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Unser Tagebuch


Auf die Idee, ein Tagebuch mit den wichtigsten Ereignissen unserer Tierschutztätigkeit einzurichten, haben uns Freunde und Bekannte gebracht, die bereits das zweifelhafte Vergnügen hatten, über einen längeren Zeitraum bei uns zu Besuch zu sein, denn Zeit zum ruhigen Kaffeeplauscherl gibt es fast keine! Wir möchten mit diesem Tagebuch einen kleinen Einblick in unsere täglichen Aktivitäten geben und uns dabei selbstverständlich auf die wichtigsten und interessantesten Ereignisse beschränken. Wir sind sicher, dass Sie hier sehr traurige, manchmal auch amüsante aber leider sehr oft bestürzende und erschütternde Vorkommnisse beschrieben sehen und möchten Sie an dieser Stelle versichern, dass alle gemachten Einträge
100%ig den Tatsachen entsprechen - so
unwahrscheinlich sie auch klingen mögen !
Obwohl wir bereits seit 1992 aktive Tierschutzarbeit betreiben, sind diese Aufzeichnungen erst ab Anfang November 2005 geführt, da über die länger zurückliegenden Ereignisse keine wirkliche objektive Berichterstattung mehr möglich wäre. Da wir Sie beim Lesen ja nicht ermüden wollen, haben wir uns bei unseren Einträgen auf die wirklich interessanten Ereignisse beschränkt, die täglichen 20 bis 30 Telefongespräche sind nicht extra angeführt.



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Wednesday, 04.06.2008

Es gilt, diesen Donnerstag zu überstehen. Viel Kaffee und mein Job im Büro lenkten ab und für abends stand ja die Abholung von zwei Katzenkindern auf dem Programm. Durchhalten war also mehr als notwendig.
Nach Büroschluß traf ich einen Tierfreund aus Stammersdorf um das letzte Katerchen eines Wurfs zu übernehmen. Der Kleine ist rot/weiß getigert und stammt von einer freilebenden Streunerkatze, die in den nächsten Tagen kastriert und dann wieder freigelassen wird. Ihre drei Welpen wurden alle gut vermittelt.
Anschliessend fuhr ich zu einer sehr großen Tierfreundin in den 22. Bezirk um dort ebenfalls ein rotes Katerchen PAULI zu übernehmen. Pauli wurde von Frau H. aus purem Mitleid von einem profitgierigem türkischen Vermehrer in Wien abgekauft, von ihr gesund gepflegt aber leider dürfte dem aufgeweckten Kerlchen die Gesellschaft von Artgenossen abgehen - er rebellierte! Als die Nerven von Frau H. blank lagen und sie den Fehlgriff erkannte, wandte sie sich über Vermittlung einer weiteren Tierfreundin an mich, um Pauli gut versorgt zu wissen.
Bereits morgen haben die beiden Katerbuben die Chance gemeinsam in ein sehr liebevolles Zuhause nach Wien in eine große Wohnung mit drei Schulkindern, übersiedeln zu dürfen.
Völlig unerwartet und buchstäblich nach Mobilisierung meiner allerletzten Kräfte, übernahmen wir spät abends noch einen absoluten Notfallrüden JACKIE. Es ist ein etwa 5-monate junger, hellbeiger American Staffordshirterrier mit einer sehr sehr schlimmen Vergangenheit. JACKIE wurde von einem ausländischen Paar aus dem Kosovo von weiteren Ausländern um schweres Geld abgekauft, da ihn diese Leute mit Elektroschocks und seinen Narben hin zu schliessen, auch mit Schlägen gefügig machen wollten. Doch diese Tierfreunde kamen mit der vorhandenen Ängstlichkeit absolut nicht zurande und suchten verzweifelt ein neues Zuhause. Durch Zufall erfuhr eine Bekannte von uns davon und so ging alles seinen Weg. Es war bereits gegen 22.00 Uhr als ich Jackie und sein jetziges Herrl vom Bus abholte. Trotz unserer großen Erfahrung ist uns selten ein so ängstliches Tier begegnet, Jackie lief nicht sondern sprang in Panik vor mir und Adi davon, sobald wir das Wohnzimmer betraten. Es war einfach unmöglich ihn für einen kurzen Spaziergang anzuleinen und so beschloß ich, ihn vorerst zu ignorieren und wieder einmal im Wohnzimmer zu schlafen und ihm durch meine Nähe die Eingewöhnung zu erleichtern. Ausserdem wollte ich in der Nähe sein, denn immerhin waren da ja auch noch die beiden Katzenbabies und jedes Risiko mußte vermieden werden. Als ich gegen 1.00 Uhr das Licht ausmachte, konnte ich vor lauter Müdigkeit und Anspannung kaum einschlafen.

