Unser Tagebuch
| Auf die Idee, ein Tagebuch mit den wichtigsten Ereignissen unserer Tierschutztätigkeit einzurichten, haben uns Freunde und Bekannte gebracht, die bereits das zweifelhafte Vergnügen hatten, über einen längeren Zeitraum bei uns zu Besuch zu sein, denn Zeit zum ruhigen Kaffeeplauscherl gibt es fast keine! Wir möchten mit diesem Tagebuch einen kleinen Einblick in unsere täglichen Aktivitäten geben und uns dabei selbstverständlich auf die wichtigsten und interessantesten Ereignisse beschränken. Wir sind sicher, dass Sie hier sehr traurige, manchmal auch amüsante aber leider sehr oft bestürzende und erschütternde Vorkommnisse beschrieben sehen und möchten Sie an dieser Stelle versichern, dass alle gemachten Einträge
100%ig den Tatsachen entsprechen - so unwahrscheinlich sie auch klingen mögen ! | ![]() |
Tuesday, 21.08.2007
WICHTIGE MITTEILUNG:
Unsere Seite wird auf einen anderen Server übersiedelt und wird daher die nächsten Tage offline oder zumindest stark beeinträchtigt sein. Gerold macht was er kann, aber eine solche Verlegung ist sehr umfangreich und arbeitsintensiv. Der neue Server wird wesentlich zuverlässiger sein und unsere wiederholten Ausfälle der letzten Monate sollten damit nicht mehr vorkommen. .
Endlich wieder eine ganz tolle Erfolgsmeldung über einen unserer Schützlinge. Pflegemama Claudia hatte heute Besuch von Interessenten für Merlin und nicht nur der „Funkenflug“ hat geklappt, sondern es sind auch sehr hundeerfahrene Tierfreunde, die speziell mit den Eigenheiten der Lhasa Apso Rasse bestens vertraut sind. Merlin hat in seiner Pflegefamilie während der wochenlangen Betreuungszeit enorm viel gelernt und profitiert und seine Probleme mit anderen Rüden und auch mit dem Nicht-Alleinebleiben-Können haben sich sehr verbessert bzw. sind fast verschwunden. Es war jetzt an uns einen passenden Fixplatz zu finden, wo diese Erfolge geschätzt und auch weiter ausgebaut werden und wo auch weiterhin mit dem sehr wesensstarken Kleinhund in dieser Richtung gearbeitet wird. Und wie es aussieht, haben wir genau diesen Platz für Merlin jetzt gefunden. Am nächsten Dienstag wird der liebe Rüde vom neuen Frauchen übernommen und wir hoffen alle wirklich inständig, dass dies jetzt wirklich die Endstation sein wird. Aller guten Dinge sind drei – absolut nicht wünschenswert aber im Falle Merlin war es offensichtlich notwendig, denn alle Zwischenstationen meinten es mehr als gut, wurden aber leider mit dem kleinen Starrkopf nicht fertig. Manchmal genügt halt nicht nur ein Tier lieb zu haben, sondern müssen auch Kraft und Hundeerfahrung vorhanden sein – unabhängig von der Größe eines Hundes.
Monday, 20.08.2007
Eigentlich habe ich das Gefühl, heute den ganzen Tag "nur Gassi" gewesen zu sein *gggg*. Na ja, ganz so war es nicht aber 4 Stunden insgesamt sind schon zusammen gekommen und dank der Hilfe meiner Tochter Yvonne hatten wir alles ziemlich gut im Griff. Zwischendurch dann ein bisserl Hausarbeit und wieder Besichtigungen und natürlich ein Besuch unserer Freundin im Spital. Margit´s Hand muß leider noch ein zweites Mal operiert werden, bei der gestrigen ersten OP wurde die Sehne genäht und eine Drenage gelegt. Die zweite OP wird dann den kosmetischen Aspekt abdecken und wir hoffen, dass alles gut geht und sie am kommenden Wochenende schon eingegipst nach Hause darf. Margit ist trotzdem gelassen - ja sogar fröhlich und glücklicherweise trägt sie das alles mit sehr viel Humor. FIDI hat heute seine ersten Beisskorb-Anproben ganz friedlich über sich ergehen lassen und wir üben weiter !
