Unser Tagebuch
| Auf die Idee, ein Tagebuch mit den wichtigsten Ereignissen unserer Tierschutztätigkeit einzurichten, haben uns Freunde und Bekannte gebracht, die bereits das zweifelhafte Vergnügen hatten, über einen längeren Zeitraum bei uns zu Besuch zu sein, denn Zeit zum ruhigen Kaffeeplauscherl gibt es fast keine! Wir möchten mit diesem Tagebuch einen kleinen Einblick in unsere täglichen Aktivitäten geben und uns dabei selbstverständlich auf die wichtigsten und interessantesten Ereignisse beschränken. Wir sind sicher, dass Sie hier sehr traurige, manchmal auch amüsante aber leider sehr oft bestürzende und erschütternde Vorkommnisse beschrieben sehen und möchten Sie an dieser Stelle versichern, dass alle gemachten Einträge
100%ig den Tatsachen entsprechen - so unwahrscheinlich sie auch klingen mögen ! | ![]() |
Sunday, 06.07.2008
Heute vormittag meldete sich der Besitzer der Findlingshündin vom vergangenen Donnerstag !?! Sie heißt Sheila, ist 7,5 Jahre alt und war eigentlich in der Obhut von Arbeitskollegen. Diese teilten Herrchen heute mit, dass die Hündin weg ist. Pasta. Im Wiener Tierschutzhaus liefen dann gottlob die Fäden zusammen und der Kontakt fand statt. Allerdings macht uns Herrchen und Hund etwas nachdenklich, denn Herr ? fliegt heute abend schon wieder in Urlaub und kommt erst Anfang nächster Woche zurück. Daniela bot sich an, Sheila als Kosthund bei sich zu lassen aber wir möchten dennoch Gespräche führen, denn so wie sich uns das darbot, ist für die Hündin viel zu wenig Zeit vorhanden. Sheila geht sehr gerne baden, spazieren und liebt den Garten. Alles in allem eine sehr problemlose, liebe Hündin, die bestimmt mehr Aufmerksamkeit verdient hat.
Großkampftag bei Pflegemamis Traude und Beatrix. Ich komme ja leider viel zu selten, aber wenn doch, dann gleich mit mehreren Katzenfans. Heute durften wir Familie K. aus Wien 22; begrüssen und Traude´s Langzeitschützling Katzendame FLECKI durfte in diese äußerst liebevolle und verantwortungsbewußte Familie übersiedeln. Flecki ist ja nicht gerade eine unängstliche und selbstbewußte Katzendame und wird in ihrem neuen Zuhause bestimmt die notwendige Ruhe und Liebe zu einer perfekten Eingewöhnung bekommen. Heute auf den Tag genau vor zwei Monaten zog Flecki zu Traude und Beatrix und erst seit kurzem (seitdem sie als Einzelkatze lebte) ist sie etwas mehr aufgetaut. Es sollte daher bei Familie K. schon etwas einfacher für Flecki werden und wir halten alle ganz fest die Daumen und wünschen den lieben Leutchen und unserem Schützling baldiges stressfreies Schmusevergnügen !!
Für das hübsche silbergraue Katzenmädchen NATALIE wird es leider noch etwas dauern, bis auch sie völlig relaxen kann. Katzenfreundin Barbara S. und die ganze Familie meinten es nur gut, als sie vergangene Woche die junge Natalie als Gefährtin zu ihrem roten Kater adoptieren wollten. Natalie sollte den Platz seiner früheren Gefährtin ausfüllen und es war absolut nicht vorauszusehen, dass der Hauskatermann solche Bäume aufstellen würde. Er zog wahrlich alle Register um den Einzug von Natalie allen so gründlich zu vergellen. Er pfauchte, sprang, markierte und war einfach nicht mehr der Alte. Natalie selbst war entsprechend eingeschüchtert, fühlte sich offensichtlich mehr als unwohl und es mußte also dringend eine Entscheidung her. Nach knapp fünf Tagen "Probezeit" brachen wir, nach gemeinsamen Entschluß, diese Zusammenführung ab und Natalie wurde heute von Barbara schweren Herzens zu Traude und Beatrix gebracht. Sie verzog sich sofort ins Badezimmer und soll jetzt erst einmal zur Ruhe kommen. Anschliessend werden wir entscheiden, ob ein Einzel- oder Zweitplatz für das hübsche Räderkatzerl in Frage kommt, da sie ja in ihrer bisherigen Pflegestelle mit anderen Artgenossen keine Probleme hatte.
Ebenfalls heute neu eingezogen ist das Katzenpärchen CINDY und MAXI. Die Seniorkatze Cindy begutachtete und inspizierte sofort ohne Anzeichen von Angst oder Scheu die neue Umgebung und nahm den großen Kratzbaum in Beschlag. Katermann MAXI, fünf Jahre jung, zog es vor noch im geöffneten Transporter zu bleiben, und von da aus die Situation gründlich einzuschätzen. Die beiden Hauskatzen verlieren ihren liebevollen bisherigen Platz wegen aufgetretener Allergie des Kindes und wurden nur schweren Herzens in unsere Obhut gegeben. Wir versprechen gut acht zu geben und den beiden ein wirklich schönes neues Zuhause zu suchen.
So, jetzt herrscht wieder etwas mehr Trubel und Leben bei unseren Katzen-Pflegemamis und hoffentlich leben sich alle drei Miezen recht bald ein und können die angenehme und liebevolle Atmosphäre geniessen.
