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Unser Tagebuch


Auf die Idee, ein Tagebuch mit den wichtigsten Ereignissen unserer Tierschutztätigkeit einzurichten, haben uns Freunde und Bekannte gebracht, die bereits das zweifelhafte Vergnügen hatten, über einen längeren Zeitraum bei uns zu Besuch zu sein, denn Zeit zum ruhigen Kaffeeplauscherl gibt es fast keine! Wir möchten mit diesem Tagebuch einen kleinen Einblick in unsere täglichen Aktivitäten geben und uns dabei selbstverständlich auf die wichtigsten und interessantesten Ereignisse beschränken. Wir sind sicher, dass Sie hier sehr traurige, manchmal auch amüsante aber leider sehr oft bestürzende und erschütternde Vorkommnisse beschrieben sehen und möchten Sie an dieser Stelle versichern, dass alle gemachten Einträge
100%ig den Tatsachen entsprechen - so
unwahrscheinlich sie auch klingen mögen !
Obwohl wir bereits seit 1992 aktive Tierschutzarbeit betreiben, sind diese Aufzeichnungen erst ab Anfang November 2005 geführt, da über die länger zurückliegenden Ereignisse keine wirkliche objektive Berichterstattung mehr möglich wäre. Da wir Sie beim Lesen ja nicht ermüden wollen, haben wir uns bei unseren Einträgen auf die wirklich interessanten Ereignisse beschränkt, die täglichen 20 bis 30 Telefongespräche sind nicht extra angeführt.



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Wednesday, 12.03.2008

Die liebe alte Dame aus Wr. Neustadt hat mir vormittags einen gehörigen Schreck eingejagt. Ich wollte mich bei der Fahrt ins Büro nur kurz telefonisch melden um nach der Befindlichkeit und wie Betty sich so einlebt, nachzufragen und die Nummer war besetzt. Noch nichts wirklich Sonderbares. Nur ab mittags, als immer noch das Besetztzeichen ertönte, wurde ich etwas unruhig. Selbst nach Wr. Neustadt zu fahren war leider nicht möglich, also organisierte ich die ansäßige Polizei und bereits nach 30 Minuten kam dann die erhoffte Entwarnung. Die alte Dame hätte ja gestolpert sein können (vielleicht sogar über Betty, die einem ja auf Schritt und Tritt verfolgt...) oder eben sonstwelche massiveren Probleme haben. Glücklicherweise war nur der Telefonstecker herausgerutscht und alle waren sehr erleichtert, als Frau R. endlich die Türe öffnete. Ich muß sagen, die Wr. Neustädter Polizisten waren äußerst nett und verständnisvoll und auch wirklich promptest vorort um nach dem Rechten zu sehen. Zum Glück umsonst !
Der kleinen Betty geht es sehr gut, sie hat Appetit und schläft natürlich bei ihrem Frauchen im Bett. Beim Telefonieren höre ich Frau R. direkt strahlen und ich bin sehr glücklich, dass sich die beiden Mädels gefunden haben.
Morgen wird Doggenmixrüde LEO wieder zur Kontrolle seiner Gelenksprobleme bei Renate sein und dann wird sich auch endgültig entscheiden, ob Tatjana ihn adoptiert oder nicht. Es hört sich bestimmt sehr hartherzig an, aber Tatjana hat ja bereits eine HD-kranke Dobihündin und wäre durch ein weiteres, chronisch krankes Tier (wie viele andere Tierfreunde übrigens auch..) überfordert. Die Zeichen stehen aber sehr gut, denn Pflegepaps Thomas spricht von einer sichtbaren Besserung der Beschwerden - die definitive Diagnose erhalten wir dann morgen.

Tuesday, 11.03.2008

Heute konsumiere ich einen Urlaubstag, da ich sonst mit meinen Terminen und Besorgungen ins Schleudern komme. Vormittags wollte ich eigentlich wieder unserem Sorgenkind RUDI widmen, aber leider keine Spur von ihm. Freunde berichten mir täglich, dass er gesehen wird und auch das angebotene Futter annimmt. Daniela hat sich wieder bereit erklärt, am kommenden Samstag nochmals bei einer neuerlichen Suche mitzuhelfen. Es ist wirklich zum Weinen, denn Margit (sie wohnt nur zwei Stiegen neben uns) beobachtete, dass RUDI bis zum Strassenrand herankommt und sehnsüchtig zu unserer Stiege schaut. Er traut sich nur leider nicht näher heran. Einfach sch.... und sehr, sehr traurig.
Zu mittag fuhr ich dann mit meiner Tochter Yvonne und der kleinen Betty nach Wr. Neustadt. Wir wurden bereits sehnsüchtigst erwartet, alle Türen standen offen und ein Schälchen mit frisch gekochtem Futter stand für die süße Kleinhündin schon bereit. Bereits nach einigen Minuten kam Betty ganz alleine aus dem Garten herein (der Wettergott hatte es gut mit uns gemeint) beschnupperte ganz gründlich und vorsichtig das Innenleben und wenig später lag sie bereits auf der Kuscheldecke neben Frau R. Das wurde auch von mir fotografisch festgehalten und wird in kürze auf unserer HappyEnd-Seite zu sehen sein. Echt berührend und ich bin sehr glücklich, dass ich die beiden Trauernden zusammenbringen durfte.

