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Unser Tagebuch


Auf die Idee, ein Tagebuch mit den wichtigsten Ereignissen unserer Tierschutztätigkeit einzurichten, haben uns Freunde und Bekannte gebracht, die bereits das zweifelhafte Vergnügen hatten, über einen längeren Zeitraum bei uns zu Besuch zu sein, denn Zeit zum ruhigen Kaffeeplauscherl gibt es fast keine! Wir möchten mit diesem Tagebuch einen kleinen Einblick in unsere täglichen Aktivitäten geben und uns dabei selbstverständlich auf die wichtigsten und interessantesten Ereignisse beschränken. Wir sind sicher, dass Sie hier sehr traurige, manchmal auch amüsante aber leider sehr oft bestürzende und erschütternde Vorkommnisse beschrieben sehen und möchten Sie an dieser Stelle versichern, dass alle gemachten Einträge
100%ig den Tatsachen entsprechen - so
unwahrscheinlich sie auch klingen mögen !
Obwohl wir bereits seit 1992 aktive Tierschutzarbeit betreiben, sind diese Aufzeichnungen erst ab Anfang November 2005 geführt, da über die länger zurückliegenden Ereignisse keine wirkliche objektive Berichterstattung mehr möglich wäre. Da wir Sie beim Lesen ja nicht ermüden wollen, haben wir uns bei unseren Einträgen auf die wirklich interessanten Ereignisse beschränkt, die täglichen 20 bis 30 Telefongespräche sind nicht extra angeführt.



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Tuesday, 06.11.2007

Husten und auch Halsentzündungen gehen um und gleich zwei unserer Schützlinge mußten dieser Tage deswegen zum Tierarzt. Der liebe Pinschermixrüde CHARLY wurde von Melanie und Consti zum TA gebracht und auch Pflegemama Daniela mußte mit Hundemama CORA den Husten tierärztlich abklären lassen. Nichts Tragisches zum Glück und in einigen Tagen werden die beiden Fellnasen wieder wohlauf sein.
Sehr wohlauf ist auch unsere kleine SUSI. Sie legt täglich in jeder Beziehung zu und hat mittlerweile ihre Vorliebe für Mauslöcher und auch unsere Katzenkinder entdeckt. Den ganzen Tag ist sie hinter den kleinen Quirlen her und putzt und wäscht die Kleinen mit aller erdenklichen Hingabe. Auch ihren drei Welpen, die bei Claudia & Manfred heranwachsen, geht es bestens und auch sie legen jetzt zu, sind verspielt und interessiert, wie es sich für Welpen dieses Alters gehört. In einigen Tagen wird Claudia sicher das Startzeichen zur Einschaltung geben und dann wollen wir, dass gesunde und kräftige Hundekinder aus unserer Obhut entlassen werden. Lieber eine Woche mehr als eine Stunde zu früh vergeben werden, damit sich die neuen Tierhalter und unsere Schützlinge gleichmassen mitsammen wohlfühlen können.
Nach langer Karenz konnten wir heute wieder einmal einer Samtpfote ein neues und sehr gutes Zuhause bescheren. Keines unserer direkten Mitbewohner, sondern ein Pflegling von Yvonne. Die silbergraue, etwa 1,5 jährige, kastrierte Katzendame MILINKA wurde mit großer Freude adoptiert und wird in Wien 22; als Einzelkatze weiterschnurren dürfen. Milinka hatte es nicht gut in ihrem bisherigen leben. Irgendwo im Schulhof, im Keller geboren, vom Wurf übrig geblieben, mehr schlecht als recht war sie über die Runden gekommen. Hie und da gefüttert von tierlieben Menschen, meistens aber mit Steinen beworfen und verjagt. Jetzt hat auch für dieses Tier der lange Leidensweg ein glückliches Ende gefunden und wir wünschen Milinka und ihrem netten Frauchen alles Gute und viel Spaß zusammen.

Monday, 05.11.2007

Heute gab es das erste Echo auf unsere vielen Einschaltungen und der süße Pekinesenbub LUKAS ist ab sofort allerbestens versorgt. Seine neue Familie aus Wien hat kürzlich ihren Pekinesen "Hugo" im jungen Alter von erst 7 Jahren an Herzversagen verloren und wir hoffen sehr, dass Lukas die herrschende Trauer etwas lindern kann - für genügend Abwechslung wird der kleine Wirbelwind auf jeden Fall sorgen. Die Herzen seiner neuen Dosis hat die Zuckerschnauze fraglos im Sturm erobert und zauberte ein berührtes Lächeln auf das Gesicht seines zukünftigen Frauchens. Die tierlieben Leutchen sind glücklich und ich ebenfalls, denn ab morgen kann ich wieder auf einen Gassi-Dreh zurückschrauben, was in Zeiteinheiten immerhin zwei Stunden Ersparnis pro Tag bedeutet.
Die wirklich guten Interessenten für unsere Samtpfoten machen sich immer noch sehr rar und die Katzenjugend teufelt durch die Wohnung, dass einem manchmal Hören und Sehen vergeht. Aber gut so, ist ein sicheres Zeichen für Wohlbefinden und besser könnte es gar nicht sein.
Unsere Suche nach den Tierquälern, die die beiden Perserkatzen brutal ausgesetzt hatten, blieb bisher in dieser Richtung leider ergebnislos. Allerdings meldete sich eine sehr tierliebe Familie aus Oberpullendorf, und boten spontan an, die beiden Stubentiger gemeinsam aufzunehmen. Wir haben ein Treffen für das kommende Wochenende vereinbart und ich weiß, dass die Tierfreunde mit Sicherheit sehr begeistert von den inzwischen sehr zutraulichen Findlingen sein werden. Die beiden haben in den letzten beiden Tagen sehr an Zutrauen zugelegt und bewegen sich schon ziemlich sicher durch das Rudel ihrer Artgenossen. Seit gestern zeigen sie sich auch bei der Futterschüssel und lassen sich bereitwillige bürsten und streicheln. Wirklich schön zu sehen, dass die Angst aus den Tieren weicht und die Erholung voran geht. Daneben werden wir selbstverständlich nicht aufhören nach diesem Abschaum zu suchen, der mit solcher Rohheit diese beiden lieben und problemlosen Katzen ausgesetzt hat.

