Unser Tagebuch
| Auf die Idee, ein Tagebuch mit den wichtigsten Ereignissen unserer Tierschutztätigkeit einzurichten, haben uns Freunde und Bekannte gebracht, die bereits das zweifelhafte Vergnügen hatten, über einen längeren Zeitraum bei uns zu Besuch zu sein, denn Zeit zum ruhigen Kaffeeplauscherl gibt es fast keine! Wir möchten mit diesem Tagebuch einen kleinen Einblick in unsere täglichen Aktivitäten geben und uns dabei selbstverständlich auf die wichtigsten und interessantesten Ereignisse beschränken. Wir sind sicher, dass Sie hier sehr traurige, manchmal auch amüsante aber leider sehr oft bestürzende und erschütternde Vorkommnisse beschrieben sehen und möchten Sie an dieser Stelle versichern, dass alle gemachten Einträge
100%ig den Tatsachen entsprechen - so unwahrscheinlich sie auch klingen mögen ! | ![]() |
Friday, 03.10.2008
Vormittag hatten wir Besuch einer Tierhalterin von 4 Hauskatzen, die momentan auf der Suche nach guten Plätzen für Ihre Lieblinge ist, da sie für mehrere Jahre ins Ferne Ausland verreist. Da die Einschaltungen bisher leider erfolglos blieben (davon können wir jede Menge Lieder trällern...) wollte sie sich bei uns einmal umsehen. Eine sehr begrüßenswerte und verantwortungsvolle Vorgangsweise wie ich meine und in den nächsten Tagen werden wir Bescheid bekommen, ob und wann wir die vier Stubentiger übernehmen sollen.
Sonst war es ein sehr angenehmer Samstag und sehr viel konnte in unserem Katzenanbau gemacht werden. Die Wände sind bereits fein verputzt (dank meinem unermüdlichen Stiefsohn Norbert! VIELEN DANK!) und die Wasser- und Stromzuleitungen verlegt. Der Spengler war ebenfalls schon da und hat uns bezüglich der Bedachung beraten. Also es geht voran und ich sehe ein Lichtchen am Ende des Baustellentunnels .....
Thursday, 02.10.2008
Ganz pünktlich waren Hanni´s neue Dosis, voll bepackt mit Katzenfutter !, auf der Matte. Speziell die sehr tierliebende Tochter Anika konnte es nur mehr schwer erwarten und war ganz happy als Hanni endlich im Transportkorb saß. Also ein sehr liebevolle Zuhause für die anhängliche und sehr zutrauliche kleine Samtpfote. Im Frühjahr, nachdem sie auch kastriert wurde, darf sie dann auch Freigang geniessen. Ihr neues Zuhause liegt sehr verkehrsarm in einer Sackgasse und somit sind die Gefahren wesentlich reduziert. Ich bedanke mich noch sehr herzlich für die köstliche Trockenfutterspende und die Katzenmilch !!
Die beiden niedlichen schwarzen Katzenkinder hätte auch einer Familie sehr gefallen, allerdings liegt das Haus in Gerasdorf direkt an der Hauptdurchzugsstraße und die Katzen könnten ungehindert über den Zaun springen. Bei solchen Gegebenheiten, trotz für die Tiere sicher lustigem Freigang, hält sich meine Euphorie sehr in Grenzen und ich habe von Katzen-Aussenhaltung abgeraten. Es bleibt zu wünschen, dass die Herrschaften wenigstens ein Stückchen weit darüber nachdenken werden, bevor sie zwei Jungkatzen aufnehmen. Wednesday, 01.10.2008
Heute abend wurde für mich der Albtraum eines jeden Autofahrers zur bitteren Realität. Totales Bremsversagen !
Als ich abends gegen 20.00 Uhr das Büro im 12. Bezirk verliess, war alles noch in Butter. Auch die Fahrt über die gesamte Süd-Ost-Tangente gab es keinerlei Probleme. Dann plötzlich auf der regennassen Bundesstraße zwischen Dt. Wagram und Bockfliess gab die Bremse nicht mehr nach und ich mußte ins Feld ausweichen !! Offensichtlich hatte ich eine ganze Herde von Schutzengeln um mich, denn einer alleine hätte das nicht bewerkstelligen können.
Nachdem mein schockartiges Unverständnis abgeklungen war und ich wie auf rohen Eiern die restlichen 10 km nach Hause gefahren bin, konnte ich nur noch Dankbarkeit empfinden ! Offensichtlich werde ich noch gebraucht!