Monday, 10.03.2008

NICOS aus OÖ geht es sehr gut und es gibt auch mit den Pfoten von Margit keinerlei Probleme. Einzig Margit´s Jungkater ist der „Neue“ noch nicht geheuer und er zeigt unbegründete aber verständliche Scheu vor ihm. Dadurch wiederrum wird er für den durchaus katzenfreundlichen NICO wieder umso interessanter und das Hin und Her endet dann in einer nervigen Nachlauferei über Sitzgarnitur und alles was sich so im Wege befindet. Aber Margit ist nervenstark und trägt es mit Fassung ! Auf der Wiese ist NICO ganz aussergewöhnlich brav, verträglich und folgsam und wird von Margit auch ganz liebevoll "trainiert".
Die beiden Tierfreundinnen, die Nico am Sonntag aus OÖ abholten kümmern sich auch jetzt sehr liebevoll, dass baldigst ein Platzerl für unseren Schützling gefunden wird und haben ausserdem noch ganz kräftig die Werbe- und Spendentrommel gerührt. Ganz großen Dank dafür und sehr liebe Grüße an dieser Stelle von uns allen .... natürlich ein speziell liebes Wedel-Wuff von NICO, der in Kürze in den saftigsten Leckerlis baden kann !
Unerklärlich lange hatten wir den goldigen, weißen Hauskater BÄRLI auf unserer Vermittlungsseite bis sich heute DIE Familie für ihn meldete. BÄRLI wurde von Yvonne abends direkt in die Hände von Fam. Z. aus dem 12. Bezirk in Wien übergeben und gleich geherzt, dass ihm Sehen und Hören verging. Die ansässige Katze dieser Familie ist vor Kurzem verstorben und die Trauer war immens groß. So groß, dass kein Haustier mehr nachfolgen sollte. Aber das ist für Tierfreunde leichter gesagt als gelebt. Schon bald mischt sich in die Trauer und Leere auch ein bisschen Sehnsucht und so hat BÄRLI nun diese großartige und sehr liebevolle Familie in Besitz nehmen dürfen. Wir freuen uns wirklich sehr und wünschen BÄRLI und den neuen Dosis eine lange und schöne Zeit zusammen.
Gleichzeitig mit BÄRLI brachte Yvonne auch eine winzige, 3-jährige, braune Mixhündin aus dem Tierheim mit. Ihr Name ist Betty und sie ist zuckersüß. Sie landete nach dem Tode ihres Frauchens im tristen Tierheim und litt dort unsagbar - winselte und schrie den ganzen lieben Tag. Einige hundert Kilometer weiter litt eine sehr liebe aber betagte Seniorin unter dem Verlust ihrer 15-jährigen Beaglemixhündin TARA. Wir durften der lieben älteren Dame bereits zwei Seniorhunde überantworten, die beide bereits über die Regenbogenbrücke gegangen sind. Nach dem ersten Schock über Tara´s Tod berieten wir gemeinsam sehr lange und eingehend und haben dann beschlossen, die kleine Betty nach Wr. Neustadt zu bringen. Betty konnte damit dem Albtraum Tierheim schnellstens entkommen und Frau R. wird ihre Verzweiflung loswerden. Betty wird diese Nacht bei uns verbringen und morgen mittags machen wir uns auf die Reise in ihr neues Zuhause. Bin schon wirklich sehr gespannt, ob die Funken sprühen ...!?

Sunday, 09.03.2008

In der Hitze des Gefechts der letzten Tage, ja bereits Wochen, habe ich doch glatt etwas sehr wichtiges vergessen ! Am Samstag durfte endlich unser wohlbekannter Dackelmixrüde SKIPPY in sein HOFFENTLICH endgültiges Zuhause nach Brunn am Gebirge übersiedeln. SKIPPY ist ein wahrer Traum von einem Hund, lieb, brav, verträglich, anhänglich, fährt Auto, liebt Hunde und Katzen! Also Mensch was willst du mehr ?? Leider hat Skippy bereits zwei Familienplätze wegen deren Scheidung bzw. Trennung verloren und sein letztes Frauchen hat gleich die ganze Familie samt Kind und Hund verlassen und ist auf Selbstfindungstrip. Zum Glück konnte Skippy von der Mutter solange betreut werden und seit Samstag lebt er nun wieder in einer Familie in Brunn/Gebirge mit zwei herzigen, etwas älteren Foxterrierdamen zusammen. Die zwei sind natürlich in Freundschaft zusammengeschweisst aber der charmante Skippy wird sich schon zurecht finden. Wir wünschen ihm und seiner Familie alles, alles Gute und hoffen sehr, dass dies jetzt sein Lebensplatz sein darf. Es zerreisst mir das Herz wenn ich denke, dass Skippy, immer dann wenn er sattelfest war, seine geliebten Menschen wieder verlieren mußte und bete, dass diese Pechsträhne für den lieben Rüden nun endlich ein Ende hat.