Sunday, 04.11.2007

Die große Anzahl unserer Schützlinge, momentan lassen uns 11 Katzen und 6 Hunde bei sich wohnen *ggg*, zwingt etwas zum Umdenken und neu organisieren. Gassi gehen mit 6 Hunden gleichzeitig, wo jeder irgendwie andere Vorlieben entwickelt, ist nicht wirklich machbar und so heißt es um 45 Minuten früher Tagwache und es werden einfach zwei gut organisierte "Gassischichten" geschoben. Und das mindestens 3x pro Tag. Zum Glück hilft die ganze Familie zusammen und so läßt sich Beruf, jede Menge Hausarbeit (denn die Katzenmenagerie macht leider jede Menge Mist und Unfug) und unser kleines 24-pfötiges Rudel unter einen Hut bringen. Allerdings gehe ich jeden Tag schwer geschafft, bereits vor meiner üblichen Zeit, buchstäblich in die Knie und hoffe stark, dass der Stress sich bald legen wird.
Unser kleine, einstmals vor nicht ganz drei Wochen noch schwer kranke SUSI erholt sich allerbestens und hat schon kräftig zugelegt. Momentan ist sie leider läufig und kann sich vor Verehrern kaum erwehren. Sogar unser kastrierter Berti ist ganz hin- und hergerissen und hofiert Susi nach allen Regeln der Rüdenkunst. Aber am verliebtesten ist unser FIDI - sobald sich ein Zeitfenster öffnet, wird auch er unter´s Messer kommen.

Saturday, 03.11.2007

Die beiden Pekinesenbuben haben sich schon etwas beruhigt und "dulden" jetzt unsere völlig verduzten Wuffis auch schon. Nur wenn es um Leckerlis geht, versteht speziell der winzige LUKAS absolut keinen Spaß - er knurrt und quietscht und beisst um sich wie ein Wilder. Mit den Katzen funktioniert es sehr gut und im Großen und Ganzen sind die beiden herzigen Kleinhunde relativ problemlos. Stiegensteigen muß noch gelernt werden und beim Gasserln ist große Angst vor anderen Hunden zu beobachten. Aber das sind Kleinigkeiten, die die beiden mit unserer Hilfe, bestimmt bald im Pfotengriff haben werden.
Die beiden armen Perserkatzen sind noch sehr verschreckt und kaum zu sehen. Eigentlich wollte ich heute die beiden ganz vorsichtig kosmetisch behandeln, werde das aber wohl auf später verschieben. Ein paar Knöpfe und Fellknoten einige Tage länger zu behalten wird den beiden bestimmt nicht mehr schaden als sie jetzt unter Panik zu setzen und noch mehr als nötig zu stressen. Mir würde es wesentlich besser gehen, wenn ich die beiden beim Fressen sehen würde, aber daran denken die beiden armen Samtpfoten anscheinend noch nicht.

Friday, 02.11.2007

Heute gingen wieder einige Hilferufe ein und zwei neue Vierbeiner sind bei uns spät nachts eingezogen. Es sind zwei Pekinesenbuben, ca. 1,5 Jahre jung und sehen unserem verstorbenen BORIS zum Verwechseln ähnlich. Die beiden stammen aus einem Tierasyl in Ungarn und wurden vom Verein ACA aus schlimmen Verhältnissen gerettet. Wir haben die beiden PAULO und LUKAS getauft und nach anfänglichen Keifereien kehrte dann endlich gegen Mitternacht die ersehnte Ruhe ein. Die beiden selbstsicheren kleinen "Kämpfer" wurden müde und somit vergassen sie auch unseren Berti verjagen zu wollen ...
Momentan gibt es leider fast nur Zugänge und die Unruhe innerhalb der Gruppen wächst mit jeder neuen Fellnase. Es bedeutet für die Tiere eine ständig neue Gruppensituation und das ist für uns alle sehr anstrengend und auch unsere Vierbeiner wirken gestresster als sonst. Unsere kleine Tierschutzgruppe betreut momentan folgende bedürftige Tiere, natürlich zusammen mit unseren eigenen vierbeinigen Familienmitgliedern:
--> bei Claudia & Manfred lebt Labradormixrüde DJUKE und drei kleinwüchsige Welpen
--> bei Daniela lebt Mutterhündin CORA mit zwei Welpen und die beiden Dackelmix-Teenies NOUGAT und LILLI
--> bei Inge erholt sich die zuckersüsse Dackelmixhündin JARA von den Tierheimstrapazen,
--> Melanie & Constantin betreuen den mittelgroßen Pinschermixrüden PRINZ,
--> Familie Z. aus Raasdorf hat den weißen Mixrüden CHIPPY in ihrer Obhut,
--> bei Traude und Beatrix leben seit einigen Monaten die beiden Samtpfoten CINDY und JULIA, für die wir immer noch kein passendes Platzerl finden konnten und
--> und in unserer Familie in Großenzersdorf lebt die kleinwüchsige Yorkimixdame SUSI, die beiden Pekinesenrüden LUKAS und PAULO, sowie die Samtpfoten Merlin & Felix, 5 Katzenbabies, Kater Pezi und seit gestern die beiden ausgesetzten Perserkatzen BEAUTY und FELI.
WER KENNT DIESE BEIDEN PERSERKATZEN BZW. DEREN BESITZER ? DIE BEIDEN WURDEN FREITAG NACHTS IN GROSSENZERSDORF AUF EINEM FELD NEBEN DER STRASSE AUSGESETZT !
HINWEISE WERDEN AUF WUNSCH VERTRAULICH BEHANDELT ! VIELEN DANK !


in diesem Druckerkarton luftdicht verschnürt war Beauty - ihr drohte der Erstickungstod !