Saturday, 05.07.2008
Es ist wieder eine Sammeleintragung notwendig, obwohl ich mir redlichst vornahm, täglich das Neueste zu notieren. Einfach unmöglich im Moment ! Leider ! Unsere Hunde sind alle noch vollzählig bei uns, die Adoptionen gehen sehr schleppend bzw. momentan für Wuffis rein gar nicht. Daniela´s Seniorin PUPPI war am Mittwoch zwar in der Tierecke der Kronenzeitung mit Foto, aber ausser zwei sehr merkwürdigen und halbherzigen Anrufen kein Echo. Ich wünschte ehrlich es würden täglich so viele gute Interessenten anrufen wie es momentan Leute sind, die ihre Tiere abgeben möchten oder müssen. Zum Heulen !
Bei den Samtpfoten bewegt sich zwar schon gelegentlich etwas und so konnten wir in den vergangenen Tagen für folgende Samtis schöne neue Plätzchen organisieren:
Der niedliche Katerbub FILOU zog am Freitag, den 4. Juli bei Familie H. aus Wien und einem 12-wöchigem Main Coon Katerbuben ein. Die beiden verstanden sich auf Anhieb recht gut und sollten eigentlich viel Spaß zusammen haben.
Zusammen mit Filou brachte Yvonne und Emily auch die beiden bezaubernden silbergrauen jungen Kätzchen Sybille und Soraya. Die beiden Schwestern sind allerliebst, sehr verspielt und zusammen mit den bereits vorhandenen beiden Katzenkindern TINA (grau getigert mit weiß) und TOM (rotes Tigerl) tollen die vier Kleinen zwischen meinen Seniorkatzendamen herum, dass denen Hören und Sehen vergeht.
Seit Samstag mittag sind auch LUNA und LARA, zwei Exschützlinge von uns vor einem Jahr, auf Urlaubsbetreuung bei uns. Die beiden hübschen Tigerkatzenmädchen werden bis 21. Juli unsere Kostkinder sein.
Eigentlich wäre das Maß an Vierbeinern bei uns bereits wieder voll aber bei Notfällen kann halt keiner von uns "nein" sagen. Die beiden Seniorkatzen CLEOpatra und ARCHImedes verlieren ihr Zuhause wegen Allergie und bevor die beiden Schmuser ins Tierheim müssen ..... Also sie sind auch bei uns und während wieder der schwarz-weiße Katermann der schüchternere ist, kugelt sich CLEO schon nach wenigen Stunden auf dem Rücken im Wohnzimmer und verkrault unsere Wuffis. Am nächsten Tag haben beide das sichere hoch angelegte Domizil auf dem Küchenkasten entdeckt und wenn man die süße Cleo nur anguckt, beginnt sie lauthals zu miauen und nach Streicheleinheiten zu kreischen. Sehr zutraulich die Maus und wir hoffen, dass auch Archi bald auftaut.
Am Donnerstag, den 3. Juli nachmittags wurden wir von der Tierarztpraxis besorgt gerufen, weil junge Leute eine Goldihündin bei der U-Bahnstation Alt-Erlaa aufgelesen hatten und abgaben. Etwas übergewichtig aber sehr zutraulich und wie sich nach kurzer Zeit bei Daniela (sie sprang wieder sofort ein und holte die Hündin ab) herausstellte, auch sehr verträglich. Ich gab alle notwendigen Fundanzeigen auf und hoffe, dass sich die Hündin wieder "nur" verlaufen hat. Von Chip natürlich keine Spur aber sie muß kürzlich einen tierärztlichen Eingriff durchlebt haben, denn auf einem Ohr ist das Fell fachmännisch abrasiert.Saturday, 28.06.2008
Die letzten beiden Wochen waren mehr als randvoll angefüllt mit Beruf, Haushalt, Übersiedlungsvorbereitungen und sehr, sehr vielen Tierschutzaktivitäten ausgefüllt. So ausgefüllt, dass ich zwar jeden Tag in unser Tagebuch schreiben wollte aber einfach nicht mehr die Zeit finden konnte (wenn einem die Augen zufallen schreibt es sich nicht sehr hurtig). Es hat sich sehr viel ereignet und ich hoffe, dass ich bei der folgenden Zusammenfassung nichts vergesse:
Mitte Juni wurde vis-a-vis unseres Wohnhauses mit Strassenarbeiten begonnen, da unsere einstige Wald- und Wiesenoase zugebaut wird. Traurig genug aber für mich und meine Vierbeiner waren die ersten Tage eine wahre Katastrophe. Wir mussten großräumig ausweichen, überall große LKWs, Bagger, viel Lärm und Staub und große Hitze. Die Morgenrunde mußte neu gewählt werden und nicht nur ich, sondern auch meine Fellis mußten sich erst neu orientieren. Abends ist es etwas einfacher, denn da sind die Maschinen abgestellt und auf Sandstraßen anstatt Feldwegen zu spazieren ist nicht sooo schlimm und im Gegensatz zu der Morgenrunde eine echt angenehme Sache. Auf jeden Fall sind wir nur allzu froh, dass unsere Tage hier gezählt sind, denn sollten dann alle Baugründe verkauft sein, wird es erst recht lustig werden.