Saturday, 08.03.2008

LEO spricht sehr gut auf seine Medikamente an und hinkt bei weitem nicht mehr so stark wie noch vor Therapiebeginn. Tierarzt Renate ist ja ebenso zuversichtlich, dass eine Heilung möglich ist und die Zeichen stehen gut, dass sie Recht behält.
Eine unserer neuen Samtpfotengäste ist echt nervend. Sie maunzte die ganze Nacht und konnte durch absolut nichts beruhigt werden. Die übrigen drei Mietzen sehen sich vorerst noch neugierig aber gottlob ruhig die neue unbekannte Umgebung an und sind zum Glück nicht so gesprächig.
Vor einigen Tagen schaltete ich ein Hundeinserat auf unserer Seite frei, dass einen schwarzen Hund angeleint sitzend auf einem Balkon zeigt. Noch vor der Freischaltung nahm ich aber Kontakt mit der Besitzerin auf und erfuhr, dass "Hund" (er heisst NIKO) in OÖ zuhause ist und wegen Problemen mit den Mietern dringend abgegeben wird. Die Besitzerin wollte ihn bereits dieses Wochenende ins Tierheim bringen, sollte sich keine andere Lösung finden lassen. Und genau das war mein Problem: zum Ersten war es unmöglich selbst nach OÖ zu fahren und dann fehlte es auch an freien Pflegestellenplätzen.
Das Inserat rief einige sehr engagierte Tierschützer genauso auf den Plan wie mich und dank der engagierten Tierfreundin Elfriede M., die einen Aufruf in diveresen Foren plazierte, fand sich dank Frau H. doch noch die Möglichkeit den Rüden prompt aus OÖ zu holen. Rettung in letzter Minute sozusagen und um 15.00 Uhr trafen die beiden Damen mit Niko bei uns in Großenzersdorf ein. NIKO ist 10 Monate jung, ein schwarzer Schnauzermixrüde und extrem verträglich, folgsam und brav. Er hat absolut kein Problem mit Katzen und nach einem gemütlichen Spaziergang mit seiner neuen Pflegemama Margit und deren Aladin war auch schon alles geritzt. NIKO genoß das leinenlose Herumtollen sehr und uns allen ging förmlich das Herz auf, den bisher nicht sehr verwöhnten lieben Rüden so vergnügt zu sehen. Er wird es schön bei Margit und ihren Pfoten haben bis wir einen passenden Platz gefunden für ihn finden. Wie gesagt, NIKO ist ein absoluter Prachthund und kann sich bestimmt problemlos in jede tierliebe Familie einfügen. Jetzt ist es an uns, diese Prachtfamilie zu finden .... Vielen herzlichen Dank möchte ich den beiden Damen für diese Hilfe und die freundliche Futterspende für NIKO sagen!

Friday, 07.03.2008

Wieder einmal mußten einige Samtpfoten versorgt werden, weil Tierhorter sich zu viel zugemutet hatten. Alle Katzen sind zwischen 8 Monaten und 12 Monaten jung und heute zogen notgedrungen 3 Katzenmädchen und ein kastrierter Kater bei uns ein, um ihnen das Tierheim zu ersparen. Alle vier sind getigerte Hauskatzen und ich hoffe, sie leben sich rasch ein und haben es nicht allzu schwer.
Aber nicht nur bei mir gab´s Neuzugänge sondern auch bei Daniela. Yvonne brachte die beiden kleinwüchsigen Welpen LEXI und LIANE um sie in Dani´s Obhut zu geben. Die beiden stammen aus Privathänden und sollten ins Tierheim, dass aber wegen Überfüllung keine Möglichkeit zur Aufnahme hatte. Die beiden wurden von einer Pflegestelle in die andere herumgereicht und heute dann in unsere Obhut gewandert. Jetzt können sie in aller Ruhe auf ihre eigenen Familien warten.
Ab 14.30 Uhr ging es los und Dani kam mit vierbeiniger Verstärkung BELINDA zu uns, um bei der Suche nach RUDI mitzuhelfen. Sabine unterstützte uns ebenfalls und sehr gefreut hat uns, dass Familie Stiglitz mit ihrer bestens erzogenen, momentan läufigen Beaglehündin, sich ebenfalls Zeit nahm. Schon nach kurzer Zeit konnten wir Rudi mitten auf einem riesengroßen Feld erblicken und per Handy-Kontakt versuchten wir ihm den Weg durch die Straßen der Gartensiedlung abzuschneiden. Ich parkte meinen Kombi quer über die Straße (schliesslich waren wir im Einsatz ...) aber Rudi war absolut nicht zu überlisten. Er nutzte gezielt eine unverbaute Parzelle in der Strasse und war einige Sekunden später schon auf dem nächsten Feld. Von dort haute er dann in das benachbarte Firmengelände von AustroFrost ab und war ab jetzt wie vom Erdboden verschluckt. Wir nutzten eine speziell zugerichtete Zaunlücke, schlüpften durch, erklommen die Böschung und suchten und warteten über zwei Stunden, ohne auch nur die Rutenspitze von RUDI zu sehen. Echt frustierend und auch auf die Beaglehündin und das Bellen von Belinda gab es keine Reaktion. Selbst Dani staunte nicht schlecht, wie ungemein scheu der kleine Hundemann ist. Ich glaube, sie hat es sich nicht so schlimm vorgestellt. Nach etwa drei Stunden brachen wir die Aktion entmutigt ab, der starke Wind verursachte bei uns allen extreme Kopfschmerzen und die Anspannung und Marschiererei querfeldein und auf und ab, ziemliche Müdigkeit. Wäre ja alles wie weggefegt gewesen, hätte sich der Angsthase wenigstens nur einmal noch blicken lassen. Wir haben jetzt beschlossen die Futterstelle zu intensivieren und nach einigen Tagen, nachdem klar ist, dass RUDI das Futter auch wirklich selbst aufnimmt, werden wir es dann mit dem Beruhigungsmedikament versuchen. Das Futter wird immer nachmittags bereit stehen, damit auch immer jemand den Hundemann im Auge hat. Es gilt also weiter zu hoffen und zu bangen aber etwas beruhigt uns alle, dass Rudi genug Verstecke, Nahrung und auch Wasser zur Verfügung hat. Die klirrend kalten Nächte sollten ebenfalls vorbei sein, also ganz so schlimm geht es ihm bestimmt nicht - ein kleiner Trost, aber wichtig.
Willkommen kleiner Hundemann BOBBY in deiner neuen fixen, liebevollen, ganz eigenen Familie! Seine Pflegefamilie Michaela und Elmar haben den kleinen Hundesenior vor einigen Wochen als Pflegehund übernommen, allerdings mit der Option, sollte es sich mit dem Alltag gut für Bobby vereinbaren lassen, ihnen ganz zu behalten. Es hat geklappt, Bobby liebt seine Leute und umgekehrt und wir wünschen dem süßen, kleinen Wuschel noch sehr viele schöne Jahre und viel Spaß mit seinen Dosis. Bobby Schuster hört sich toll an und als wir ihn mit diesem Namen ansprachen, schmiegte er sich ganz zärtlich an Michaela und freute sich ! Keine Einbildung, war wirklich so - echt rührend !