Der grau-weiße Feli wurde in diesem Transporter "entsorgt" ...



Das ist der mehr als traurige Stand der Dinge und etliche Tierbesitzer, die sich von ihren Tieren trennen müssen/möchten warten bereits täglich auf "Grünes Licht" für eine Übernahme. Wir alle hätten schon eine kleine Auszeit dringend nötig aber es gibt einfach keine Zeit zum "Verschnaufen" - einfach zu viele Tiere werden nicht mehr gewollt und weil zu einfach zu bekommen, landen sie dann wieder auf der Straße bzw. in Tierschutzheimen oder im besten Falle in Pflegefamilien. Die Situation ist mehr als triste und wird jeden Tag schlimmer und hoffnungsloser.

Thursday, 01.11.2007

Prinz, der junge, süße, zartwüchsige Pinschermixrüde ist heute wie vereinbart, von Melanie und Constantin in Obhut genommen worden. Den kleinen Rüden kennen zu lernen war für die beiden emsigen Helfer ein AHA-Effekt, denn der kleine Racker ist ein dankbarer und liebenswerter Schützling, der sofort Bindung aufbaut. PRINZ ist ebenfalls ein Tierheimhund, der wegen seiner schlimmen Gemütsverfassung als "Notfall" einzustufen war und daher schnellstmöglich in private Obhut zu nehmen war.
Eine ganz niederträchtige Sauerei ist heute zwei Perserkatzen widerfahren. Unsere Nachbarin fand die beiden, eher zufällig gegen 22.00 Uhr abends, gegenüber unserer Stiege im Feld abgelegt. Die grau-weiße Perserkatze war in einem schäbigen Katzentransporter noch halbwegs gut aufgehoben. Seine Gefährtin, eine wunderhübsche,zierliche, dreifärbige Perserdame war allerdings in einem absolut luftdicht verschlossenem Karton "verpackt". Nicht ein einziges Luftloch befand sich in diesem Karton, dafür allerdings ein durchnässtes Handtuch mit jeder Menge Stecknadeln !!! Die beiden Tiere wurden uns übergeben und sind ungemein scheu und ängstlich. Es läge mir sehr viel daran, die Tierquäler ausfinding zu machen, die diese armen Tiere ausgesetzt haben und hoffe, dass jemand die beiden Langhaarkatzen erkennt und uns einen Hinweis auf die Besitzer geben kann.

Wednesday, 31.10.2007

Apropos bewerkstelligen.. heute ging es wieder recht hurtig bei uns zur Sache und gleich drei armen Hunden konnte durch tolle Zusammenarbeit einiger Tierfreunde, echt geholfen werden:
Yvonne brachte die entzückende zweijährige, kastrierte Dackelmixhündin LARA, die im Tierheim fror und mit dem Trubel dort absolut nicht zurechtkam. Die kleine, brave, ruhige und sehr anhängliche Hundedame durfte bei Pflegemama Inge und ihren Samtpfoten einziehen und sich da von den Strapazen der letzten Zeit, seit ihrem Hinauswurf aus ihrem Zuhause, erholen.
Der weiße, aussergewöhnlich hübsche und ebenfalls sehr sanftmütige Hundebub CHIBBY ist zwar erst 5 Monate jung, hat aber auch schon die meiste Zeit seines jungen Lebens in einem Tierheim zugebracht. Er durfte heute bei Familie Z. in Raasdorf einziehen und der Familienrat wird in den kommenden Tagen beschliessen, ob man sich entscheidet weiterhin als Pflegefamilie zu helfen oder ob Chibby als Familienmitglied behalten wird. Ich persönlich hoffe auf die erste Lösung, denn Fixplätze sind leichter zu finden (auch wenn es oft längere Zeit benötigt) als verantwortungsvolle und engagierte Pflegeplätze, wo sich die Tiere erholen dürfen, gut betreut werden und uns wiederum die Möglichkeit geben, in Ruhe und ohne Zeitdruck den passenden Platz zu finden.
Den passenden Platz für unser "Containerbaby" TRACY zu finden dauerte glücklicherweise kürzer als vermutet. Gestern erst das Inserat eingestellt, meldete sich heute eine sehr tierliebe und verantwortungsvolle Familie aus Gaaden, wo Tracy der vierbeinige Mittelpunkt sein wird und auch die hundeerfahrenen Schwiegereltern bei Bedarf immer zur Stelle sein werden. Sie haben selbst einen kastrierten, gutmütigen Dobermanmixrüden und ich hoffe, dass Tracy und der ansässige Hausherr sich gut verstehen werden. Wir freuen uns schon jetzt darauf zu erfahren, was aus der süßen TRACY geworden ist - mehr Roti oder mehr Schäfer!
Melanie und Constantin standen wie vereinbart heute zur Verfügung um einen Schützling in ihre vorübergehende Obhut zu übernehmen. Da der an sich für heute zur Übernahme geplante Goldirüde ja bereits privat versorgt werden konnte, werden die beiden sich morgen direkt mit Yvonne treffen, um ebenfalls einen Tierheimhund, Mixrüde PRINCE als Pflegehund zu übernehmen. Die beiden sympathischen und sehr verlässlichen Tierfreunde sind sehr viel in der Natur unterwegs und Prince ist nach SPIKE ihr zweiter Pflegehund und hoffentlich dürfen noch viele folgen ....
Die ersten Wollreste sind eingetroffen und Trixi darf schon wieder die Stricknadeln spitzen! Wir hoffen noch auf einiges an Resten mehr und bedanken uns schon jetzt ganz herzlich dafür. Melanie und Constantin brachten heute auch jede Menge Katzenfutter mit, dass wir gleich an Yvonne aushändigen konnten, damit sie es an die bedürftige Katzenmutter in der Slowakei weitergibt. Auch dafür ganz herzlichen Dank !

