIO einen vorübergehenden Pflegeplatz zu finden und daher auch meine ganz dringende Bitte an jeden Tierfreund:
Bitte melden Sie sich bei uns wenn Sie die Möglichkeit haben oder eine Lösung wissen, wo der 4-jährige Schäferrüde RIO (Fotos unter "Wir suchen ein Zuhause") für die nächsten Tage auf unsere Kosten betreut werden könnte. Wir möchten RIO unbedingt die drohende Tierheimeinweisung ersparen !
Vielen herzlichen Dank im Voraus, Ihre Brigitte Höss-Filipp, Tel.+43 664 5030013.

Vor drei Jahren konnten wir den niedlichen Wuschelrüden MANDI an einen liebevollen Platz in Wien 14. vergeben. Leider ist seit Kurzem sein Besitzer sehr schwer krank und so mußte ich heute MANDI wieder in unsere Obhut übernehmen. Er hat die Trennung bis jetzt recht gut gemeistert und morgen, nachdem unser Berti die neue Rangeinteilung geregelt und genug gebrummelt hat, wird er sich bestimmt schon wohler fühlen.
JOSY und zwei ihrer vier Welpen leiden seit heute morgen an massivem Durchfall und so stattete Tierarzt Alibegovic der kleinen Hundefamilie bei Pflegemama Daniela prompt einen Hausbesuch ab. Da trotz der Durchfallattacken alle sehr vergnügt sind, dürfte es sich um eine Einzeller- oder Darminfektion handeln. Morgen wird die Behandlung fortgesetzt und wir hoffen, dass bald Besserung eintritt.
Eine besonders schlimme Nachricht mußte ich heute abend aus Strasshof entgegennehmen, die mir schier den Boden unter den Füssen wegzog. Unsere ehemaliger Schützling der liebe Staffirüde SYRES mußte am Mittwoch von Tierärztin Renate erlöst werden. Seine epileptischen Anfälle wurden immer massiver und zum Schluß traten die Anfälle in Viertelstundenintervallen auf. Einfach ein furchtbarer und untragbarer Zustand und für Syres war die notwendige Euthanasie um 2.00 Uhr nachts die reinste Erlösung. Die Trauer bei uns allen ist enorm groß, denn dieser gute Hund wurde offenbar unter keinem guten Stern geboren. Als Baby herumgestossen, als Junghund an Parvovirose erkrankt (was auch mit hoher Wahrscheinlichkeit der Auslöser für die spätere Epilepsie war) und von seiner Pflegefamilie Claudia & Manfred liebevoll gesund gepflegt. Und nun, da er endlich seit fast zwei Jahren in einer liebevollen und ganz tollen Familien leben durfte, hatte er immer häufiger diese Anfälle, die ein Weiterleben unmöglich machten. Wir alle trauern sehr um diesen Kämpfer, werden ihn sicher niemals vergessen und immer in unseren Herzen bewahren.