Thursday, 06.03.2008

Doggenmixrüde LEO mußte heute unserer Tierärztin Renate vorgestellt werden, da er zeitweise links leicht hinkt und wir das, vor der Übergabe an Frau Tatjana, völlig abgeklärt wissen wollten. Ich dachte an eine banale Gelenksentzündung oder etwas Eingetretenes im Ballenbereich, aber leider ist es nicht ganz so einfach. Das Röntgen zeigte eine leichte EL (Ellbogen-displasie) also eine Gelenkfehlstellung mit daraus resultierender beginnender Arthrose. Wir hoffen nun, dass die verabreichte Therapie gut anschlägt und die nächsten 7 Tage bleibt LEO noch in der Obhut von Pflegepaps Thomas, da er bzw. das Gelenk auch etwas Schonung braucht.
Heute war der große Tag für Daniela´s Schützling MAGIC. Der niedliche Wirbelwind hat endlich auch eine eigene Familie gefunden (die beiden Schwestern SURI und CHIARA sind ja bereits bestens versorgt ..) und wird mit Dackelrüde JIMMY und einem aus Spanien gerettetem, sehr gutmütigem und lieben 8jährigen Staffirüden BRUNO in Bad Pirawarth zusammenleben. Die Herrschaften leben in einem Haus mit großem Garten, sind viel unterwegs und sehr tierlieb. MAGIC wird sich bestimmt auch mit den Enkelkindern verstehen und bestimmt viel Spaß haben. Wir wünschen der Familie und den Pfoten alles erdenklich Gute!
Nachdem MAGIC versorgt war, fuhren Dani und ich mit Katzendame KIARA nach St.Pölten. Durch den erfreulichen (aber bis heute nachmittag nicht vorhersehbarem Besuch von Magic´s Familie) verzögerte sich unsere Ankunft in St.Pölten auf nach 20.00 Uhr und wir wurden bereits sehnsüchtig erwartet - wie könnte es anders sein ?!? Frau Susanne Z. lebt mit ihrer dreijährigen Pflegetochter alleine in einer wunderbar gemütlichen Wohnung. Der ansässige Malteserrüde und die fünfjährige Katze CINDY haben es sehr schön hier und wir hoffen, dass die gesellige KIARA bald Freundschaft mit Cindy schliessen wird. KIARA ist eine große Schmuserin und verhielt sich absolut angstfrei, auch als der putzige Malteserrüde den Neuankömmling neugierig abschnupperte. Sollte es ihr zu turbulent werden, haben die Mietzen genug gemütliche Rückzugsmöglichkeiten, davon konnten wir uns beruhigt überzeugen.
Heimkehr war heute um 22.45 Uhr und ich hoffe sehr, dass das Wochenende etwas weniger turbulent wird, wie es die vergangene Woche war. Eine kleine Verschnaufpause würde uns allen mehr als gut tun !

Wednesday, 05.03.2008

VIELEN HERZLICHEN DANK allen Tierfreunden, die so rührend Anteil am Schicksal des entlaufenen kleinen RUDI nehmen ! Wir sehen Rudi nach wie vor jeden Tag (auf seinen ausdrücklichen Wunsch leider aus größtmöglichster Entfernung), aber es konnte dank Sabine auch bereits eine Futterstelle "installiert" werden, die Rudi die letzten Tage aufsuchte. Sabine wohnt ganz in unserer Nähe am Donau-oder-Kanal und beobachtete Rudi´s Mahlzeiten seit zwei Tagen. Ein kleiner Teilerfolg also, aber jetzt wird sozusagen zur Offensive geblasen. Am kommenden Samstag werden wir uns mit einige Freunden und hoffentlich auch mit einer momentan läufigen Beaglehündin (wenn es Frauchens Zeit erlaubt) auf die Suche nach Rudi machen und versuchen, ihn in ein eingezäuntes Areal zu locken. Daniela wird mit Rudi´s bisheriger Gefährtin Belinda auch mithelfen. Nach Rücksprache mit unserer Tierärztin haben wir Sedierpaste im Gepäck und bereits morgen wird das Futter mit der Paste wohldosiert präpariert angeboten. Wenn alles klappt und Rudi den Braten nicht riecht, sollte er in etwa 10 Minuten nach Nahrungsaufnahme eingeschlafen sein. Es ist wichtig, dass das Mittel rasch wirkt damit Rudi keine Zeit hat wieder abzuhauen und sich zu verkriechen. Wir müssen ihm nach der Futteraufnahme also dicht auf den Fersen bleiben und in Gewahrsam nehmen, sobald er müde wird und einschläft. Rein theoretisch hört sich das ja sehr einfach und absolut machbar an und wir alle sind guter Dinge, dass wir es auch schaffen werden. Übrigens: jede Art von Verstärkung ist allerherzlichst willkommen. Wer also am Samstag nachmittag so gegen 14.00 nichts wichtiges vorhat ist ganz herzlich eingeladen uns zu helfen den armen Angsthasen endlich wieder in Sicherheit zu bringen. Danke !
Yvonne und Emily konnten heute wieder vier ihrer Samtpfotenschützlinge gut unterbringen. Treffpunkt war wieder bei uns und das sind die Glücklichen:
--> Die 7jährige Tigerkatze MIMMI hat endlich einen Einzelplatz in einer sehr lieben Familie im 21. Bezirk gefunden. MIMMI wurde sehr, sehr lange von Yvonne betreut und der Abschied fiel der Pflegemama sichtlich schwer. Aber ihr Schützling kam in wirklich gute und verantwortungsvolle Hände und das macht die Trennung ein wenig leichter.
--> Das halbjährige, schwarz-weiße Geschwisterpärchen KATHI und KITTY durfte bei Frau Maria R. nach Stockerau übersiedeln und am Wochenende werden bereits eifrig die Balkon- und Fensternetze installiert, damit die beiden Katzenmädchen auch gefahrlos "fernsehen" können. Maria lebte im Elternhaus immer mit Katzen zusammen und jetzt wollte die TU-Studentin auch wieder eigene Stubentiger adoptieren. Glück für Kathi und Kitty !
--> Die Mutter von Kathi und Kitty, die zweijährige KIARA wird die heutige Nacht bei uns verbringen und morgen nachmittag von mir und Daniela in ihr neues Zuhause nach St.Pölten gebracht. Die liebe schwarz-weiße Schmusekatze wird dann zusammen mit einer sanftmütigen 5jährigen Katze und einem katzenfreundlichen Malteserrüden zusammenleben. Morgen nach Büroschluß geht´s auf die Reise und es wird bestimmt wieder ein anstrengender aber hoffentlich sehr positiver Tag.