Monday, 29.09.2008
Nach langer Zeit hatte ich heute wieder Besuch von Katzenfreunden für unseren Schmuser HANNI. Die Herrschaften waren schlichtweg begeistert und verbrachten einige Zeit im Katzenzimmer spielend mit unseren Samtis. Hanni wird am kommenden Freitag übersiedeln und zukünftig mit einer dreijährigen Katze Stupsi in Wien 22; zusammenleben. Sunday, 28.09.2008
Für unsere Pflegemama Daniela brechen ab heute schwierige Zeiten an. Sie geht wieder halbtags arbeiten und ist entsprechend stark beansprucht. Bis sich die neue Situation etwas eingespielt hat, ist es massiv anstrengend und ich weiß ganz genau wovon ich spreche. Beruf, Haushalt und jede Menge Tiere unter einen Hut zu bringen ohne nicht selbst unter die Räder zu kommen, ist oft der reinste Balanceakt und nicht nur schwierig, sondern oftmals auch absolut unmöglich. Wir haben Daniela das Versprechen abgerungen sich sofort zu melden, sollte es zu viel werden und sie Hilfe braucht. Claudia und ich stehen in den Startlöchern !
Dani´s Schützlinge sind nach wie vor unverändert. Mit VIVA gibt es schon große Fortschritte und wir überlegen, ob die dankbare Hündin nicht zu mir übersiedeln wird. Man wird sehen. Für die beiden Welpen Alma und Tutsi tut sich rein gar nichts. Entweder sind die Fotos shit oder die Interessenten schon wieder auf Urlaub ...
Saturday, 27.09.2008
BABSI ist gut zuhause angekommen und geht auch schon fleissig an der Leine im Garten spazieren. Frauchen ist sehr zufrieden und glücklich und Babsi hoffentlich auch, nachdem sie sich eingewöhnt hat.
Die kleine Teufelin FLOH wird auch schon etwas ruhiger und vor allem unser Berti bringt ihr schön langsam Manieren bei. Bisher war Sozialisierung und Rücksichtnahme auf z.B. gerade schlafende Artgenossen ein Fremdwort für die quirlige Rauhhaardackeline - aber nach einigen schroffen Ermahnungen im Hundeunterricht durch unseren Berti wird es schön langsam besser und besser. Speziell verliebt ist unser Berti in die Dackeldame Laura. Sie wird beschnuppert, gewaschen und hofiert was das Zeug hält und wenn sich FLOH auf Laura stürzt steht der Bewacher sofort nebenbei und kontrolliert ob es eh´ nicht zu grob zugeht. Ein echtes Schauspiel den dreien zuzusehen und sehr interessant, wie schnell klein FLOH lernen kann, wenn man es ihr richtig zeigt ! Mit unseren Katzen hat sie auch schon einige Male Bekanntschaft gemacht, nämlich dann wenn ich nicht innerhalb einer 1000stel Sekunde schaffe die Türe zum Katzenzimmer zu schliessen. Unglaublich wie schnell und wendig dieser Hund ist ! Friday, 26.09.2008
Heute hatten unsere drei Dackeldamen FLOH, LAURA und Angsthase BABSI gleich zweimal Besuch von Interessenten. Die erste Familie lebt hauptsächlich im Zentrum Wiens im 8. Bezirk und diese Gegend ist für keinen dieser Schützlinge (wenn überhaupt für einen Hund!) optimal. Noch dazu geht die ganze Familie arbeiten bzw. die Kinder in die Schule und soweit ich das verstanden habe, wird der Hund dann auch hauptsächlich von einem der Schulkinder betreut. Nicht wirklich berauschende Aussichten für unsere Wuffis und die Herrschaften waren auch recht einsichtig und wir trennten uns freundlich.
..... Aber dann kam "Sie" ! Eine sehr liebe, rüstige, sehr gepflegte Dame für unsere Babsi. Die hat das anfangs so gar nicht so gesehen wie ich und verschwand gleich hinter der Gartenbank. Erst nachdem wir alle Platz genommen hatten, wagte sich Babsi mit einem gekonnten Hopser auf meinen Schoß und war wieder seligst. Frau F. hatte vorher lange, lange Jahre einen Yorkshireterrier, besitzt absolut Hundeerfahrung und vor allem Einfühlungsvermögen für Tiere! Die anfängliche Zurückhaltung von Babsi hat die Dame keineswegs abgeschreckt und das wurde auch belohnt! Nach einer geraumen Weile (das Wetter war herrlich und wir konnten uns prima unterhalten und unsere Tiere beim Herumtollen beobachten!) setzte ich dann Babsi vorsichtig auf den Schoß von Frau F. Anfangs war ihr das so gar nicht geheuer aber ihre Angst wurde einfach weggestreichelt. Dann haben wir die Maus angezogen und nach etwa 2 Stunden war sie bereits auf dem Wege nach Schwechat. Frau F. war in Begleitung ihrer sympathischen Tochter Frau M. und ich bin sehr glücklich, denn ein schöneres, umsorgteres und liebevolleres Zuhause hätte die Zuckerschnute nicht finden können. Freue mich schon sehr auf die ersten Rückmeldungen !
Thursday, 25.09.2008
HERBY geht es gut bei seine neuen Pflegemama Isabella und auch Bibi hat schon etwas die Angst vor den anderen Hunden abgelegt. Claudia berichtet, dass sie gestern abends noch sehr trauerte und Trost bei Claudia´s Tochter Ines suchte. In ein paar Tagen wird sie schon gemeinsam mit den anderen auf der Hundewiese herumtollen.