Dienstag, 10.4.2007
Gleich nach Büroschluß stattete ich Daniela endlich wieder einen Besuch ab und staunte nicht schlecht, welche niedlichen, aufgeweckten und äußerst hübschen Wuzelchen die vier Welpen von Josy geworden sind. Fotos wurden natürlich auch gemacht und ich hoffe sehr, dass die JOSY-Seite noch diese Woche fertig sein wird. Mutterhündin JOSY geht es ebenfalls prächtig, sie hat nur mit fremden Leuten so ihre Probleme und auch sonst auf der Hundewiese, beim Anleinen, Strassen- und Autolärm, uvm. Daniela und Claudia arbeiten täglich mit Josy, um ihr die Angst vor diesen alltäglichen Dingen und Lebenssituationen zu nehmen - und es wird unter der geduldigen und liebevollen Pflege auch täglich besser. Vor mir hatte Josy ebenfalls Angst und beschützte ihre Jungen vor mir, indem sie sich auf die Kleinen im Welpenstall (den sie schon seit Tagen nicht mehr aufsucht) legte. Gutes kann diese liebe Hundemama noch nicht viel erlebt haben und sehr viel muß Daniela noch herausstreicheln.
Zuhause wurde ich bereits von unserem nächsten Schützling AMOR mit Pflegepapa Jo und Hündin Love erwartet und wir machten dann gleich einen gemeinsamen Spaziergang mit 5 Hunden. Amor ist unverändert problemlos, verträglich mit allen anderen Hunden und als wir anschliessend noch einmal die Zusammenführung mit unseren Katzen in der Wohnung versuchten, gestaltete sich diese gar nicht mehr so problematisch. Lag sicher auch daran, dass die Katzen diesmal nicht panisch pfauchten und buckelten wie beim ersten Treffen und so war auch Amor sehr gelassen. Nachdem wir dem Riesenbaby dann noch ein passendes Brustgeschirr und neue Leine angepasst hatten, verliess uns Jo mit Amor in Richtung Untersiebenbrunn zu Renate, um die Impfung und Untersuchtung von Amor durchführen zu lassen. Ich bin sehr dankbar, dass Jo uns auch den Tierarztbesuch abnimmt, der ja bei Renate immer etwas länger ausfällt.
Ganz herzlich bedanken möchte ich mich für die Decken- und Futterspende von Frau Hössel. Sie bringt bereits zum wiederholten Male die gesammelten Dinge zu uns und ist auch weiterhin fleissig am Sammeln. Vielen Dank für Ihre Mühe und Hilfe !

Sunday, 08.04.2007

Es ist schier zum Verzweifeln: kein Tag vergeht, ohne dass uns nicht mindestens ein Hilferuf wegen Pitbull oder Staffordshireterriern erreicht. Alles durchwegs jüngere Hunde um ein Jahr alt und untergebracht bei Nicht-Österreichern oder sehr, sehr jungen Leuten. Diese Tiervergaben gehören wesentlich strenger kontrolliert und vor allem ist es an der Zeit, den privaten Vermehrern dringendst Einhalt zu gebieten. Jeder dieser "Kampfhunde" ist für die Besitzer aufgrund der vorhandenen Charaktereigenschaften nicht mehr tragbar (angeblich aggressiv zu anderen Vierbeinern, ungehorsam, zu lebending, beissen Möbel an, uvm.) Ich kenne und schätze diese Hunderasse sehr und weiß, dass dieses Verhalten ausschliesslich im falschen Umgang seinen Ursprung findet und die Konsequenzen, die die hilflosen Tierhalter setzen möchten und mir sozusagen telefonisch androhen, sollte sich keine Aufnahmemöglichkeit finden, sind verheerend: an den Beinen zusammenschnüren und ins WC sperren !!!, .."der Hund sitzt mit Beisskorb angehängt am Heizkörper im Wohnzimmer" ,.."Hund ist im Auto eingesperrt, denn da kann er keine Schuhe anbeissen..", und vieles mehr !! Einziger Tenor dieser Gespräche ist es, den Hund auf jeden Fall dringendst "loswerden" zu können.
Heute nachts um 21.45 Uhr abends konferierte ich ganze 90 Minuten mit einer jungen verzweifelten Frau, alleinstehend mit dreijährigem Kind und schwanger im 3. Monat. Ihr Freund hatte ihr seinerzeit einen Pitbullwelpen geschenkt, der ihr jetzt über den Kopf gewachsen ist, das Kind anknurrt und auf alle Hunde draussen losgehen möchte. Der Freund ist in Haft. Die junge Frau übersiedelt in drei Wochen in eine Wohnung, in die sie den Hund nicht mitnehmen darf oder will ! Katzen und Igel werden von dem einjährigen Rüden "in Stücke gerissen" ....
Sie hat angeblich schon sämtliche Tierheime kontaktiert und jedesmal das Gleiche gehört: wir sind überfüllt, können nicht aufnehmen. Angeblich sagte man ihr im Wr. Tierschutzhaus nach etwa einstündiger Diskussion, dass sie den Hund doch bringen kann aber gleichzeitig auch bitte 300,00 Euro, sonst geht gar nichts ! Sollte das stimmen, sehe ich pechschwarz für den Tierschutz in Österreich und die Insel der Seligen für unsere Hunde ist damit untergegangen.
Aber was sollte ich denn dieser hilflosen Person im Bezug auf ihren Hund raten ? Was kann man raten ? Wer nimmt oder kann so einen schwierig gewordenen (zweifellos war er nicht so geboren) aufnehmen. Wir alle haben eigene Haustiere und etliche Pfleglinge und daher ist es bei uns chancenlos, ohne unsere eigenen Tiere zu gefährden. Die Tierheime können/wollen sich nicht mit so einem Problemhund belasten und aufgrund privater Inserate meldete sich nur Gesindel (ein Ausländer wollte 350 Euro bezahlen und sagte offen, dass er den Hund für Hundekämpfe einsetzen möchte !) Dieses Schicksal blieb dem Rüden bisher erspart aber wohin soll sich Frau Sch. denn wirklich wenden ? Ich persönlich habe keine wirklich zielführende Antwort darauf und konnte ihr nur das Versprechen geben mich um die finanzielle Hilfe einer Hundetherapeutin zu kümmern. Eine schale Lösung, die nicht meiner Auffassung von Tierschutz entspricht aber absolut das Einzige, womit ich aufwarten konnte. Die großen Tierschutzvereine sind mit Hunden dieser Rassen überfüllt - im Gegensatz dazu sind aber die Internetforen voll mit putzigen Pitbullwelpen, die höchwahrscheinlich in einigen Monaten wieder auf der Strasse sitzen. Es müßte unbedingt gegen die private Vermehrung vorgegangen werden, um dieses Tierleid vor unserer Haustüre in den Griff zu bekommen und ich werde heute noch ein entsprechendes Schreiben an den WTV und das entsprechende Ministerium, sowie an die Tierecke verfassen. Irgendjemand muß sich doch dafür zuständig fühlen !

