Unser Tagebuch
| Auf die Idee, ein Tagebuch mit den wichtigsten Ereignissen unserer Tierschutztätigkeit einzurichten, haben uns Freunde und Bekannte gebracht, die bereits das zweifelhafte Vergnügen hatten, über einen längeren Zeitraum bei uns zu Besuch zu sein, denn Zeit zum ruhigen Kaffeeplauscherl gibt es fast keine! Wir möchten mit diesem Tagebuch einen kleinen Einblick in unsere täglichen Aktivitäten geben und uns dabei selbstverständlich auf die wichtigsten und interessantesten Ereignisse beschränken. Wir sind sicher, dass Sie hier sehr traurige, manchmal auch amüsante aber leider sehr oft bestürzende und erschütternde Vorkommnisse beschrieben sehen und möchten Sie an dieser Stelle versichern, dass alle gemachten Einträge
100%ig den Tatsachen entsprechen - so unwahrscheinlich sie auch klingen mögen ! | ![]() |
Friday, 28.12.2007
Wie zu erwarten war, mußten wir auch heute noch großteils die Warenhäuser aufsuchen, da die letzten beiden arbeitsfreien Tage nicht ausreichten, um alle notwendigen Anschaffungen zu bewältigen. Aber nun sehen wir Licht am Ende des Tunnels und ab nächster Woche wird wieder mit Vollgas renoviert. Es wird schön, sehr schön und gemütlich sogar und nachdem sich das letzte Eingangsportal hinter uns geschlossen hat und das erste Durchatmen möglich ist, kommt auch die Freude auf.
Als ich nach der vollbrachten Einkaufstour in Reyersdorf ankam, erwartete mich eine kleinwüchsige, wuschelige Überraschung. Unser Ruf dürfte uns vorauseilen, denn am vormittag wurde uns die Hündin, die bereits seit morgens vor dem kleinen Supermarkt gelegen hatte, zur Verwahrung gebracht. Schwer zu sagen, ob die kleine Maus nur davongelaufen oder rausgeschmissen wurde. Jedenfalls hat sie sich sofort neben dem warmen Kamin niedergelassenund, aufgewärmt und auch gefressen. Wir haben die Hündin einmal vorsichtig Teddy genannt und morgen werde ich der Sache nachgehen.
So, jetzt leben 6 Hundsis und 6 Samtpfoten mit uns und die Unruhe ist entsprechend. Speziell die kleine Rauhhaardackeline HEXI bringt ordentlich Leben in die Bude und Katerchen Georgi, der Hexi permanent zum Spielen aufheizt und animiert (wenn er nicht gerade den Weihnachtsbaum maltretiert ...) tut ein Bestes, damit´s ja nicht ruhig wird ! Da leider eine von Claudia´s und Manfred´s Katzenseniorin MOJA zu Weihnachten verstorben ist, könnte die Möglichkeit bestehen, dass unser niedlicher und äussert hundeverträglicher Katerschützling Georgie zu unseren Freunden übersiedeln darf. Das wird sich nach Silvester endgültig entscheiden und nicht nur für Georgie sondern auch für uns wäre es eine Riesenfreude, wenn er so quasi "in der Familie" bleiben würde.
Die kleine Malteserhündin ist seit heute morgen läufig und wird von Stunde zu Stunde zutraulicher und aufgeschlossener. Die kleine tapfere Maus kann zwar die Stiegen nicht hinabgehen ohne zu kullern aber hinauf marschiert sie, als würde der Teufel persönlich hinter ihr her sein. Nach jedem Spaziergang macht sie den Eindruck, dass sie sehr, sehr gerne wieder in die Wohnung zurück darf. Offensichtlich geniesst sie das Familienleben, in das sie bei uns eingebunden ist. Unvorstellbar, dass dieser Winzling bis dato draussen leben mußte !
Thursday, 27.12.2007
Bedingt durch das unglaublich schlechte Wetter mit enormer Glatteisgefahr haben wir den für heute geplanten Tierarzttermin mit Minni und Katze Cindy bei Renate auf morgen verschoben. Sie war nicht wirklich unglücklich darüber, hat sie doch vergangene Nacht wieder bis 4.00 Uhr früh operiert! Aber die dadurch übrige Zeit habe ich genützt um endlich die Fotos unserer Weihnachtsfeier zu bearbeiten. Sie sind ab sofort auf unserer Seite FOTOGALERIE zu sehen.
Durch die Hektik der letzten Wochen mußte ich notgedrungen die Einträge auf unserer Homepage auf das Wesentlichste reduzieren, um wenigstens 2-3 Stunden Schlaf täglich zu erhaschen. Es gäbe soooo viel Wichtiges, Erfreuliches und Interessantes nachzutragen und ich werde die kommenden Tage über den Jahreswechsel hinaus dazu nützen, um wieder aktuell zu werden.