Tuesday, 03.06.2008

Viele Popgruppen gibt es ja nicht für die ich mich, trotz chronischem Freizeitstress, zu einem Konzertbesuch hinreissen lasse aber John Bon Jovi ist eine davon. Das Wetter mehr als mies, immenser Stau im Anreiseverkehr nach Ebreichsdorf, aber Yvonne und meine langjährige Freundin Monika waren guter Dinge und freuten uns sehr auf diese Abwechslung. Fast drei Stunden Entspannung, gute Stimmung und auch der lästige Dauerregen konnte unseren Humor nicht killen. Gegen 23.00 Uhr saßen wir dann im Auto und hätte uns jemand gesagt, dass wir nach 4 1/2 Stunden noch immer auf dem Parkplatz vor dem Konzertgelände stehen würden, hätten wir ihn schallend ausgelacht. Aber das Lachen ist uns gründlich vergangen als die Stunden so dahinschlichen und wir nicht einen Meter weiter kamen. Müde, zwischendurch ziemlich hungrig und durstig und keine Aussicht auf ein Vorwärtskommen. So ein desorganisiertes Chaos war für uns alle neu und unfassbar. Die Handvoll Ordnungskräfte, die nach etwa 2 Stunden ziemlich erfolglos mit ihren Leuchtstäben bewaffnet die Situation entschärfen wollten, waren leicht überfordert und die wenigen Polizisten ebenso. Einfach unglaublich und eine echte Schweinerei von den Veranstaltern und eines Magna Racino´s unwürdig ! Als ich gegen 4.30 Uhr morgens todmüde und durchnäßt heimkam war es zum Schlafengehen auch schon zu spät ....

Monday, 02.06.2008

Kein Tag ohne traurige und oft wirklich haarsträubende Hilferufe von Freunden, Nachbarn oder auch Tierhaltern selbst, die absolut überfordert sind mit ihren Hunden aber auch Katzen !?! Diese Leute suchen Hilfe entweder für sich selbst oder melden unsachgemäße Tierhaltung, sogar tierquälerische Umstände. Es sind täglich mehrere solcher Anrufe und jeder mitfühlende Tierfreund kann sich die ungeheure Belastung vorstellen, die solche Mitteilungen darstellen. Man weiß über viele Missstände (ich arbeite im 12.Bezirk und sehe täglich viele Hunde und ihre Halter und wie falsch und oberflächlich mit den Tieren umgegangen wird), jeder weiß, dass es sie gibt die Leute, die ihre Haustiere schlecht oder gar nicht betreuen, aber wenn es dann so hautnah an einen herangetragen wird, ist es dann plötzlich drückend real und wegzuschauen wird unmöglich. Aber jedes Tier in Not aufzunehmen ist leider genauso unmöglich - seit vielen Tagen gibt es keinen Schimmer von Interessenten und die Platzsituation bei unseren Freunden und bei mir ist begrenzt.
WIR SIND STÄNDIG AUF DER SUCHE NACH PRIVATEN, VERANTWORTUNGSVOLLEN PFLEGESTELLEN ! WENN SIE DIE MÖGLICHKEIT HABEN, ODER JEMANDEN WISSEN, DER DIE MÖGLICHKEIT EINER VORÜBERGEHENDEN BETREUUNG EINES ARMEN TIERES HÄTTE, BITTE MELDEN SIE SICH UNTER 0664/5030013. DANKE !

Sunday, 01.06.2008

Eine neue Woche beginnt und es bleibt zu hoffen, dass die Nachfrage von Tierfreunden für unsere Schützlinge wieder etwas zunimmt.
Claudia´s ehemaliges Sorgenkind TIM entwickelt sich immer besser und hätte man nicht schon 4 eigene Wauzis ..... !?! TIM liebt seine Pflegefamilie und sie ihn und das ständige und konsequente Training von Claudia und der ganzen Familie trägt ungeahnte Früchte. Die Abstammung von einem Akita Inu wird immer deutlicher und TIM vereinigt fast alle Merkmale dieser herausragenden Rasse in sich. Für diesen Schützling suchen wir liebevolle, einfühlungsvermögende Hundekenner. In den passenden Händen ist TIM ein echter Juwel auf vier Beinen.