Im Zuge der Bauarbeiten wurden zwei große Areale Brunnenschutzgebiet einfach umgewidmet bzw. aufgelassen. Tja, so schnell geht das! Diese beiden ehemals geschützten Flächen waren mit einwandfreiem Zaun umgeben und als die ersten Zaunsteher umgestossen waren, sprach ich sofort mit dem zuständigen Polier der Baustelle und bat um die Erlaubnis den Zaun entsorgen zu dürfen. Es wurde genehmigt und zwei Tage darauf hatte Claudia Schraml von Animal Care Austria zwei Freiwillige rekrutiert und innerhalb eines Tages konnten 300 Laufmeter bester Maschendrahtzaun und einige Aluminiensteher für den zukünftigen Gnadenhof, der unter der Leitung von ACA hoffentlich bald entstehen wird, abgebaut werden. Die Zaunsteher selbst waren leider etwa 70 cm einbetoniert und unmöglich zu entfernen. Diese wurden von der Baufirma einfach abgeschnitten und hatten damit nur noch eine Höhe von etwa 120 cm. Ein großes zweiteiliges Einfahrtstor wurde von uns selbst (Adi mit Bagger unterwegs) demontiert - das wird in Kürze auf unserem Grundstück in Reyersdorf montiert.
Carol Byers und Andreas holten wieder einen ganzen Van Sachspenden für ihr Projekt in Ungarn in Lovasberney ab - sicher werden einige unserer treuen Sachspender einige ihrer Dinge auf den Fotos hier unter LOVASBERENY wieder erkennen. Danke nochmals dafür !
Nach wochenlanger Betreuungszeit konnte auch Julie´s zweiter Welpe BURGER ein wunderbares Zuhause beziehen. Sein Bruder, der hellbeige BLONDIE ist per heute ebenfalls noch Claudia´s Gast. Uns allen ist rätselhaft, warum sich für diesen herzigen Welpen so überhaupt niemand interessiert. Es rennt uns ja nicht davon, nur ganz verstehen können wir es nicht.
Die süße Mutterhündin JULIE lebt ja jetzt schon 3 Wochen bei uns und hat auch schon ein ganz liebevolles und verantwortungsvolles Frauchen. Sie hätte ihren bereits gebuchten Kuraufenthalt sofort abgesagt, hätte Sie früher von Julie erfahren. Diese überaus nette Dame ist leitende Kindergärtnerin und Julie wird immer an ihrer Seite sein dürfen. Bis zum 16. Juli wird die süße Maus aber noch bei uns bleiben, erst dann kann sie übersiedeln und wird auch alle Urlaube mit Frauchen verleben dürfen. Ein wirklich toller Platz für eine absolut traumhafte Hündin mit sehr, sehr gutem Charakter.
Ein ebenso guter Hund ist unser Sorgenkind SPIKY. Die Familie, die sich für Spiky interessierte hat sich dann doch anders entschieden, da die Hausfrau noch zwei schwere Operationen vor sich hat und sich daher überfordert fühlt. Eine richtige Entscheidung, die uns gottlob von den Leuten abgenommen wurde, denn als ich die Dame auf Krüken gehen sag, kamen nicht nur mir große Bedenken. Spiky lebt ja in unmittelbarer Nähe bei Adi und Maria und macht auch dort im Rudel große Probleme. Er will nur spielen, äußerst das aber in seiner groben, ruppigen Art dermassen plump, das die übrigen Hunde (ein Westirüde und eine kleinwüchsige Terrierdame) große Angst zeigen. Adi nimmt daher Spiky tagsüber auf diverse Baustellen mit und der Rüde fühlt sich als Einzeltier auch wesentlich wohler und ist völlig unproblematisch. Wir versuchen alles, um für den Prachtrüden ein geeignetes Zuhause zu finden, momentan ist nur leider keine Lösung in Sicht.
Ein weiterer Gast in den letzten beiden Wochen war eine 8-jährige Westhighlandterrierhündin SHELLY. Ein ganz besonders liebes und problemloses Tier, das von seiner jungen Besitzerin abgegeben wurde, da deren Freund Allergie zeigt. Leider ist Shelly enorm verwahrlost, die letzte Impfung ist Geschichte und auffallend ist, dass nach jedem Spaziergang sie sofort das Kellergeschoß aufsuchte. Auch innerhalb unserer Wohnung lag sie immer abseits ?!? Da sich Shelly mit dem Stiegensteigen schwer tat und ausserdem riesiges Vergnügen beim "im-Gras-Wälzen" hat, durfte sie zu Claudia & Manfred übersiedeln. Dort wurde sie sofort kosmetisch bearbeitet (Haare geschnitten und gebadet) und am nächsten Tag wurden ihr vom Tierarzt die völlig verklebten und verdreckten Ohren gesäubert und ein Hautekzem behandelt. Von den täglichen Spaziergängen kennen Claudia und Daniela eine Familie, deren Hund vor kurzem über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Diese Leutchen verliebten sich in die süße Maus und schon nach einigen Tagen hatte Shelly eine neue Familie, die sie mit Sicherheit nicht mehr im Stich lassen werden.