Ostersonntag, 8.4.2007
Ein ganz privater schöner, sonniger Ostersonntag. Ausgefüllt nur mit Nichtstun bis zum Umfallen !

Samstag, 7.4.2007
Die ersten Nachrichten von LUCKY sind nur die Allerbesten, die man sich wünschen kann! Nach einer sehr ruhigen Heimfahrt, fressen die beiden Hunde bereits aus einer Schüssel und zum Glück ist bei Lucky keine Spur von Trennungsschmerz zu erkennen. Er tollt mit seiner neuen kastrierten Gefährtin im Garten und beim Spazierengehen wie von Sinnen herum, frisst brav und holt sich seine Streichler. Ein schöneres Ostergeschenk konnte ich gar nicht bekommen !
Nachmittags erreichte uns ein Hilferuf der ortsansässigen Polizei. Ein schwarzer Pitbullrüde, der leider bereits zwei Hunde und auch deren Besitzer verletzt hatte, war vorübergehend im Gemeindezwinger untergebracht und wir wurden gefragt, ob wir helfen könnten. Da aber das Risiko für unsere eigenen Vierbeiner im gemeinsamen Haushalt mit dem Findling zu groß wäre, wurde der Rüde innerhalb einer Stunde dann von der Tierrettung des Tierheimes Dechanthof in Gewahrsam genommen. Leider, denn ich hätte dem Tier sehr gerne das Tierheim erspart und wir hoffen, dass sich sein Besitzer bald meldet. Aufgrund des gepflegten Eindrucks und dass er keinen Hunger hatte, könnte es sich ohne weiteres um einen Ausreisser handeln .... auch wenn hier bestimmt der Wunsch der Vater des Gedankens ist.