Abends konnten wir wieder einer bedürftigen Samtpfote von Yvonne und Emily ein sehr schönes Zuhause bescheren. Das blaue Kartäusermixmädchen BRITTA (sie wird jetzt INDIRA heissen, wird als Zweitkatze zu einem unserer Ex-Schützlinge IRIS in Wien leben. Eigentlich durch Zufall erkannte Ulrike R., die sich gleich in das Foto von Britta verguckt hat, dass ja auch Iris aus unseren Händen (am 2.2.2004) übernommen wurde. Ein sehr liebevolles und gutes Zuhause für die arme Britta, die von Emily nach schweren Verletzungen rund 8 Wochen gesund gepflegt wurde.
Fast zeitgleich zogen aber auch zwei junge Katerchen bei uns ein. Tierfreundin Inge D. aus Obersiebenbrunn rettete die beiden zusammen mit ihrer Mutter, die sich unweit der stark befahrenen Hauptstraße an einer Tankstelle eingenistet hatten. Die beiden Kater sind etwa 3,5 bis 4 Monate jung und sehr hübsch und gut genährt. Das Muttertier wird in Kürze kastriert und wieder in die gewohnte Freiheit entlassen. Inge ist selbst 10-fache Katzenmama und wird weiterhin aufpassen, dass die Mutterkatze immer genügend zu fressen hat, um die beiden Söhnemänner (habe sie Anton und Amon getauft) werden wir uns gerne kümmern.
Ein ganz herzliches Dankeschön an Frau Karin B., die uns wieder drei große Säcke mit Handtüchern und Decken vorbeibrachte und an Frau Wimmer, die zum wiederholten Male einige Säcke mit Medikamenten für bedürftige Tierheime gesammelt und ebenfalls persönlich bei uns vorbeibrachte.
Unserem neuen Schützling PETZI geht es glücklicherweise sehr gut. Die heutige Bürstorgie hat er sehr genossen und geschmiert und Köpfchen gegeben, dass mir beim Hinschauen schwindelig wurde. Er ist ein wirklich sehr anschmiegsamer und lieber Kater. Den gestrigen Zusammenstoß mit Grantler Fidi hat sie völlig unbeschadet überstanden (nicht so er, denn er hat einige Hacker auf der Nase) und er macht überhaupt den Eindruck, als würden ihn die anderen Vierbeiner rein gar nicht interessieren. Petzi ist eine Katze, die sich ohne lange Umwege in die Herzen schnurrt und ich hoffe sehr, dass er bald eine neue Chance auf ein liebevolles, ruhiges Zuhause bekommt. Ab morgen wird sein Foto online sein, er ist ein wunderschöner, stattlicher schwarz-weißer Kater mit einem richtigen Bärli-Gesicht.
Sunday, 19.08.2007
Es sollte ein relativ gemütlicher Urlaubstag mit einigen Besorgungsterminen werden, aber es kam leider völlig anders. Ein einziger Horror wie schon lange nicht mehr !
Angefangen hatte alles vormittags als Pflegemama Margit ihre Besorgnis äußerte, da unser Schützling Dackelmix Timmy ungewöhnlich ruhig und appetitlos war. Da wir den kleinen Racker so nicht kennen, absolut ein Grund zur Besorgnis. Wir wollten uns kurz darauf zu einem gemeinsamen Spaziergang treffen und mit dabei natürlich auch Berti, Jessy und Fidi. So weit so gut aber kurz darauf rangelten Timmy und Fidi ein wenig herum und Fidi nahm dann wie so oft auf unserem Ruhesitz, einem großflächigen Brunnenfundament, hinter Margit und mir Platz. Während ich wieder eines von vielen Telefonaten entgegennahm, wollte Margit ganz automatisch unserem Fidi ein Haar von der Schnauze entfernen und plötzlich hörte ich sie kurz aufschreien. Fidi hatte zugebissen (wahrscheinlich noch aufgewühlt von dem vorhergegangenen Stress mit Timmy) und die Wunde blutete sehr stark. Also sofortiges Heimweg war notwendig und nach der Erstversorgung dann sofort zu unserem Arzt in Großenzersdorf. Der erkannte aber sofort die Notwendigkeit einer chirurgischen Behandlung und schickte uns weiter ins Spital. Nach zwei Stunden Aufenthalt in der Unfallambulanz und einer Röntgenuntersuchung folgte dann die schlimme Gewissheit: Fidi hat durch seinen Biss die Sehne durchtrennt und den Zeigefingerknochen durchbohrt - Margit wurde nachmittags 90 Minuten lang operiert, die Wunde mußte mit zwei Nägeln und einer Platte fixiert werden. Wie lange die arme Freundin im Spital bleiben muß, werden wir frühestens morgen erfahren.
