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Unser Tagebuch


Auf die Idee, ein Tagebuch mit den wichtigsten Ereignissen unserer Tierschutztätigkeit einzurichten, haben uns Freunde und Bekannte gebracht, die bereits das zweifelhafte Vergnügen hatten, über einen längeren Zeitraum bei uns zu Besuch zu sein, denn Zeit zum ruhigen Kaffeeplauscherl gibt es fast keine! Wir möchten mit diesem Tagebuch einen kleinen Einblick in unsere täglichen Aktivitäten geben und uns dabei selbstverständlich auf die wichtigsten und interessantesten Ereignisse beschränken. Wir sind sicher, dass Sie hier sehr traurige, manchmal auch amüsante aber leider sehr oft bestürzende und erschütternde Vorkommnisse beschrieben sehen und möchten Sie an dieser Stelle versichern, dass alle gemachten Einträge
100%ig den Tatsachen entsprechen - so
unwahrscheinlich sie auch klingen mögen !
Obwohl wir bereits seit 1992 aktive Tierschutzarbeit betreiben, sind diese Aufzeichnungen erst ab Anfang November 2005 geführt, da über die länger zurückliegenden Ereignisse keine wirkliche objektive Berichterstattung mehr möglich wäre. Da wir Sie beim Lesen ja nicht ermüden wollen, haben wir uns bei unseren Einträgen auf die wirklich interessanten Ereignisse beschränkt, die täglichen 20 bis 30 Telefongespräche sind nicht extra angeführt.



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Monday, 22.10.2007

Patient DJUKE behält seine Nahrung, die Pflegemama Claudia ihm löffelweise im Halbstundentakt gibt. Seit heute mittag wird das Futter in kleinsten Portionen wieder im Napf serviert, damit Djuke nicht an die Handfütterung gewöhnt wird. Selbstredend dass Claudia und wir alle sehr erleichtert und glücklich sind und auch unser Tierarzt, der Djuke heute gründlich untersuchte, war zufrieden. Djuke wiegt momentan zwar leider nur 32 kg (etwa 12-14 kg zu wenig für seine Größe) aber unter Claudia´s Fittichen wird er bestimmt bald etwas aufgeholt haben. Sein Gesamtzustand ist sehr gut, er ist interessiert, hat Appetit und geniesst wieder die Spaziergänge. Für Djuke können wir also Entwarnung geben.
Leider aber nicht für Hundemama SUSI. Seit heute morgen ist SUSI matt, appetitlos, zu ruhig und hat massiven Durchfall. Auch sie fuhr daher zum Tierarzt mit und sollte eigentlich stationär aufgenommen werden. Dagegen hatte aber Claudia Einwände und so bekam Susi die notwendige Infusion zuhause im Wohnzimmer. Claudia ist ja bereits sehr geübt im Umgang mit Infusionen und Susi ist so schwach und erschöpft, dass sie alles ganz geduldig über sich ergehen läßt. Die ausgemergelte Kleinhündin braucht neben medizinischer Unterstützung auch Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe und glücklicherweise fressen ihre Welpen schon ganz eigenständig ihre Welpenmahlzeiten und brauchen sie "nur mehr" zum Kuscheln. Abends ging es Susi schon etwas besser, aber bis die kleine Maus endlich genug Fleisch auf den Rippen hat, wird noch einige Zeit vergehen. Meine ganze Hochachtung gehört Pflegemama Claudia und ihrer Familie. Sie alle bemühen sich aufopfernd und buchstäblich rund um die Uhr um ihre Schützlinge, die momentan allesamt enorm viel Pflege, Fürsorge und Zuwendung brauchen. Diese armen Hunde haben, bedingt durch extrem schlechte frühere Haltung, absolut keine Abwehrkräfte und jeder an sich harmlose Keim, bringt das Wohlbefinden der kraftlosen Geschöpfe massiv ins Wanken.
Ebenfalls beim Tierarzt-Check war heute Daniela´s Schützling LISA. Die brave Collimixhündin bekam eine Impfung (wahrscheinlich die erste in ihrem Leben!) und wir freuen uns, dass der Gesundheitszustand von LISA sehr zufriedenstellend ist. Herz, Lunge und Gelenke sind in Ordnung. Für LISA erwarten wir morgen Besuch einer Tierfreundin aus Wien 22; und es heißt: Daumen halten, denn das wäre ein sehr liebevoller und toller Platz für diesen Traumhund. Da die Dame aber bisher nur Rüden als Familienhunde hatte, ist es noch nicht sicher, ob Lisa genug Überzeugungsarbeit vollbringt.
Starker Regenfall den ganzen Tag über = noch mehr Verkehr auf den Strassen und Stau, soweit das Auge reicht. Also kam ich erst gegen 20.00 Uhr abends aus dem Büro nach Hause und wurde bereits von einer Katzenmama erwartet. Die Familie aus Großenzersdorf hat noch einen Seniorkater und kürzlich leider dessen Gefährtin verloren. Es ist daher wieder Platz für eine bedürftige Samtpfote in der Familie und die Wahl fiel auf die hübsche und anschmiegsame blau-weiße Katzendame GINA. Endlich darf Gina wieder in einem Bett schlafen!! Genau das fehlte der Plaudertasche offensichtlich sehr, denn sie veranstaltete vor unserer geschlossenen Schlafzimmertüre regelrechte Konzertorgien bis wir klein beigaben. Hatte sie dann endlich unser Nervenkostüm durchbrochen, war sie selig, denn das Ziel war erreicht: ein Schläfchen auf der Bettdecke und/oder dem Kopfpolster - beides gleichermassen beliebt. Also ab heute wird ihr das auch ohne Katzenjammer erlaubt sein und wir hoffen, dass der ansässige Kater sie charmant in Empfang nimmt und Gina damit ihren wohlverdienten, liebevollen Lebensplatz gefunden hat.