Als ich nach Büroschluß in der Hetzendorferstraße wieder eine Party unserer "PTI" T-Shirts abholte, fiel mir eine laut winselnde Hündin am Zaun zum Vienna Business School Areal auf. Als ich die Herrschaften, die dort offensichtlich eine Schulabschlußfeier abhielten, fragte wie lange die Hündin hier schon um Einlass winselt, wurde mir gesagt, dass sie schon einige Zeit hier ist und man sie nicht hereinläßt, da man Sorge um das Buffet hat !! Bei jedem Obdachlosenheim hätte die offensichtlich gutmütige Hündin zumindest eine Schale Wasser bekommen, hier hatte man Angst ums Buffet! In welcher Welt leben wir eigentlich ??? Inzwischen schüttete es wie aus Kübeln und ich hinterliess meine Karte und die Hündin stieg problemlos und offensichtlich auch gerne ins Auto ein. Keine 10 Minuten später waren wir bei Daniela, die wieder einmal sofort zusagte zu helfen. Am darauffolgenden Tag konnte ich durch einen Anruf im Wr.Tierschutzhaus auch bald mit den besorgten Besitzern Kontakt aufnehmen, die schon verzweifelt nach GINA suchten. Sie war in einem unbeaufsichtigtem Moment aus dem Garten in der Niederhofstraße entlaufen und hat dann offensichtlich nicht mehr zurückgefunden. GINA wurde noch am vormittag von den erleichterten Besitzern bei Daniela abgeholt und wir freuen uns über das HappyEnd für diese zuckersüße Hündin und ihre Familie.
Auch zwei unserer Samtpfoten konnten nach sehr langer Betreuungszeit gemeinsam ein nettes Zuhause finden. Die Schildpattkatze ARWELINA und die rauchgraue CZIBI sind am 27. Juni zu Frau H. nach Neusiedl/See in eine Wohnung mit gesichertem Fensterplatzerl übersiedelt. Frau H. war eine sehr glückliche Fügung, denn die beiden dreijährigen Katzendamen hätten in Kürze die Pflegestelle wechseln müssen. Aber wie so oft in meiner langjährigen Arbeit für arme Tiere konnte man auch hier das Gefühl haben, dass doch irgenwo vielleicht irgenwer oder irgendwas ein Auge auf unsere Schützlinge hat (oder wenigstens einen kleinen Teil davon) - und das gibt immer wieder neuen Mut oftmals auch gegen Windmühlen zu kämpfen.
Zwei ganz süße Katzenkinder brachte wieder einmal mein Adi von der Arbeit mit nach Hause. Ein rotgetigter kleiner Kater und seine getigerte kleine Schwester. Die beiden sind etwa 7 Wochen jung und stammen von einer (leider immer noch nicht kastrierten Katze) seines Arbeitskollegen. Die beiden sind zum Glück quietschvergnügt, fressen brav, sind stubenrein und spielen und tollen was das Zeug hält. Eher einzigartig ist das Verhalten der beiden Kleinen untereinander. Sie mögen sich offensichtlich sehr, denn sogar wenn eine der beiden in der Katzentoilette sitzt, wartet die zweite brav davor. Einfach nur herzig !
Vielen herzlichen Dank an Familie Stiglitz für eine große Menge Futter und sehr vieler toller Katzenutensilien. Wir durften die Dinge am 28. Juni in Empfang nehmen und für die nächste Spendenfahrt einteilen. Monday, 16.06.2008
Überpünktlich war die Familie um 19.15 Uhr für SPIKY vollzählig eingetroffen und wir standen uns dann fast zwei Stunden die Füße in den Bauch und beobachteten die Fellis beim Spielen. Die Zeit verging wie im Fluge und in den nächsten Tagen wird noch ein Besuch folgen, diesmal mit der kleinen hauseigenen Findlingshündin SHADOW, die ja auch noch ein Stückchen mitzubellen hat. SPIKY war erstaunlicherweise gar nicht mehr soooo reserviert, so ganz engen Kontakt suchte er zwar nicht gerade aber er war auch weit nicht mehr so panisch wie anfangs gegenüber diesen "fremden" Leuten. Die Herrschaften wären einfach superideal: viel Herz und gesundes Tierverständnis, viel Zeit und sehr verantwortungsvoll. Einfach ein Platz, den wir uns für diesen Rassehund wünschen. Die nächsten Tage werden es zeigen. Erst gegen 22.30 Uhr (als uns auch noch ein Regenguss zum Heimgehen zwang) verabschiedeten wir uns und ich bin sehr froh, diese netten und sehr angenehmen Tierfreunde kennengelernt zu haben.Sunday, 15.06.2008
Notfälle, Notfälle, Notfälle ! Heute wären ein 10jähriger Staffrüde, ein 1 1/2 jähriger Staffrüde und einer 4-jähriger Dobermannmixrüde zum Übernehmen gewesen. Allesamt Notfälle wegen Allergie oder Verlust der Wohnung. Es ist zum Heulen und wir alle fragen uns besorgt, wo das noch hinführen soll. Auf der anderen Seite der Waage bleibt die Schale leer - keine Platzangebote oder wenn doch, dann mit vielen "Aber" und fast immer mit einigen Problemchen verbunden (leider nur selten reibungslos).
Unserem Schützling SPIKY bei Adi und Maria geht es bereits allerbestens. Er wird von Adi in die Arbeit mitgenommen um ja jedem Streit aus dem Weg zu gehen aber abends tollen alle 4 wie die Wilden durch den Garten. Für morgen ist auch eine sehr geeignete Familie für Spiky angemeldet und wir alle halten ganz fest die Daumen. Saturday, 14.06.2008
Gestern lugte ich noch einige Male über den Zaun und jedesmal konnte ich SPIKY beim Herumtollen mit den anderen Hunden von Adi und Maria beobachten - ein echt gutes Gefühl!! Die anfänglichen Rüpeleien des Haushundes Westirüden FLORIAN sind auch schon besser und es könnte klappen. Adi ist ja ohnehin keiner, der leicht aufgibt und das Schicksal des armen Tieres hat ihn und Maria äußerst bewegt. Ich bin froh, dass es SPIKY hier gut geht und er seine Freude hat, wenngleich er noch Angst vor seinen neuen Pflegeeltern zeigt.