Tuesday, 30.10.2007

Für den Golden Retrieverrüden, der morgen bei Melanie und Constantin als Pflegehund einziehen sollte, gab es zum Glück eine sehr gute Lösung innerhalb des Freundeskreises.
Um den beiden gestern avisierten Pitbullhündinnen helfen zu können, konnte ich momentan nur um enge Zusammenarbeit bitten, d.h. ich werde mich sehr bemühen für die beiden lieben und gutmütigen Hündinnen dieser zu unrecht verschrieenen Rasse einen veranwortungsvollen Fixplatz zu finden, während die Tiere noch bei ihrer Besitzerin bleiben dürfen. Bis heute habe ich zwar noch keine versprochene Nachricht (Fotos + Steckbriefe) erhalten. Leider ist es oftmals ja so, dass sich die Tierhalter nur im eigenen Interesse raschest von ihren Haustieren trennen möchten ohne auch nur selbst einen Finger zur bestmöglichen weiteren Unterbringung ihrer treuen Gefährten zu rühren. Die beliebtesten "Gründe" für die rasche "Abschiebung" sind Zeitmangel und Überbelastung. Begriffe, die mir und meinen Freunden und vielen anderen Tierschützern und Tierfreunden sehr wohl ein Begriff sind und dennoch wenden wir gerne die Zeit für bedürftige Tiere auf.
Tagein und tagaus .... und es ist wirklich erstaunlich was man so bewerkstelligen kann, wenn man es nur aus ganzem Herzen bewerkstelligen will !

Monday, 29.10.2007

Was sind das für Leute, die einen hilflosen Welpen in einem Bauschuttcontainer "entsorgen" ? Tierfreunde und richtig gepolte Menschen werden so etwas nie verstehen können und es wird höchste Zeit, dass die Strafen für solche Verbrechen an unseren Mitgeschöpfen drastisch verschärft werden! Heute wurde uns dieser Welpe (dürfte ein Rotweiler/Schäfermix sein) von seiner Retterin überbracht und wir haben die süße Maus "TRACY" getauft. Das Welpenmädchen ist zwar verwurmt und von Flöhen übersät aber aufgeweckt und gottlob unverletzt geblieben. Das schlimme Erlebnis wirkt sich bei Tracy in starker Anhänglichkeit aus - sie mag keine Sekunde "alleine" sein und klebt an uns als wären wir magnetisch. Schlurfen statt Gehen ist angesagt. Buchstäblich nur einen Steinwurf vor dem sicheren Tod entfernt (die nächste Ladung Bauschutt hätte sie mit Sicherheit unter sich begraben oder erschlagen) ist sie dennoch unglaublich freundlich und würde am liebsten nur herumgetragen werden. Ein ganz toller Hund, der mit einigen Wochen schon die Härte und Grausamkeit von uns Menschen zu spüren bekam.
Aber das war heute nicht das einzige traurige Ereignis. Susi´s Welpen werden zunehmend schwächer und wollen einfach nicht wachsen und an Gewicht zulegen, obwohl ihr Appetit vorhanden ist und die Nahrung gut vertragen wird. Es sind jetzt nur noch die drei kräftigsten Hundekinder am Leben und auch für diese geduldigen Kämpfer können wir noch keine positive Prognose stellen. Es ist zum verzweifeln und es bedarf keiner eingehenderen Schilderung wie es Pflegemama Claudia und ihrer ganzen Familie in dieser hilflosen Situation ergeht.
Susi selbst entwickelt sich glücklicherweise sehr zufriedenstellend und sie hat seit ihrem Tierarztbesuch vor einer Woche immerhin schon 23 dkg zugenommen. Am liebsten würde sie Tischreste futtern, ihr Hundemenü wird nur äußerst widerwillig genommen. Sie ist speziell geschickt wenn sie die Schinkenstücke, die ich ihr ganz klein geschnitten unter das Hundefutter mische, herauspickt. Von Butterstriezel bis Banane würde sie allerdings alles mit Hingabe und großer Leidenschaft verputzen - ein echter Strassenhund, der sich bis dato offenbar von Abfällen ernährt hatte. Bei unseren Spaziergängen ist Susi hektisch von einem Mausloch zum nächsten unterwegs und gräbt wie eine Weltmeisterin. Gerne lassen wir ihr den Spaß und wenn dann schon nur mehr ein Schwanzspitzerl aus der Erde schaut und ich Susi zum Heimgehen auffordere, ist sie die Erste die bereitwillig den Heimweg antritt. Zuhause ist die kleine Hündin sehr wachsam, hört sogar die Flöhe niesen und bellt kraftvoll und leider etwas schrill. Susi macht alles in allem absolut nicht den Eindruck, dass sie ihre Welpen vermisst und Claudia sorgt dafür, dass es sich umgekehrt ebenso verhält. Wenn auch nur ein Baby überlebensfähig bleibt sind wir dankbar - das Schicksal dieser unterversorgten Hundemutter mit ihren Kleinen hat uns wieder einmal gelehrt, bescheiden zu denken.
Dann gab es heute noch einen Hilferuf wegen zwei jüngerer Pitbulldamen und einem Golden Retrieverrüden, der morgen übernommen werden sollte. Auch warten zwei achtjährige Hauskatzen auf Aufnahme bei mir, für die ich leider erst grünes Licht geben kann, wenn wieder einige Schützlinge versorgt sind. Selbst für unsere Katzenkinder sind keine passenden Plätze in Sicht - ein trister Zustand.