Unglaublich, mit welcher Kraft Fidi da zugebissen haben muß und für uns wirft dieser traurige und unverständliche Vorfall wieder einiges an Fragen auf. Was, wenn Fidi einmal ein Kind derart verletzt ? Er kennt Margit seit langem und sollte sich eigentlich nicht wirklich bedrängt vorgekommen sein ? Er hat nicht nur abgewehrt, sondern auch nachgebissen. Ab sofort ist der Beisskorb aktiviert, speziell wenn wir Besuch erwarten.
Wirklich eine schlimme Sache aber das war noch nicht das letzte Unglück an diesem Montag!
Als ich gegen 16.00 Uhr dann wieder zu meinem Auto kam, dass vor dem Spital abgestellt war, hat ein vorheriges Unwetter sämtliche Sitze durchnässt. Da ich die Fenster alle einen breiten Spalt offen hielt, da wir Timmy im Auto hatten, konnte dieses Missgeschick passieren. Nasse Autositze - kein angenehmes Gefühl aber doch gegen das eben erlebte ein Waldspaziergang.
Abgelenkt durch all den Stress hatte ich völlig übersehen, dass mein Dieselvorrat zu Ende ging. An jedem anderen Tag hätte ich es bestimmt noch bis zu einer Tankstelle geschafft (ich fahre leider zu oft bis zur bitteren Neige ...) aber nicht so heute ! Plötzlich war funkstille, ein zartes Stottern und aus der Traum. Zum Glück konnte ich noch in eine Busstation ausrollen und dann folgte ein ziemlicher Fußmarsch zur nächsten Tankstelle. Wäre auch nicht soooo schlimm gewesen, würde es nicht Schusterbuben geschüttet haben ... Jetzt war ich wenigstens gleichmäßig durchnässt und nicht nur mein Hosenboden.
Die Besorgungen wurden anschliessend verständlicherweise auf das Nötigste reduziert, also ab nach Hause. Gleich als ich hereinkam fiel mir ein ungewohnter intensiver Geruch auf. Der gesamte Küchenboden war mit Katzenhaaren und feuchten Flecken übersät und FIDI (wieder einmal!) wurde gerade von Kater Petzi attackiert. Petzi war aber auch ziemlich aufgeregt und sein Fell stellenweise nass. Fidi selbst hatte ein total rotes rechtes Auge und einige blutige Hacker auf der Nase. Ich kann nur vermuten: Fidi wird in die Küche gestiefelt sein (Türen schliessen hat bei unserem "Türöffner" Julia momentan nicht wirklich viel Sinn) und Petzi wird ihn gebremst haben - und fertig war der Salat. Zum Glück sah und roch alles schlimmer als es war und sowohl Fidi als auch Petzi kamen mit dem Schreck davon. Mit buchstäblich letzter Kraft reinigte ich noch die Küche und der Tag bzw. Abend ging ins Finale.
Gegen 23.00 verabschiedete sich Adi in Richtung Schlafzimmer, mußte aber an der Kratzbürste Julia vorbei, die auf dem Schränkchen vor der Schlafzimmertüre saß. Ein kurzer, zweimaliger Krallenschnalzer und: Adi blutete (und war stinksauer). Wieder Wundversorgung und in diesem Moment wurde mir/uns die durchaus momentan sehr bedenkliche Situation in unseren 4 Wänden klar. Jede Menge Problemtiere oder besser gesagt: Tiere mit ziemlichen Problemen im seelischen Rucksack.