Die süße Babsi ist zwar auch etwas schaumgebremst, läßt mich nicht aus dem Augen, sie trauert aber nicht wirklich.
Der heutige Abend ist der ruhigste seit Tagen und die sechs Wuffis sind kaum zu spüren. Die kleine FLOH ist allerdings unverändert quirlig und wenn sie es allzu bunt treibt, muß ich sie leider zu einigen Relaxminuten in den geräumigen Hundetransporter im Wohnzimmer verbannen. Sie beruhigt sich dann sehr schnell und schläft auch gleich, mit ihrem Köpfchen auf einem Pupperl, ein. Eine sehr niedliche kleine Maus, der man bei allem Schabbernack auch niemals böse sein könnte, auch wenn sie manchmal auf meinen Nerven Klavier spielt ....LAURA hingegen ist absolut pflegeleicht und ganz, ganz unproblematisch. Eine sehr liebe, anhängliche und ausserdem äußerst putzige Dackeline mit stämmigen Körperbau und sehr kocketem Bobschi-Dreh-Gang.
Auch die sanftmütige VIVA bei Daniela traut sich schon etwas auf die Straße und dank Dani´s Geduld werden die Gassirunden täglich größer. In den nächsten Tagen steht dann schon der Besuch der Hundewiese auf dem Programm. Momentan zeigt Viva noch enorme Angst vor Autos und daher muß der Gang zur Hundewiese schön langsam aufgebaut werden.
Also nach einer sehr turbulenten Woche geht jetzt alles wieder so halbwegs seinen "normalen" Weg. Einfach war es in keinster Weise, aber es hat sich gelohnt! Ein Blick in die Augen unserer dankbaren Schützlinge und alle Strapazen und Schlafstörungen sind vergessen.
Unser Pflegling Kater ARCHI schläft bereits mit seinem Frauchen im Bett und macht der lieben Seniorin viel Freude. Auch ZWERGI hat sich gut eingelebt und ich freue mich sehr, dass es beide Samtis soooo gut getroffen haben.
In unserem Katzen-Kinderzimmer warten noch einige entzückende Katzenkinder auf ihre Familien. Bis es soweit ist, geniesse ich die täglichen Spielstunden mit den Kleinen und freue mich, dass alle gesund und fidel sind!
Diese lieben Zeilen schickte uns Archi´s neue Familie:
Unser archie busselt nächtens mit der schwiegermutter - was sie zu wahren freudentränen rührt. sein schlafplatz ist die verwaiste hälfte des ehebettes......
tagsüber ruht das katerchen noch unter der bank, futtert aber mächtig und zeigt sich mit seinem neuen revier recht zufrieden.
wenn wir jetzt noch (in ca.2 wochen) den aktionsradius langsam auf das gärtchen ausdehnen können, steht einem gediegenen katzenleben nichts mehr im wege.
liebe grüße
e.m.
Wednesday, 24.09.2008
Die Migräne macht mir ganz schön zu schaffen und die letzte Nacht war wieder keine der ruhigsten in meinem Leben ! Irgendein Wauzi hat es doch tatsächlich geschafft in die 15cm hohe Zeitungsablage in unserem Rattantisch sein großes Geschäft zu verrichten. Ich traute meinen Augen nicht !!! Und in dieser unangenehmen Art und Weise gestaltete sich auch der gesamt Vormittag. Bibi und Babsi werden immer dreister, springen von Tisch zu Tisch ! und die kleine Floh erledigt den Rest. Einzig die Dackeldame LAURA ist der ruhige Pol und auch unsere drei Hunde zogen sich elegant zurück und betrachteten das chaotische Gewusel einigermassen gelassen. Eine Lösung mußte her, das war mir klar und da ich am nachmittag auch unbedingt ins Büro mußte, hatte mir baldigst etwas einzufallen.
Vor einigen Wochen trat Frau Isabella W. an mich mit der Bitte um Auskunft bezüglich einer Pflegestellenbesetzung an mich heran. Isabella lebt in Simmering mit zwei Kindern, zwei Hunden und einer Katze und ist momentan nicht berufstätig. Die bestmögliche Lösung sah für uns wie folgt aus:
Ich fuhr mit den beiden Hundedamen Babsi und Bibi im Auto ins Büro. Die beiden schliefen die ganze Fahrt und auch während ich das Notwendigste erledigte (ich schaute alle 60 Minuten in die Garage) schliefen die zwei tief und fest im Kombi in ihrer Kuschelhöhle. Anschliessend fuhren wir zu Claudia. Das Zusammentreffen mit Claudia´s Schützlingen war wieder mehr als hysterisch und erst nach einiger Zeit beruhigten sich die Gemüter. Die Schreckschraube, die alle grimmig wegbeisst und wegbellt ist die jüngere Bibi. Babsi ist der Mitläufer. Wir entschieden dann zusammen, dass Claudia´s Langzeitschützling HERBY in unsere neue Pflegefamilie zu Isabella kommt und dafür Bibi bei Claudia bleibt. Bibi wird Claudia´s Aufmerksam voll in Anspruch nehmen, denn sie muß noch sehr viel lernen und Sicherheit bekommen. Die beiden sind ja noch nicht leinenführig und wie schon mehrmals erwähnt, furchtsam vor absolut allem Neuen !