Sunday, 28.10.2007

Heute mußten wir die beiden Katzenbuben wieder in unsere Obhut übernehmen, da die ansässige "Domina" die zwei Kleinen absolut nicht akzeptierte. Es gab Stunk am laufenden Band und obwohl die zwei Katzenwelpen in einem extra Zimmer vorerst noch isoliert waren, lief die herrische Hauskatze geradezu amok (so wurde es uns jedenfalls berichtet). Also zogen die beiden Katerchen wieder bei uns ein und schön langsam füllt sich unsere Wohnung wieder.
Leider halten sich die Nachfragen - zumindest die ernst zu nehmenden und guten - sehr in Grenzen, was man von den Notfällen leider nicht sagen kann. Kein Tag, wo nicht mindestens drei bis vier Tiere dringend und noch mehr überhaupt Aufnahme suchen !?!
Wir sind glücklich, dass unser Langzeitschützling, der Handicapkater Lucky, seinem Frauchen sehr große Freude bereitet und sich schön langsam aklimatisiert. Es wird zwar noch einige Zeit dauern, bis er so ganz angekommen ist, aber Lucky wird täglich ruhiger und ausgeglichener.
Auch von Dani´s Schützling LISA, der wunderbaren älteren Collimixhündin, hören wir nur das Allerbeste. So als wäre Lisa niemals irgendwo anders zuhause gewesen, beschreibt die glückliche neue Besitzerin von Lisa das Zusammenleben mit ihrer neuen Gefährtin. Lisa hatte keine wirklich offensichtlichen Umgewöhnungsprobleme, nur einige Tage spielte die Verdauung verrückt. Dieser wahre Traumhund hat einen absoluten Traumplatz gefunden und wir alle sind darüber mehr als glücklich !

Eine kleine Bitte in eigener Sache möchte ich an jene Tierfreunde und Tierschutzorganisationen richten, die auf unserer Seite ihre Schützlinge inserieren:
BITTE HELFEN SIE UNS DIE ANZAHL DER PLATZSUCHENDEN TIERE AKTUELL ZU HALTEN UND LÖSCHEN SIE NICHT MEHR AKTUELLE INSERATE, SOBALD IHR SCHÜTZLING GUT UND ENDGÜLTIG VERSORGT IST ! SOLLTEN SIE IHR PASSWORT VERLEGT HABEN, BIN ICH GERNE BEREIT DAS INSERAT ZU LÖSCHEN, DAZU BITTE ICH UM EINE KURZE E-MAIL MIT NÄHEREN ANGABEN ZUM INSERAT (IM BESONDEREN DEN NAMEN DES TIERES UND DAS DATUM DER EINSCHALTUNG).
DANKE VIELMALS FÜR DIE ZUSAMMENARBEIT !


Saturday, 27.10.2007

Unserer SUSI geht es von Tag zu Tag besser. Sie ist sehr lebhaft, frisst brav und sie hat sich schon ihren ziemlich lästigen Bodyguard Fidi entsprechend "erzogen". Leider sind unsere Freunde am anderen Ende von Wien nicht so gesegnet mit guten Neuigkeiten. Susi´s Welpen werden immer schwächer und zwei von den Kleinen sind heute ganz ruhig eingeschlafen. Als mir bei Susi´s großem Tierarztcheck von Renate mitgeteilt wurde, dass es wahrhaft an ein kleines Wunder grenzt, dass diese unterversorgte Hündin gesunde Welpen (und gleich 8 an der Zahl) werfen kann und wir uns noch immer auf das Schlimmste vorbereiten müssen, wollte ich diese negative Prognose nicht glauben. Leider hat sie Recht behalten und wir können nur bestürzt zur Kenntnis nehmen, dass Susi ihren Welpen nicht genug zum Überleben mitgeben konnte. Drei der Kleinen sind kräftiger als ihre Geschwister und fressen (noch) zufriedenstellend. Allerdings muß Pflegemama Claudia auch beobachten, dass die Kleinen sich zu ruhig für ihr Alter verhalten, jedoch ist der letzte Strohhalm, dass sie Fressen und Trinken und die Nahrung auch behalten können, noch vorhanden. Zwei der drei Schwächeren sind heute eingeschlafen und für das dritte Kleine besteht leider auch wenig Hoffnung, obwohl Claudia und ihre Familie alles Menschenmögliche versuchen. Es ist wahrlich zum Verzweifeln!
Leider geht es den beiden Katzenwelpen, die wir gestern von Tierschützern aus der Slowakei übernommen hatten, auch nicht berauschend gut. Momentan ist eine Diagnose noch schwierig, denn wie berichtet waren die zwei dermassen ausgehungert und der momentan vorherrschende Durchfall könnte sowohl von der Futterumstellung als auch von der verabreichten Wurmkur herrühren. Selbstredend ist die Familie nicht glücklich darüber und für morgen ist ein Tierarztbesuch geplant. Wir müssen uns einstellen, die beiden abends wieder in unsere Obhut nehmen zu müssen.
Apropos in unsere Obhut nehmen: heute zog der kleine braune Tigerkater FELIX (etwa 9 Wochen jung) bei uns ein. Felix wurde von einer Familie zu einem ansässigen erwachsenen Kater genommen und irgendwie klappte es mit der Chemie nicht. Der Kleine war nicht immer stubenrein und der große auch nicht glücklich über den Zuwachs. Die Familie ist überfordert und so kam der kleine Felix zu uns. Er ist zwar nicht verschreckt, weiß aber auch nicht wirklich mit den Spielaufforderungen unserer beiden Katzenmädels umzugehen. Flocke tollt ja den ganzen lieben Tag durch die Gegend und auch Lucy fetzt was das Zeug hält. Felix beobachtet momentan nur interessiert und etwas verduzt und wird hoffentlich bald auch mitmischen und Spaß haben.
Seit gestern abend haben wir auch eine neue Fellnase in unserer Runde. Unser ehemaliger Schützling, die kleine Dackelmixhündin Goldi, wird bis Mittwoch abends bei uns wohnen, da ihre Familie ein Seminar besucht. Gestern war Goldi noch sehr traurig und konnte sich offenbar an ihr ehemaliges vorübergehendes Zuhause nicht mehr erinnern, aber heute sah die Sache schon etwas anders aus. Nicht wirklich verwunderlich, gibt es doch bei uns momentan wieder jede Menge Abwechslung und Spielgefährten. Und damit sie sich nicht soooo verlassen fühlt, habe ich für die nächsten Nächte wieder meine Schlafstatt im Wohnzimmer aufgeschlagen. Nicht sonderlich gemütlich aber für Goldie war es letzte Nacht sehr beruhigend.