Alle 5 Minuten pfaucht aus einem anderen Eck "etwas" und sollte es einmal einige Zeit still sein, treibt Katzenteenie HEIDI ihr Unwesen. Momentan kratzt sie gerade an unserer Ledergarnitur, dass mir die Mitleidstränen in die Augen schiessen. Zum Glück an der Rückseite !
Was soll´s: ich werde mich dann in Kürze auch zur wahrlich wohlverdienten Ruhe begeben und hoffe, dass mich morgen früh keine großartigen Katastrophen erwarten.
Ach ja, eine kleine Winzigkeit sollte nur zur Vervollständigung erwähnt sein. Da Yvonne´s Zimmer nicht verschlossen war (den Schlüssel hatte sie leider mitgenommen) ahnte ich nichts Gutes, als die Türe einen kleinen Spalt offen war. Julia hat sich wieder einmal ihren Weg gebahnt und damit ja keine Langeweile aufkommt, auf der Bettdecke ihr großes und auch kleines Geschäft hinterlassen. Ein Klaks der Bettzeugwechsel zu später Stunde und den notwendig gewordenen und aktuell eingeschobenen Waschvorgang habe ich dann für morgen vorgemerkt.
Tagwache muß morgen ohnehin bereits um etwa 7.00 Uhr sein, denn ich muß auch mit Margit´s beiden Hunden CINDY und ALADIN die Morgenspaziergänge machen. Das bin ich meiner verletzten und sehr verständnisvollen Freundin einfach schuldig und ihre beiden erwachsenen Kinder haben keine Zeit ! Das einzige Problem ist nur, dass die weiße Schäferhündin CINDY nicht die Verträglichste ist und daher immer eine Einzelrunde absolviert. Anschliessend kommt dann Aladin dran und natürlich meine vier Fellnasen (denn ab sofort ist ja auch Schützling TIMMY wieder bei uns). Die ersten zwei Morgenstunden werden also in der Botanik verbracht, dann folgt ein Spitalsbesuch und dann die Mittagsrunde usw... Herrliche Aussichten, da kommt so richtig Urlaubsfeeling auf !
Saturday, 18.08.2007
Tagsüber konnten wir durch die Mithilfe einiger Freunde und Verwandter wieder viel in unserem Garten weiterbringen. Insgesamt 4 Anhängerfuhren Altholz (4-5 sind noch immer zu entsorgen) und zwei Mulden gefüllt mit alten Dachziegeln und Maurerziegelwerk mußten wir händisch einsammeln und aussortieren - und dass alles bei schwüler Hitze. Nach sechsstündiger Glauberei waren wir alle nicht nur dreckig sondern auch hundemüde, aber dennoch zufrieden denn es ist wieder Einiges geschafft.
Abends zog dann der liebe schwarz-weiße Seniorkater PETZI bei uns ein. Sein Frauchen ist kürzlich verstorben und leider kann Petzi von seiner Familie wegen massiver Allergie nicht selbst behalten werden. Der liebe, rüstige Katersenior war noch niemals ausserhalb seiner vier Wände und hatte niemals Kontakt zu anderen Artgenossen oder Hunden. Die Eingewöhnung bei uns habe ich mir aber weitaus schlimmer vorgestellt, denn Petzi hat sofort einen etwas erhöhten Platz auserkoren und überblickt von da ziemlich gelassen was so abgeht. Er läßt sich gerne streicheln und bisher gab er keinen einzigen Pfaucher von sich. Ich hoffe sehr, das dies so bleibt und er die Umstellung gut übersteht.
