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Unser Tagebuch


Auf die Idee, ein Tagebuch mit den wichtigsten Ereignissen unserer Tierschutztätigkeit einzurichten, haben uns Freunde und Bekannte gebracht, die bereits das zweifelhafte Vergnügen hatten, über einen längeren Zeitraum bei uns zu Besuch zu sein, denn Zeit zum ruhigen Kaffeeplauscherl gibt es fast keine! Wir möchten mit diesem Tagebuch einen kleinen Einblick in unsere täglichen Aktivitäten geben und uns dabei selbstverständlich auf die wichtigsten und interessantesten Ereignisse beschränken. Wir sind sicher, dass Sie hier sehr traurige, manchmal auch amüsante aber leider sehr oft bestürzende und erschütternde Vorkommnisse beschrieben sehen und möchten Sie an dieser Stelle versichern, dass alle gemachten Einträge
100%ig den Tatsachen entsprechen - so
unwahrscheinlich sie auch klingen mögen !
Obwohl wir bereits seit 1992 aktive Tierschutzarbeit betreiben, sind diese Aufzeichnungen erst ab Anfang November 2005 geführt, da über die länger zurückliegenden Ereignisse keine wirkliche objektive Berichterstattung mehr möglich wäre. Da wir Sie beim Lesen ja nicht ermüden wollen, haben wir uns bei unseren Einträgen auf die wirklich interessanten Ereignisse beschränkt, die täglichen 20 bis 30 Telefongespräche sind nicht extra angeführt.



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Wednesday, 05.09.2007

Zwei 1 1/2jährige Katzendamen, die bisher bei Yvonne Kost und Logie genossen, wurde heute von einem sehr tierlieben Katzenfan gemeinsam adoptiert. Der Herr hatte sich quasi mit einem Anforderungsprofil für seine neuen Mitbewohner an uns gewandt und MONI und STUBSI passen dafür haargenau. Andreas P. wollte auf jeden Fall zwei nicht zu junge Samtpfoten, da er beruflich sehr eingesetzt ist und seine Haustiere doch versorgt und beschäftigt wissen will. Das Kennenlernen war fast nur noch eine Formsache aber er war ganz entzückt von den beiden herzigen und absolut zutraulichen Katzendamen. Auch Yvonne ist über diesen Platz sehr glücklich, denn die beiden Katzendamen lagen ihr besonders am Herzen. Wir alle wünschen Andreas und seinen Samtpfoten viel Spaß zusammen und freuen uns auf gute Nachrichten und natürlich wie immer auf Fotos!
Frei nach der Devise: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung" liefen wir heute zweimal im strömenden Regen mit unseren Hundsis in der Botanik umher. Begegnungen gab es nur sehr selten und die Freude unserer Vierbeiner hielt sich auch in Grenzen. Speziell Fidi schaute etwas schief und wäre am liebsten gleich wieder umgekehrt. Berti ist da wesentlich widerstandsfähiger und Jessy folgt mir ohnehin auf Schritt und Tritt. Abhärtung ist gefragt, denn bis morgen abends soll´s ja so weiterwascheln und da bleibt uns nur Durchbeissen übrig.
Super gute Nachrichten hörte ich heute von unserem Ex-Schützling MONI (sie hiess bei uns Momo). Ihr Frauchen ist mehr als begeistert und schilderte mir in den zufriedensten Tönen, welches Glück sie mit Moni hätte. Mit den beiden Katzen gibt es absolut keine Probleme und Moni weiß mittlerweile ganz genau wo ihre Leckerlis verstaut sind und dass ihr Ruheplätzchen auf, und nicht unter, dem Sofa ist. Auf jeden Fall ist Moni´s Frauchen überglücklich und ich bin überzeugt, dass auch Moni sehr zufrieden ist.

Tuesday, 04.09.2007

Nach einem Tag wie gestern ist es ungemein schwierig zur Tagesordnung über zu gehen. Es ist fast ein Glücksfall, dass im Büro so viel aufzuarbeiten ist, und keine Zeit zum Nachdenken bleibt. Nur manchmal überkommt mich plötzlich eine unwahrscheinlich große Traurigkeit und bei der Heimfahrt in strömendem Regen hätte ich am liebsten mit dem Himmel mitgeweint. Der Abend verlief entsprechend ruhig und das war auch gut so, denn heute wäre ich kein guter Berater oder Gastgeber.