Friday, 26.10.2007

Vor einigen Tagen trat die Vorsitzende eines slowakischen Katzenschutzvereines mit der Bitte um ein Treffen an mich heran. Heute kam es zu dieser vereinbarten Begegnung und ich mußte haarsträubend schreckliche Dinge über misshandelte Katzen und Hunde in unserem Nachbarland erfahren. Helena ist die einzig deutschsprachige Mitarbeiterin dieser privaten Initiative zum Schutze der Katzen und hatte auch zwei männliche Katzenwelpen im Gepäck. Ich habe in meinem ganzen Leben noch niemals so hungrige Katzen erlebt - ich war erschüttert! Während ich neben dem Katzentransporter ein Schälchen, eigentlich für unser Katzenbaby Flocke öffnete, wurden die beiden Katerchen plötzlich richtig hysterisch und ich mußte sofort den Transporter öffnen, sonst hätten sich die hungrigen Kleinen wahrscheinlich die Pfoten gebrochen. Die beiden frassen nicht sondern schlangen jeder mehr als ein 150g Schälchen hinunter. Es war erschreckend mit anzusehen und spätestens zu diesem Zeitpunkt stand für mich fest, dieser Organisation verstärkt helfen zu wollen.
Mir wurde von einer großen Tierfreundin berichtet, die für sich fast kein Essen einkauft, um Futter für herrenlose Katzen besorgen zu können. Diese Frau muß sich heimlich nachts aus dem Hause schleichen um die Katzen die ihr vertrauen zu füttern, sonst hetzt man abgerichtete Hunde auf sie und die Katzen. Katzenkinder werden in Kartons verpackt und bei lebendigem Leibe angezündet .... gegen all diese Greueltaten versucht die schmächtige 40kg-Frau alleine und mittellos tagtäglich anzukämpfen.
Da wir gestern die ganzen vorhandenen Futterreserven für andere Tierheime weggaben, konnte ich den Damen heute nur mit Transportern, Decken, kleinen Kratzbäumen und etwas Wäsche und Winterschuhe meiner Tochter Yvonne für die Katzenfreundin in der Slowakei mitgeben.
Die Damen kommen Ende nächste Woche wieder und bis dahin werde ich einiges an Katzenfutter besorgt haben. Ich bitte jedoch alle Tierfreunde ihre Keller durchzustöbern - es wird sämtliches Katzenzubehör ganz dringend benötigt. Selbstverständlich hole ich aus sehr gerne jede Art von Futterspenden ab ! Vielen herzlichen Dank im Voraus !
Wintergarderobe in Größe 36-38 und Winterschuhe oder Sportschuhe in Größe 37-38 würden der Katzenfreundin bestimmt auch sehr helfen. Mir wurde berichtet, dass sie jede einzelne Krone für ihre Katzenschützlinge hergibt und sich weder Essen noch Kleidung gönnt.

Obwohl ich diese verarmte Katzenfreundin (noch) nicht persönlich kennen gelernt habe, verlasse ich mich in diesem Fall völlig auf die Aussagen einiger Tierfreunde, die ich seit langem als vertrauensvoll und sehr glaubwürdig kenne und daher sehe ich mich veranlasst eine solche Spendenaktion zu organisieren, obwohl ich wie gesagt, die Gegebenheiten vorort noch nicht persönlich sah. Ein Besuch ist auf jeden Fall bereits eingeplant und dann kann und werde ich aus erster Hand berichten. Ich werde aber bestimmt nicht mit leeren Händen dort erscheinen !
Die beiden Katzenbuben konnten übrigens gleich nachmittags gemeinsam in sehr gute Hände weitergegeben werden. Eine tierliebe Jungfamilie aus Großenzersdorf war auf der Suche nach zwei Jungkatzen und wollten auch bedürftigen Tieren ein Zuhause bieten. Die beiden Samtpfoten werden nach einer entsprechenden Eingewöhnungszeit und wahrscheinlich erst im Frühjahr, auch Freigang geniessen dürfen. Die beiden haben das große Glück aus einer Tierhölle in ein wunderbares und verantwortungsvolles Zuhause zu kommen.