Ich brachte also HERBY zu Isabella und wir können absolut beruhigt sein. Die beiden kastrierten Hündinnen und auch die gepflegte Siamkatze empfingen ihn ganz ruhig und er wird hier in aller Ruhe auf seine endgültige Familie warten können. Die kleine Babsi fuhr wieder mit mir heim und es ist unwahrscheinlich, wie um vieles ruhiger und unproblematischer die Gruppe jetzt war.
Es fiel Claudia sehr schwer ihren geliebten Pflegling HERBY gehen zu lassen, aber um Bibi ordentlich betreuen zu können, war dies die einzig gangbare Möglichkeit. Unsere Gruppe ist bekannt dafür, dass wir Verschiebungen unserer Schützlinge während der Betreuungszeit keinesfalls gut heissen und so gut es geht zu vermeiden versuchen. Aber manches Mal ist es, im Interesse der Tiere, leider unumgänglich.
Wir heissen unsere neue Pflegemama Isabella in unserer kleinen Gruppe von Tiernarren ganz herzlich willkommen und hoffen, dass sie und ihre Kinder an dieser wichtigen und oft nicht leichten Aufgabe, Freude finden und wir gemeinsam noch vielen armen Pfoten helfen können. DANKE VIELMALS !Tuesday, 23.09.2008
Zum Glück hatte es zu Regnen aufgehört und mir blieb nichts anderes übrig, als mich im Büro krank zu melden. Keine Chance für mich mit dem Auto zu fahren und nur mit Hilfe ziemlicher Schmerzmittel konnte ich halbwegs aufrecht bleiben. Trotzdem mußte ich mir wegen der weiteren Versorgung meiner Schützlinge Gedanken machen, denn die Anhänglichkeit von Bibi und Babsi nahm problematische Formen an. Gemeinsam schienen sie unschlagbar, keiften nach wie vor alles und jeden feindselig an und solange die beiden gemeinsam waren, konnte auch mit der Anerziehung der geringsten hündischen Umgangsformen nicht zeilführend begonnen werden. Ich mußte wohl oder übel den Gedanken ins Auge fassen, die beiden zu trennen. Händeringend rief ich Claudia an und wir beratschlagten hin und her, wie wir was und mit wem am Besten und zum Wohle aller arrangieren könnten. Für heute konnte ich sowieso nicht viel machen (ausser Sch.... wegräumen und Bellorgien beenden) und vielleicht hat sich die Situation morgen ja schon etwas normalisiert ....Monday, 22.09.2008
Ein wunderbares Zuhause in Strasshof fand sich heute für den liebenswerten, schmusigen und allerliebsten zweijährigen Kater ZWERGI. Die Nachbarin von Familie H., die bereits seit mehr als 10 Jahren eine sehr liebe Hündin von uns haben, war auf der Suche nach einem schmusigen Stubentiger und als Zwergi dann auch gleich Köpfchen gab und "sein" Frauli nicht mehr aus den Pfoten ließ, war die Sache beschlossen. Ein sehr liebevoller Platz für einen sehr liebenswerten Schützling! Jipphiiii !
Die kleine Rauhhaardackeline FLOH hat kiloweise Pfeffer im Welpenhintern und bringt unglaubliche Unruhe in die Menge. Sie ist pausenlos unterwegs, kneift und bellt ohne Respekt jeden Hund an, wieselt ständig zwischen meinen/unseren Beinen und wirkt momentan noch mehr als hyperaktiv. Kurz gesagt: sehr anstrengend.
Zudem sind da noch Bibi und Babsi, die seit meinem heutigen Nachhausekommen nicht mehr wieder zu erkennen sind. Die beiden waren ja heute tagsüber in ihrem Häuschen und mit so viel Freude bin ich selten begrüßt worden. Die zwei sprangen minutenlang an mir hoch, die offene Türe zum Garten ignorierten sie völlig und wollten einfach nur bei mir sein, machten Männchen und waren über jede Streicheleinheit selig. Die Rechnung ist also voll aufgegangen und ich bin wieder einmal fasziniert wie schnell Tiere und im speziellen Hunde Vertrauen fassen können und wie unendlich dankbar sie uns für jede noch so kleine Streicheleinheit und Geste sind. Meine zwei kleinen Angsthasen sind wie ausgewechselt, leider zeigen sie noch große Angst vor den anderen Wuffis und die kleine Teufelin FLOH hat größten Spaß, die beiden kreuz und quer durch den Garten zu jagen. Bibi und Babsi spielten dann auch im Gras, allerdings nur miteinander, näherte sich ein anderer Artgenosse, wurde er im hysterischen Gleichklang aus dem Sichtbereich gebellt. Aber für diesen Tag war das Fortschritt genug und ich war zufrieden und happy - bis es zum Schlafengehen Zeit wurde !