Tuesday, 04.03.2008

Es reisst mich herum, dass ich schon einen richtigen Terminkalender anlegen mußte, um nicht den einen oder anderen Termin zu verschwitzen. Vergessen kann ich ja meine Schützlinge und deren Interessenten eh´ nicht aber es geschieht schon immer öfters, dass ich Termine oder Gespräche durcheinander bringe. Peinlich ! Den heutigen Termin (er wurde übrigens gestern zwischen 22.00 und 23.00 Uhr fixiert) hätte ich nicht verschwitzt, denn es besteht die Chance für den supertollen Doggenmixrüden LEO auf ein prima Zuhause. Um 18.00 traf Tatjana, eine junge aber sehr verantwortungsvolle Exekutivbeamtin mit ihrer kastrierten Hündin NALA in der Pflegestelle von LEO ein und ich kam nach Büroschluß gegen 20.00 Uhr nach. Alles palletti, Hunde verstehen sich prima und erwartungsgemäß hat sich LEO ziemlich gleich in das Herz von Tatjana und deren tierliebe Mama (die im Falle von Doppelschichten immer gerne einspringt) geknuddelt. Der 40 kg Riese glaubt ja immer noch er sei ein Schoßhündchen und dementsprechend anlassig benimmt er sich auch. LEO wird am kommenden Sonntag dann ganz übernommen, denn ab Sonntag hat Tatjana sich Urlaub genommen, um bei der Eingewöhnung viel Zeit für Spiel, Spaß und Lernen zu haben. Hundeschule ist auch geplant (Nala kann da ja noch einiges dem Leo zeigen) und mit Tatjana und ihrer Mutter über die Betreuung und optimale Auslastung von Hunden zu sprechen, ist eine echte Freude für jeden Tierfreund. Liebevoll, konsequent, sehr viel draussen (egal welches Wetter vorherrscht) gute Erziehung und auch mal ein lauteres "nein" wenn´s die Pfote nicht anders verstehen will. Aber alles mit viel Verständnis und sehr viel Liebe zu den Hunden und bei Nala (Dobermannmixhündin aus einer ungarischen Tötungsstation, die von Tatjana sehr krank und mit Parvovirose vor zwei Jahren übernommen und gesund gepflegt wurde) merkt man diese respektvolle aber sehr tiefe gegenseitige Zuneigung sehr stark. Muß man erlebt haben, auf jeden Fall ein wirklich guter Platz für LEO, wo es ihm bestimmt an rein gar nichts mehr fehlen wird.
Leider gibt es bei Pflegemama Daniela wieder Unschönes zu berichten. Ihr eigener Hund BÄRLI erlitt vergangene Nacht einen sehr schlimmen epileptischen Anfall. Daniela war bereits bettfertig, als gegen 22.30 Uhr der 15-minütige Anfall begann. Bärli wurde sofort in die Tierarztpraxis Alibegovic gebracht. Diese Anfälle sind nicht nur für die Patienten sehr schlimm, sondern auch für den Tierhalter bzw. den Beobachter. Man ist so hilflos, der Anblick ist ganz schrecklich und auch Daniela war heute noch bei unserem Telefonat mehr als fertig und durcheinander. Wir hoffen alle sehr, dass sich diese Anfälle bei Bärli nicht wiederholen und in Grenzen halten !