Den Silvesterabend werden wir ohnehin, unseren Tieren zuliebe, zuhause verbringen. Mit Bestürzung mußten wir zur Kenntnis nehmen, dass bereits während der Weihnachtsfeiertage geballert und geschossen wurde und sich somit diese grausliche und unnütze Ballerei, die sehr viele Tiere so sehr stresst und fürchten läßt, leider nicht nur auf die Nacht des Jahreswechsels reduziert. Jeder einzelne Böller ist einer zuviel und wir können nicht verstehen, dass diese Geräuschkulisse Spaß machen kann.
Während der letzten Tage fragten mich einige besorgte Tierhalter, wie sie ihren Vierbeinern die Angst nehmen und diese Zeit erträglicher machen können. Abgesehen von einer gezielten Bachblütentherapie (die allerdings bereits vor Wochen hätte beginnen müssen) ist es ganz wichtig, die Angst unserer Tiere durch übertriebene Fürsorge nicht zu bestärken. Ich weiß, dass der Ratschlag des Ignorierens nicht leicht umgesetzt wird, da es in unserem Instinkt liegt zu trösten, aber bei unseren Tieren wird damit leider das Gegenteil bewirkt. Unsere Haustiere fürchten sich allesamt sehr vor der Knallerei und die letzten Jahre haben gezeigt, dass Ruhe und Ignoranz unsererseits unseren Tieren am meisten hilft. Wir sind hier, sie sind nicht alleine, aber bitte nicht tätscheln oder trösten! Das hilft wirklich und auch wenns schwer fällt, es ist die einzige Hilfe, die wir unseren Lieblingen in dieser für sie schweren Zeit des Jahres zuteil werden lassen können.
Wednesday, 26.12.2007
Diesen heutigen ersten Nicht-Feiertag aber Urlaubstag haben wir genützt, um wieder einige Möbelhäuser abzuklappern. Die Innenraumrenovierung unseres Hauses geht ja stetig voran und jetzt sind noch viele Besorgungen zu erledigen. Vom Fußboden bis zur Decke ist vieles auszusuchen und zu koordinieren, denn schliesslich möchten wir in spätestens vier Monaten übersiedeln. Unser Katzenhaus wurde letztes Wochenende dicht gemacht und in wenigen Tagen folgen die Fenster und die Vorbereitungen für die Fußbodenheizung. Es soll kuschelig und praktisch zugleich werden, damit sich unsere Samtpfotengäste auch wirklich wohl fühlen können. Damit auch wir Zweibeiner uns in unserem neuen Domizil wohlfühlen, werden wir morgen wieder ausschwirren und weiter besorgen.
Ganz herzlich möchte ich mich für die vielen Weihnachtswünsche per Post, e-mail oder telefonisch erhalten, bedanken. Ganz besonders freut es mich immer von unseren Ex-Schützlingen zu erfahren und sehr viele Dosis waren so freundlich, mir nicht nur Glückwunschbillets sondern auch Fotos zu übersenden. Ein echtes HighLight für unsere manchmal sehr geschundenen Seelen, wofür ich mich nicht genug bedanken kann!Tuesday, 25.12.2007
Der 13jährige Rex ist seit mittags in Daniela´s Obhut und leider nicht sehr gut beisammen. Er leidet an altersbedingter Athrose, lahmt sehr stark und hat Probleme beim Aufstehen. Die anderen Artgenossen duldet er neben sich, liegt aber am liebsten etwas abseits und geht nur zum Gasserln in den Garten. Selbstverständlich wird neben seinen körperlichen Beschwerden auch sehr starke Trauer mitspielen und wir hoffen inständig, dass Rex sich erfängt und bald wieder mit seinem erholten Frauerl zusammenleben darf.