Thursday, 25.10.2007

SUSI GEHT ES SEHR GUT ! Sie frisst, hat heute zu meinem größten Erstaunen schon mit Freude und Leidenschaft einer Maus am Feld hinterher gegraben und ist schlicht und einfach im positiven Sinne nicht wieder zu erkennen. Absolut unglaublich, dass diese kleine Kämpferin noch vor 48 Stunden dem Tode näher als dem Leben war. Bei unserem Fidi ist die große Liebe für die kleine Hundedame entflammt und er läßt seine, davon allerdings wenig beeindruckte, Herzensdame keine Sekunde aus den Augen. Er überliess ihr sogar sein ganz eigenes Hundesofa und hält davor ganz gentlemanlike Wache! Wäre ja noch nicht soooo schlimm, würde er dabei nicht unentwegt vor sich hin summen und herzzerreissend singen und sie leise anwinseln. Susi läßt sich davon nicht wirklich beeindrucken, sehr viel mehr angetan ist sie von Streicheleinheiten und fallweisen Leckerlis. Ihr Appetit ist wieder vorhanden und der Durchfall ist verflogen. Die Genesung kam genauso rapide wie der gesundheitliche Verfall vor wenigen Tagen und ist und bleibt rätselhaft ! Wir alle hoffen jetzt, dass sich kein Rückfall einstellt und Susi endlich auch etwas zunimmt. Momentan ist sie nur noch Haut und Knochen, die beiden schlimmsten Tage, an denen sie keine Nahrung behalten konnte, haben der ohnehin sehr unterernährten Hundemama noch zusätzlich schwer zugesetzt. Ein weiteres Kuriosum ist auch, dass Susi seit heute wieder Milch produziert, obwohl beim letzten Tierarztcheck defintiv keine Milch mehr vorhanden war. Das ist allerdings das kleinste Problem und wird, sollte es mehr werden, medikamentös behandelt. Ihre Welpen werden wir Susi jedenfalls nicht mehr zumuten können, damit sie endlich selbst zu Kräften kommt. Die Kleinen werden von Claudia ja bestens mit den feinsten Leckereien versorgt, fressen problemlos alleine und gedeihen prächtig.
Auch Claudia´s "Großer", der arme Labradormixrüde DJUKE hat sich bereits bestens erholt. Seine Mahlzeiten dürfen immer größer werden, denn sein Verdauungsapparat hat sich schon eingependelt. Er erbricht nicht mehr und wird momentan mit sogenannter hochwertigster "Recoverynahrung" (auch als Astronautennahrung) aufgepäppelt. Wie berichtet, hat ja der großwüchsige Rüde um etwa 10-13 kg zu wenig Gewicht und mußte erst an regelmäßige Fütterung langsam gewöhnt werden. Das bedeutet für seine Pflegemama Claudia: Fütterung in Suppenlöffelmengen im halb-Stunden-Takt, damit das Futter da bleibt, wo es hingehört! Claudia und ihre Familie leisten hervorragende und aufopfernde Betreuungsarbeit. Ich bin sehr stolz auf diese Freunde und kann mich gar nicht oft genug für diese Unterstützung im Namen der Tiere bedanken !
Nach einer zu langen Pause durfte ich heute wieder einmal Carol Byers vom Verein ACA (Animal Care Austria) bei uns willkommen heißen. Bevor wir Carol´s Van wieder randvoll mit Sachspenden beluden (diesmal wird auf die Tierheime Parndorf in Österreich und in Ungarn aufgeteilt), unterhielten wir uns noch ein Weilchen und besprachen die aktuellen Projekte von ACA. Dieser Verein leistet großartige Tierschutzarbeit und Carol hat mir die Einladungen zu einem Benefiz-Salsa-Events am 16. November im Reigen in Wien überreicht. Mehr darüber dann sehr gerne morgen, denn die Uhr zeigt bereits nach 3.00 Uhr morgens und mir fallen die Augen zu!

Wednesday, 24.10.2007

Was ich heute früh von Tierärztin Renate über Susi´s Zustand erfahren durfte, konnte ich anfangs gar nicht glauben. Susi hat die ganze Nacht nicht mehr erbrochen, nimmt die verordnete Diätnahrung problemlos an und wirkt wesentlich besser als gestern ! Wir alle sind überglücklich über diese positive Wende und ich freue mich, Susi abends wieder abholen zu dürfen. Natürlich gibt uns das Verhalten von Susi nach wie vor Rätsel auf, selbst Renate ist verblüfft. Einzige Erklärung: Stress, Stress und wieder Stress. Mit Claudia zusammen haben wir beschlossen, Susi vorerst einmal in meiner Obhut zu belassen, da bei Claudia mit den Welpen und Schützling Djuke doch wesentlich mehr Trubel herrscht und das vielleicht für Susi zu viel gewesen sein könnte. Natürlich können wir alle nur spekulieren was der Auslöser für den Niedergang gewesen sein könnte und wir sind alle sehr dankbar und froh, dass es Susi jetzt wieder besser geht.
Abends hiess es dann, sowohl für Daniela als auch für mich, Abschied von Schützlingen zu nehmen, die uns bereits sehr stark ans Herz gewachsen sind. Zuerst brachten Dani, Claudia, meine Yvonne und ich gemeinsam Dani´s Liebling LISA zu Frau Z. in den 22. Bezirk. Wir wurden bereits sehnsüchtig erwartet und sofort war uns allen klar: besser und liebevoller hätte es die liebe und supertolle Hündin nicht treffen können. Soviel zum Verstand, aber das Herz tat Dani dennoch sehr, sehr weh und Tränen flossen beim Abschied. Daniela wird allerdings nicht viel Zeit zum Trauern haben, denn zwei neue Schützlinge wurden heute nachmittag von Yvonne aus einem überfüllten Tierheim in der Slowakei zu ihr übersiedelt. Die beiden Zwerge sind knapp 4 Monate jung, sehr niedlich und aufgeweckt und glücklich, endlich ein warmes und fürsorgliches Fleckchen auf dieser Welt gefunden zu haben. Yvonne hat uns berichtet, dass die Tiere, in den mehr als notdürftigen Unterkünften in den Tierheimen die sie betreut, schon sehr frieren und sie deshalb über das freie Plätzchen bei Daniela für wenigstens zwei der armen Würmer, sehr glücklich ist. Ein Schützling ist also wieder allerbestens für den Rest seiner Tage versorgt und zwei rücken nach.... der ganz normale Tierschutzalltag.
Auch ich mußte mich ziemlich zusammenreissen, als uns heute abend unser lieber Handicapkater LUCKY auf einen lange gesuchten und endlich gefundenen liebevollen Einzelplatz bei Frau R. in Wien 21; verliess. Wir unterhielten uns noch bis nach 23.00 Uhr und dann hiess es loslassen. Immer wieder hatten wir in der Familie überlegt, den süßen und "etwas anderen" Katermann Lucky für immer bei uns zu belassen aber er zeigte doch immer wieder starke Stressbeschwerden, speziell wenn neue Tiere bei uns einzogen. Lucky´s Abneigung gegen Artgenossen war doch ziemlich stark bemerkbar, was natürlich auch für die Neuankömmlinge die Eingewöhnung nicht einfacher machte. Ein guter, toller, liebevoller Einzelplatz schien uns allen für ihn die bessere Lösung zu sein, und diesen haben wir jetzt, nach einer Betreuungszeit von mehr als sechs Monaten, endlich gefunden. Der menschliche Draht zu Frau R. ist allerbestens und wir werden bestimmt in Verbindung bleiben und sind auch schon sehr neugierig, wie Lucky sich als Einzeltier weiter entwickeln wird. Er wurde ja seinerzeit Ende Februar d.J. mit einem massiven Gehirntrauma in unsere Obhut gegeben und zwischen damals und heute liegen in jeder Hinsicht Welten. Der Zustand des Überlebenskünstlers hat sich um ein Vielfaches gebessert, die Motorik ist noch etwas verlangsamt und bei Hektik beginnt er noch etwas zu schielen, aber sonst geht es ihm sehr gut und er macht den Eindruck eines unbeschwerten, neugierigen und zufriedenen Katers - so lange keine anderen Samtpfoten seinen Weg kreuzen ! Alles Liebe und Gute lieber Lucky und ganz viel Freude mit deinem super Dosenöffner !