DANKE EUCH BEIDEN VON GANZEM HERZEN !
Friday, 13.06.2008
Seit längerem wieder einmal ein richtiger "Katzentag". Pünktlich mittags traf Yvonne und Emily mit einem entzückenden 8 Wochen jungen Geschwisterpärchen ein und fast zeitgleich auch die neuen Dosis. Die sind bereits die nächste "Tierfreundegeneration", denn Oma und Opa hatten vor vielen Jahren einen unserer ersten Schützlinge adoptiert (da waren die beiden noch Volksschulkinder). Heissa, wie die Zeit vergeht !! Jedenfalls der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, wenn ich das so salopp formulieren darf, und so werden die beiden niedlichen Katzenkinder bestimmt ein behütetes und umsorgtes Katzenleben in dieser Jungfamilie führen dürfen.
Aber auch für unsere etwas ältere Katzendame LIESI war heute der Tag der (hoffentlich) letzten Übersiedlung ihres Lebens. Die hübsche dreifärbige Halbperserin war ja die erste Zeit bei uns mehr als problematisch, weil sie die arten Katzen so ganz und gar nicht akzeptierte. Selbst frisch hereinspaziert verschaffte sie sich umgehend pfauchend und pratzelnd Respekt und alle flüchteten. Zwischenzeitlich hat sich die Spannung etwas gelegt aber es war immer klar, dass für Madame LIESI nur ein liebevoller Einzelplatz in Frage kommt - und jetzt ist es soweit ! Familie B. aus Wr.Neustadt hat die Anfahrt nicht gescheut und nach einigen diplomatischen Ich-schau-dich-eh-nicht-an und komm-doch-endlich-heraus-versuchen bequemte sich Madame dann doch sich zu zeigen. Die sehr tierlieben Herrschaften müssen und werden auch ein bis zwei Tage Umgewöhnungszeit in Kauf nehmen, dafür haben sie dann auch ein liebenswertes und verschmustes Katzentier ganz für sich alleine! Ganz liebe Grüße nach Wr.Neustadt und viel Spaß mitsammen.
Und last but not least fand auch ein weiterer unserer Langzeit-Schnurrer heute sein Zuhause. Traude´s Schützling KIKKI, die zutrauliche schwarz-weiße Katzendame übersiedelt morgen zu einer älteren, alleinstehenden Tierfreundin in den 14. Bezirk und die einzige Sorge, die wir uns vielleicht machen müßten ist, dass Frau K. ihrer KIKKI nicht das Fell vom Körper streichelt *ggg*. Also ebenfalls ein Traumplatz und vielen Dank an dieser Stelle noch an Pflegemama Traude und Beatrix für die geduldige und liebe Pflege über Wochen hinaus!
Ein fast perfekter Tag für jeden Tierfreund, wäre da nicht die Sorge um unseren SPIKY. In unserer Gasse lebt ein sehr liebes und kompetentes Ehepaar Adi und Maria mit ihren zwei Hunden. Die beiden betreuen auch immer wieder herrenlose Tiere, werden auch sehr oft von unserer ansässigen Polizei mit Findlingshunden versorgt und haben ein sehr großes Herz und jederzeit offene Ohren und Türen für arme Seelen. Maria ist zuhause und betreut das Haus mit Garten und die Tiere und Adi verdient die Brötchen. Die beiden haben, ohne lange zu zögern, sofort ihre Hilfe angeboten und so brachte ich am frühen Nachmittag unseren SPIKY einen Steinwurf von uns in seine nächste Pflegestelle. Wieder Angst vor uns Menschen (einschliesslich mir!) aber sofort verträglich mit den Vierbeinern. Wir alle hoffen jetzt nur, dass es nicht wieder umschlägt, aber zumindest ist durch den großen Garten die Rückzugsmöglichkeit mehr gegeben, als bei mir und Claudia in den Wohnungen. Ich werde Spiky täglich besuchen ! Thursday, 12.06.2008
Es kam leider heute so, wie wir es alle irgendwie befürchteten: die Situation im Rudel von Claudia und Manfred hat sich extrem zugespitzt, die Nerven aller Zwei- und Vierbeiner sind zum Zerreissen gespannt und bevor etwas Schlimmeres geschieht haben wir uns entschieden, dass Spiky wieder zu mir übersiedelt. Es geht uns allen damit nicht gut aber es ist nicht anders möglich. Man darf niemals vergessen: wir haben keine Trennungsmöglichkeiten außer unsere Bäder, Klosetts und Schlafräume ! Wir haben (und das ist auch gut so) keine Zwinger wo wir sogenannte Sorgenkinder etwas isolieren könnten und SPIKY ist ein waschechter, sehr sehr menschenfreundlicher und lieber aber zu anderen Artgenossen eher stürmischer und nach der "Aufwärmphase" auch dominanter Rüde. Absolut nicht aggressiv oder bösartig aber schon alleine durch seine Körperkraft für viele Artgenossen einfach "unbequem" und im Rudel gibt es mit dieser Rasse (fast) immer Zores. Auch bei mir zuhause ist es nicht anders. Berti knurrt aus der rechten Ecke, Fidi sowieso