Kaum ist der eine Notfall "versorgt", erfahren wir von einem weiteren 14jährigen Mischlingsweibchen. Ihr Frauchen ist zu alt und nach einem Sturz gehbehindert und kann nicht mehr mit dem Hund ins Freie. Momentan ist eine Lösung für die nächsten Tage gefunden und sobald unsere wilde Hummel HEXI untergebracht ist, darf diese Seniorin zu uns übersiedeln. Monday, 24.12.2007
Unsere kleine Findlingshündin MINNI lebt sich bestens ein und sie fühlt sich speziell zu unserer Tochter Yvonne sehr hingezogen. Sobald Yvi in der Nähe ist, kann Minni nicht mehr gebremst werden und steht bellend vor ihr, bis sie von ihr hochgehoben wird. Ihren Platz neben der Heizung hat sie als total "ihren" in Beschlag genommen und es geht einem das Herz auf, wenn man die kleine, fast nackte Hündin relaxed ausgestreckt und ruhig atmend auf diesem Kuschelplatz schlafen sieht. Für Freitag haben wir einen Termin bei Renate vereinbart, damit die angegriffenen Zähnchen behandelt bzw. saniert werden. Dann muß nur noch das Fell nachwachsen und die kleine Überlebenskünsterlin sieht einer sehr schönen Zukunft entgegen. Beim Spaziergang fällt auf, dass Minni pardut nicht auf dem Gehsteig marschieren will. Sie steuert unentwegt auf den Randstein hin und ist erst glücklich, wenn sie auf der Strasse gehen darf. Am freien Feld fällt dies ja weg und da haxelt die Maus völlig sicher und brav - von der bestimmt vorhandenen Sehschwäche ist da nichts zu merken, dass gleicht sie absolut toll durch ihren Spürsinn aus.
Spät abends dann ein spezieller Hilferuf einen 13jährigen Schäferrüden betreffend. Sein Frauerl wurde schwer krank ins Spital eingeliefert und Rex darf zwar heute nacht bei einem Verwandten bleiben. Allerdings wäre der Rest der Verwandtschaft sofort bereit den Jäger zu beauftragen .... Wir werden morgen tätig werden und Rex bei uns oder eventuell bei Daniela einziehen lassen, um ihm dieses entwürdigende und undankbare Schicksal zu ersparen. Ich hoffe für die Leute, dass nicht auch für sie eine solche brutale Endlösung gefunden wird, wenn sie ins Alter gekommen sind und nicht mehr "zu brauchen" sind oder im Wege stehen !
Sunday, 23.12.2007
Der heilige Abend ist da und wir versuchen etwas von der Hektik und dem Stress der vergangenen Tage und Wochen abzustreifen. So ganz gelingt es nicht wirklich und je ruhiger der Abend wird und die Zeit des Nachdenkens da wäre, umso trauriger werden meine Gedanken und
...es gäb auf der Erde kein Tierleid mehr.
Jesus kam im Stall mit Tieren auf die Welt,
Wenige haben sich die Frage gestellt:
"Warum lagen wohl Ochs und Esel bei ihm?"
Es hat ganz sicher einen tiefen Sinn.
Es möchte uns Menschen sagen,
dass wir für die Tiere Verantwortung tragen.
Und hast Du mit den Augen der Liebe einmal ganz tief ins Herz eines Tieres geschaut,
dann fühlst du, wie es dem Menschen noch immer vertraut.
Doch jeden Tag aufs Neue brechen wir das Versprechen
und können das Leid der Tiere nicht ermessen.
Darum wünsche ich mir zu Weihnachten so sehr,
es gäbe auf der Erde kein Tierleid mehr.
Saturday, 22.12.2007
Malteserdame Minni dürfte nicht blind, dafür aber schwerhörig oder gar taub sein. Nachdem ich ihre Augen freigelegt habe, stösst sie nirgens mehr an und reagiert auf mich bzw. meine Bewegungen. Sie reagiert allerdings nicht auf Rufe oder Geräusche überhaupt und selbst, wenn ich neben ihr einen Schlüsselbund fallen lasse, gibt es keine Reaktion. Zwei Drittel des Haarfilzes sind schon entfernt. Leider dürfte die kleine Maus dahingehend auch keine guten Erfahrungen gemacht haben, denn sie hält nicht still. Da ihr Bäuchlein sehr arg betroffen ist und der Filz entfernt werden muß, ist Yvonne und Adi gefordert sie still zu halten, während ich vorsichtig hantiere. Sie hat offensichtlich große Angst, sodass wir die Aktionen so kurz wie möglich halten und mehrmals wiederholen. Aber ein Teil ist geschafft und morgen machen wir mit vereinten Kräften weiter. Minni ist ganz brav und sehr tapfer, die massive Unruhe und das Hecheln sind weg und der weiche Polster neben der Heizung ist bereits ihr bevorzugtes Lieblingsplätzchen. Jetzt, wo das verfilzte Fell weg ist, kommen einige rote, entzündete Stellen auf der Haut zum Vorschein und die Zähne sind eine einzige Katastrophe. Minni ist also der nächste Zahnsanierungs-Patient, sobald sie etwas zur Ruhe und zu Kräften gekommen ist. Das Alter kann man nur sehr vorsichtig schätzen. Malteser wirken ja durch die weißen Haare niemals wirklich alt, sind bis in die Jahre lustig und lebensfroh und alleine die Zahnsituation sagt nicht immer die Wahrheit aus, wie ja im Falle von Cindy zu sehen ist. Uns allen ist es ein Rätsel, wie man ein Tier so arg verkommen und verwahrlosen lassen kann und jeder Tierfreund wird beipflichten, sobald die ersten Fotos von dem 3kg-Zwerg online sein werden.