Jetzt tauchte nämlich ein weiteres Problem auf: die beiden Hundemädels wollten pardu nicht mehr in ihr Gästehäuschen, sondern bei mir in der Stube bleiben. Einige Stunden versuchte ich es mit allen Tricks sie zu beruhigen, denn das schrille Gebelle und das Kratzen an der Türe waren bestimmt in ganz Reyersdorf zu hören, so still wie es hier nachts ist ! Zeitweise war ich am Verzweifeln, denn im Wohnraum hörten FLOH und LAURA die beiden im Katzenhäuschen bellen und zetern und schlossen sich dem nächtlichen Heulkonzert nur zu gerne an. Jetzt bellte alles !!!
Floh schläft ja, wenn überhaupt, dann nur sehr seicht und ist beim allerkleinsten Pips schon wieder voll auf 200 Sachen ....
Diese Nacht geht in die Geschichte als die schlimmste für mich seit langem ein und gegen 3.00 Uhr früh hatten mich die Vierbeiner soweit, dass ich Tür und Tor öffnete und zusammen mit 7 Wuffis im Wohnzimmer auf der Couch nächtigte. Von Schlafen konnte leider nicht die Rede sein, denn kurz nach 4.00 Uhr herrschte bereits wieder massiver Radau als Adi seine nächtliche Visite von WC und Kühlschrank absolvierte. Der arme kannte sich natürlich überhaupt nicht aus und erst als er ungerechterweise von mir auch noch angepfaucht wurde, endlich das Licht zu löschen, verstummte auch schön langsam die Meute wieder und die Chance auf ein weiteres Nickerchen stand soweit gut. Wäre da nicht Kater TIMO im Garten gewesen, der wieder an der Terrassentüre kratzte und hereingelassen werden wollte. Es war so gegen 5.00 Uhr als wieder eine Bellerei herrschte, dass mir Hören und Sehen verging. Als ich dann endlich gegen 7.30 Uhr aufstehen wollte, hatte ich einen Brummschädel und mir war kotzübel. Ganz deutliche Vorzeichen meines gefürchteten Migräneanfalls (den ich gottlob nur 1-2x pro Jahr ertragen muß) - das fehlte gerade noch und ich fragte mich zurecht, wie ich diesen nächsten Tag überstehen werde können !
Sunday, 21.09.2008

Mir sind genügend Menschen bekannt, die mit der Erledigung eines Einkaufs u n d der Betreuung eines Haustieres überfordert sind. Oder die wegen mehrfacher Arzttermine sich von ihren langjährigen vierbeinigen Gefährten trennten, weil ihnen "alles zu viel wurde ....". Mir ist noch sehr gut der folgende Abgabegrund von zwei sehr betagten Katzen in Erinnerung: ...."ich schaffe es nicht, meinen Glastisch täglich putzen zu müssen". Mit dieser unfassbaren Begründung wurden uns die damals 14-jährigen Katzen in die Hände gedrückt
!
Pflegemama Claudia feiert heute die Hochzeit ihres Sohnes Christoph und Daniela hatte zwei sehr wichtige Amtstermine, von denen ohne Übertreibung, ihre weitere Existenz abhängt. Trotzdem waren die beiden Freundinnen absolut ohne Zögern bereit, ausgerechnet heute wieder drei sehr arme ungarische Schützlinge zu übernehmen. Kurz nach mittag trafen sie ein:
--> "VIVA", abgemagert, verdreckt, verfloht und mit einem doppelten viel zu engen Metallhalsband um den dünnen Hals: eine helle wuschelige Mixhündin (wahrscheinlich Kuvacz). Total verängstigt und kaum ins Haus von Dani zu bekommen.
--> die 10 Monate junge Kurzhaardackeline LAURA aus Privathand wegen schwerer Krankheit des Ehemannes und
--> die etwa 4 Monate junge Rauhhaardackelhündin FLOH, die seit ihrer Geburt nur als Kinderspielzeug dienen sollte und jetzt entsprechend unerzogen uninteressant wurde !
Als ich nach Büroschluß zu Daniela fuhr, um Laura und Floh mit zu uns zu nehmen, mußte ich wieder einmal vor Dani´s und Claudia´s Einsatz voll den Hut ziehen!
Heute früh´ mußte ich die Entscheidung treffen, ob ich Bibi und Babsi tagsüber eingeschlossen halten oder die Türe zum Katzenhaus offen lassen und die beiden in den Garten gehen lassen sollte. Ganz wohl war mir nicht aber ich brachte es einfach nicht fertig, die beiden nicht raus zu lassen. Adi war heute der erste zuhause (unsere Tochter Yvonne lebt ja seit 1. September die ganze Woche über in Wien bei Oma, da sie es von da sehr viel näher zu ihrer neuen Arbeitsstätte in der Gumpendorferstraße hat, und ist nur zum Wochenende zuhause *heul*) und berichtete mir, dass nur Babsi sichtbar sei. Als ich dann mit Laura und Floh eintraf ging die Suche los. Bis nach 22.00 Uhr gab es keine Spur von der jüngeren Bibi und mir gingen schön langsam die Taschenlampenbatterien aus ...