Sunday, 21.10.2007

Die Anfragen für unseren Ex-Schützling RUSTY gehen erwartungsgemäß weiter und während der kommenden Tage werde ich versuchen, auch für andere ältere Schützlinge und Tierheimhunde einen Platz zu organisieren. Dazu ist es nötig, alle interessant klingenden Anfragen für Rusty nochmals genau zu "beleuchten" - eine sehr zeitaufwendige und nicht ganz einfache Aufgabe, die allerdings auch sehr viel Freude macht. Wenn nur EIN weiterer Schützling dadurch gut vermittelt werden kann, hat sich die Mühe gelohnt. Heute durfte ich immerhin schon zwei sehr tierlieben Familien auch andere Hunde, vorerst nur per e-mail, vorstellen - man wird sich besprechen und ich hoffe auf die kommenden Tage.
Als ich heute abend so vor dem PC saß und vor mich hin "adminstrierte" (es gab ja wieder jede Menge Eintragungen zu erledigen) streifte plötzlich ein Samtpfötchen um meine Beine. Meine Freude war groß als ich unseren Neuzugang Felix erkannte. Die Hunde schliefen schon friedlich, die Katzen kugelten auch völlig relaxed in ihren Körbchen und Höhlen und somit war Stille eingekehrt. Zeit für Felix und Merlin in aller Ruhe durch die Wohnung zu streifen und sich bei mir so ganz nebenbei einige Streichler abzuholen. Aus Erfahrung weiß ich, dass jetzt der Bann gebrochen ist und die Eingewöhnungsphase beginnt.
Vor einigen Wochen übernahmen wir von einem obdachlosen Ehepaar die supertolle, dankbare und unkomplizierte Colli-Schäfermixhündin LISA und den ebenso lieben und problemlosen Seniorkater PETZI. Lisa lebt seither bei Daniela und Petzi zog bei uns ein. Bis dato haben sich die beiden Leute nicht ein einziges Mal über ihre Tiere erkundigt und heute wurde mir von Frau O. telefonisch mitgeteilt, dass absolut kein Interesse an den beiden Haustieren mehr besteht ! Einfach so ! Wir sind über diese brutale aber durchaus zu erwartende Nachricht mehr als erleichtert, denn beide Tiere haben mit Sicherheit besseres verdient, als solche herzlosen, egoistischen und verantwortungslosen Besitzer, die mir persönlich schon seit langen Jahren bekannt sind. Die Leute haben sich während der letzten Wochen nicht ein einziges Mal telefonisch gemeldet oder nachgefragt. Ich denke, Zeit genug sollte vorhanden sein, wenn man auf Staatskosten lebt. Wie auch immer, LISA und PETZI sehen jetzt einer schönen Zukunft entgegen, für ihre Exbesitzer steht das noch sehr in Frage. Ohne sarkastisch zu sein: vielleicht gibt es doch so etwas wie Gerechtigkeit?