Vereinbarungsgemäß nahmen wir heute nachmittag unseren ehemaligen Schützling HEXI wieder in unsere Obhut. Energie pur - mehr kann ich nicht sagen. Beim Abendspaziergang lief HEXI wie aufgezogen und man merkte, dass während der Leinenzwangzeit sich einiges an Energie aufgestaut hatte. Ihr liebevolles Frauchen beteuerte mehr als einmal wie sehr es ihr leid tut, aber in diesem Fall ist es absolut die richtige Entscheidung sich zu trennen. HEXI muß zu Herrschaften mit Hundeerfahrung und dem Willen und dem Wissen zur liebevollen aber konsequenten Erziehung. Weiters MUSS dieser kleine Wirbelwind unbedingt die Möglichkeit zum leinenlosen Tollen haben. Sie kommt sofort auf Zuruf zurück, kann also unbesorgt in geeigneter Umgebung freigelassen werden. Frau R. aus Wien konnte diese Anforderungen leider nicht erfüllen und daher gestaltete sich das Zusammenleben für beide äußerst schwierig.
Ein absolut geeignetes Hündchen für die liebevolle und rüstige Pensionisten hingegen wäre und ist die 9-jährige Papillonhündin NIKOLA. Sie ist ruhig, problemlos, geht gerne kurze Spaziergänge und ihr genügt das Leinenleben absolut. Nikola lebte ja bei einer alleinstehenden Pensionistin und suchte sofort die Nähe von Frau R. Obwohl es sich jetzt vielleicht als gefühlskalter "Austausch" anhört - das war es in keinem Fall! Nikola ist ein Schoßhündchen und Frau R. braucht ein Schoßhündchen. Durch die Kniescheibenprobleme soll und darf Nikola nicht allzu viel laufen und sie wird mit den mehrmaligen kurzen Ausflügen mit ihrem Frauchen vollends genug haben. Ausflüge, nach denen Hexi bestenfalls "warm gelaufen" war. Also Ende gut, Alles gut und die Seniorin Nikola ist bestens und passend versorgt und für Hexi werden wir den Platz suchen, den sie zum Glücklichsein braucht.
Am späten Nachmittag hatten wir zum ersten Mal Gelegenheit Frau Anna Luckmann vom Verein "Tierhilfe Nitra" persönlich kennen zu lernen. Bislang hatten wir nur per email oder telefonisch Kontakt aber heute durfte ich Anna eine Kombiladung Sachspenden für das Tierasyl in Nitra in der Slowakei übergeben. Viel Futter, warme Decken, ein Sack voll mit Leinen und Halsbändern und wichtige Hundekörbe für die Ärmsten der Armen in dem völlig überfüllten Tierasyl. Obwohl Zeitnot bestand, konnten wir doch ein wenig plaudern und uns austauschen und eventuell werden wir beim nächsten Transport einige Schützlinge aus Nitra übernehmen können. Anna staunte nicht schlecht, als ich die Türe zu unserem Spendenkeller öffnete und wir alle bedanken uns von ganzem Herzen bei jedem einzelnen Tierfreund, der durch die Übergabe von Sachspenden diesen Hilfstransport erst wieder möglich gemacht hat. VIELEN DANK IM NAMEN DER VIELEN ARMEN HUNDE UND KATZEN IN NITRA !
Morgen ist Heiliger Abend und wir hoffen, dass die verschiedenen Kampagnen gegen lebende Weihnachtsgeschenke endlich gegriffen und zum Umdenken für viele Menschen gedient haben. Die kommenden Wochen werden es zeigen ! Wir selbst werden diesen Tag mit unseren fünf Hundsis und 8 Samtpfoten sehr beschaulich und hoffentlich ruhig und ohne weitere Notfälle verbringen. Friday, 21.12.2007
Der Heilige Abend ist zwar erst in zwei Tagen, aber für drei arme Seelen kann es kaum ein schöneres Weihnachten geben:
Mittags hatten wir Besuch von Daniela T. aus Wien. Sie ist die Dame, welche sich vor einiger Zeit für unseren Schützling CINDY interessierte und bedingt durch meine Überbelastung der letzten Wochen, nicht mit dem gebührenden Engagement betreut wurde. Wir haben alle Missverständnisse aus dem Wege geräumt, uns ausgesprochen und ich habe mich ehrlich sehr gefreut, Daniela und Gatten heute persönlich begrüßen zu können. Nach gründlicher Beratschlagung und Überlegung sind wir gemeinsam zu dem Entschluß gekommen, dass Cindy vielleicht doch nicht die richtige Ergänzung zu ihrem vereinsamten sechsjährigen Katermann ist. Abgesehen davon und während wir so plauderten, hat sich unser Teenie, Glückskatzenmädchen BONINA, ins Herz der beiden geschnurrt, gab Pfötchen und liess die beiden nicht mehr aus den Augen. Nach kurzer Zeit war klar, dass Bonina bei dieser liebevollen Familie einziehen darf und wir hoffen, dass Katermann Aramis die hübsche dreifärbige Bonina akzeptieren wird. Er trauert nach dem Tod seiner langjährigen Gefährtin sehr und muß sich natürlich erst an seine neue Partnerin gewöhnen. Wir halten alle die Daumen und sind gespannt ....