Monday, 03.09.2007

Gestern galt mein letzter und heute mein erster Gedanke unserem Petzi. Hätte ich nicht erst drei Wochen Urlaub hinter mir, hätte ich einen Urlaubstag genommen, um schon vormittags Gewissheit zu haben. Petzi reagierte zwar wie immer auf mich, verweigerte aber nach wie vor das Futter und hielt sich auffällig lange bei der Wasserschüssel auf. Als er dann wieder in seine Höhle verschwand, fuhr ich schweren Herzens ins Büro. Es war klar, dass wir abends zum Tierarzt fahren und Renate schob uns, trotz vollem Wartezimmer und einiger OP´s, bereitwillig ein und so trafen wir gegen 22.30 Uhr mit unserem Patienten in der Ordi ein. Immer noch dachte (oder besser hoffte) ich an Zahnprobleme, als jedoch kurz darauf Renate mit sehr besorgtem Blick unseren Schützling genau untersuchte, wurde uns immer kälter und kälter. Was dann folgte, war die niederschmetterndste Diagnose seit langem: es gibt nicht viel, das bei Petzi noch gesund war. Er litt an Anemie, Gelbsucht (hervorgerufen durch massive Schädigung der Leber) und kranken Nieren (was auch sehr deutlich durch den typischen Geruch erkennbar war). Ausserdem waren starke Herzgeräusche zu hören und ein tennisballgroßer Tumor im Bauchraum tastbar. Die Appetitlosigkeit lag leider nicht an Zahnproblemen, sondern Renate meinte, dass Petzi unter starker Übelkeit leiden müßte, da der gesamte Stoffwechsel und die Vergiftungsorgane nicht mehr funktionieren. Er wollte zwar fressen, alleine der Geruch schreckte ihn dann aber ab. Keiner wollte es aussprechen, aber nachdem wir die notwendigen Therapieschritte (Infusionen und Flüssignahrung ohne Aussicht auf Genesung sondern lediglich Verlängerung um einige Wochen) vorgeschlagen bekamen, wich die letzte Hoffnung und wir entschieden uns, den lieben, treuen und so sanftmütigen Katermann zu erlösen. Er schlief einige Minuten nach Mitternacht in meinen Armen ein und ist jetzt wieder mit seinem geliebten Frauchen vereint. Die Heimfahrt war für Adi und mich schrecklich und obwohl wir Petzi nur wenige Tage bei uns hatten, hinterläßt er eine sehr große Leere und Lücke. Petzi gehörte zu denjenigen Tieren, die schon nach wenigen Atemzügen starke Bindung aufbauen - wir werden ihn vermissen und sicher niemals vergessen.
Auch Claudia mußte heute eine wahre Hiobsbotschaft durch Tierarzt Alibegovic erfahren. Sie nahm zusammen mit ihrem Schützling SHEILA den ersten Morgentermin zur Untersuchung war und die Röntgenaufnahmen zeigten, dass die Gelenkskapsel für die vorhandene Gelenkspfanne zu klein gewachsen ist. Dies ist der Grund, warum Sheila´s Gang sehr schlacksig und unnatürlich erscheint und sie für ihr Alter unüblich ruhig ist. Die verordnete Therapie für Sheila besteht aus Ruhestellung, Gelenksmedikation und falls sich keine Besserung einstellt, in etwa 5-6 Monaten eine Korrekturoperation. Freilich ist Claudia auch am Boden zerstört und leidet mit ihrem Schützling mit.
Sehr Gutes und Beruhigendes ist von JOSY zu erfahren. Sie lebt sich schön langsam ein und orientiert sich sehr an Akim und Maggy, die ihr bei der Eingewöhnung sicher sehr helfen. Eine sehr beruhigende Situation und wir alle freuen uns von Herzen für die liebe Josy.
Noch bevor wir zum Abendtermin zu Renate aufgebrochen waren, hatten wir vereinbarten Besuch von einer sehr lieben Familie aus Wien und unser zweiter Jungkater TONI II (Findling aus Obersiebenbrunn) hatte ebenfalls seine neuen Dosis gefunden. Auch er wird bei einem ansässigen Jungkater in Wien weiterleben und mit Sicherheit ein wunderbares Leben bei dieser verantwortungsvollen und sehr engagierten Familie mit zwei sehr tierlieben Schulkindern, führen dürfen. Unsere allerbesten Wünsche für alle Zwei- und Vierbeiner und viel Spaß miteinander.