Die Freude bei Gasthündchen Stupsi war grenzenlos, als ihre Familie sie heute abends wieder abholte. Die kleine Hündin war völlig ausser sich vor Freude und brachte abwechselnd sämtliches Spielzeug zu Frauchen und überschlug sich förmlich. Nach einem kurzen Gespräch betreffend die überstandene Scheinträchtigkeit und damit verbundene Notwendigkeit einer baldigen Kastration (die nach völligem Abklingen der Milchproduktion sicher durchgeführt wird) verliess uns dieser liebe Feriengast samt geliebter Familie wieder. Friday, 17.08.2007
Die herzige schwarz-weiße Schmutznase CHARLOTTE hat ihre ganz eigenen Dosis ! Freue mich wirklich sehr für das herzige Katzenmädchen, dass ab heute mit einem gleichaltrigem, bisher einsamen Katerchen in Wien Favoriten zusammenleben wird. Charlotte´s neue Familie ist sehr tierliebend und sie haben ihren Kater Murphy vor einigen Wochen halb verhungert und sehr krank ausgesetzt aufgefunden und gesund gepflegt. Jetzt, wo Murphy ein gesunder und lebhafter Jüngling wurde, fehlt ihm nur noch eine Spielgefährtin zum Glücklichsein. Ich hoffe, dass die beiden Teenies gut miteinander auskommen und viel Spaß zusammen haben werden.
Die bei uns zurück gebliebene herzige HEIDI tröstet sich indessen mit unserem Fidi und Gasthündchen Stupsi. Heidi umschmeichelt die beiden und hat ihren neuen Lieblingsplatz auf meinem Schoß entdeckt. Dass Charlotte nicht mehr da ist berührt sie bisher nicht wirklich, wie es scheint. Die letzten Tage war mir verstärkt aufgefallen, dass Charlotte sehr grob mit der zierlichen Heidi umging und Heidi oft fiepsend flüchtete. Heidi ist die eher ruhigere und wurde von Charlottchen doch ziemlich unterbuttert. Die Trennung der beiden, natürlich jeweils zu einem passenderen Artgenossen, war aus dieser Sicht wahrscheinlich sogar positiv. Thursday, 16.08.2007
Den heutigen Tag verbrachten wir zur Gänze mit Besorgungen und Besichtigungen von allem Möglichen für unser neues Heim. Ganz schön stressig und schwindelerregend anstrengend bei dieser Affenhitze. Für morgen hat sich eine sehr liebe Familie für eines unserer Katzenmädchen angemeldet und ich hoffe, dass es klappt.Wednesday, 15.08.2007
Unser Schützling JULIA fühlt sich von Tag zu Tag heimlicher und schon die letzten Tage bzw. Nächte wunderten wir uns über die geöffnete Schlafzimmertüre. Seite heute nacht aber weiß ich, dass Julia dieser Türöffner ist. Sie springt solange gegen die Türschnalle bis das Ziel erreicht ist.
Vereinzelt trudeln einige Anfragen per mail für unsere Schützlinge ein, aber entweder sagen die Leute schon vor dem ersten Termin ab oder kommen ohne abzusagen überhaupt nicht. Wir schreiben diese enorme "Stille" der Urlaubszeit zu, könnte aber auch seinen Ursprung in der unglaublichen Welpenschwemme, speziell aus dem Ausland, haben. Wie auch immer: es ist zu still und das ist speziell für unsere Schützling schlimm, da sich damit die Eingewöhnung bei ihren Pflegefamilien stark verlängert und die Trennung dadurch nicht einfacher wird. Wir können nur an alle Tierfreunde appelieren, sich auch um erwachsene Tiere zu bemühen - die entgegengebrachte Dankbarkeit ist grenzenlos und wenn das Tier in die Familie passt, auch die Freude der Zweibeiner !Tuesday, 14.08.2007
Die Urlaubsmoral der Besitzer unserer Gastkatze Strizzi erinnert mich sehr an unsere *ggg*. Die Herrschaften fühlten sich in ihrem Urlaubsdomizil absolut nicht wohl und ihre Mietze ging ihnen ab. Nach Abwägung aller Für und Wider ging es dann heute kurzerhand 4 Tage früher als geplant, wieder ab nach Hause. Gleich nach der Ankunft in Wien kamen sie zu uns, um ihre Strizzi abzuholen. Die liebe Seniorkatze fühlte sich bei uns nicht wirklich wohl, hatte aber zwischenzeitlich ihren Hochsitz zusammen mit Kratzbürste Julia bezogen und nahm sogar die Mahlzeiten etwas abgehoben zu sich. Jedenfalls ist Strizzi bestimmt über den verkürzten Aufenthalt bei uns am wenigsten böse und wird heute schon wieder in gewohnter Umgebung ganz die Alte sein.