Saturday, 31.05.2008

Pflegemama Margit machte heute Bekanntschaft mit der zukünftigen Familie für ihren Schützling LINO. Der entzückende Wolfspitzmixrüde ist ihr schon sehr ans Herz gewachsen (no na!!!) und hätte Margit nicht schon zwei Fellis, wäre es keine Frage .... Frau F. lebt in Rückersdorf in NÖ und verlor vor einigen Tagen ihre 14-jährige Wolfspitzhündin MIRA. Die Trauer ist groß und rein zufällig sah man das Foto von LINO. Eine wirklich sehr liebe Familie für unseren kleinen Gast und in 14 Tagen wird er übersiedeln können. So lange dauert es bis die Fassadenarbeiten das Anwesen wieder verlassen haben und Frau F. uneingeschränkt Zeit für ihren kleinen Freund hat.
Nachmittags war Katzentag ! Familie Bauer aus Wien 22; wollte eine Einzelkatze oder zwei zusammengewöhnte Stubentiger zu sich nehmen und fühlten sich in unserer vollen Wohnung glaube ich recht wohl. Die herzige Sunny roch den Braten und es dauerte keine fünf Minuten dann lag sie schon längst ausgestreckt auf dem Rücken über Herrchen´s Schoß. Nur SUSI war nicht zu ermuntern. Die Herrschaften fuhren dann noch wegen Schmusekater PEZI zu Katzenmama Traude nach Favoriten und es war Liebe auf den ersten Blick. PEZI, der liebe und problemlose Findling aus Probstdorf, durfte mit. Als wir dann abends telefonierten wurde klar, dass ihnen die zutrauliche SUNNY auch nicht mehr aus dem Kopf ging .... Gegen 22.00 Uhr hatte dann auch SUNNY ihr neues Zuhause und es ist stark anzunehmen, dass sich die beiden problemlosen Miezen sehr gut vertragen werden. Das Pärchen SUNNY und SUSI lebten zwar bisher immer zusammen aber SUSI ging dennoch gerne ihre eigenen Wege und Sunny schaute traurig hinterher. Daher auch die Trennung, da wir denken, dass es für Sunny am wichtigsten ist, einen liebevollen Platz mit viel Zuwendung zu haben, während für Susi der Freilauf sehr wichtig sein dürfte.

Thursday, 29.05.2008

Nur Positives von Dackelmixchen FRONI und auch von Beaglemädchen SAMMY zu hören. In angenehmer Regelmäßigkeit erreichen uns sehr liebe Nachrichten und Fotos und in Kürze wird unsere HappyEnd-Seite wieder um einige Stories bereichert werden.

Wednesday, 28.05.2008

Dackelmixhündin PUPPI ist bereits voll integriert und weicht Dani nicht von den Fersen. Dadurch sind selbstverständlich Reibereien mit der ebenso anhänglichen und sehr eifernden ANKI (Daniela´s Langzeitschützling) vorprogrammiert. PUPPI, bisher ein verwöhntes Einzeltier und der Mittelpunkt ihrer Familie, muß sich jetzt ihr Revier, die Streichler und die Liebe ihrer Pflegemama gleich mit 6 anderen Fellnasen teilen ! Kein leichtes Unterfangen für die kleine Maus, aber Dani hat bemerkenswerterweise alles voll im Griff !
Bevor wir von PUPPI´s Notlage erfuhren, sagte Daniela bereits zu, zwei arme Hundewelpen aus eine Tierheim in der Slowakei zu übernehmen und wer Dani kennt weiß, dass Sie dieses Versprechen nie zurückziehen würde. Gesagt, getan und heute zogen der niedliche BIGGO (4 Monate und ein hübscher Beaglemix) und die bezaubernde hellbeige JESSA (5 Monate jung) bei Dani ein. Jetzt ist die Bude aber voll bis überbelegt und leider auch keine brauchbaren Anwärter in Sicht.
Was bei Dani die Hundsis sind bei uns die Samtpfoten. Persermixdame LIESI macht Terror und ist gescheit genug, um sich in großartiger Regelmäßigkeit über die beiden ängstlicheren SUNNY und SUSI herzumachen. Sie lauert den beiden Schmusern richtig auf und stürzt sich auf sie mit Gebrüll. Ich habe daher extra für SUNNY und SUSI ein Plätzchen auf der Fensterbank eingerichtet und da residieren sie jetzt meistens. Für LIESI ist dringend ein Einzelplatz von Nöten, damit auch unsere restlichen Samtpfoten wieder durchatmen können und sich von den Attacken dieses katzenhassenden Zerberus´(zu Menschen und Hunden übrigens ein richtiges Schmusekätzchen) erholen können.