Sunday, 02.09.2007

Mein letzter Urlaubstag hatte es in positiver Hinsicht voll in sich !
Große Freude für Pflegemama Dani und "ihre" JOSY. Wir trafen uns am frühen Nachmittag alle zur Übergabe im 11.Bezirk in einer gepflegten und ruhigen Gartensiedlung. Hier wird Josy mit viel Liebe
und in Geborgenheit weiterleben (sie kam am 3.März mit ihren sehr jungen Welpen zu Dani!) und trotz des schweren Abschied´s sind wir alle sehr glücklich und voller Dankbarkeit für die liebe Tierfreundin Frau G., die Josy diese wunderbare Möglichkeit schenkt. Unser Schützling wird mit 5 allerliebsten und sehr hundefreundlichen Katzen und 2 Hunden (Maggy, ebenfalls einer unserer Ex-Schützlinge und dem aus schlechter Haltung gerettetem Schäferrüden Akim) hier noch sehr viele schöne Jahre verbringen. Danke nochmals, liebe Dani, für die monatelange aufopfernde Pflege und Betreuung von Josy und an ihre neue Besitzerin !
Anschliessend ging es, zusammen mit Interessenten für Momo, weiter zu Pflegemama Inge nach Obersiebenbrunn. Momo (sie wird fortan Moni gerufen) erkannte sofort die Gutmütigkeit ihres neuen Frauchens und brachte aus jedem Eck des Hauses ihre geliebten Bälle zum Spielen hervor. Moni wird weiterhin in Korneuburg in einem Haus mit Garten bei einer rüstigen Pensionistin leben und endlich die Aufmerksamkeit erhalten, die die sechsjährige Hündin so braucht und mit unendlicher Dankbarkeit belohnt. Wir wünschen den beiden Damen das Allerbeste und noch viele schöne gemeinsame Jahre.
Abends hatte dann noch TONI, unser junger Katermann aus Obersiebenbrunn, das Glück von einer sehr tierlieben Familie adoptiert zu werden. Die schöne, geräumige Wohnung im 11. Bezirk ist ausgesprochen katzengerecht eingerichtet gesichert und für absolut jede Art der Abwechslung ist bestens gesorgt. Toni wird gemeinsam mit einem jungen und einem etwas betagterem Kater weiterhin zusammenleben und bestimmt viel Spaß haben und nach Strich und Faden verwöhnt werden.
Einige Sorgen macht uns seit gestern unser Seniorkater Petzi. Der herzige Kater sabbert plötzlich sehr stark und hat offensichtlich Probleme beim Beissen. Das Ersatzfutter, drei Suppenlöffel flüssiges Schlagobers, hat er mit großem Appetit geschleckt. Das deutet stark auf Zahnprobleme hin und wir werden in Kürze bei Renate vorstellig werden.
Gleichermassen besorgt ist Pflegemama Claudia wegen ihrem Schützling Sheila. Claudia hat genau beobachtet, dass Sheila´s Hinterbeine bzw. ihr Gang zur Besorgnis Anlass geben und sie wird in den nächsten Tagen einer Röntgenuntersuchung unterzogen, um das genau abzuklären.

Saturday, 01.09.2007

Ein wunderbarer, familiärer Sonntag, den wir in der Nähe von Lilienfeld bei Verwandten "am Bauernhof" verbrachten. Natürlich wurde auch hier über verschiedene Tierschutzthemen gesprochen (wo nicht, wo wir auftauchen ?!?) aber im speziellen um Tiertransporte und die absolut verwerfliche inhumane Behandlung von Nutztieren. Ich bin sehr glücklich, dass meine Verwandten einen absolut vorbildlichen Bauernhof mit Freilaufstallungen für fast 40 Kühe betreiben und zusätzlich noch 12 Pferden als Schützlinge des Pferdeschutzverbandes betreuen. Bei diesen Pferden handelt es sich ebenso um gerettete und aus schlechter Haltung befreiter Tiere, die hier ein herrliches und beschütztes und vor allem artgerechtes Leben führen können. Es ist mir und uns allen absolut klar, dass die Antwort auf "keine Nutztierhaltung" nur vegan geführtes Leben sein kann aber es muß doch möglich sein, all die immer noch bestehenden Missstände bei der Nutztierhaltung und Grausamkeiten beim Transport der Tiere abzuschaffen. Steter Tropfen höhlt den Stein und hoffentlich resultiert bald ein Umdenken der Menschen und der Gesellschaft zum Wohle der Tiere.