unentwegt und residiert seit heute abend nur noch im Schlafzimmer. Meine alte Dame Jessy weicht sprunghaft aus und die noch gut riechende JULIE wird besprungen und zum Spielen gezwungen, dass auch dieses gutmütige Geschöpf bereits die Zähne zeigt und nicht mehr weiß wohin sie flüchten soll. Ich werde diese Nacht irgendwie überstehen müssen aber morgen muß eine Lösung her ! Am schönsten wäre natürlich gleich ein Fixplatz für den herumgeschobenen Spiky aber auch ein Pflegeplatz wo er bis zur endgültigen Vermittlung bleiben dürfte. Nur leider haben alle uns bekannten Tierfreunde mindestens zwei eigene Hunde und aufgrund der momentanen sehr tristen Vermittlungslage auch noch den einen oder anderen fremden Hund, also würde sich dort in Kürze das gleiche abspulen wie bei uns. Hier ist guter Rat teuer und ich hoffe inständig auf morgen ! Wednesday, 11.06.2008
Staffrüde SPIKY war gestern abend noch zum Kastrieren und erwartungsgemäß ist alles gut verlaufen und heute ist er schon wieder ausgeschlafen und putzfidel. Nur leider macht Claudia´s zweiter Schützling TIM im Bezug auf SPIKY grobe Probleme und immer häufiger ist Trennen der beiden Halbstarken angesagt. Jeder der eine solche Situation in seinen eigenen vier Wänden schon erlebt hat weiß, wie anstrengend eine solche Disharmonie zwischen Schützlingen ist und wie sehr negativ sich das auch auf den Rest der Meute auswirkt. Vom eigenen angeschlagenen Nervenkostüm gar nicht zu reden ! Wer Claudia kennt weiß, dass sie und ihre Familie alles menschenmögliche versucht und momentan heißt es nur durchzuhalten und abzuwarten wie sich alles entwickelt.
Unser Schützling JULIE ist schon ganz aufgetaut und eine richtige Schmatz- und Schmusemaus ! Sie spielt sehr, sehr gerne mit Berti und dem gemeinsamen Ball und auch Fidi hat sich schon etwas eingekriegt und motzt nicht mehr ganz so viel wie zu Beginn. Trotzdem haben wir momentan getrennte Schlafeinrichtungen. Berti und Fidi schlafen bei Adi und die beiden Mädels Jessy und Julie mit mir im Wohnzimmer. Damit ist die Nachtruhe gerettet, alle sind happy. Ich habe zwar Verspannungen erster Klasse, aber was tut man nicht alles für die lieben Vierbeiner !?!? *ggg*Tuesday, 10.06.2008
Ich bin wieder soweit hergestellt und mein heutiger erster Bürotag machte Spaß. Anschliessend war bereits seit längerem der Besuch eines ehemaligen Schützlings von uns geplant.
Diesem Besuch geht eine aufregende Geschichte voraus:
Im November 2007 vermittelten wir einen Labradorrüden sehr gut nach Atzenbrugg in NÖ. Leider verändertern sich die Lebensumstände innerhalb der Familie ziemlich kurzfristig derartig, dass die Herrschaften einen besseren Platz für diesen liebenswerten Hund wünschten. Leider ohne unser Wissen, wurde SAMMY dann an einen Arbeitskollegen weitergereicht und nur durch einen reinen Zufall erhielten wir dann vergangene Woche davon Kenntnis. Die ersten Kontakte mit der neue Familie verliefen leider nicht sehr beruhigend und ich mußte schon mehrmals auf die Bedinungen in unserem Schutzvertrag hinweisen und doch mit massiveren Schritten drohen. Eine sehr unangenehme und bedrückende Situation, die mich sehr stark belastete. Endlich willigten die neuen Besitzer des Tieres ein, von mir besucht zu werden und ich muß gestehen, ich sah dem heutigen Termin mit äußerst gemischten Gefühlen entgegen. Wie gesagt, die Vorzeichen waren nicht die Positivsten. Ich traf mich nach Büroschluß zusammen mit den Exbesitzern und wir besuchten SAMMY gemeinsam. Mir fiel mehr als ein Stein vom Herzen, denn die neuen Dosis sind wirklich ausgesprochen liebevoll, besorgt und haben wirklich sehr große Freude und tun alles für "ihren" Sammy. Die anfängliche Feindseligkeit mir gegenüber (keiner vom Tierschutz betritt unsere Wohnung, etc...) resultierte aus der Angst, ich könnte Sammy der Familie wieder entreissen. Dazu allerdings besteht absolut keine Rechtfertigung, der Platz ist ausgesprochen super und Sammy fehlt es an überhaupt nichts. Er sieht prächtig aus, hat mehrere Schlafplätze und man fährt mit ihm extra zum Schwimmen und unternimmt lange Spaziergänge in freier Natur. Einfach spitze ! und alle Aufregung war umsonst.
Die Herrschaften unterzeichneten auch einen neuen Schutzvertrag und wir werden bestimmt in freundschaftlicher Verbindung bleiben, wie sich das unter Tierfreunden oft so entwickelt.