Unser Schützling Julia wurde heute zum ersten Mal von mir gebürstet, ohne dass ich blutete. Hurra ! Zugegeben etwas bestochen mit frischem Thunfisch aus der Dose (ohne Öl natürlich) konnte ich sie während ihrer Mahlzeit einige Minuten lang frisieren. Julia hat vor raschen Bewegungen offensichtlich Angst und muß daher auf einen ruhigen, kinderlosen Fixplatz abgegeben werden. Wenn man ihr genug Zeit gibt, ist sie bestimmt eine sehr liebe Katze mit kleinen Eigenheiten, wie die ja bei instinktiven Katzen nicht so selten sind.
Apropos Eigenheiten: unsere beiden jüngsten Katzenmädchen Heidi und Charlotte sind anstrengender als 5 Senioren. Sie fetzen durch die Wohnung, kein Türspalt ist zu eng für die beiden Teenies und unsere Regale werden einfach abgeräumt, wenn Heidi meint, dort jetzt ihr Erholungsschläfchen abhalten zu wollen. Andauernd rumpelt es irgendwo oder fliegen Dekostücke umher - die beiden Racker sind unglaublich agil und kennen auch vor meiner schönsten Deko-Holzkatzen keinen Respekt - alles fliegt, auch wenn´s keine Flügel hat. Die beiden Hübschen würden sich in einer Wohnung mit Sicherheit zu beengt fühlen und die Platzsuche wird sich daher auf Freilaufplätze konzentrieren.Monday, 13.08.2007
Leider ist wieder einmal ein Serverproblem aufgetreten und so war unsere Seite von gestern nachmittag und heute den ganzen Tag offline. Viele liebe Stammbesucher teilten mir das heute auch telefonisch mit, leider kann ich auf diese Störungen keinen Einfluß nehmen, ausser penedrant telefonisch und per e-mail unseren Betreuer quälen .... Ich möchte mich an dieser Stelle stellvertretend für den Ausfall entschuldigen und für die Geduld unserer Besucher bedanken.
Die Wochen laufen ja nur so dahin und wir haben geplant, in unserem Urlaub einiges für unser neues Heim zu besorgen. Die Gartenarbeiten schreiten stetig voran, nächste Woche sind bereits die Betonarbeiten für die Umzäunung geplant und einiges mehr. Anstatt uns in Freibädern zu tummeln werden wir Möbelhäuser (hoffentlich sind die klimatisiert) durchstreifen - hört sich schön an, ist es auch aber auch sehr, sehr anstrengend !
Stubsi, Fidi und Timmy geht es gut, die Beschwerden klingen ab, bzw. sind nicht mehr vorhanden. Dank der großartigen Betreuung von Tierärztin Renate war die Behandlung wie immer ein voller Erfolg.
Sunday, 12.08.2007
Mein erster Urlaubstag und als einer der treuesten "Fans" von Renate, verbrachte ich meinen ersten arbeitsfreien Tag zu einem Drittel in der Tierarztpraxis. Aber so unbeschwert und einfach "nur ein Besuch" war es natürlich nicht ! Unser Urlaubsgast Stubsi macht Sorgen. Sie ist seit zwei Tagen appetitlos und allem Anschein nach schwer scheinträchtig. Die Rüden sind verrückt nach der kleinen Yorkihündin und die Milchproduktion hat voll begonnen. Das alles ist zwar im Rudel sehr unangenehm aber dennoch muß bei solchen Symptomen auch immer eine gefährliche Gebärmutterentzündung ins Auge gefasst und unbedingt tierärztlich abgeklärt werden. Und das taten wir denn heute auch.
Die vergangene Nacht war äußerst unruhig und nicht sehr schlafintensiv, denn unser Fidi hat abends mit einem massiven Hustenanfällen begonnen und in Abständen von 5 oder 10 Minuten die ganze Nacht hindurch ziemlich schlafraubend gehustet. Auch unser Schützling TIMMY begann mit denselbem Reizhusten, also waren meine Nachbarin Margit und die drei Wauzis von 12.30 bis gegen 16.00 bei Renate. Alle Fellnasen wurden behandelt, Stubsi ist gottlob "nur" scheinträchtig muß aber nach deren Abklingen unbedingt kastriert werden. Ich hoffe, die Besitzer dieses Zuckermaus werden den dringenden Ratschlag von Renate auch beherzigen.