Friday, 31.08.2007

Leider war der heutige Besuch für unseren Spitzbuben Timmy nicht wirklich erfolgreich. Irgendwie stimmte die Chemie nicht und unser Timmy ist nach wie vor unser Gasthündchen. Ein ganz wichtiger Punkt, der mir immer häufiger auffällt ist der, dass sehr viele Kinder (bereits unter 10 Jahren) zur Hundebetreuung, zumindest bis die Eltern vom Beruf nach Hause kommen, herangezogen werden sollen. Wie soll dass denn in der Praxis funktionieren ? Und kann man einem so jungen Kind bereits Hundebetreuung überantworten ? Was tut ein Kind wenn der Hund beim Spaziergang von einem anderen attackiert oder belästigt werden sollte ? Wie lange hat ein Kind dieses Alters Spaß an einer solchen Verantwortung bei Wind und Wetter hinaus zu müssen? Diese und noch sehr viele Fragen mehr sollten sich diese Eltern stellen, bevor sie eine solche Entscheidung für ihre Kinder treffen. Leider ist der kleine Timmy nicht sehr fotogen, denn jeder der den Winzling kennenlernt ist ganz begeistert von ihm und seiner süßen Art, nur die telefonischen Anfragen sind eher selten.
Umso erfreulicher war dafür aber der heutige Besuch von Dani und Josy beim neuen Frauerl. Josy taut immer mehr auf und wirkt total relaxed und vertrauensselig. Heute lief sie schon ihrem Frauchen nach, obwohl Dani in der Nähe war. Selbstredend dass die Freude darüber grenzenlos groß ist und der Übergabetermin wurde heute definitiv mit Montag fixiert.
Vor einiger Zeit berichtete ich über ein grau getigertes Katzerl, dass ich regelmäßig mit Futter versorge und sehr gerne in Sicherheit wüßte. Heute nachmittag erhielt ich einen Anruf eines Nachbarn, ob mir vielleicht ein solches Katzentier abgehen würde, denn auch dieser Familie fiel das offensichtlich herrenlose Tier seit längerem auf und auch hier wurde gefüttert. Diese Familie hatte mehr Zugang zu der Mietze und die Herrschaften brachten sie dann nachmittags zu uns. Leider ist GIGI (Name von mir) sehr scheu und dürfte keine anderen Artgenossen kennen. Momentan sitzt sie noch ziemlich verängstigt im Esszimmer und ich hoffe, sie wird bald Zutrauen zu uns fassen. Bin jedensfalls sehr beruhigt, dass sie jetzt in Sicherheit ist und ein warmes Plätzchen mit regelmäßter Verpflegung hat.
Heute kam das versprochene Keks-Paket von Tierfreundin Vera speziell für Leckermäulchen Fidi. Großen Dank dafür von unseren Fellnasen, ich werde diese Leckerlis sorgfältig treuhänderisch verwahren und gerecht aufteilen.

Thursday, 30.08.2007

Pflegemama Daniela hatte heute den ersten Besuch mit Josy in ihrem neuen (vielleicht)-Zuhause absolviert und berichtete mehr als positiv überrascht, dass Josy sich absolut wohl zu fühlen schien, die Katzen zwar interessiert beschnupperte, und auch mit den anderen Vierbeinern null Probleme zeigte. Dani war verständlicherweise mehr als glücklich über diese Entwicklung und wir werden sehen, was es morgen über Josy zu berichten gibt. Hoffentlich ebenso beruhigend Gutes !
Für morgen erwarte ich endlich Besuch einer sehr tierlieben Familie für unser Energiebündel TIMMY! Ganz unverständlich, dass wir diesen putzigen, braven, problemlosen Kleinsthund schon mehr als 6 Wochen betreuen, ohne dass sich ein passender Platz finden läßt. Für kommenden Montag könnte es auch für unseren Schützling MOMO klappen. Die Ferienzeit ist großteils vorüber und das schlägt sich auch an der Anzahl der Anfragen für unsere Schützlinge nieder. Quantität ist natürlich losgelöst von Qualität und eine genaue Selektion ist mehr als angebracht, aber immerhin: die unangenehme Stille hat ein Ende. Gott sei Dank!