Saturday, 20.10.2007

Ein ganz klein wenig Entwarnung konnte Claudia heute wegen Djuke geben. Claudia füttert den liebenswerten Riesen in halbstündigen Intervallen mit Spezialnahrung und so verabreicht, kann er das Futter auch behalten. Djuke blickt zwar sehr traurig, wenn nach dem 3. Löffel wieder abgeräumt wird, leider kann er nicht ganz begreifen, warum er (noch) nicht bis zum Sattwerden fressen darf. Auch das Trink- und Pinkelverhalten hat sich etwas normalisiert, Claudia wird aber trotzdem morgen zur Kontrolle in die Ordination fahren. Der große Schmuser ist unglaublich lieb und dankbar für jedes liebe Wort und jede Streicheleinheit und hat die Herzen aller, die ihn bisher kennenlernen konnten, im Sturm erobert. Er versteht sich mit allen anderen Tieren in Claudia´s Familie und auch auf der Hundewiese gibt es absolut keine Probleme. Nimmt Claudia das Halsband und Leine zur Hand, ist Djuke der erste bei der Türe und freut sich ungemein auf Spaziergänge - zu lange mußte er diese Zuwendungen, Spaziergänge und Abwechslungen vermissen.
Die beiden Samtpfoten MERLIN und FELIX tun sich noch etwas schwer und sind völlig verunsichertund ängstlich. Erste gegen abend verliess Felix sein Zufluchtseck und inspizierte ganz vorsichtig das nähere Umfeld, MERLIN folgte ihm kurz danach. Leider ist unser Handicapkater keine wirkliche Bereicherung für Neuankömmlinge -er pfaucht und ist ziemlich ungastlich und unfreundlich. Momentan gibt es wieder nur ganz wenige Anfragen wegen unserer Katzenschützlinge und der Platz bei uns wird schön langsam sehr eng. So ein Grantler wie unser Lucky macht die Sache nicht wirklich leichter - zum Glück beruhigt er sich nach einigen Tagen von selbst wieder. Lucky schätzt halt keine Veränderungen und bringt das auch sehr lautstark zum Ausdruck.
Den heutigen Tag mußte ich, nach dieser wirklich sehr anstrengenden Woche, zum Kräftetanken nutzen. Mein Hals tut weh und ich bin sehr froh, dass sich die Telefonanrufe heute auf "nur" 40 beschränken. Immer noch rufen Tierfreunde wegen Rusty an. Bei den Spaziergängen mit unseren Vierbeinern konnte ich etwas durchatmen und ab morgen werde ich wieder telefonieren. Nur heute kann ich kein Handy mehr sehen, geschweige denn läuten hören!
Da ich leider sehr ausgelaugt bin, werden die versprochenen Neueinträge auf unserer HappyEnd-Seite erst ab morgen online sein. Ebenso werden ab morgen bestimmt die aktuellen Fotos von unseren Hundefamilien SUSI und CORA endlich nachgetragen.