Babsi dafür war umso zugänglicher und als ich mich wieder mit ihr ins Katzenhaus sperrte, durfte ich sie während der Mahlzeit auch wieder problemlos streicheln ! Ich spürte fast körperlich die Anwesenheit von Bibi und war mehr als erleichtert, als sie gegen 23.00 Uhr endlich vor der Terrassentüre stand. Offensichtlich hungrig ging sie problemlos mit mir in ihr Zimmerchen und beide wedelten freudig beim Wiedersehen. Als ich einige Zeit darauf durch´s Fenster hineinsah war ich überglücklich: saßen die beiden gestern noch wartend direkt VOR der Türe, so nahmen sie heute schon die warmen Körbchen an und lagen beide zusammengerollt und völlig relaxed und schliefen. Ich ging vorsichtig hinein, drehte das Licht ab und war unsagbar glücklich! Da sie sich jetzt offensichtlich hier wohlfühlen, werden wir morgen die Türe tagsüber geschlossen halten und sie erst abends vor dem Abendessen in den Garten lassen. Die gröbsten Ausbruchslöcher hat Adi auch schon versorgt - es geht also in jeder Hinsicht aufwärts !!! Herz, was willst du mehr ?
Dani und Claudia badeten heute vormittag die jetzt wesentlich hellere VIVA und aus dem Dreckspatz wurde eine hübsche Hündin. Mittlerweile auch flohfrei, verteidigt sie bereits "ihren" Garten (typisch Herdenschutzhund...) Nur aus der Wohnung ist sie absolut nicht zu bewegen. Hier müssen Dani und Claudia gemeinsam und wirklich schrittweise mit Viva üben und ihr behutsam zeigen, dass sie nicht wieder weggebracht wird, sondern immer wieder nach Hause zurück darf. In einigen Tagen, wenn wir mehr über ihr Wesen berichten können, wird auch ein Foto der lieben Hündin online gestellt sein.Saturday, 20.09.2008
Der Sonntag morgen begann so wie der Samstag endete: mit viel Sch ...... diesmal halt im Welpenstall. Also wieder Leine an und ein neuerlicher Versuch. Was nützt der größte Garten, wenn die Hunde nur unter die Bank möchten ? Nachdem sie ein gutes Frühstück bekamen und sich doch schon streicheln liessen, vertrauten wir unserem Bauchgefühl und leinten sie ab. Immer wieder drehten die beiden sich um, während sie wieder ans Ende des Grundstücks liefen - diesmal verschwanden sie in die linke Nachbarschaft. Ich wusste, die beiden kommen wieder und kümmerte mich emsig um eine bessere Lösung für die kommenden Tage und Wochen. Die Herren arbeiteten gestern bis 22.30 im Katzenhaus und die Wände waren jetzt fertig grob verputzt. Kanal- und Heizungsanschluss ist schon verlegt und wir entschlossen uns, ein Plätzchen mit bestimmten wärmespeichernden Styropormatten auszulegen. Hierauf plazierten wir den mit Decken etwas gemütlich gestalteten Welpenstall und davor noch zwei Hundekörbe mit warmen Decken. Das Buffet stand ebenfalls bereit und jetzt hofften wir nur noch, dass Bibi und Babsi sich hier wohlfühlen werden. Die beiden kamen auch wirklich nach einigen Stunden wieder vorbei und ich möchte hier gar nicht näher darauf eingehen, wie lange wir brauchten, um die zwei auf den Arm nehmen zu können und in das zukünftige Katzenhaus zu bringen. Es war bereits wieder kurz vor Mitternacht ....
Jedenfalls setzte ich mich erleichtert auf einen kleinen Hocker und schnaufte einmal kräftig durch, denn diese Lösung war optimal ! Die beiden hatten genügend Platz, Ruhe und können zusammen sein. Als ich da so vor mich hinsaß spürte ich plötzlich ein kaltes Näschen an meiner Hand. Anfangs wußte ich nicht ob nicht der Kabanossigeruch (Köder!) der Grund für diesen zaghaften Gefühlsausbruch war, oder schlicht und ergreifend doch die Sehnsucht nach Streicheleinheiten! Ich kann das Gefühl in diesem Moment nicht wirklich beschreiben - Freude ist zu wenig und viel zu banal für so einen Moment!!! Vielmehr eine ganz spezielle Rührung und Dankbarkeit zugleich und vor allem Hoffnung, dass auch auf diese zwei verstörten Mäuse noch sehr viel Schönes wartet. Was müssen diese Geschöpfe für eine Angst überwinden um doch noch an Streicheleinheiten zu kommen ? Während Bibi noch relativ gelassen auf Berührungen reagiert, zuckt die etwas ältere Babsi wie von Stromschlägen getroffen zusammen, sobald ich ihr über das Fell streichle. Aber sie läßt es geschehen und drückt sich an mein Knie! Die beiden hatten mich akzeptiert und die Annäherung und der Vertrauensaufbau war in vollem Gange. Ich blieb dann noch eine ganze Stunde bei meinen Schätzen sitzen, dann drehte ich das Licht ab und bin sicher, dass morgen wieder ein großer Schritt gemacht werden kann.