Wednesday, 29.08.2007

Herbstlich, kühl - ich lebe auf ! und unsere Vierbeiner ebenso. Berti ist wieder im Ballfieber, Fidi versucht die Feldmäuse bis zum Äquator aufzustöbern, Jessy hüpft mit ihren 14 Lenzen wie eine Junghündin und unserem Pflegling Timmy ist die Witterung ohnehin egal, er ist immer guter Laune und springt und seckiert die Älteren bis hin zur bereits normal gewordenen knurrenden Verwarnung. Von uns aus könnte ein schöner, lauer, trockener Herbst schon beginnen !
Pflegemama Daniela grübelt, zusammen mit Frau G., wie die bevorstehende Übersiedlung von JOSY am schonendsten über die Bühne gehen könnte. Die geplanten Besuche von Josy´s neuem Frauerl sind nicht wirklich so zielführend wie erwartet, denn die scheue Hündin weicht nicht von Dani´s Seite und bockt vor der Haustüre. Dani hat daher den Vorschlag gemacht, zusammen mit Josy die nächsten Tage zu Frau G. nach Hause zu fahren. So kann auch gleich die Katzenverträglichkeit beobachtet werden und auch wie Josy mit den ansässigen Fellnasen zurecht kommt. Diese Besuche wird Dani bis zum Wochenende täglich unternehmen und dann anfang nächster Woche Josy da lassen. Bei unserem heutigen, sehr langem Telefonat wurde klar, wieviele und gute Gedanken sich Dani über ihren Schützling macht. Für mich nicht wirklich etwas Neues aber unbedingt erwähnenswert, denn sehr viele Tierhalter machen sich leider um das Wohl ihrer ganz eigenen Tiere nicht halb so viel Kopfzerbrechen wie unsere Pflegefamilien um eigentlich wildfremde Schützlinge. Ein riesengroßes Dankeschön dafür im Namen Eurer Fellis !

Tuesday, 28.08.2007

Den heutigen, regnerischen und gottlob kühleren Tag verbrachte ich größtenteils vor dem PC um den lästigen Bürokram der letzten Wochen zu erledigen. Ziemlich viele Telefonate so nebenbei und abends kam Besuch für unseren Handicapkater Lucky. Er wurde bestaunt und man wird sich melden !?! So lieb und anschmiegsam Lucky schon zu mir ist, so kratzbürstig zeigte er sich heute bei den Leutchen. Also nicht verwunderlich, dass man dann Bedenkzeit braucht ....Lucky´s neue Dosis müssen sich schon auf eine gewisse Eingewöhnungsphase einstellen, jedoch hat er einmal Vertrauen gefasst, zeigt er seine Krallen nur mehr sehr, sehr selten. So wie bereits vor einigen Tagen, machte auch heute wieder Petzi sehr gekonnt auf sich aufmerksam und brachte die Leute ins Grübeln. Bei Petzi ist halt das ziemlich hohe Alter abschreckend - einige Lenze jünger und Petzi wäre bereits adoptiert.
Auch Dani hatte heute Besuch von einer uns sehr gut bekannten und lieben Tierfreundin samt Familie. Josy hat den männlichen Part des Besuches nicht verbellt - welch´ ein Fortschritt ! Frau G. hat bereits zwei unserer Ex-Schützlinge in ihrer Familie und durch einen Todesfall wurde jetzt wieder ein Platz für einen Vierbeiner sozusagen frei. Da diese Familie immer nur Augen für die Ärmsten der Armen hat, möchten sie die nächsten Tage Josy regelmäßig besuchen um ein klein wenig Vertrauen und Bindung aufzubauen und in der kommenden Woche könnte die Umsiedlung erfolgen. Dann sind noch zwei kleinere Hürden zu nehmen: 1.) die ansässigen Katzen müssen toleriert werden und 2.) auch die ansässigen, sehr verträglichen Hunde. Sollte alles wie geplant ablaufen, hätte die niedliche mittelgroße Hündin einen wahren Traumplatz - wir alle hoffen das Beste und würden viel drum´ geben, könnten wir Josy die Trennung von "ihrer" geliebten Dani erklären! Aber noch sind ja einige Tage Zeit und hoffentlich wird ja alles nur halb so schlimm.