Für die niedliche, etwas betagte und bisweilen sehr arme Mini-Malteserdame MINNI (Taufe erfolgte bei uns) sollte heute ein langer Leidensweg zu Ende sein. Sie wurde uns von der Kremser Tierrettung überbracht, nachdem sie völlig verwahrlost, fast blind und taub vor einigen Tagen herumirrend aufgegriffen wurde. Unfassbar, dass die 2,5 kg schwere Minihündin die letzten kalten Tage und Nächte überlebt hat. Das ohnehin sehr schüttere Fellkleid ist masslos verfilzt, die Stirnhaare sind teilweise mit den Augenlidern verklebt und sie ist verständlicherweise unglaublich nervös und unruhig. Die ersten Stunden nach ihrer Übernahme pilgerte sie noch immer ruhelos und hechelnd durch die Wohnung und nahm kein einziges der angebotenen weichen und warmen Schlafplätze an. Als ich kurz die Balkontüre zum Stoßlüften öffnete, war Minni die erste draussen und legte sich sofort auf den kalten Fliesenboden am Balkon. Als ich sie hier nach etwa fünf Minuten fand (nachdem ich die Wohnung auf den Kopf stellte bei der Suche nach ihr) lag sie da friedlich in der Kälte, als ob das das Natürlichste von der Welt wäre ?!?! Ein fast kahler Minimalteser, der immer oder zumindest sehr, sehr lange draussen leben mußte - was sind das für Menschen, die so etwas dulden oder sogar bewirkt haben! Jedenfalls hat Minni dann doch den weichen Polster vor der Heizung gerne angenommen und die ganze Nacht friedlich und entspannt darauf geschlafen. Morgen werden wir dann die kosmetische Behandlung beginnen.
Das schönste Weihnachtsgeschenk schlechthin hat Besitzer Edin seinem langjährigen Gefährten, Schäfermix WILLI gemacht. Edin teilte mir bereits anfang der Woche mit, dass er sich leider von Willi trennen muß, da nach dem Tode des Vaters in diesem Oktober, die Tagesbetreuungsstelle für Willi wegfällt und er tagsüber in der Wohnung weint. Die Nachbarn machen Terror und so schien dieser schwere Gang der Abgabe von Willi unvermeidbar. Willi wurde also heute von seiner Familie direkt zu Claudia gebracht, nachdem bei uns in Großenzersdorf die administrativen Notwendigkeiten erledigt waren. So lernte ich Willi ebenfalls kennen - ein 10-jähriger sehr lieber, sozialer und gut gehaltener und gut erzogener, mittelgroßer Schäfermixrüde, mit einem Gesicht zum abknuddeln.
Etwa zwei Stunden nach der Übergabe von Willi in Claudia´s Obhut erreichte mich dann die Nachricht von Edin, dass er ohne seinen Willi nicht kann. Er wird einen anderen Job suchen, sich um eine tagesweise Betreuung für Willi bemühen und alles versuchen, aber ohne seinen treuen Hund will er nicht sein. Obwohl schon der Abschied bei Claudia eine herzzerreissende Sache war, wurde Edin und seiner Frau die ganze Tragweite der Sache erst so richtig bewußt, als sie zuhause ankamen. Willi selbst saß massiv trauernd vor der Eingangstüre und er weinte auch - auf seine Weise. Kurzum: nach etwa zwei Stunden wurde Willi wieder von seinem Herrchen und Frauchen, ebenfalls weinend doch diesmal vor Freude, in Empfang genommen. Wir denken, ein schöneres Weihnachtsgeschenk hätte er seinem WILLI nicht machen können ....