Fidi und Timmy haben eine Mandel- und Kehlkopfentzündung, müssen die nächsten 5 Tage Medikamente nehmen und haben abends schon keinen einzigen Hustenanfall mehr gehabt.
Jetzt, wo alle unsere Schützlinge wieder versorgt sind, kann mein Urlaub ja beginnen. Freue mich schon darauf ....
Friday, 10.08.2007
So einen Tag wie heute gab´s in den letzten Jahren wahrlich noch nicht viele.
Am Vormittag sollte die 13-jährige Westihündin Betty zu uns kommen aber kurz vor dem Termin informierte mich die Tochter der Besitzerin, dass Betty´s Frauchen jetzt aus dem Spital heimgekommen ist und ihre Hündin noch bis zur Einlieferung ins Pflegeheim bei sich haben möchte. Sicher ist es enorm schwierig für Betty´s Frauchen los zu lassen und vielleicht wendet sich doch alles noch zum Guten und Betty kann überhaupt bleiben, wo sie die letzten 13 Jahre war.
Kurz darauf trafen die Leute mit der sehr lieben einjährigen Mixhündin AMY ein, um sie wegen privater Veränderungen und nachdem nach wochenlanger eigener Suche kein Platz gefunden werden konnte, sie in unsere Obhut zu geben. Es war nicht wirklich einfach durch den momentanen Überbelag bei uns dennoch einen liebevollen Pflegeplatz zu organisieren und fast zeitgleich mit Amy war auch Rebecca aus Purkersdorf zur Stelle um ihren neuen Pflegegast kennen zu lernen. Wir machten einen langen gemeinsamen Spaziergang, es wurden Fotos von Amy gemacht, alle notwendigen Infos ausgetauscht und abschliessend die Sachen von Amy von einem Auto in das von Rebecca geladen. Nach etwa 1 1/2 Stunden sollten dann noch die notwendigen Formalitäten erledigt werden und genau jetzt läutete das Telefon und eine Bekannte von Rebeccas jungem Frauchen gab bekannt, dass sie die liebe und problemlose Hündin fix aufnehmen möchte ?!? Also alles retour und wir verabschiedeten Amy mit unseren besten Wünschen und hoffen, dass sich die neue Besitzerin über die Tragweite ihrer Verantwortung der Hündin gegenüber im Klaren ist. Amy ist eine wahrlich zauberhafte, hübsche und sehr liebe Hundedame und wir wünschen ihr nur das Allerbeste. Rebecca fuhr dann doch etwas enttäuscht wieder heim nach Purkersdorf und versprach mir, für den nächsten Notfall wieder auf der Matte zu stehen. Danke vielmals dafür, es wird bestimmt nicht lange dauern, bis wir darauf zurückkommen.
Am frühen Nachmittag hatten wir dann Besuch von Familie Sch. aus Wien, die seit drei Jahren die liebe Hündin Sheila von uns bei sich haben. Heute übergaben sie uns ihre geliebte Hauskatze Strizzi bis nächsten Sonntag als Kostkind, bis sie nächsten Sonntag aus dem Urlaub zurückkehren. Strizzi ist 9 Jahre, war noch nicht sehr oft auswärts und ist dementsprechend verhalten uns gegenüber. Ich hoffe, dass wird sich bald geben und sie kann auch einige nette Tage bei uns verleben. Wir werden sehr gut auf Strizzi acht geben und wünschen den Dosis einen erholsamen Urlaub in der Steiermark!Thursday, 09.08.2007
Heute ist mein letzter Arbeitstag vor Urlaubsantritt und dementsprechend viel los und erst gegen 20.00 aus dem Büro heim gekommen. Den ganzen Tag über gab es einige Anfragen (leider nichts wirklich passendes für unsere Schützlinge) und leider auch jede Menge "Notfälle". Morgen sollen wir ja zwei Fellnasen übernehmen, es ist alles vereinbart und ich bin schon sehr gespannt auf unsere neuen Pfleglinge. Wednesday, 08.08.2007
Charlotte und Heidi sind scheinbar eingelebt, springen und spielen und kennen absolut keinen Respekt vor ihren großen Artgenossen und auch nicht vor unseren Hunden. Die beiden sind sehr aneinander gewöhnt (sie lebten ja bereits einige Wochen in Emily´s Obhut) und wir werden daher bei diesen beiden Mädels auch auf einen Katzenfan warten, der beiden gemeinsam ein neues Zuhause geben möchte.