Monday, 27.08.2007

Ganz, ganz pünktlich war das zukünftige Frauchen von Merlin bei Claudia eingetroffen. Ich habe ja Merlin schon wieder einige Wochen nicht mehr gesehen und was Claudia und Familie bei dem ehemaligen Stenkerer vollbracht haben, ist absolut bewundernswert. Merlin fordert bereits Bruno und andere Artgenossen zum Spielen auf und auch bei ganz fremden männlichen Artgenossen ist es nicht mehr er, der anfängt zu streiten. Wir sind absolut sicher, dass Frau W. aus Wien die immerfort notwendige und konsequente Erziehung von Merlin weiter betreiben wird und er damit auch fortan "Hund sein" darf und nicht die stressige Führungsrolle in seiner Familie übernehmen muß. Wir wünschen Merlin und Frauchen nur das Allerbeste und sind schon sehr gespannt auf die ersten (hoffentlich guten!) Nachrichten.
Claudia´s Schützling Sheila (die blauäugige Podencomixhündin) ist fremden Menschen gegenüber sehr scheu und wußte nicht in welches Winkerl sie sich zurückziehen sollte, nur weil ich einige Fotos von ihr machen wollte. Also wieder eine Herausforderung für Pflegemama Claudia, ganz konträr gelagert zu den Problemchen von Merlin aber nicht weniger wichtig für eine gute Lebensqualität der jungen Hündin, die aus Bulgarien nach Österreich gebracht und hier brutal bei einer Müllinsel entsorgt wurde (wie wir zwischenzeitlich recherchiert haben!).
Fast den ganzen Nachmittag verbrachte ich bei Claudia und anschliessend auch bei Daniela. Dani´s Langzeitschützling JOSY, die mehr als ängstliche Schnauzermixhündin, machte großartige Fortschritte, seit ich sie das letzte Mal besuchte. Josy hat mich heute nicht verbellt und war auch sonst eher an Schoßsitzen interessiert als an "sich zurück zu ziehen". Es ist unglaublich toll, was auch Dani da vollbracht hat und ich bin sehr stolz auf meine Freunde, die es mit jedem "Hundeflüsterer" aufnehmen können. Für morgen ist Besuch für JOSY angekündigt und wir drücken ganz fest die Daumen !
Riesig freuen konnte ich mich heute über einen echten Traumplatz für unser Zuckerpüppchen HEIDI ! Das hübsche blau-weiße Katzenmädchen wird in Wien 15; in einer katzensicheren und sehr tierlieben Familie mit einer weiteren Jungkatze weiterleben und wir wünschen ihr und ihren lieben und sehr verantwortungsvollen Dosis viel Spaß.

Sunday, 26.08.2007

Meine letzte Urlaubswoche ist angebrochen und wenn ich an all die Dinge denke, die ich mir noch zu erledigen vorgenommen hatte, werde ich beim Nachdenken müde. Aber was soll´s: Ärmel hochkrempeln und durch !
Margit war heute zur Kontrolle ihrer Bisswunde bestellt und gottlob ist alles soweit in Ordnung. Leider muß unser geduldiges "Fidi-Opfer" zweimal pro Woche in die Unfall-Ambulanz zum Verbandswechsel und das die nächsten acht Wochen. Jetzt ist aber zumindest die Infektionsgefahr gebannt und von daher sollte es keine Komplikationen mehr geben.
Seniorkater Petzi wird mit jedem Tag lieber und zutraulicher. In all den bisherigen Jahren hatten wir selten so ein liebes, sanftmütiges und überaus anschmiegsames Katzerl in unserer Obhut. Dieser Katermann ist etwas ganz Besonderes und jedes mal wenn ich die Küche betrete, kommt er mir freudig gurrend entgegen und wartet auf seine Streicheleinheiten. Bürsten liebt der hübsche Kerl über alles, davon kann er überhaupt nicht genug bekommen. Heute wurde er entwurmt und auch dabei gab es keinerlei Probleme oder Gegenwehr - einfach spitze dieser Petzi und für jeden Katzenfreund ein Lotto-Sechser !
Unser Fidi hat seit kürzlich seine Vorliebe für Dragee Keksi und Milchschnitten entdeckt. Für so einen kleinen Leckerbissen zwischendurch macht er ganz freiwillig Männchen wie ein Zirkushündchen und bittet und bettelt mit den Vorderbeinchen bis ein Stück abfällt. Heute früh machte er mir etwas Sorgen, da er pardout nicht die ganze Gassirunde mitwollte und einfach umdrehte, aber abends als es etwas kühler war, ging´s dann wieder wie gewohnt dahin. Immerhin hatte es heute wieder stolze 30 Grad und mehr und wir alle wären über eine Abkühlung mit Sicherheit nicht böse *gg*.
Es gab die letzten Tage einige Anfragen für unsere Jungkatzen, aber leider nicht passend für unsere Samtpfoten. Die heutige Vorkontrolle bei einer Jungfamilie im 14. Bezirk ergab, dass unsere junge Heidi auf einen Freilaufplatz kommen sollte, wo bereits drei Katzen auf der nahe gelegenen Hauptstraße ihr Ende gefunden haben. Grundsätzlich habe ich absolut nichts gegen Freilaufplätze für Katzen, jedoch nicht unmittelbar neben Hauptstraßen oder stark befahrenen Verkehrswegen. Diese Leute hatten bei unserem Telefonat davon kein Sterbenswörtchen verlauten lassen und ich mußte ihnen jedes kleine Detail förmlich aus der Nase ziehen. Es schien für die Herrschaften auch durchaus zum Alltag zu gehören, dass "ihre" Katzen auf der Straße den Tod finden - von Traurigkeit oder Bedauern keine Spur. Traurig nur, dass sie sehr bald eine neue Katze von irgendwo anders her bekommen werden. Einer unserer Schützlinge wird es bestimmt nicht sein.
Claudia und Daniela waren heute wieder mit ihren Schützlingen beim Tierarzt zum Impftermin. Dani´s Schützling GINA ist seit gestern läufig und Josy sollte eigentlich die nächste sein. Das erschwert natürlich die Betreuung ungemein, denn es muß spezielle Vorsicht an den Tag gelegt werden - von den liebestollen fremden Rüden gar nicht zu sprechen. Aber die beiden Freunde werden auch das beispielhaft meistern, sie wurden schon mit ganz anderen Problemen fertig und lassen sich durch solche "Kleinigkeiten" nicht aus der Ruhe bringen. Ich freue mich schon auf morgen nachmittag auf einen längst fälligen Besuch in Inzersdorf. Morgen sollte ja Schützling Merlin abgeholt werden und bei dieser Gelegenheit können wir wieder einmal ein Plauscherl einschieben.