Ende gut - Alles gut für Sammy ! Aber dennoch viel Aufregung und doch ein anfänglicher Zweifel meinerseits an meiner Beurteilungsgabe (ganz sicher kann man sich ja bekanntlicherweise nur bei sich selbst sein ...). Familie R. aus Atzenbrugg war derart vertrauenswürdig und der Platz einfach super, dass ich mit dieser Entwicklung nie im Leben gerechnet hätte und ich konnte ja bis heute nicht wissen, dass der neue Platz wirklich tadellos und allerbestens für Sammy ist. Wir nehmen, im Interesse unserer Schützlinge, die Schutzvertragsbedingungen sehr ernst und unsere Arbeit zum Wohle der Tiere endet absolut nicht bei der Abgabe an die neuen Besitzer. Natürlich ist es nicht realisierbar alle unsere Pfleglinge regelmäßig zu besuchen, aber unsere kleine Organisation ist bereits relativ weitläufig bekannt und die Welt ist bekanntlicherweise klein! Umso schmerzlicher sind dann eben solche Mitteilungen und das Unverständnis unsererseits ist groß, da wir ja wirklich immer und zu jeder Zeit für unsere ehemaligen Fellis da sind und in Notsituationen einspringen würden. In diesem Falle hätte eine kurze Meldung gereicht und sehr viel Aufregung wäre zu verhindern gewesen. Aber Schwamm drüber, Sammy geht es prima, seine neue Familie ist sehr lieb und verantwortungsvoll und eine weitere Trennung wird es für den Traumhund bestimmt nicht mehr geben. Monday, 09.06.2008
JULIE tollt schon ganz tapfer mit Berti und Fidi durch die Felder und hat sie einmal ihren Ball gefangen, wird dieser auch nicht mehr heraus gerückt. So sehr Berti sie auch umgarnt - keine Chance !
JACK bei Claudia (er wurde auf SPIKY umgetauft, da er auf Jack nicht oder nicht mehr reagierte...) wird ebenfalls schon zutraulicher und taut stündlich mehr auf. Allerdings fiel Claudia auf, dass SPIKY ziemlich triebgesteuert ist und die von den Exbesitzern angegebene Altersangabe von 4 Monaten keinesfalls zutreffen kann. Auch ist uns bereits aufgefallen, dass er über die Maßen interessiert an Julie war, was einem Hundewelpen noch nicht wichtig sein kann und sollte. Wir sprachen daher bereits über eine bestimmt sinnvolle Kastration, die bei dieser Hunderasse auf keinen Fall verkehrt sein kann und der nächstmögliche Termin bei Tierarzt Alibegovic wird ins Auge gefasst.
Sunday, 08.06.2008
JULIE tut sich bei uns genauso schwer wie JACK bei Claudia und Manfred. Eine echt sch..... Situation unter der wir auch sehr leiden, obwohl wir sicher sind, dass dies die beste Lösung zumindest für Jack ist. Die entzückende mittelgroße Hündin JULIE ist auch nicht die Tapferste und laute Geräusche lassen auch sie zusammenzucken. Lediglich die beiden Hundekinder bei Anna-Sophia haben die Übersiedlung bestens gemeistert und sind lustig und munter. Gott sei Dank !
Ein kleiner Lichtblick in der sonst eher trostlosen Interessentenlandschaft gab es heute für Daniela´s Schützling JESSA. Familie St. aus Wolfsgraben bei Purkersdorf hat sich sofort in die hübsche blonde Jessa verguckt und Daniela brachte ihren Schützling heute abend persönlich in ihr neues Zuhause ins schöne Wolfsgraben. Ein echt traumhafter Platz für die liebe und anhängliche junge Hündin. Danke liebe Daniela für die eingeschobene Nachtschicht ! Saturday, 07.06.2008
Unserem Angsthasen JACKY geht es täglich etwas besser und mittlerweile läuft er auch schon ohne Leine. Er weicht mir ohnedies nicht von der Seite und bleibt immer brav bei der Schar. Er würde halt sooo gerne spielen, nur leider kommt er bei unseren Fellis absolut nicht dazu. Für Berti ist er zu aufdringlich und rempelig, für Fidi ist er ohnehin zu wild und unsere 15jährige Jessy kann mit dem stämmigen "Springinkerl" auch nichts anfangen und flüchtet zwischen meine Beine. Zuhause ist JACKY bereits sehr entspannt, liegt gerne unter dem Couchtisch zu meinen Füßen und fordert auch schon Streicheleinheiten von mir. Allerdings jedes auch nur kleines Geräusch, läßt ihn schreckhaft zusammenzucken. Das tut uns jedes mal in der Seele weh !
Wie immer, beratschlagen wir uns in der Gruppe regelmäßig untereinander, um auf jeden Fall das Optimalste für unsere Schützlinge zu gewährleisten. Für JACKY ist es jetzt besonders wichtig Vertrauen zu Menschen zu fassen, so viel wie möglich an neuen Eindrücken kennen zu lernen und Spaß am Hundeleben zu erlangen, ohne ständig von Angst und Panik gequält zu werden. Das wird allerdings in meiner Obhut sehr schwierig werden, bei Daniela herrscht absoluter Überbelag und bei Claudia und Manfred genauso. Ausserdem lebt ja ein weiteres "Sorgenkind" bei Claudia. Der Mixrüde TIMMY hat zwar in den letzten Tagen dank Claudia´s konsequenter Trainingsarbeit enorme Fortschritte gemacht, ist aber dennoch kein einfacher Charakter. Was also tun ????