Thursday, 20.12.2007
Die letzten Wochen habe ich mich sehr auf unsere heutige Weihnachtsfeier gefreut und endlich ist es soweit. Pünktlich um 19.00 Uhr (ist bei mir leider nicht selbstverständlich und wer mich kennt, weiß das auch ...) trafen wir in unserem Gourmet-Cafe Auvorstadt ein, um unsere Gäste zu begrüßen. Es war ein wirklich wunderschönes und gemütliches Treffen aller unserer Freunde und unermüdlicher Mitstreiter und die Zeit verging wie im Fluge. Dank des Meisterkoch´s Willi und seinem Team konnten wir ein herrliches warmes Buffet schlemmen und konnten endlich einmal völlig entspannt zusammen sitzen. Geplaudert wurde natürlich, wie könnte es anders sein, über unsere Schützlinge und Erlebtes während des letzten Jahres, wir hatten eine wunderbare Bescherung und schlichtweg einen sehr, sehr schönen Abend. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals für die immerwehrende Hilfe und Unterstützung unserer Freunde und Tierschutzkollegen bedanken, ohne deren Mithilfe vieles niemals möglich wäre.
Wir alle haben ein gemeinsames Ziel für das wir unsere Freizeit und täglich viel Einsatz und Liebe geben: armen Tieren in ihrer Not zu helfen so gut es geht und ihnen die Chance auf ein glückliches und behütetes, artgerechtes Leben zu ermöglichen. Dieses Ziel konnte in diesem Jahr für etwa 350 Schützlinge erreicht werden. So ein Erfolg (mag es auch im Angesicht der tausenden und abertausenden armen Geschöpfe wenig erscheinen), kann nur möglich sein, wenn alle gemeinsam hinter einer Sache stehen und wir alle miteinander und füreinander da sind. Genau das wird in unserer kleinen Gruppe Tag für Tag gelebt und ich danke Euch allen für Eure Freundschaft und auch das ungeheure Engagement zum Wohle der Tiere !
Natürlich wurden viele Fotos von diesem tollen Abend gemacht, die in Bälde hier online sein werden.
Wednesday, 19.12.2007
Ein großer Freudentag für Daniela´s Schützling CORA ! Die liebe, noch sehr autoscheue schwarz Mixhündin wurde von einer lieben und verantwortungsvollen Familie aus Wr. Neudorf adoptiert. Bevor die aufregende Übersiedlung stattfand, übte Daniela noch eine Stunde mit Leckerliködern (nichts geringeres als feinste Frankfurter-Würstchen) das furchtlose Einsteigen ins Auto. Nach einigen Versuchen, natürlich bei abgestelltem Motor) fiel es Cora schon wesentlich leichter ins Wageninnere zu steigen. Und der Gusto nach den Würstchen liess dann noch die letzten Restängste verschwinden ... Jedenfalls erfolgte die Übersiedlung völlig problemlos und abends durften wir bereits erfahren, dass Cora interessiert bereits alles erkundet und keine Trennungsprobleme zeigt. Die hübsche Hündin war ja immerhin seit 10. Oktober zusammen mit ihren beiden Welpen, in Daniela´s Obhut und nach so einer langen Zeit fürchten wir uns alle sehr, dass der Abschied unseren Pfleglingen genauso weh tut wie uns selbst. Gott sei Dank stecken die Vierbeiner aber in vielen Fällen, und natürlich unterstützt durch liebevolle Zuwendung und Geduld der neuen Besitzer, die Trennung sehr gut weg - ein kleiner Trost für uns alle ! Wir wünschen der süßen und sehr aufgeweckten Cora und ihrer neuen Familie alles erdenklich Gute und viel Spaß gemeinsam.
Auch Susi´s zweiter Welpe, die kleine Fini wurde heute endgültig von ihrer neuen Familie abgeholt. Fixiert war die Adoption ja bereits seit einigen Tagen, aber aufgrund der Urlaubssituation fand die Übernahme erst heute statt. Finchen wird in Deutsch Lanzberg mit zwei Hunden und Katzen ihr Zuhause teilen und bestimmt viel Spaß haben. Für ihren Bruder Kimmy ist bis jetzt noch kein passender Platz in Sicht, er geniesst bislang noch den Spaß in Claudia´s Obhut.
Leider erreichte mich heute auch eine sehr negative Mitteilung. Die junge Rauhhaardackelhündin HEXI wird wieder ihren Platz verlieren, da ihr neues Frauchen absolut und völlig überfordert ist. Wir wissen selbst sehr gut, wie aufgeweckt und lebendig diese kleine Dackelhündin ist. Bei uns hielt sich die Herumtoberei in den 4 Wänden allerdings ziemlich in Grenzen, da wir HEXI das leinenlose Herumtollen mit anderen Artgenossen mehrmals täglich ermöglichten. Und dennoch: HEXI ist wirklich eine aussergewöhnlich lebhafte, unerschrockene und zeitweise daher eher anstrengende Maus. Ihr Frauchen hielt sie nur an der Leine, zum Teil aus Angst, sie könnte davon laufen und dann auch, da Hexi mit heraushängender Zunge den Wildenten nachjagt. Also aus Maus und nur noch an der Leine. Kann mir lebhaft vorstellen, was der Zwerg dann zuhause aufgeführt haben muß .... und die ansässigen Katzen wußten schon nicht mehr, wohin sie sich zurückziehen sollten. Alles in Allem eine sehr unschöne und unruhige Situation und wir werden HEXI in den nächsten Tagen wieder bei uns willkommen heissen.