Saturday, 25.08.2007

Unsere Homepage ist wieder die „Alte“. Die Übersiedlung auf den neuen Serverplatz ist abgeschlossen und dank einer Nachtschicht von Gerold, funktioniert alles wieder wie gewohnt. Unserem Betreuer ein großes Dankeschön dafür und ich hoffe, dass Ausfälle ab jetzt der Vergangenheit angehören ….
Jetzt sind von mir einige Einträge nachzuholen und ich bin bereits emsig am Schreiben und Eintragen ! Die heutige Nacht wird wieder eine sehr kurze werden.

Friday, 24.08.2007

Als ich gegen 9.30 das erste Mal auf meine Handys blickte, hatte ich bereits einige Anrufe in Abwesenheit. Eine Nummer bereits mehrmals und sie kam mir sofort bekannt vor. Als ich wenig später zurückrief, meldete sich ein sehr aufgeregter Herr E. aus Pitten und kurz darauf traf er zusammen mit Kater Petzi wieder bei uns ein. Die Lebensgefährtin stellte die Haare auf (obwohl der Einzug eines Haustieres angeblich genau besprochen wurde !?!) Ich war absolut sprachlos und natürlich sehr wütend und werde in Zukunft wieder auf die Anwesenheit ALLER im Haushalt lebender Personen bestehen. In diesem Fall schien es so, als würde Herr E. einen Singlehaushalt führen – es war von einer Lebenspartnerin niemals im Geringsten die Rede ! Sehr seltsam allemal und unter diesen Umständen bin ich froh, den herzigen Petzi wieder in unserer Obhut zu haben.
MOMO geht es bei Inge ausgesprochen gut und wir hören nur Gutes ! Die bisher anscheinend stark unterforderte Hündin liebt Wasserspiele und kann nicht genug davon bekommen, Bälle aus dem Biotop und dem Swimmingpool geholt zu bekommen – das bedeutet, Inge schmeißt und Momo bellt, solange bis der Ball wieder geholt wurde. Aber auf jeden Fall haben beide Spaß dabei und mit den Katzen klappt es ebenso hervorragend.