Friday, 19.10.2007

Zwei sehr liebe 4-jährige Katzenbrüder sind heute eingezogen. Ihr Besitzer geht für lange Zeit aus beruflichen Gründen ins ferne Ausland und hat uns MERLIN, einen wunderschöner, stattlichen Kartäuserkater, und FELIX, den nicht minder hübschen rot-weißen Kater überantwortet. Die beiden sind sehr zutraulich, anhänglich und wir werden dafür sorgen, dass sie auch künftig zusammenbleiben dürfen.
Die heutige Fotoeinschaltung unseres kleinen Schützlings RUSTY war mehr als erfolgreich. Bis in den späten Abend hinein läutete unentwegt das Telefon und es war mir nicht möglich, alle 200!! Anrufe persönlich entgegen zu nehmen. Es wird bestimmt noch einige Tage brauchen, bis ich mich bei allen Interessenten persönlich bedanken kann und vielleicht ergibt sich ja noch der eine oder andere Folgeplatz. Die Mehrzahl der Anrufer waren Senioren und es wäre wunderbar, könnte noch ein weiterer älterer platzsuchender Kleinhund auf diesem Wege ein Zuhause finden. Für Rusty selbst haben wir uns für einen alleinstehenden, sehr tierlieben und rüstigen Pensionisten aus Wien 21; entschieden. Rusty wird sein Herrchen immer und überall begleiten dürfen und nach dem Tod des Vorgängers bestimmt auch tröstend wirken. Daniela kam extra nach Großenzersdorf, begleitete natürlich die Vergabe ihres Schützlings und war ebenfalls sehr glücklich und äußerst zufrieden mit der Platzwahl.
Auch einen zweiten sehr lieben Interessenten für Rusty haben wir zur gleichen Zeit eingeladen und dieser alleinstehende Hundefreund hat unsere kleine Zuckermaus DELI adoptiert. Obwohl nicht wirklich auf einen Welpen eingestellt, ist dieser Platz für die anhängliche kleinwüchsige Deli wie massgeschneidert. Sie wird hauptsächlich in Seebenstein und fallweise auch in Wien 22; in einer Wohnung mit ihrem Herrchen leben und ebenfalls immer und überall mit von der Partie sein.
Nachmittags, so etwa zwischen dem 50igsten und 80igsten Telefonat ! durfte ich wieder 4 Säcke Handtücher und Decken von Frau Str. aus Wien für unsere Spendensammlung übernehmen. Vielen herzlichen Dank dafür und für die frei-Haus-Lieferung !
Leider bereitet der gestern gerettete Labradormix DJUKE ziemliche Sorgen. Claudia ist sehr beunruhigt, da Djuke seine Nahrung nicht behalten kann, auffällig viel trinkt und im Gegensatz zu gestern, ruhig und eher matt wirkt. Es ist zu befürchten, dass das arme Tier durch den lang anhaltenden Futterentzug durch seine Exbesitzerin, erst an "normale" Fütterung ganz langsam gewöhnen muß. Claudia wird daher leicht verdauliches Futter in 30Minuten Abständen, also löffelweise, verabreichen und falls keine Besserung eintritt, auch morgen Sonntag die Tierarztpraxis aufsuchen. Das der enorme Bewegungsdrang von gestern abgeklungen ist, kann viele Ursachen haben und wir werden morgen weitersehen, sollte sich Djukes Befinden nicht bessern. Dieses arme und so dankbare und gütmütig gebliebene Tier hat größte Fürsorge nötig und ist bei Claudia und ihrer Familie in den allerbesten, liebevollsten Händen.