Freitag, 6.4.2007
Bereits vor einigen Tagen mußten wir die Goldihündin KIRA von einem Obdachlosen übernehmen. Sein zweiter Hund, der fünfjährige Schäferrüde RIO, konnte noch bei ihm bleiben, allerdings erreichte mich heute sein Notruf, wir sollten auch RIO dringend übernehmen, damit er seine Amtwege erledigen kann !?! Kurze Zeit darauf traf Hr. St. mit RIO bei uns ein und beim Spaziergang mit unseren Hunden verlief alles ganz problemlos. RIO ist, im Gegensatz zu KIRA, sehr mager, wirkt nervös und sehr quirlig bzw. unausgelastet. Aber mit Hunden absolut verträglich, solange ihn keiner bedrängt. Wie schon so oft, stellte sich aber dann bei uns in den vier Wänden heraus, dass der katzen-unerfahrene RIO mit den Samtpfoten so seine Probleme hätte. Keine Chance und so mußte RIO mit seinem Besitzer wieder nach Hause fahren. Ausgerüstet mit einigen Säcken Hundefutter und allerhand Leckerlis, damit er nicht hungern muß verabschiedete ich die "Herren" mit dem Versprechen, mich um einen geeigneten Pflegeplatz für RIO (natürlich ohne Katzen und Kleintiere) dringend umzusehen.
Pünktlich wie die Uhr trafen Sabine mit Lucky und seine neuen "Eltern" um 19.00 bei uns ein und nach einem ausgedehnten gemeinsamen Spaziergang ging es dann ab in sein neues Zuhause nach Waidhofen/Thaya. Nach langen 6 Monaten Betreuungszeit durch Sabine (vielen herzlichen Dank dafür !) hat es nun endlich auch für Lucky geklappt. Uns allen eher rätselhaft, warum dieser problemlose, verträgliche, verspielte und auch sehr hübsche Rüde mit einer angenehmen Größe soooooo lange auf seine eigenen Leute warten mußte, jedenfalls hat sich das Warten gelohnt ! Wir danken Sabine für die lange und geduldige Betreuung und auch Sibylle und ihrer Familie und wünschen Euch viel Spaß und eine schöne gemeinsame Zeit mit Euren Vierbeinern !

Donnerstag, 5.4.2007
Die beste Neuigkeit des Tages war zweifellos der Anruf von Sibylle D. aus Waidhofen, die nach gründlicher Überlegung sich DOCH für den kleinen LUCKY entschieden haben. Wir sind alle sehr froh, denn die bevorstehende Hundeschule mit einer privaten Hundetrainerin, die auch bereits die ansässige Hündin betreut, wird LUCKY bestimmt sehr gut tun. Die Übernahme wurde für morgen 19.00 Uhr vereinbart.
Ebenfalls sehr erfreulich: die beiden herzigen Katzenmädels MARCIA (vormals MASCHA) und VICKY haben gemeinsam ein neues, sehr liebevolles und verantwortungsvolles Zuhause gefunden. Während MARCIA ja die Unerschrockene ist, hat die etwa viermonatige VICKY mit lieb gemeinten Streicheleinheiten noch ihre Probleme. Aber zweifellos wird die neue Familie genug Geduld aufbringen und sehr bald schon auch über Vicky´s Zutraulichkeit berichten können.