Tuesday, 27.05.2008

Ein ganz herzlichen DANKE an Frau Ursula Kendöl, die uns gemeinsam mit einer Freundin, eine ganze Wagenladung voll Sachspenden und einige Riesensäcke Trockenfutter für unsere übliche Tierheimsammlung vorbeibrachte und auch beim Verstauen kräftigst mithalfen.
Ein ebenso großes DANKESCHÖN auch an die Tierpsychologin Sabine Jekel aus Guntersdorf. Sie sandte uns per Post einen Riesenkarton mit Fressnäpfen, vielen Leinen und einigen Medikamenten für unseren "Spendenkeller". Herzlichen Dank im Namen der Tiere !
Einem sehr lieben, kleinwüchsigen Dackelmixmädchen konnte heute ein wunderbarer Familienplatz beschert werden. Yvonne brachte die putzige FRONI direkt aus dem Tierheim in der Slowakei und übergab die Zuckerpuppe an Familie St. aus Wien. Seit 8. Dezember 2005 lebt der Dackelbub Denny in dieser ausgesprochen tierlieben Familie und jetzt entschloss man sich ein zweites armes Tier zu adoptieren. Die Wahl fiel auf FRONI (nicht zuletzt wurde man wegen der Namensgleichheit der Tochter auf ihr Inserat aufmerksam) und auch Denny hatte erst einmal beim gemeinsamen Spaziergang nichts dagegen. Man wird sehen, wie die nächsten Tage verlaufen aber nach dem ersten Eindruck müßte alles ok sein. Schön, dass wieder ein Tierheiminsasse (FRONI war doch fast 7 Monate da) sehr gut vermittelt werden konnte. Wir wünschen dieser sympathischen und lieben Familie und Ihren Pfoten alles erdenklich Gute und freuen uns auf positive Rückmeldungen.
Zusammen mit FRONI kam auch der junge Wolfspitzmixrüde LINO (wie wir ihn spontan nennen) auch direkt aus dem Tierheimzwinger. Er darf bis zur endgültigen Vergabe bei Margit leben und hat hier sicher seinen Spaß. Ein wirklich sehr ansprechender hübscher Hundebub, mit weißen Patscherl und dunkler Maske. Ein richtiges "Aha"-Erlebnis für uns alle und wir freuen uns für ihn, dass er dem tristen Tierheimalltag entkommen ist.

Monday, 26.05.2008

Nach dem Büro führte mich heute wieder einmal ein sehr trauriger Anlass in den 3. Bezirk in Wien. Die betagte und sehr verzweifelte Besitzerin der Spaniel-Dackelmixhündin PUPPI muß sich von ihrem geliebten Hund trennen. Der Ehepartner verstarb vergangene Woche recht plötzlich und die Dame selbst ist schwer krank und wird demnächst in Spitalspflege übernommen. PUPPI ist etwa 8 Jahre alt und gleich nach kurzer Zeit war sie sehr zutraulich und ist sowieso mit Leckerlis zu allem zu überreden (was man ihr leider auch ansieht!). Es waren recht schwierige 90 Minuten bis wir wieder im Auto saßen und sich mein Kloß im Hals wieder etwas zu lockern begann. Das Schlimme an solchen Situationen für mich persönlich ist, das Tier aus seiner gewohnten Umgebung reissen zu müssen. Fast immer werde ich von den Vierbeinern sehr freundlich empfangen - sie wissen ja nicht, dass ich gekommen bin, um sie aus ihrem geliebten Lebensraum mitzunehmen. Ich kann es nur sehr schwer in Worte fassen und Verrat ist bestimmt kein glücklicher Ausdruck, aber ein besserer fällt mir dazu nicht ein. Auf jeden Fall immer wieder eine sehr scheußliche Situation, mit der ich zugegebenermassen immer schlechter zurecht komme, je länger ich Tierschutzarbeit leiste.
Da die ansich sehr gutmütige PUPPI angeblich absolut keine Katzen mag, wurde sie von Daniela in Obhut genommen und ich war massiv erleichtert, als Dani gegen 22.30 Uhr noch Entwarnung gab und mitteilte, dass auch ihre "Meute" Puppi sehr gut und völlig problemlos aufgenommen hat. Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit auch bei Dani und Claudia herzlich bedanken, die mir zu einem zentralen Treffpunkt entgegenkamen um Puppi gemeinsam zu übernehmen. Danke liebe Freunde, sonst wäre es die dritte Spätschicht für mich geworden !