Thursday, 18.10.2007

Bei Claudia und Manfred zog heute ein neuer, sehr armer Schützling ein. Der großwüchsige, zweijährige, schwarze Labradormixrüde DJUKE wurde heute vom Wr.Veterinäramt einer unfähigen und völlig überforderten Tierhalterin abgenommen. Da wir uns bereit erklärten, den Rüden in unsere Obhut zu nehmen, konnte ihm die Tierheimeinweisung erspart bleiben. Djuke´s Vorgeschichte kurz zusammengefasst:
--> bereits vor einigen Wochen fiel einem Tierfreund aus Wien auf, dass Djuke von seiner Halterin immer nur kurz gehalten und tracktiert bzw. geschlagen wurde. Die Frau auf den Missstand hinzuweisen, fruchtete nicht und es war offensichtlich, dass sie mit dem großen Hund in keinster Weise fertig wurde. Von genügend Auslauf oder spielen lassen gar nicht zu reden.
--> Es wurde daraufhin massiv beim Wr.Tierschutz darüber Bericht erstattet und von dieser Seite auch wirklich etwas unternommen. Nur konnte der Tierschutzinspektor nicht viel erkennen, da die Gassizeiten immer unterschiedlicher und vor allem immer weniger wurden ! Der Hund war die meiste Zeit in der Wohnung eingesperrt und als man ihn vor einigen Tagen wieder einmal im Freien sah, dachten die Nachbarn es handelt sich um einen anderen, neuen Hund, denn DJUKE hatte sehr viel an Gewicht verloren.
--> Wieder massive Intervention beim Tierschutz und gestern endlich konnte sich der TS-Inspektor dann selbst ein Bild von der unglaublichen Situation machen. Es wurde sofort ein Tierhalteverbot ausgesprochen und die Abnahme des Hundes für heute vormittag vereinbart. Zum Glück war die Halterin jetzt einsichtiger und begriff, dass sie dem Tier nicht gewachsen ist und ihr Verhalten die reinste Tierquälerei ist. Anstatt Hilfe zu suchen, ging Sie daher nur mehr sehr sporadisch ins Freie und um die Unreinheiten in der Wohnung zu reduzieren, fütterte sie DJUKE nicht mehr ausreichend - daher der massive und rapide Gewichtsverlust (eigene Angaben der Besitzerin). Zwei Kinder wurden dieser Frau bereits vom Jugendamt abgenommen und angeblich gab man ihr da auch den Ratschlag, sich doch als Ersatz einen Hund zuzulegen ! Unglaublich und nicht weiter zu kommentieren !
Seit heute ist also dieser ausgesprochen gutmütige, verträgliche und sehr liebe Riese in Sicherheit und durfte sich auch bereits so richtig austoben und wird mit bestem Futter aufgepäppelt. Er ist, gemeinsam mit Bruno, geschwommen und als ich nachmittags gegen 17.00 Uhr bei Claudia eintraf, hatte er nicht noch eine Minute in Ruhe verbracht. So als hätte er Angst, sich nicht wieder bewegen zu dürfen ! Wir können nur erahnen, welch´ enormen Nachholbedarf dieses Tier haben muß und mit großer Wahrscheinlichkeit wird sich morgen oder übermorgen ein kräftiger Muskelkater einstellen. Das jedoch, wird Djuke sehr gerne in Kauf nehmen - darf er doch ab sofort endlich "Hund" sein. Wir möchten uns an dieser Stelle auch nochmals bei Hans und seiner Familie für das große Engagement bedanken. Er hat nicht aufgegeben und immer und immer wieder interveniert und telefoniert, damit diesem armen Tier geholfen werden kann. Solange solche Tierhalter nicht einsichtig sind, können wir als Privatpersonen leider sehr wenig ausrichten, dann müssen die zuständigen Behörden handeln.
Noch bevor heute vormittags Djuke bei Claudia einzog, übersiedelte das kleine hellbraune Welpenmädchen HELI in ihre neue Familie in den 10. Bezirk. Sie wird keine 10 Minuten Gehzeit von Claudia weg wohnen und zukünftig FIONA gerufen werden. Die beiden schulpflichtigen Kinder hatten Heli uups Fiona, sofort ins Herz geschlossen und werden ihre Mutter bestimmt tatkräftig bei der Betreuung der Süßen unterstützen. Wir wünschen der kleinen Familie alles Liebe und Gute und freuen uns auf ein Wiedersehen !
Ich staunte nicht schlecht, wie gut sich Susi und ihre Welpen bei Claudia entwickeln und schon sehr flink unterwegs sind. Die Kleinen sind mittlerweile 4 Wochen auf der Welt und alle 6 entwickeln sich prächtig. Einige der Welpen sind kurzhaarig, wieder einige sind richtig wuschelig und langhaarig. Auch die Taufe ist bereits vollzogen und die Kleinen tragen die hübschen Namen: Pascal, Horst, Tatsu, Kimmi, Emilie und Schlumpfinchen. Aber morgen werden die aktuellen Fotos von Susi´s Hundefamilie online sein.
Ganz anders aber ebenfalls besonders niedlich sehen die zwei kleinen Rüden von Daniela´s Schützling CORA aus. Auch die Kleinen sind jetzt bereits 4 Wochen jung, wiegen aber um die 4 kg, sind kugelrund und können vor lauter Babyspeck kaum aufrecht gehen. CORA ist eine richtige Schmusehündin, sehr problemlos, extrem dankbar und anhänglich. Mittlerweile dürfen auch alle anderen Artgenossen problemlos "ihren" Welpenstall frequentieren und sich die Krümelchen und Rest der Welpenmahlzeit einverleiben, falls welche zu finden sind. Ebenfalls morgen wird eine eigene Seite "Hundefamilie Cora" angelegt sein - die Fotos werden entzücken !