Mittwoch, 4.4.2007
Unseren Pfleglingen geht es durchwegs gottlob sehr gut und auch Josy und ihre 4 Welpen entwickeln sich prächtig. Ich hoffe, dass ich während den Feiertagen endlich die Seite für Josy und ihre Wonneproppen fertigstellen kann - alles nur eine Zeitfrage !
Mein heutiger Tagesablauf in Kürze zusammengefasst könnte, entsprechend vertont, ohne Weiteres als Zungenbrecher von Pirron & Knapp durchgehen. Aber so richtig turbulent wurde es wieder abends nach dem Heimkommen vom Büro. Nach der Heimfahrt die, bedingt durch Schritttempo auf der SO-Tangente wieder einmal fast eine Stunde dauerte, dann noch ein Blitzeinkauf bei Billa. 19.00 Uhr endlich zuhause, Katzen füttern, Lebensmittel ausräumen und 19.10 war ich mit den Hundsis schon wieder in der Botanik. Traude mit Fipsi und ihrem Giacomo und die interessierte Familie für Fipsi oder Lucky aus Waidhofen/Thaya waren ebenfalls bereits eingetroffen. Nur Sabine mit Lucky fehlte noch, sie kam etwa 45 Minuten später. Da das Wetter nicht gerade einladend für einen längeren Aufenthalt auf freiem Feld für die Herrschaften war, zogen sie es vor in unserer Gasse im Cafe Auvorstadt auf Lucky und Sabine zu warten, während ich noch (ich war ja winterlich gekleidet) etwa eine halbe Stunde am Feld blieb um unsere Hunde zu beschäftigen. Ziemlich durchfroren waren wir dann um 20.00 wieder zuhause, da schon Yvonne und Emily mit den Samtpfoten JOSHUA und VICKY vor der Türe warteten und kurz darauf kam auch Familie Müller vom anderen Ende von Wien um "ihren" Whiskaskater JOSHUA zu übernehmen. Es war Liebe auf den ersten Blick (nicht wirklich verwunderlich, denn JOSHUA ist ein entzückender silbergrau-braun gezeichneter Katzenschönling) und ist daher bestens versorgt in einer sehr liebevollen Familie, während die kleine VICKY noch bei uns residieren wird, bis sich für sie ein Dosenöffner finden wird. Etwa gegen 21.00 waren die Katzen-Herrschaften allesamt wieder auf dem Heimweg und Traude und Sabine kamen hoch auf einen Kurzbesuch. Die Familie aus Waidhofen/T war bereits wieder auf dem Heimweg und versprachen, sich telefonisch zu melden. Da FIPSI die ansässige, sehr liebe Schäfermixhündin der Familie ununterbrochen verbellt hatte, kommt ohnehin nur LUCKY als Zweithund in Frage.
Nach einem kurzen Plauscherl mit den beiden Pflegemamas Traude und Sabine kehrte dann gegen 23.15 Ruhe ein und die Besorgung der täglichen Haus- und Homepagearbeit konnte beginnen ... irgendwann gegen 2.00 nachts war dieser Turbo-Tag dann auch für mich zu Ende.

Dienstag, 3.4.2007
Habe heute bereits zweimal mit AMOR´s Pflegepapa Jo telefoniert und jedesmal nur das Allerbeste vernehmen dürfen. Amor ist wirklich ein ganz lieber und problemloser Rüde und er geniesst offensichtlich die Zuwendung und Beschäftigung ausserordentlich.
Haargenau das Gleiche gilt auch für die liebe Goldihündin KIRA, die ja seit Montag bei Claudia & Manfred lebt. Sie ist "kaum zu spüren", liebt alle Zwei- und Vierbeiner und geniesst ebenfalls die völlig ungewohnten langen Spaziergänge. Nur das Autofahren macht KIRA enorme Angst und da sie ja 33 kg auf die Waage bringt, hatten Claudia und Daniela heute absolut alle Hände voll zu tun, um das Dickerchen ins Auto zum Tierarztcheck zu bekommen. KIRA hat starke Liegeschwielen an den Ellbögen und Claudia ist bereits beim Behandeln. Sonst ist sie gesund, natürlich um einiges zu dick, und in den nächsten Tagen steht dann die Impfung ins Haus.
Nach etlichen Telefonaten wurde mit einer Familie aus Eisenstadt ein Besuchstermin für unseren Schatz GOLDI vereinbart. 19.00 Uhr bei einem gemeinsamen Spaziergang. Da sich der Herr ganze 2x tel. um den Anfahrtsweg erkundigte, hätte ich schon wieder einiges bei einer Wette verloren, denn aufgetaucht sind die Leute bis Mitternacht nicht. Ist mir unverständlich, warum es dann an dem bisschen Anstand fehlt, einfach anzurufen und abzusagen, damit wir nicht den ganzen Abend auf dem "Passer" liegen. Aber die Leute sind eh gestraft genug, wenn sie die zuckersüße und brave Goldi nicht übernehmen !
Gegen 21.00 war dann noch eher überrasched Andreas Sauerzapf bei uns um seinen Kombi wieder mit Sach- und Futterspenden auszulasten. Randvoll bepackt, nach einem kurzen Plauscherl, verabschiedete er sich gegen 22.00 Uhr wieder - bis zum nächsten Mal in Kürze.