Tuesday, 18.12.2007
Unserem Sorgenkind Katze CINDY geht es sehr gut. Sie war ja gestern auch mit bei Nikola´s Tierarztbesuch und muß gegen ihre Zahnfleischentzündung neuerlich Antibiotikum einnehmen. Nicht ganz einfach, dennn Cindy ist nicht die geduldigste Patientien und ich muß ziemlich einfallsreich hantieren, damit das Medikament da landet, wo es landen muß: in Cindy´s Mündchen ! Mittlerweile habe ich auch einiges über Cindy´s Vorgeschichte in Erfahrung bringen können. Bevor Cindy im Spätsommer d.J. in meine bzw. Traude´s Obhut kam, wurde bei ihr bereits eine Zahnsanierung unter Narkose durchgeführt.
Die Originalmitteilung von Cindy´s Retterin und früherer Pflegemama möchte ich hiermit zitieren: "Cindy kommt ursprünglich aus einer Gartenhaltung und bedingt durch einseitige minderwertige Nahrung war ihr Zahnzustand katastrophal, im Mai d.J. wurde eine Sanierung gemacht: es wurden etliche Zähne gezogen und das entzuendete Zahnfleisch in Narkose beschnitten. Auch die "Polypen" im Ohr wurden chirurgisch und antibiotisch behandelt. Zuvor wurde ein FeLv und F??? Test gemacht, war negativ, als Voraussetzung fuer die genannten Behandlungen. Also das Alter nach Anzahl der Zähne zu schätzen ist in Cindy´s Fall irrefuehrend...
Wir werden jetzt in erster Linie das Immunsystem von Cindy stärken, sie zur Ruhe kommen und die neuerliche Antibiotikum-Kur anschlagen lassen. Sie frisst brav, geniesst bürsten und Streicheleinheiten und solange man ihr nicht in den Mund sehen will, ist sie eine ganz liebe und schmusige Katzendame, die wir mit viel Liebe und Geduld bestimmt ganz kerngesund machen werden.
Monday, 17.12.2007
Wie es die niedliche Nikola so ganz mutterseelen alleine in der Wohnung ausgehalten hat, ist kaum vorstellbar. Die Zwergin läßt mich keine Minute aus den Augen und weint sehr, wenn ich die Wohnung verlasse. Zum Glück ist unsere Nachbarin so lieb und kümmert sich, während ich im Büro bin und sie berichtet, dass Nikola sich gottlob nach kurzer Zeit wieder beruhigt und Stille herrscht. Aufgrund ihres Alters kommt ohnehin nur ein Platz bei Pensionisten in Frage (oder vorzugsweise ein solcher) und damit sollte sich dieses einzige Problem auch erledigt haben. Den heutigen Tierarztcheck hat Nikola sehr gelassen hinter sich gebracht. Sie hat eine ungefährliche, mittelschwere Halsentzündung und auch die Ursache für ihren etwas merkwürdigen Gang ist jetzt bekannt: Nikola´s Bänder in beiden Kniescheiben sind zu elastisch und daher kommt es gelegentlich vor, dass die Kniescheiben "herausspringen". Da dies für Nikola aber keine schwere Beeinträchtigung darstellt und sie auch problemlos marschiert und sogar Stiegen steigen möchte, kommt eine Operation zunächst nicht in Frage. Sollten diese Beschwerden sich verstärken oder Schmerzen auftreten (was wir nicht hoffen oder anzunehmen ist), ist allerdings darüber nachzudenken. Die Kleine hat exakt 3,70 kg und somit wird sie ab heute die Stiegen hinab und auch hinauf getragen, um die Kniegelenke so gut es geht zu schonen. Sunday, 16.12.2007
Die letzte Woche vor dem Heiligen Abend bricht an und die damit der Endspurt für viel Unerledigtes. Eigentlich wollte ich nach Büroschluß noch ein bisschen etwas erledigen, aber es kam anders. Seit 10 Tagen lebt die kleine 9-jährige Papillonhündin NIKOLA nach dem Tod ihres Frauchens alleine. Sie wurde zwar gefüttert und nach draußen gebracht, aber sonst war sie alleine. Die Verwandtschaft übergab mir heute abend die kleine, süße und völlig unkomplizierte Zwerghündin und somit hat die Einsamkeit endlich ein Ende. NIKOLA ist zwar etwas kleiner als einige unserer Katzen, brummt sie aber sehr dennoch äußerst "gefährlich" an *ggg*. Unsere Hundsis haben Nikola akzeptiert, als wäre sie schon immer bei uns und umgekehrt auch null Problemo. Morgen erfolgt noch ein Tierarztcheck und dann muß sich nur noch ein liebevoller Platz für NIKOLA finden. Einschränkungen bei der Platzsuche gibt es bei dieser lieben und problemlosen Hündin absolut keine, was ihren Aufenthalt bei uns sicher verkürzen wird.