Sunday, 25.05.2008

Ein wahrer Freudentag für Dani´s Schützling SAMMY, die entzückende und lebenslustige Beaglehündin und ihre neue Familie aus Buchkirchen bei Wels. Die liebe Familie konnte es Sonntag kaum glauben, dass SAMMY noch auf Platzsuche war und der erste mögliche Besuchstermin heute nachmittag wurde wahrgenommen. Sammy wird in dieser Familie, die sich schon sehr eingehend über die speziellen Haltungsanforderungen von den mehrheitlich sehr selbstbewußten und oft als starrköpfig bezeichneten Beaglehunden informierte, bestimmt sehr verwöhnt und an Spaß, Abwechslung und viel Beschäftigung wird es nicht mangeln. Die drei hundenarrischen Schulkinder sind sehr gute Spielkameraden und Frauchen und Herrchen sind für die Erziehung zuständig. Wir wünschen der ganzen, großen Familie sehr viel Freude und eine glückliche Zeit mit ihrer Sammy !

Friday, 23.05.2008

Der erste Anruf heut morgen war leider kein Guter ! Katze Pinki rebelliert und da PEZI ein sehr defensiver und devoter Katermann ist, haben sich die Leutchen schweren Herzens entschlossen, PEZI in unsere bewährte Pflegestelle zu Traude und Trixi zu bringen. Deren beiden "Gäste", die etwas schreckhafte FLECKI (ist froh wenn ihr niemand etwas antut) und die lebhaftere KIKKI haben PEZI problemlos akzeptiert und er hat schon nach kurzer Zeit einen Schoßplatz bei Traude ergattert. Jetzt könnnen wir in aller Ruhe einen geeigneten Schmuseplatz für den lieben und offensichtlich ausgesetzten Kater suchen.

Thursday, 22.05.2008

Wieder einer der ganz normal hektischen Samtpfoten-Großkampftage. Yvonne brachte die beiden halbwüchsigen Katerbuben SYLVANO und SMOKY und konnte sie bei uns gleich in die Hände der zukünftigen Dosis übergeben.
Der silbergraue einjährige SYLVANO wird bei Familie L. in der Hinterbrühl als verwöhnter Einzelkater weiterschnurren und der dunkle, einjährige SMOKY bei Frau Brigitte W. in Wien 22; zusammen mit einem zweijährigen Katerbuben. Beide Plätze ausgesprochen prima und Yvonne und Emily konnten beruhigt wieder abfahren.
Fast zeitgleich brachte eine Tierfreundin aus dem benachbarten Probstdorf einen grau getigerten Findling zu uns. Nicht mehr sehr jung, aber wahnsinnig zutraulich und nicht ein einziges Mal gemurrt oder geknurrt, als wir ihn einmal vorsichtig "untersuchten". Wir nennen ihn PEZI und er wurde gleich von Familie R. aus Wien, die einen jungen Zweitkater zu der von uns vor zwei Jahren übernommenen PINKI, adoptieren wollten. Wir hoffen nur, dass die etwas eigenwillige PINKI den Neuzugang gut aufnimmt !

Wednesday, 21.05.2008

Eine langjährige Tierschutzkollegin brachte heute nach Vermittlung von uns ihre, ursprünglich aus der Türkei stammende Labradormixhündin RONJA, in ihr neues Zuhause nach Felixdorf. Diese Familie hatte bereits immer Hunde als Familienmitglieder und die tierlieben Herrschaften haben auch bestimmt kein Problem mit der zeitweiligen Ängstlichkeit von RONJA umzugehen. Ein eher ruhiger Platz mit Garten bei erfahrenen und sehr liebevollen Tierfreunden: RONJA was willst du mehr ? Die arme Hündin, die aus der Tierhölle in der Türkei stammte und von Nora hier aufgepäppelt und betreut wurde, wünschen wir in ihrer lieben Familie wunderschöne Jahre und dass sie die schrecklichen Ereignisse, die ihr in ihrem jungen Leben bereits zahlreich widerfahren sind, ganz bald vergisst.