Monday, 03.03.2008

Constantin war heute früh mit Pebbles der erste Besuch in Samir´s Ordination und es geht ihr bereits viel besser. Die notwendige Elektrolytlösung mundet zwar nicht besonders und Melanie mußte mit einer kleinen 5ml Spritze nachhelfen, aber sonst ist die dankbare Patientin mühelos zu behandeln. Auch der Appetit kommt schön langsam wieder und ab jetzt sollte einer Gewichtszunahme nichts mehr im Wege stehen.
Widererwarten hat auch Claudia einen neuen Schützling bei sich. Eine sehr ärgerliche Geschichte, die uns alle sehr wütend macht. Kurz zusammengefasst: Vor fast zwei Jahren adoptierte ein Kunststudent namens Maxi E. einen von Sissi´s Welpen. Die kleine Hündin SHANTI (sie war damals Claudia´s Nesthäckchen) wurde von Max zwar nach Strich und Faden verwöhnt aber null erzogen oder ans Alleinebleiben gewöhnt. Wir hatten noch vor einigen Monaten diesbezüglich einige lange Gespräche und obwohl er damals auch hoch und heilig verspracht mit Shanti dahingehend zu arbeiten, geschah bislang genau gar nichts. Mitte Februar d.J. teilte uns Herr Max dann mit, dass er zu einem künstlerischen Shooting ?!? nach Thailand müsse und für die nächsten 3-4 Wochen einen Pflegeplatz für Shanti bräuchte. So zog Shanti dann bei Claudia ein, sollte aber innerhalb von 10 Tage von Freunden des Besitzers aus OÖ abgeholt werden. Irgendwie glaubten wir ihm die Geschichte schon damals nicht so recht und als gestern eine email aus Thailand eintrudelte, in der Herr Max E. uns mitteilte, dass er doch ca. 2 Monate in Thailand bleiben werde und er ausserdem seiner Shanti einen verantwortungsvolleren Platz wünscht. Also wir sollen uns um eine neue Familie umsehen. Geschäumt ist zu gering ausgedrückt - hätte ich den Typ vor mir gehabt .... Meiner ersten Wut habe ich in einem entsprechenden Antwortschreiben Luft gemacht worauf aber nur ein weiteres vor Entschuldigungen strotzendes Mail ankam. Fakt ist, dass Shanti nunmehr bei Claudia auf eine neue Familie wartet und bedingt durch ihre massiven Trennungsängste wieder eine mächtige Aufgabe für meine Freundin ist. Shanti verfolgt "ihr" Frauchen auf Schritt und Tritt, kann noch keine Minute alleine bleiben und fängt jetzt naturgemäß auch langsam an, Claudia vor den anderen Pfoten zu verteidigen. Bei einer Rudelhaltung von 5 Hunden unschwer vorstellbar, wie schwierig sich das zeitweise gestaltet. Abgesehen davon, dass Shanti die ersten Tage echte Trauer zeigte, wird es auch bestimmt nicht einfach werden, diese sehr liebe aber eher anspruchsvolle Hündin passend und gut zu vermitteln. Glück im Unglück ist ja nur, dass Claudia sich bereit erklärt hatte, Shanti überhaupt während der Shooting-Reise zu betreuen. Was wäre gewesen, wenn sie in andere Hände gekommen wäre ?? Wir alle sind sehr enttäuscht, Entschuldigungen hin und her und werden jetzt versuchen, dass Beste aus der Situation zu machen. Unter die Augen kommen sollte uns der verantwortungslose Globetrotter allerdings nicht so bald ....
Die Anfragen für unsere Samtpfoten sind vorhanden und jetzt, da es (noch) keine Katzenwelpen zu versorgen gibt, haben auch die etwas älteren Katzentiere riesige Chancen auf gute Plätze. So auch das liebe Katzenmädchen TINA, das heute direkt aus den Händen von Pflegemama Eva an Frau Sabrina Sch. übergeben werden durfte. TINA wird mit einem dreijährigen kastrierten Kater ihr Heim teilen und im 17. Bezirk in einer Wohnung mit gesichertem großem Balkon weiterschnurren. Wir wünschen der herzigen Schmusekatze ein wunderbares Katzenleben und viel Spaß mit Kater Pixel.

Sunday, 02.03.2008

Unserem Schützling PEBBLES geht es leider nicht gut. Sie ist appetitlos und hat erbrochen. Melanie und Constantin sind sehr besorgt und fuhren mit der ohnehin schon gestraften Hündin zu TA Alibegovic. Nach einer entsprechenden Medikation und Aufbauinfusion ging es Pebbles dann nach einigen Stunden schon wesentlich besser - morgen dann noch zur Kontrolle. Befund ist ziemlich klar: bedingt durch die vielen Stressmomente (der Tierheimaufenthalt wird nach dem traurigen Vorleben noch die restlichen Kräfte geraubt haben) und massive Unterernährung!! (Pebbles wiegt 13 kg und sollte ein Gewicht um 20 kg haben) sind die Widerstandkräfte praktisch nicht vorhanden. Pebbles ist aber in den allerbesten Händen, wird jetzt ganz schonend und langsam wieder an ordentliche Mahlzeiten und Nahrungsaufnahme gewöhnt und ist bestimmt bald wieder auf dem Wege der Besserung.

Saturday, 01.03.2008

Die Suche nach Rüde RUDI geht unvermindert weiter und mittlerweile ist halb Großenzersdorf informiert. Heute vormittag hatte ich den kleinen Kerl bereits 7-8 Meter vor mir, war aber chancenlos. Er läuft sofort panisch davon und wir sind am Ausarbeiten einer Strategie, wie wir ihn in ein abgezäuntes Gebiet locken könnten. Einige Gartenbenützer sind sehr hilfsbereit, andere schütteln nur den Kopf und meinten, sie seien ja nicht immer zuhause. Dieser Zustand drückt mir sehr aufs Gemüt und ich bin mehr traurig und lustlos als sonst etwas. Dazu noch der ekelhafte Sturm, der auch die ausgleichenden Spaziergänge mit unseren Hunden teilweise vermiest - momentan läuft gar nichts so wie es soll und ich muß mich schon sehr zusammenreissen, um positiv zu sein!
Pünktlich zu mittag wie vereinbart, kam Frau Dr. G. mit ihrer chauffierenden, sehr netten Tierärztin um Katerchen WILLI zu übernehmen. Dr.G. hat ja erst kürzlich den Kater LEON von uns verloren und sich nach langem Ringen dann doch entschlossen, den Schmuseweltmeister Willi zu ihrer nun vereinsamten Katzenseniorin ZO