Dani wurde heute gleich zwei Mal über die Eingewöhnungsfortschritte ihres Schützlings Lilli informiert und es wurde nur Gutes und Erfreuliches berichtet. Super, toll - einfach ein gutes Gefühl, dass sich das Abwarten für Lilli wirklich gelohnt hat. Jetzt wartet noch die hellbraune Nougat und auch die wilde Hummel CORA bei Daniela auf ihre Lebensplätze. Gut Ding braucht eben Weile und auch die beiden werden eines Tages die wohlverdienten Lebensplätze finden. Wir bleiben dran !Saturday, 15.12.2007
Schon der dritte Adventsonntag und ich hoffe, auch für Sie ein so schöner wie für uns !
Für jeden Tierfreund das absolut ultimative Glücksgefühl ! Vormittags noch in einem kalten und überfüllten Tierheim und nachmittags in einer liebevollen Familie. Dank Yvonne und Familie P. aus Klosterneuburg wurde dieser Traum für den lieben Tierheimeinsitzer Schäfermix LENNY Wirklichkeit. Einer unserer ersten Schützlinge fand im Jahre 1994 bei Familie P. einen wundervollen Platz. Jetzt, da Strolchi leider altersbedingt über die Regenbogenbrücke gehen mußte, wurde dieser Platz frei und obwohl man doch bis zum Frühjahr warten wollte, entschied man sich glücklicherweise schon jetzt für einen weiteren armen Hund aus einem Tierheim. Yvonne erledigte die notwendigen Formalitäten und Mikrochip und so ist Lenny seit heute in den besten Händen. Schöner kann ein Adventsonntag nicht sein !
Auch für die junge Glückskatze BONITA beginnt heute in neuer Lebensabschnitt. Yvonne brachte sie mit und diese Woche stehen noch zwei Vorkontrollen an, dann könnte auch Bonita vielleicht schon Weihnachten in ihrer eigenen Familie verleben. Ich kann nicht garantieren, dass sich alles zeitmäßig ausgeht, werde aber mein Bestes für Bonita versuchen.
Auch bei Daniela gab man sich wieder einmal buchstäblich die Klinke in die Hand. Dani betreut ja bereits seit geraumen Wochen die beiden herzallerliebsten, kleinwüchsigen Dackelmixmädchen Nougat und Lilli. Es gab nicht viele Interessenten und die wenigen waren leider auch nicht passend. Aber heute war es dann endlich für die dunkle und sehr liebe LILLI soweit. Spätestens nach dem Spaziergang mit den zukünftigen Dosis stand deren Entscheidung fest und Lilli konnte nach Baden übersiedeln. Wir alle hoffen auch für diesen Schützling, dass die Um- und Eingewöhnung ganz schnell von statten geht und freuen uns schon auf (hoffentlich nur gute) Neuigkeiten.Friday, 14.12.2007
Unserer SUSI geht es in ihrer neuen Familie ausgesprochen gut und sie hat absolut keine Umstellungsprobleme. Ihr Frauchen wird natürlich auf Schritt und Tritt "beschattet" und auch das anfangs wegen Susi´s Untergröße eher skeptische Herrchen hat schon einen "Narren" an Susi gefressen. Diese Nachricht macht uns wirklich sehr glücklich, hatten wir doch schon befürchtet, dass Susi sich sehr viel schwerer tun wird. Gut so, Susi ist nicht der erste Langzeitschützling bei dem wir uns gottlob getäuscht haben. Es zeigt sehr deutlich, dass Liebe und Zuwendung speziell in der Übergangsphase doppelt wichtig und schon die halbe Miete ist.
Samtpfote CINDY hat sich bei uns auch schon eingelebt und stupst und schmeichelt mit unserem niedlichen Jungkater Georgi um die Wette. Nur Hochheben läßt sich Cindy nicht gerne, dafür aber Bürsten, Bürsten und nochmals Bürsten. Selbst unsere Hunde stellen für Cindy kein Problem dar.