Die dreifärbige Julia hat sich ihren Lieblingsplatz auf dem höchten Küchenkästchen ausgesucht. So hat sie den perfekten Überblick. Sie kommt aber schon recht oft von ihrem Hochsitz herunter und läßt sich streicheln, jedoch ganz behaglich ist ihr noch nicht dabei und manchmal gibt sie dann ihren effektvollen Pfaucher von sich. Aber im Großen und Ganzen geht es bergauf und von Aggressivität keine Spur.Tuesday, 07.08.2007
Es war schön heute abend nach längerer Zeit wieder einmal Yvonne zu Besuch zu haben, wenn es auch wieder nur ein Blitzbesuch war. Sie kam natürlich nicht mit leeren Händen, sondern brachte die beiden schwarz-weißen jungen Katzenmädchen HEIDI und CHARLOTTE mit, für die es bereits eine sehr liebe Familie aus NÖ gibt, die sich für das Geschwisterpärchen interessiert.
Leider habe ich gestern und auch heute nichts mehr von der grauen Tigerkatze gesehen. Die Futterschale wird zwar täglich gefüllt und ist auch leer gefressen, aber von "Tschitschi" (so habe ich sie genannt, damit es beim Rufen schön zischelt ..) leider keine Spur. Aber die Katzenfalle steht parat und sobald sie sich wieder blicken läßt, kommt sie zum Einsatz.
Einige Notrufe haben uns in den letzten Tagen auch erreicht und wie es aussieht wird in den nächsten Tagen ein 13-jähriger Westirüde und eine Labradorhündin in unsere Obhut übergeben. Die betagte Besitzerin des Westirüden muß leider in ein Pensionistenheim in dem Haustiere nicht mitdürfen. Die genaue Vorgeschichte der Labimixhündin werde ich noch erfragen, wenn es so weit sein wird. Monday, 06.08.2007
Die Fortschritte unserer Kratzbürste Julia sind enorm. Sie liegt schon ganz selbstbewußt zwischen unseren anderen Samtpfoten und sieht auch keine Veranlassung die anderen Vierbeiner zu "bekämpfen". Auch die Hunde werden völlig in Ruhe gelassen. Meine Hand wird interessiert abgeschnuppert und fallweise, je nach Lust und Laune kommt mir vor, auch zaghaft angepfaucht. Aber von Aggression keine Spur - wenigstens etwas !
Heute hatte Schäferhündin GINA Besuch von einem tierlieben, rüstigen Pensionisten, der leider kürzlich seinen Schäfermixrüden in hohem Alter über die Regenbogenbrücke gehen hat lassen müssen. GINA gab Pfötchen, legte ihren Kopf auf den Schoß und in den nächsten Tagen wird sich zeigen, ob Gina´s instinktive Überredungskünste Früchte getragen haben. Daumen halten bitte für diese ausserordentlich liebe und brave Hündin !
Frau Wimmer brachte heute wieder einen großen Sack mit dringend notwendigen Medikamenten vorbei, die aussortiert und dann an geeignete und bedürftige Tierheime weitergeleitet werden. Vielen herzlichen Dank dafür !
Abends hatten wir sehr lange Besuch von Interessenten für unsere Wohnung und leider hat sich Fidi wieder von seiner ruppigen Seite gezeigt. So schnell konnte ich die tierlieben Leute nicht warnen, saß Fidi schon neben ihnen und ..... schnappte zu. Blut floß und Betaisodona und Wundpflaster waren wieder einmal im Einsatz. Warum und wieso Fidi den ruhigen Gast in den Finger biss wird unaufgeklärt bleiben. 