In dem ziemlichen Trubel vergass ich ganz zu erwähnen, dass gestern wieder zwei rabenschwarze Katzenkinder bei uns eingezogen sind. Die beiden dreimonatigen Mädels sind Trennungswaisen und wurden von einem Arbeitskollegen von Adi abgegeben. Sie heissen LILLI und NALA.Friday, 19.09.2008
BIBI und BABSI zeigen uns ganz deutlich unsere baulichen Grenzen in unserem Häuschen auf !!!
Nachdem die Beruhigungsmedikation gänzlich nachgelassen hatte, haben sich die beiden kleinwüchsigen Angsthasen sofort unter die Essbank in der Küche verzogen. Von da aus hatten sie alles bestens im Blick und jeder Zwei- und Vierbeiner wurde vehement verbellt. Unser Berti war irritiert, unser Fidi auch und unsere alte Jessy hört es gottlob eh´ nicht mehr. Aber wir umso mehr! und das fast den ganzen Tag lang. Meine Versuche, die beiden in Brustgeschirre zu bekommen um endlich einmal Frischluft zu schnappen, endeten ebenfalls kläglich. Speziell die etwas ältere Babsi knurrte mich furchteinflössend an und gab deutlich zu verstehen, dass sie in Ruhe gelassen werden wollte. BIBI schloss sich ihr solidarisch an. Also was tun: kaum wendeten wir uns ab, standen die beiden am Treppenabsatz auf jede kleinste Gelegenheit lauernd, um aus dem Wohnbereich und uns zu entkommen. Leider ist unser Garten aber noch nicht absolut ausbruchsicher und das Risiko somit zu groß. Endlich, mit viel List und Leberwurst, hatte ich die beiden am nachmittag!! soweit, dass sie wenigstens die Brustgeschirre angezogen hatten - aber von Leinenführigkeit natürlich keine Rede. Wie kleine bockige Geisslein drehten sich die zwei um ihre eigene Achse und schlugen regelrecht Luftsaltos, verhedderten sich dabei natürlich 1000 mal und als BABSI schliesslich auch noch in affenartiger Geschwindigkeit die Leine durchbiss und abflitzte, blieb mir fast das Herz stehen. Zuerst lief sie ganz hinunter, drehte sich aber immer wieder zu uns um, und verschwand dann nach rechts ins Nachbargrundstück. Die kleine BIBI wurde immer unsicherer und war trotz ihrer geringen Größe, kaum mehr zu bändigen. Zum ersten hatte sie Angst vor mir und zum zweiten wollte sie unbedingt zu ihrer Freundin.
Da sich BABSI im nachbarlichen Schuppen verkroch, hatte mein Adi ziemlich viel Zeugs wegzuräumen, bis er endlich in die ängstlichen Augen von Babsi blicken konnte. Aber nur kurz, denn sie war schneller und war sofort wieder entwischt, rannte auf unser Grundstück zurück. Fazit: die beiden haben immense Angst, kommen aber auch immer wieder zum Ausgangspunkt und fühlen sich am sichersten unter der 10 cm hohen Essbank. Wir kennen dieses Verhalten noch sehr gut u.a. von unserem eigenen Berti.
Dazu muß man die Vorgeschichte der beiden armen Würstchen kennen: Sie wurden von einem sozial sehr bedürftigen Senior in der Slowakei selbst aufgegriffen und lebten in mehr als bescheidenen Verhältnissen und mit oft hungrigen Mägen mit dem alten Mann in ziemlicher Abgeschiedenheit. Hier brauchte es keine Leine und Kontakt zu anderen Menschen war sehr selten bis nie vorhanden. Jetzt geht es dem alten Mann gesundheitlich sehr schlecht und Bibi und Babsi waren die ersten von weiteren 6 Hunden um die sich jetzt Tierschützer und Tierfreunde kümmern müssen, damit sie nicht völlig unter die Räder kommen und unversorgt zurück bleiben.
Am späten Nachmittag gaben wir uns dann fürs Erste einmal geschlagen und liessen die beiden Mädels unter der Essbank zur Ruhe kommen. Seit 8.00 früh kam ich zu nichts anderem als die beiden etwas zu beruhigen, während Adi und mein Schwager fleissig am Katzenhaus weiter arbeiteten. Wäre dieser Raum schon bezugsfertig, könnten die beiden dort in Ruhe einziehen ! Aber so ??? Schön langsam wurde es Zeit, mich für das Benefiz-Kabarett fertig zu machen und mit einem etwas flauen Gefühl liessen meine Tochter Yvonne und ich unseren Adi und die Rasselbande alleine zurück. Er wird das schon meistern ....