Tuesday, 20.05.2008

Bald ist es soweit:
Ab dem 30. Juni 2008 gelten neue Kennzeichnungs-Regelungen für Hunde in Österreich.
Wurden unsere Schützlinge bisher zwar immer mit den altersentsprechenden Schutzimpfungen versehen, wird jetzt auch jeder unserer vierbeinigen "Gäste" mit einem implantiertem Mikrochip versehen, an seine neuen Besitzer abgegeben. Es wird zwar noch sehr lange dauern bis diese Maßnahmen in der Realität greifen und wir ausgesetzte Tiere aufgrund des Chips schnell zuordnen können, aber es ist ein begrüßenswerter Anfang. Konkret lautet dieser Teil der Gesetzesnovelle wie folgt:

1) Alle nach dem 1. Jänner 1998 geborenen Tiere (außer Polizei- und Bundesheer-Diensthunde) müssen auf Kosten des Hundehalters von einem Tierarzt gechipt und in der bundesweiten Datenbank registriert werden.

2) Alle nach dem 30. Juni 2008 geborenen Welpen müssen spätestens mit einem Alter von 3 Monaten gechipt werden, jedenfalls aber vor der ersten Weitergabe an einen neuen Besitzer. Die Chippflicht gilt ebenfalls für alle Hunde, die nach Österreich eingeführt werden.

3) Alle Hunde die vor dem 30. Juni 2008 geboren wurden, müssen bis 31. Dezember 2009 gechipt werden. Bei Missachtung der gesetzlichen Regelung drohen Geldstrafen von bis zu 7.500 Euro!


Noch nicht fixiert ist, wie die Chip-Pflicht bei Hunden kontrolliert wird. Ob es Strafen für Hundebesitzer geben wird, die ihr Tier nicht chippen lassen, steht ebenfalls noch nicht fest ?!?!

Mehr darüber nachzulesen auf: Chippflicht ab Juni 2008

Monday, 19.05.2008

Kaum drei Tage sind Julie und ihre Welpen online, steht auch das Telefon nicht mehr still. Aber leider wie so oft steht hier Quantität vor Qualität ! Jedoch auch ein sehr liebevoller und guter Platz war für den kleinen MUFFIN dabei. Die Herrschaften leben im grünen Großenzersdorf, unweit von unserem Wohnhaus, aber das alleine macht selbstverständlich nicht die "Qualität" dieses Familienplatzes aus. Die Herrschaften sind bereits zuhause, sehr sportlich unterwegs und besitzen viel Zeit und Geduld für eine ordentliche Welpenaufzucht. Ein durchaus optimales Zuhause, wie man es sich für einen Schützling wünscht. Muffin wird zusammen mit seinen Brüdern Burger und Blondie morgen zum ersten Mal geimpft und auch gechipt und darf dann Ende dieser Woche nach Großenzersdorf zu seiner eigenen Familie mit Haus und Garten übersiedeln.
Heute schüttete es den ganzen Tag wie aus Kübeln und bei Regenwetter ist es für uns im Bezug auf unseren kleinen FIDI immer sehr schwierig. Erstens hasst Fidi den Regen sowieso und bewegt sich nur im Schneckentempo voran und zweitens läßt er sich nicht abtrocknen (da er mit Vorliebe auf dem Sofa neben mir residiert, auch für mich ein sehr feuchtes Problem). Aber seit heute ist das anders: ich durfte Sir Fidi, allerdings begleitet von einem Schwall Lobesworten, sogar das Bäuchlein abtrocknen - und meine Finger sind alle noch dran *ggg*. Am Bauch und an den ehemals gebrochenen Beinchen ist unser Kleinster ja ganz besonders empfindlich und vor wenigen Wochen war es noch völlig undenkbar ihn dort zu streicheln oder eben trocken zu reiben, ohne anschliessend den Notarzt bemühen zu müssen. Überhaupt ist FIDI in den letzten Monaten sehr viel zutraulicher und umgänglicher geworden und hat sich zu einem überaus liebenswerten Familienmitglied entwickelt. Wir möchten ihn niemals wieder missen und dass er sich heute abtrocknen liess, ist für uns ein weiterer Vertrauensbeweis über den wir uns alle aufrichtig freuen. Fidi ist ein Paradebeispiel dafür, dass man viele schlimme Erlebnisse und Erinnerungen mit Geduld und behutsamer Bindungsarbeit herausstreicheln kann. Bestimmt nicht alles, aber doch sehr viel und jede Kleinigkeit zählt ungemein viel.
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