Tuesday, 23.10.2007

SUSI geht es leider unverändert schlecht und wir sind in großer Sorge. Trotz der verabreichten Infusion kann Susi weder Wasser noch Nahrung (die sie ohnehin absolut ablehnt) behalten und wirkt teilnahmslos und einfach nur fix und fertig. Wir beschlossen daher, Susi dringend nochmals dem Tierarzt vorzustellen und die Diagnose war niederschmetternd und unglaublich zugleich: das Differentialblutbild weist nur eine grobe Unregelmäßigkeit auf und zwar sind die Lymphozyten stark vermindert (die Lymphozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Sie sind die eigentlichen Abwehrzellen des Körpers). Die restlichen Blutwerte zeigten, dass Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse in Ordnung sind. Das Röntgen konnten wir der kleinen Maus auch nicht ersparen und das Bild zeigte nur einen "grauen See" = Bauchfellentzündung! und diese sehr massiv. Ausserdem sind Susi´s Schleimhäute gräulich (also nicht rot oder rosafarben) und obwohl Renate keine wirkliche Begründung für den schlechten Gesamtzustand von Susi geben kann, machte sie mir keine wirkliche Hoffnung. Wir beschlossen SUSI in der Ordination zu belassen und sollte sich ihr Zustand trotz Verabreichung von hochwirksamen Medikamenten gegen die Bauchfellentzündung nicht bessern, sollte SUSI operiert werden, damit auch die Möglichkeit eines Fremdkörpers im Magen-Darmbereich ausgeschlossen werden konnte.
Ich trennte mich unglaublich schwer von unserem Schützling und wir alle bangen und hoffen, dass die kleine Maus sich erholt. Uns allen, Tierärzte eingeschlossen, ist es ein absolutes Rätsel woran Susi´s Beschwerden liegen könnten. In so einer Situation wird jedes kleine Detail besprochen und Claudia ließ geistig die letzten Wochen mit Susi Revue passieren: Nach der Geburt ihrer acht !! Welpen war erst sichtbar, wie mager und unterversorgt die kleine Hündin eigentlich ist. Sie stillte ihre Babies nur drei Wochen, dann ließ die Milchproduktion rapide nach und da die Kleinen hungrig waren und nicht genug Milch bekamen, verletzten sie ihre Mutter mit den Zähnchen und den Krallen so stark im Bauchbereich, dass Claudia für eine räumliche Trennung sorgen mußte. Zu dieser Zeit war aber Susi´s Gesundheitszustand absolut ok. Sie fraß, ging leidenschaftlich gerne spazieren und hatte ordentliche Verdauung ohne Durchfallbeschwerden. Anfang dieser Woche, etwa 10 Tage nach dem Abstillen, begannen dann die Probleme und nur zwei Tage später! ist Susi in einem so schlimmen Zustand, dass wir das Schlimmste befürchten müssen.
Die einzige Erklärung für uns alle liegt in der psychischen Verfassung der geschundenen Hundemama. Ihre Welpen weiß sie bestens versorgt und wir haben den Eindruck, sie gibt auf. Einfach so, als ob sie genug von allem hätte. Uns bleibt nur noch zu hoffen und ganz viele positive Gedanken zu senden, überlebt sie die heutige Nacht, kann noch alles gut werden.
Pflegemama Daniela hatte heute einen kleinen aber sehr schmerzhaften operativen Eingriff hinter sich zu bringen und ließ es sich trotzdem nicht nehmen, abends eine sehr liebe Interessentin für ihren Schützling LISA zu empfangen. Unsere Freunde sind eben immer für ihre Pfleglinge da und der Einsatz von Daniela und Claudia und ihren Familien ist einfach nur bewundernswert! Obwohl die Interessentin für Lisa bisher nur Rüden in ihrer Familie hatte, war die Begeisterung für diese Traumhündin erwartungsgemäß mehr als groß. Fazit: wir dürfen LISA morgen in ihr neues Zuhause nach Wien 22; bringen und sind schon gespannt, wie die Übergabe verlaufen wird.
Zwei Katzenkinder, die vorübergehend bei Tierfreundin Verena (sie ist die gute Fee in Renates Ordination) untergebracht waren, traten heute die große Reise nach Mannersdorf an, wo sie in einer sehr tierlieben Familie weiter toben dürfen. Die beiden Katzenkinder sind Abkömmlinge einer aufgelesenen Streunerkatze, wie sie leider zu hunderten existieren. Die Katzenmutter wurde bereits kastriert und kann daher keine Nachkommen mehr in die Welt setzen. Ihre Jungen sind alle versorgt und wieder konnte einer kleinen Katzenfamilie effektiv geholfen werden. Vielen Dank an alle Tierfreunde die mitgeholfen haben, dieses glückliche Ende herbei zu führen!
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