Vor einiger Zeit meldete sich eine sehr tierliebe Studentin Anna-Sophia bei uns, weil sie als Pflegestelle aushelfen möchte. Das junge Pärchen wohnt unweit von Claudia & Manfred entfernt und ich entschloss mich heute, das Fräulein einmal zu kontaktieren. Es gibt dort sehr gut gehaltene Zwerghasen (die alle Rechte und ein schönes Aussengehege im Garten besitzen) und so muß natürlich der Pflegehund entsprechend "kleintierfest" sein. Nach kurzer Beratung stand fest, dass die beiden Welpen Burger und Blondie zu dieser neuen Pflegestelle übersiedeln dürfen. Claudia, Manfred und Dani brachten die beiden persönlich in die neue Pflegestelle und konnten sich gleichzeitig über die sehr guten Bedingungen überzeugen. Dann entschieden wir, dass die Hundemama JULIE zu mir und JACK zu Claudia und Manfred übersiedeln wird. Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, denn Tiere während der Betreuungszeit zu verpflanzen ist absolut nicht ok. Allerdings lassen die momentanen Notfälle und mangelnden Fixplätze uns keine andere Wahl. Abends fand also die Übersiedlung von Jack zu Claudia und Julie zu uns statt und weder Claudia noch uns fiel diese Entscheidung leicht, ist aber leider notwendig.
Wir möchten uns bei Anna-Sophia und ihrem Lebenspartner ganz herzlich für die Unterstützung und liebevolle Betreuung unserer beiden "Jüngsten" bedanken. Eine wirklich enorme Hilfe in dieser momentanen recht trostlosen Situation von täglich mehr Notfällen !Friday, 06.06.2008
Mir geht es nicht wirklich viel besser als gestern, das Schlucken geht wieder einigermassen, aber dafür habe ich Ohrschmerzen zum Umfallen. Es kommt eben immer alles zusammen, wenn´s am Unpassendsten ist - kennt man ja !
Unser Jacky vertraut mir schon etwas mehr und ich nutzte das so halb aufgelassene aber noch eingezäunte Wasserschutzgebiet mit offenem Eingangstor, um ihn das erste Mal von der Leine zu lassen. Er genoss das unglaublich und galoppierte mit unserem Berti um die Wette. Ganz typisch für diese Rasse ist er kein Sanfter, sondern bulldozzert und rempelt jeden an. Er springt wie ein topatschiger Rehbock durch das hohe Gras und wenn er sich nicht beachtet fühlt, kommt er zu mir und reibt seinen Kopf an meinem Knie. Er läßt sich streicheln und sogar anleinen, allerdings nur, wenn ich ihn "überliste". Gehe ich auf ihn direkt zu, läuft er sogar vor mir weg, bleibt aber im Umkreis von 2 bis 3 Metern und immer beim Rudel. Traurig zu sehen, wie gerne er Körpernähe spürt, seine Angst aber übermächtig ist! Es wird bestimmt noch sehr lange dauern und es sind ganz spezielle Tierfreunde gefragt, die diesem Prachthund ein schönes Leben schenken werden und ihn die schrecklichen Dinge vergessen lassen, die er offensichtlich bisher erleiden hat müssen. Uns allen ist er jedenfalls schon nach so kurzer Zeit sehr stark ans Herz gewachsen!
Thursday, 05.06.2008
Eine ganz dicke Verkühlung hat mich fest im Griff und jeder einzelne Schlucker ist die reinste Qual. Vom Sprechen gar nicht zu reden! Herr D. hat mich aber so sehr gebeten seine beiden Katerbabies doch abholen zu dürfen, dass ich nicht nein sagen konnte, noch dazu wo seine süße Tochter Anja sich schon soooo auf die beiden Kleinen freute. Es ist ein ganz lieber und sehr engagierter Familienvater, der mit seinen drei halbwüchsigen Kindern nach der Trennung alleine ist und die ganze Familie freut sich schon auf die Samtpfoten. Alles wurde bereits katzengerecht vorbereitet und wartete nur noch auf den Einzug der beiden. Die zwei Katzenkinder haben diesen Morgen schon begonnen zu spielen und werden sich bestimmt gut vertragen und viel Spaß in der liebevollen Familie haben.
Wir haben ja schon sehr viel Tierleid in unserer langjährigen Tierschutzarbeit gesehen, aber der Staffrüde Jackie ist mit Sicherheit einer der schlimmsten Fälle. Das arme Tier hat vor buchstäblich ALLEM extreme Angst und ganz, ganz langsam beginnt er meine unermüdlichen Streicheleinheiten zu akzeptieren und vielleich auch etwas zu geniessen. Vor dem Anleinen muß ich ihn ganz behutsam unter dem Couchtisch hervor bekommen und ihn dann an der Leine aus der Wohnung führen. Dann geht es einigermassen, solange uns keine fremden Menschen begegnen. Panik pur ! Jeder Art von Vierbeinern mag er sehr und sogar mit unseren Katzenkindern gab es keinerlei Probleme, er kennt halt einfach rein gar nichts außer Angst ! Während meines heutigen Arztbesuches mußte er etwas alleine bleiben, auch da gab es null Probleme. Nur unser Fidi ist eine wahre Katastrophe: er reagiert echt extrem eifersüchtig und kommt aus dem Grummeln überhaupt nicht mehr heraus. Um seinen Stress etwas zu lindern, durfte er heute tagsüber im Schlafzimmer müzeln und hat das sehr genossen. Der kleine Hundemann braucht seine Ruhe und ist dann auch wesentlich ausgeglichener. 