Der Benefizabend vom Verein ACA anläßlich deren 2. Geburtstages war sehr informativ und unterhaltsam und ich freute mich sehr, wieder einige liebe Bekannte treffen zu können. ACA stellte alle ins Leben gerufene Projekte vor - die Aktivitäten reichen mittlerweile über Bratislava nach Serbien bis ins ferne Indien - und es konnte sehr viel zum Wohle der Tiere erreicht werden. Natürlich noch vieeeeel zu wenig aber steter Tropfen höhlt den Stein und gemeinsam ist alles zu schaffen !
Exakt das sagten wir uns auch mehrmals (mehr als Motivation als in diesem Moment aus Überzeugung !), als ich gegen 23.00 Uhr heimkehrte. Die beiden Hündinnen haben sich natürlich im Wohnbereich (wo sonst - rauslassen war ja noch unmöglich) gelöst und nach einer ausgiebigen Säuberungsaktion mußten wir beraten, wie wir mit den beiden weitermachen sollten. Einerseits sollen und müssen sie sich auch austoben, andererseits konnten wir sie nicht freilassen. Wir räumten das Wohnzimmer um, stellten den Welpenstall auf und danach "zwangen" wir die beiden in die geräumige Höhle. Die reinste Zwangsbeglückung, denn unter der engen Eckbank wäre es sicherer gewesen .... Nach anfänglichem Bibbern kamen sie dann endlich zur Ruhe, ich schwang noch einige Zeit den Wischmopp und gegen 4.00 Uhr früh war es dann auch für mich soweit !
Ein wahrer Horrortag, der mich/uns sehr ratlos machte und uns ganz deutlich aufzeigte, dass wir in unserem neuen Zuhause noch nicht wirklich für solche schwierigen Patienten gerüstet sind. Wir müssen uns ganz dringend um die Absicherung des Zaunes kümmern und eine ordentliche und sichere Unterbringung errichten. Leichter gesagt als getan, denn auch Adi arbeitet jetzt schon 16 Stunden pro Tag und es dauert halt alles sooooo lange ......
Thursday, 18.09.2008
Seit heute abends leben die beiden kleinwüchsigen, struppigen Hundemädels BIBI und BABSI bei uns. Da die beiden in ihrem bisherigen kurzen Leben so rein gar nichts kennen gelernt haben, sind die beiden nicht ängstlich sondern ohne Übertreibung als panisch gegenüber allem Fremden zu bezeichnen. Es wird einiges Wasser die Donau entlang fliessen, bis diese beiden Hündinnen die Grundbegriffe eines ausgeglichenen Hundelebens intus haben.
Während Bibi und Babsi noch im Transporter auf unseren ersten Kontakt warteten, hat Familie Meixner Bekanntschaft mit unserem Seniorkater ARCHI in unserem Katzenzimmer machen dürfen. Wir kennen Frau Elfriede Meixner schon seit einiger Zeit als ausserordentlich engagierte Tierfreundin (sie selbst haben einen einstmals sehr bedürften Hund einer befreundeten Organisation ein Zuhause geschenkt) und regelmäßige Unterstützerin unserer Tierschutzarbeit. Heute hatten wir endlich das erste persönliche Treffen und wie könnte es anders sein: Kater ARCHI, der Schmuseking im Katzenzimmer, ist ab heute bei Schwiegermama Meixner in den allerbesten Händen. Eine echte Freude auch für mich, denn ARCHI hat sich im "Gedränge" der übrigen Samtpfoten nie so richtig wohl gefühlt. Anfangs in Großenzersdorf zog er es vor, auf dem höchsten Küchenkasterl zu residieren und brachte sehr lange, bis er auf meine Zurufe und Einladungen zum Kraulen reagierte. Jetzt in Reyersdorf war er zwar immer der erste bei der Türe wenn ich kam, wich aber sofort auch vor dem noch so winzigen Katzenbabies aus. Seitdem seine langjährige "Unterdrückerin" CLEO seperat versorgt war, blühte ARCHI erst richtig auf und heute durften wir ihn in eine wunderschöne Zukunft, MIT VIEL SCHMUSEREI UND OHNE ANDERE STÖRLINGE, entlassen. Er wird mir immer in sehr, sehr guter Erinnerung bleiben und wir wünschen der rüstigen Seniorin und ihrem neuen "Kopfkissen" alles erdenklich Gute und eine schöne und lange gemeinsame Zeit !
Nachdem sich Archi mit seinen neuen Dosis verabschiedet hat (sie hatten ja bis nach Hause nach Enzesfeld noch ein Stückerl vor sich!) konnten Yvonne und ich uns voll und ganz den beiden Hundedamen zuwenden. Durch die Sedierung noch etwas wackelig auf den Beinchen durchforsteten sie einmal die Küche, nahmen einige Happen zu sich und liessen zu diesem Zeitpunkt noch nicht erkennen, welche nervenaufreibende Aufgabe für mich und meine liebe Familie da aus dem Transporter krabbelte .....