Saturday, 01.03.2008

Die Suche nach RUDI geht selbstverständlich unvermindert weiter und mittlerweile ist halb Großenzersdorf informiert. Heute vormittag hatte ich den kleinen Kerl bereits 7-8 Meter vor mir, war aber so etwas von chancenlos, dass ich vor lauter Wut heulen wollte. Er läuft sofort panisch davon und wir sind am Ausarbeiten einer Strategie, wie wir ihn in ein abgezäuntes Gebiet locken könnten. Einige Gartenbenützer sind sehr hilfsbereit, andere schütteln nur den Kopf und meinten, sie seien ja nicht immer zuhause. Dieser Zustand drückt mir sehr aufs Gemüt und ich bin mehr traurig und lustlos als sonst etwas. Dazu noch der ekelhafte Sturm, der auch die ausgleichenden Spaziergänge mit unseren Hunden teilweise vermiest - momentan läuft gar nichts so wie es soll und ich muß mich schon sehr zusammenreissen, um positiv zu bleiben bzw. zu sein!
Pünktlich zu mittag wie vereinbart, kam Frau Dr. G. mit ihrer chauffierenden, sehr netten Tierärztin um Katerchen WILLI zu übernehmen. Dr.G. hat ja erst kürzlich den Kater LEON von uns verloren und sich nach langem Ringen dann doch entschlossen, den Schmuseweltmeister Willi zu ihrer nun vereinsamten Katzenseniorin ZOE zu adoptieren. Bei dieser Gelegenheit lernten wir eben die behandelnde Dipl.Tierärztin Clarissa Udvardi kennen (sie wurde übrigens gleich genötigt, einen Blick auf unser Abszeßmädchen CINDY zu werfen, was sie auch gerne tat.... Sie hat die frische Ordination im 2.Bezirk Czerninplatz Nr. 5 und arbeitet sehr viel und gerne auch mit Homöopathie und Alternativmedizin. Ist aber absolut auch der Meinung, dass diese Behandlungsarten nur oder fast nur im Zusammenspiel mit der Schulmedizin etwas bringen. Ein Abszeß mit Homöopathie zu behandeln hält auch sie für nicht möglich bzw. optimal. Wir werden in Kontakt bleiben und damit ist auch der Raum Wien Zentrum tierärztlich abgedeckt. Für Willi freuen wir uns alle sehr, denn einen liebevolleren und passenderen Platz als bei Frau Dr.G. hätte er nicht kriegen können.
Damit unsere Gästezahl ja nicht aus dem Gleichgewicht kommt, wurde uns abends der Katerbub GINO zurückgebracht. Ganz im Gegensatz zu seinem Verhalten bei uns (die anderen Samtpfoten interessierten ihn keineswegs) terrorisierte er die ansässige Katzendame so arg, dass sie sich nur mehr verkroch oder flüchtete, wenn noch so viel Zeit war. Die Familie am Mariensee konnte und wollte da nicht mehr zusehen, was ich absolut nachvollziehen kann. Es kann nicht sein, dass wir einem Tier helfen und dafür dem Ansässigen das Leben versauen. Also: Gino ist wieder eingezogen und wir werden bei der Platzsuche diese Umstände seiner Rückkehr natürlich berücksichtigen. Momentan ist er ja noch sehr verhalten und ignoriert die anderen wie gehabt, wir werden sehen, was morgen passiert.
Unser kleiner Seniorgast BOBBY hat sich völlig eingegliedert und ist ein richtiger Frechdachs. Bei der Leckerliverteilung ist er der Erste und beim Dosenfutter gerne der Letzte - ein richtiger Feinspitz eben, der kleine Spitzmischling. Unser FIDI strotzt nach wie vor vor Eifersucht und würde den Eindringling am liebsten .....

Friday, 29.02.2008

RUDI ist aufgetaucht ganz in unserer Nähe. Er befindet sich direkt auf dem Feld vor unserer Wohnhausanlage, keine 50 Meter entfernt. Während unseres Vormittagsspaziergangs sah ich ihn plötzlich auf dem Feldweg, hatte allerdings nicht die geringste Chance ihm näher zu kommen. Der kleine Angsthase reagierte zwar sehr gut auf meinen Zuruf, drehte sich um, blieb kurz stehen und lief dann aber panisch davon. Ich bin sehr beruhigt, dass es ihm gut geht und werde in den nächsten Tagen ganz langsam sein Zutrauen zu gewinnen vesuchen. Beim Abendspaziergang sahen wir ihn wieder, diesmal schon in etwas geringerer Entfernung. Meine Nachtsuchrunde mit Taschenlampenunterstützung ergab leider nichts, wahrscheinlich beobachtete Rudi mich aber aus einem sicheren Versteck unter einem Gebüsch. Ich konnte seine nahe Anwesenheit genau spüren, wie auch schon die letzten Tage. Mittlerweile hat RUDI bestimmt Hunger (kein Wunder nach drei Tagen) und ab morgen bei Tageslicht muß ich mir etwas einfallen lassen. Der kleine Kerl muß unwahrscheinliche Angst haben denn der geringe Abstand zu unserem Haus zeigt deutlich, dass er gerne möchte, sich aber nicht traut. Bin aber sehr zuversichtlich, dass ich morgen mehr Erfolg haben werde ! Hoffentlich !
Der verwaiste BOBBY hat sich gut bei uns zurecht gefunden und hat auch glücklicherweise seine Reviermarkierung abgeschlossen. Beim Fresschen ist Sir Bobby mehr als wählerisch, am liebsten wären ihm die Tischabfälle bzw. alles was wir auch essen. Mit diesem Verhalten hat Bobby bereits sein früheres Frauchen zur Verzweiflung gebracht. Sonst ist der kleine Wuschel aber absolut problemlos, hat sich bestens ins Rudel integriert und die Samtpfoten werden ignoriert (nicht so allerdings deren Futternäpfe ....). Unser Fidi ist allerdings extrem eifersüchtig und muß sehr oft von mir in die Schranken verwiesen werden, damit auch Bobby zu seinen Streicheleinheiten kommt. Als unsere Malteserseniorin Minny in der Kronenzeitung inseriert war, meldeten sich einige sehr nette Senioren, deren Nummern noch notiert sind. Eventuell ergibt sich daraus ein Plätzchen für Bobby - wäre super!
Exakt vor einer Woche erhielt ich durch den email-Verteiler den Hilferuf für eine zweijährige Windhundmixdame namens Bebbles. Als ich zwei Tage darauf mit einem Hilfsangebot antwortete, stellte sich heraus, dass die sehr schlecht gehaltene Hündin bereits ins Wr.Tierschutzhaus gebracht worden war und ab da begann eine wahre Odyssee um Bebbles da wieder heraus zu bekommen. Als ob die gutmütig gebliebene Hündin nicht schon genug durchgemacht hatte! Heute war es dann endlich soweit und dank der enormen Intervention von Gabriele S. und ihrer sehr tierlieben Nichte (über deren die Missstände überhaupt aufgedeckt wurden) konnte die abgemagerte und stark verängstigte Hündin in die Obhut von Pflegefamilie Melanie und Constantin (die bis vor einigen Tagen CHARLY betreuten) gegeben werden. Sie wird jetzt in liebevoller Umgebung aufgepäppelt und wieder zu Kräften kommen und Vertrauen fassen können.
Hier ein kurzer Auszug aus dem Originalmail:
Zitat:
....ihr Verhalten gegenüber anderen Hunden, Katzen oder Kindern ist leider nichts bekannt, sie hat in ihrem bisherigen Leben nicht viel kennengelernt. 5 Minuten Gassi-Gehen und das wars !! Wenn sie Glück hatte und ihre Besitzer haben nicht vergessen Hundefutter einzukaufen und auch aus dem Auto mit in die Wohnung zu nehmen (für nochmal runtergehen waren sie meisten zu faul) gabs auch was zu essen.
Zitat Ende