Wednesday, 17.10.2007

Heute durfte ich erfahren, dass es unserem lieben Schützling STRUPPI in seiner liebevollen Pensionistenfamilie in Emmersdorf sehr gut geht und er den rüstigen Leuten viel Freude bereitet. Die ansässige 11-jährige Katze hat zwar noch so ihre Probleme mit Struppi und muß erst noch Zutrauen fassen.
Struppi´s Geschichte ist sehr traurig und umso mehr freuen wir uns, dass er jetzt wieder einen so passenden und guten Platz gefunden hat. Als der liebe Rüde am 5. Oktober in unsere Obhut kam, weil sein geliebtes Herrchen verstorben war, trauerte er sehr stark und, immer als richtiger Herrl-Hund gehalten, fühlte er sich auch im Rudel nicht wirklich wohl. Dann rief einige Tage später diese Familie aus Emmersdorf in der Wachau, eigentlich wegen unserem einjährigen Schützling Zeus, an. Ich habe behutsam versucht ein Umdenken herbei zu führen, denn den lebhaften und sportlichen Zeus wollten wir einem Pensionistenehepaar, so rüstig sie auch sind, nicht zumuten. Ich legte den Herrschaften den süßen Struppi ans Herz und man wollte sich besprechen. Ich muß gestehen, viel hätte ich auf einen nochmaligen Anruf nicht verwettet, umso mehr hat mich aber gefreut, dass der Hausherr sich sofort in das Foto von Struppi verguckte. Das Zusammentreffen zwei Tage später am 11. Oktober bei Pflegemama Daniela ließ einem dann die Tränen in die Augen schiessen. Herr St. sah Struppi und meinte ergriffen: "...das ist mein Hund". Und ebenso ging auch Struppi sofort sehr freundlich auf die Leute zu und wich nicht mehr von deren Seite. Ein HappyEnd, wie es schöner nicht sein konnte und das nach nur 6 Tagen Betreuungszeit. Struppi´s verstorbenes Herrchen hat seinen kleinen Liebling offensichtlich nicht vergessen und ihm ganz rasch einen Nachfolger geschickt .... wir waren bei dieser Aktion nur sehr gerne behilflich und wünschen noch sehr viele glückliche und gemeinsame Jahre!
Genau heute war auch für das niedliche schwarz-weiße Welpenmädchen LILLI der große Tag. Sie übersiedelte nach Enzersfeld und wird ihr Zuhause mit einem Kind und einer ansässigen Katze teilen. Frau W. ist eine sehr verantwortungsvolle Tierhalterin und hat für alle eventuellen "Ausfälle" ihrerseits im Freundeskreis und in der Familie vorgesorgt. LILLI wird mit Sicherheit ein behütetes und sehr schönes Hundeleben führen und wir freuen uns schon auf die Nachrichten und Fotos, um zu sehen, was aus dem putzigen Wollknäuel wurde. Wir alle senden unsere besten Wünsche nach Enzersfeld und wünschen ganz viel Spaß miteinander.
Und noch einen sehr guten Grund zur Freude gibt es heute: der tolle Retrieverrüde Poncho durfte heute in sein neues Zuhause nach Atzenbrugg in Haus mit Garten übersiedeln. Auch für ihn konnten wir einen passenden Spitzenplatz finden und er wird sein Frauchen ins Büro in einem Seniorenheim begleiten. Ausserdem steht Hundetraining für und mit ihm auf dem Programm, denn Familie R. möchte die wunderbaren Charaktervorzüge von Poncho in jedem Fall fördern. Der intelligente Jungrüde wird ein tolles und unternehmungsreiches Leben führen und auch nach Atzenbrugg senden wir die allerbesten Wünsche und hoffen in Verbindung bleiben zu dürfen. Wir möchten uns an dieser Stelle auch bei Katja A. recht herzlich bedanken. Bei ihr durfte Poncho die letzten Tage verbringen, da bei Claudia durch den Einzug der drei Welpen Heli, Deli und Lilli absoluter Überbelag bestand.

Tuesday, 16.10.2007

Stress lach nach ! Nach Büroschluß durfte ich ein Stündchen bei Freundin Trixi und Familie durchatmen. Die Freude war nur von kurzer Dauer, denn Trixi hatte wieder jede Menge Sachspenden zum Abtransport vorbereitet - also Schluß mit Beine hochlagern und Kombi vollgepackt. Zuhause dann, schon fast mit letzter Kraft, wieder alles in unseren Sammelkeller und in den kommenden Tagen kann wieder ein optimal beladener Spendentransport für eines der vielen bedürftigen Tierheime abgehen.
Trixi war wieder ungemein fleissig und hat sämtliche Wollreste zu wunderbaren Patchworkdecken für unsere Vierbeiner verarbeitet. Ich darf daher wieder einen unserer Sammelaufrufe starten und wir danken bereits jetzt für ganz, ganz viele Spenden:
WIR KÖNNEN BITTE JEDE ART VON WELLRESTEN GEBRAUCHEN, UM DAMIT WÄRMENDE DECKEN FÜR VIERBEINER ANFERTIGEN ZU KÖNNEN.
Bitte, liebe Freunde, durchsuchen Sie ihre Schubladen - jeder einzelne Knäuel hilft weiter !
Recht herzlichen Dank im Namen der Vierbeiner !