Thursday, 23.08.2007

Wieder einmal ein positiver, sehr ausgefüllter und äußerst zufriedenstellender Tag !
Nach meinem mehrstündigen Gassievent fuhr ich in die Klinik, um Margit abzuholen. Obwohl ich die Spaziergänge mit Margit´s Hunden Cindy und Aladin mehr und mehr genoß, waren diese doppelten Spazierrunden zu jeweils einer Stunde und mehr doch sehr aufwendig und schmiessen meine Planungen ziemlich über den Haufen. Es war natürlich das Mindeste was ich tun konnte und wir sind Margit sehr dankbar, dass sie diesen bedauerlichen und schmerzhaften Zwischenfall so freundschaftlich auf sich beruhen lässt - Streicheleinheiten kann Fidi sich von Margit allerdings nicht mehr erwarten !
Am frühen Nachmittag übernahmen wir einen unserer Ex-Schützlinge. Die Terriermixhündin MOMO war seit 19. September 2001 bei ihrer Familie und musste jetzt wegen massiver Veränderungen abgegeben werden. Selbstverständlich zurück zu uns und Margit begleitete mich zu unserer Bekannten Inge D. nach Obersiebenbrunn, die sich als neue Pflegestelle für klein bis mittelgroße Weibchen zur Verfügung gestellt hat. Inge ist eine Katzenmama und da wir bei unserem heutigen Besuch kein Problem zwischen Momo und den Katzen zeigte, hat die liebe sechsjährige Hündin hier die Chance in Ruhe auf eine neue Familie warten zu können. Vielen Dank liebe Inge – jede Pflegestelle ist ungeheuer wichtig und wir sind sehr, sehr dankbar !
Wieder zuhause angekommen wurden wir bereits vom Interessenten für unseren Lucky erwartet (wie immer war ich etwas später dran – mein täglicher Kampf gegen die Zeit war wieder einmal verloren) und Lucky hatte fast seinen perfekten Dosi gefunden. Aber eben nur fast, denn plötzlich kam der zuckersüße Seniorkater Petzi aus seiner „Schlafhöhle“ und umschmeichelte Herrn E. nach allen Regeln der Katzenverführungskünste und als Petzi noch Pfötchen gab und Herrn E. über die Wange strich war die Entscheidung gefallen. Der 12-jährige extrem zugängliche und liebevolle schwarz-weiße Hauskater wurde nach nur 4 Tagen Zwischenstation bei uns, adoptiert und wird in einer Wohnung in Pitten als geliebter Einzelkater weiterschnurren. Wir wünschen dem dankbaren und lieben Katermann noch viele schöne Jahre und danken Herrchen, dass er sich vom hohen Alter Petzi´s nicht abschrecken ließ. Ich traue mir absolut zu sagen, dass er seine Entscheidung niemals bereuen wird müssen.
Lucky ist also weiterhin bei uns und hat von all dem nicht wirklich etwas mitbekommen. Irgendwie bin ich darüber auch erleichtert, denn die Trennung von Lucky wird bestimmt nicht leicht. Dennoch haben wir uns entschlossen für Lucky einen Einzelplatz zu suchen, denn er würde sich in ruhiger, stressfreier Umgebung ohne Vierbeiner bestimmt wohler fühlen.

Wednesday, 22.08.2007

Margit geht es den Umständen entsprechend sehr gut und ich darf sie morgen mittags von der Klinik abholen. Unserer armen Freundin wurde eine Schiene einoperiert, damit Sehne und Knochen wieder zusammenwachsen können. Diese Schiene wird in 8 Wochen wieder herausoperiert.
Wegen der enormen Unruhe zwischen unseren Samtpfoten, habe ich mich entschlossen, unsere Kratzbürste Julia in unsere Katzenpflegestelle zu Traude und Beatrix zu übersiedeln. Julia kann sich mittlerweile auch die Türen öffnen und somit ist der jetzige Katzenbereich jederzeit auch für unsere Hunde zugänglich – das muß verhindert werden, um unseren Samtpfoten die nötige Rückzugsmöglichkeit zu geben. Abgesehen von diesem Problemchen, ist Julia absolut unverträglich und pfaucht und pratzelt jeden Vierbeiner unentwegt an. Die anderen Mietzen sind entsprechend verstört und speziell unsere zuckersüsser Seniorkater Petzi lässt sich schon nicht mehr sehen. Bei Traude ist Julia zusammen mit Cindy in einer sehr großen Wohnung ohne sonstige Vierbeiner alleine und sollte sich dort auch wesentlich wohler fühlen. Da wir uns aufgrund des sehr schwierigen Charakters von Julia auf eine längere Betreuungszeit einstellen müssen, scheint diese Übersiedlung für alle Samtpfoten das Beste zu sein.

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