Danke an dieser Stelle an die Melanie und Consti und auch an Gabriela für die Hilfe bei der Rettung von Bebbles, die dann doch noch über eine Woche im Tierschutzhaus ausharren mußte, weil es den Besitzern nicht schnell genug gehen konnte sich ihrer zu entledigen.

Thursday, 28.02.2008

Leider immer noch kein Hinweis oder auch nur die geringste Spur von Rudi. Kein Anruf und auch nirgends ein Finderhinweis. Für morgen habe ich eine Erkundungstour geplant mit Befragung von Passanten, irgend jemand muß Rudi gesehen haben, daran glaube ich ganz fest und es würde mich für die durchstandene letzte, chaotische und teilweise sehr unangenehme und traurige Woche entschädigen. Es ist einfach ein schreckliches Gefühl nichts über den Verbleib unseres Schützlings zu wissen. Ein kleiner Trost ist es, dass das Wetter mitspielt, es nicht zu kalt und Rudi nicht gerade unterernährt ist. Andererseits wissen wir jetzt, dass sich der Kleinhund sehr ängstigt und bestimmt nicht so schnell jemanden zulaufen wird. Vielleicht hat er ja während der Heimfahrt sich meine Stimme etwas, und als Nasentier meinen Geruch eingeprägt und wenigstens mir zugehen, so ich ihn finden kann. Tausend Gedanken gehen mir durch den Kopf und es ginge mir und uns ein gutes Stück besser, hätten wir den Ausreisser endlich wieder bei uns.
Als ich am 10. Oktober 2006 einen unserer Seniorschützlinge, den Spitzmixrüden BOBBY in die Obhut von Frau Gstaltmeyr in Stammersdorf übergab, waren wir sehr glücklich über diesen liebevollen und schönen Platz für den armen Tierheimhund. Frau Gstaltmeyr verstarb leider letztes Wochenende ganz unvorhergesehen und plötzlich und so habe ich heute abend, nach dem Anruf der Nichte der verstorbenen Dame, BOBBY wieder in unsere Obhut übernommen. Es war sehr, sehr traurig als ich das Haus betrat und Bobby mich ganz stürmisch und freundschaftlich begrüßte. Wie konnte er auch ahnen, dass ich ihn notgedrungen aus dem ihm mittlerweile so vertrautem Zuhause wegreissen werde. Ein scheussliches Gefühl und während ich seine Sachen zusammenpackte lag BOBBY auf seinem Plätzchen und beobachtete ohne Argwohn mich und die anwesende Nichte. Er ging auch völlig anstandslos mit (was bliebe ihm denn auch anderes übrig?) und während der Heimfahrt lag er neben mir und muckste sich kein einziges Mal. Auch zuhause gab es keinerlei Probleme und BOBBY ist natürlich sehr anhänglich und läßt mich keine Sekunde aus den Augen. Ich bin sehr traurig über das Ableben der wirklich lieben und sympathischen Pensionistin und erinnere mich sehr gut an unsere diversen guten Gespräche, sowohl persönlich als auch telefonisch. Erst Mitte Januar durfte ich mich ziemlich lange mit der rüstigen und sehr intelligenten Dame unterhalten und heute mußte ich von Ihrem Ableben erfahren. Das Telefon war während der Heimfahrt gnädig. Leider zu gnädig, denn meine Gedanken wurden immer trauriger und trauriger und ich war sehr froh, als ich endlich mit Bobby zuhause eintraf und mich der Abendstress wieder voll im Griff hatte.
Liebe, verehrte Frau Gstaltmeyr ! Ich weiß, dass Sie als so große Tierfreundin immer nur das Beste für Ihre treuen Vierbeiner wollten und von da, wo Sie jetzt sind, jederzeit ein wachendes Auge auf Bobby haben. Wir werden Ihren Liebling allerbestens und genauso liebevoll betreuen, wie Sie das immer taten und dafür sorgen, dass er ein schönes Leben hat, bis sie sich wiedersehen.
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