Aber nicht nur bei mir ist momentan die Hölle los, sondern auch bei Pflegefamilie Claudia geben sich die Besuche die Klinke in die Hände. Die Inserate unserer Welpenschützlinge Deli, Heli und Lilli tragen Früchte und nach unzähligen Telefonanrufen hat wenigstens die niedliche schwarz-weiße Lilli ein supertolles Zuhause gefunden. Sie wird morgen übersiedeln und in einer sehr tierlieben und verantwortungsvollen Familie in Niederösterreich leben. Für Heli und Deli war bisher noch nicht der passende Platz dabei.

Monday, 15.10.2007

Es sieht so aus, als wären unseren beiden Riesenschmuser SPIKE und BONCHO ab Ende dieser Woche allerbestens versorgt. Nach etlichen Telefonaten, gemeinsamen Spaziergängen mit den Pflegefamilien und gegenseitigen Besuchen wird BONCHO am Donnerstag nach Atzenbrugg bei Tulln und SPIKA am Freitag nach Wien-Umgebung übersiedeln. Der gutmütige Retrieverrüde BONCHO wird weiterhin im "Pflegedienst" aktiv sein dürfen. Sein Frauchen arbeitet in einem Pflegeheim im mittleren Management und BONCHO wird sie, wie er es von seinem ersten Frauchen gewöhnt war, begleiten dürfen. Wir sind sehr sicher, dass er noch vielen Senioren(innen) Freude am Leben bereiten wird und Familie R. ist wirklich zu beneiden um so einen Prachthund.
Nicht weniger toll ist aber auch der gutmütige und sehr liebe Riesenschmuser SPIKE. Seine neue Familie lebt in Klosterneuburg und betreiben eine Werbeagentur. SPIKE wird also auch nur abgezählte Momente ohne seine Zweibeiner verbringen müssen und auch ihm steht eine Hundeschulausbildung ins Haus. Der Schäfer/Rotweilermixrüde wurde die letzten beiden Wochen sehr liebe- und verantwortungsvoll von seinen Pflegeeltern Melanie und Constantin betreut und wir hoffen, dass er die Trennung ganz rasch überwinden wird. Am kommenden Wochenende können wir sicher schon mit Feedbacks aufwarten.
In meiner Krankenstation zu hause ist wieder Beruhigung eingekehrt. Meine Schützlinge sind sehr brav beim Einnehmen ihrer Medikation und das Niesen hat sich weitgehend gebessert. Bin sehr froh darüber, denn auch Petzi ist mit 8 Jahren kein Jungspund mehr und die Impfmoral seiner Besitzer (Petzi ist ja nur vorübergehend wegen Obdachlosigkeit seiner Leute bei uns) liess sehr zu wünschen übrig. Aber Petzi hat, wie auch die anderen Mietzen, keine besonders schlimmen Schnupfenanzeichen mehr und ich denke meine Sorgen sind unbegründet.