Montag, 2.4.2007
Allerhand los zu diesem Wochenbeginn !
Die süße schwarz-weisse Teenagerkatze DARLING wurde heute in ihre neue Familie übersiedelt und zwar wird sie zur gleichaltrigen MIA adoptiert, die wir vor einigen Monaten ganz lieben Tierfreunden überantworten durften. MIA hat zwar schon eine Gefährtin, dieser fünfjährigen Katzendame ist sie aber manchmal zu stressig und daher hat der Familienrat beschlossen, sich um eine Spielgefährtin für MIA umzusehen. Und da viel die Wahl auf die gleichaltrige Darling - sicher ein guter Griff für diese liebe Familie - und auch für Darling.
Zusammen mit DARLING brachte Yvonne auch die Zuckerschnute MACY, ein dreifärbiges junges und ganz niedliches Katzenmädchen, die schon nach einigen Minuten ganz frech die interessanten Gegebenheiten auskundschaftete. Kein Prolem mit unseren anderen Samtpfoten und auch nicht mit den Hunden. Morgen ist MACY online und dann wird hoffentlich bald ein neuer Dosenöffner gefunden werden.
Fast den ganzen Tag habe ich versucht, für einen fünfjährigen, kastrierten und schwer übergewichtigen (aufgrund falscher Ernährung und zuwenig Bewegung) Dalmatinermixrüden AMOR einen Pflegeplatz aufzustellen. Der Rüde wurde dem Verein IBT (Int. Bund der Tierversuchsgegner) nach der Scheidung wieder zurückgebracht und wie alle Tierschutzorgis ist auch IBT heillos überfüllt. Schliesslich wollten wir es bei einem gemeinsamen Spaziergang mit unserem Rudel versuchen und es klappte hervorragend. Amor ist ein ganz lieber, eher defensiver und noch sehr verspielter Dickmann und offensichtlich sehr verträglich. So weit so gut, dann gings ab in unsere Wohnung und da staunten wir nicht schlecht, wie der sonst eher träge Amor plötzlich Stoff gab als er unsere Katzen sah. Offensichtlich hatte er zwar nur Angst vor den Stubentigern, aber diese flogen mehr durch die Wohnung als sie liefen oder sprangen, also: zuviel Stress ! Da ich aber dennoch helfen wollte, versuchte ich nochmals mein Glück bei Pflegepaps Jo, der ja mit Goldihündin Love alleine lebt und keine Katzen hat.
Und es hat geklappt - heute nächtigt AMOR schon das erste Mal bei Jo und Love und wird bestimmt auch allerhand abspecken, da Jo ja sehr viel unterwegs ist und die Hunde auspowert. Wir sind Jo sehr dankbar und erleichtert, dass AMOR diesen guten Pflegeplatz beziehen durfte - jetzt brauchen wir dringend einen liebevollen Fixplatz !
Heute ist auch der herzige Dackelmixrüde MAXI wieder als "Pensionshund" bei TINA für die nächste Woche eingezogen, da seine Familie in Urlaub fährt. MAXI ist bereits das dritte Mal bei TINA und er fühlt sich dort sehr wohl. Vielen Dank liebe Tina für deine wiederholte Hilfe und viel Spaß !

Sonntag, 1.4.2007
Einige Anrufe kamen noch wegen FIPSI aber leider nichts Konkretes, also leider kein Anlass zur Euphorie. FIPSI ist eine so liebe Hündin und es ist uns allen mehr als unverständlich, dass sich für die junge, kleinwüchsige und absolut problemlose Hündin kein passendes Zuhause finden läßt. Ich habe bereits Dutzende Fotos verschickt, Gespräche geführt und etliche Vorkontrollen durchgeführt - alles bisher erfolglos. Zum Glück ist FIPSI´s Pflegemama eine sehr geduldige, allerdings mag schon keiner mehr darüber nachdenken, wie schwer die Trennung nach so vielen Monaten für alle sein wird, denn eines Tages wird auch für FIPSI die große Stunde der eigenen Familie kommen. Soviel ist sicher.

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