Sunday, 14.10.2007

Ein ganz, ganz trauriger Wochenbeginn, der die Befürchtungen der letzten Stunden zu bitteren Realität werden ließ. Giulia saß, oder besser lag, ausserhalb ihres Körbchens als ich nach Hause kam aber ich hatte sofort das Gefühl, dass es ihr nicht besser ging. Sie wollte nicht mehr auf den Arm genommen werden und es schien, als würde ihr jede Berühung unangenehm bis schmerzhaft sein. Ich wollte ihre keine weitere Infusion mehr antun und auch die lange Wartezeit in der Ordi bei Renate und so meldete ich mich kurzerhand bei Dr. Brada in Großhofen, einer Nachbarortschaft von uns, an und war bereits eine Stunde später mit Giulia vor ort. Keine Hektik, keine Hunde (die Ordi war offiziell schon geschlossen) und eine sehr ruhige und liebevolle Betreuung durch Tierärztin Brada. Trotz der vorangegangenen Flüssigkeitsinfusionen war Giulia massiv ausgetrocknet und ihr Kreislauf war sehr instabil. Um alle Zweifel auszuräumen, haben wir noch Blut über den Zugang entnommen und die Nierenwerte getestet. Ich hätte sehr gerne noch mehr probiert aber als ich Giulia vor mir, schwer atmend und schwach vor mir liegen sah, stimmte ich dem Ratschlag von Dr. Brada zu. Ich deckte Giulia mit ihrer eigenen, gelben Decke zu um sie etwas zu wärmen und streichelte sie solange, bis ihr Herz um 21.20 Uhr zu schlagen aufhörte. Sie war eine sehr liebe und zutrauliche Katzendame, die sicher immer ein sehr schönes und behütetes Katzenleben führen durfte und auch mit viel Liebe im Rucksack über die Regenbogenbrücke ins Katzenparadies einzog.
Auch mit dieser, sehr fürsorglichen und kompetenten, Tierärztin habe ich sehr ausführlich über das schlimme Phänomen der folgenschweren Immunschwäche bei älteren Schützlingen gesprochen und sie hat eigentlich das erste Mal neben dem strapazierten Wort Stress (das ich schon beinahe nicht mehr hören kann) den Begriff "fremdartige und für das Tier völlig ungewohnte Keime in neuer Umgebung" angesprochen. Keime, mit deren erfolgreicher Bekämpfung dann ältere oder alte Tiere nicht mehr fertig werden und leider innerhalb weniger Wochen den Tod finden. In Giulia´s Fall (sie war etwa 17 Jahre alt) hat es exakt 3 Wochen gedauert, vor einger Zeit verloren wir den lieben Seniorkater Petzi im Alter von ca. 15 Jahren ebenfalls nach etwa 3 Wochen.
Vor einigen Jahren wurde uns die sehr liebe Tigerkatze MANDY im stolzen Alter von 19 Jahren überantwortet. Auch sie wurde nach wenigen Wochen schwer krank, hat aber durch tagelange intensivmedizinische Behandlung doch wieder Lust am Leben gefunden und ist dem Tod buchstäblich in letzter Minute von der Schippe gesprungen. Sie lebte noch 3 Monate und einige Monate bei uns - sie wurde somit über 23 Jahre alt und ich sehe mir sehr oft ihr liebes Foto auf unserer Seite UNVERGESSEN an.

Saturday, 13.10.2007

Ein kleines Bisschen komme ich mir wie in einer Krankenstation vor. Giulia geht es leider noch nicht besser, sie hat keinen Appetit und trinkt leider auch freiwillig nichts. Meine Versuche, ihr Kamillentee in ganz kleinen Mengen einzugeben, wehrt sie sehr kräftig ab und ich bin über jeden Tropfen in ihrem Mäulchen mehr als glücklich. Dennoch wird sie zunehmend schwächer und auch die Flüssigkeitsinfusionen bewirken nicht viel Positives. Den massiven Schnupfen haben wir im Griff und die Augenentzündung ebenso, jetzt müssen nur noch ihre Organe durchhalten und ich helfe der lieben Seniorin so gut ich kann. Das Inhalieren tut ihr sehr gut - ich denke dass liegt auch an der wohligen Wärme im Transporter, der zugedeckt neben dem kochenden Wasser steht.
Leider dürfte Giulia auch einige andere Artgenossen mit dem Schnupfenvirus angesteckt haben, denn auch Petzi und die kleine Lucy niesen seit gestern immer häufiger. Vorbeugend bekommen die beiden jetzt auch gut dosiertes Antibiotika, um einem Ausbruch vorzubeugen.
Nachmittags mußte ich meine kleinen Patienten (sehr ungern) kurz alleine lassen, denn auch in Reyersdorf gibt es einiges zu tun. Heute besuchte uns Jo überraschend mit seinen beiden Vierbeinern Love und Amor. Amor hat während der letzten 6 Monate stolze 11 kg abgespeckt und ist schlank und gut drauf. Er liebt sein Herrchen über alles, folgt sehr brav und auch die gutmütige, etwas stoische Retrieverhündin Love hat bereits Gefallen an dem Charmeur gefunden. Die drei machen einen sehr zufriedenen Eindruck und nach einem kurzen Plauscherl brach Jo auch gleich wieder zu einem ausgedehnten Spaziergang in der Umgebung auf. Wir haben uns über den lieben Besuch auf unserer Baustelle wirklich sehr gefreut - das nächste Mal wird es bestimmt schon gemütlicher sein !

Friday, 12.10.2007

Unser Berti kommt mit seinem Verband sehr gut zurecht und dank des Stiefelchens ist er auch schon wieder recht flott unterwegs und würde halt sowas von gerne Ballspielen. Einige Male tat ich ihm den Gefallen aber nicht zu oft, da seine Pfote so gut wie möglich geschont werden muß.
Ebenfalls wieder auf den Welpenbeinchen sind Claudia´s Schützlinge. Sie haben wieder Appetit und sind munter und aufgeweckt. Die gestrige Unpäßlichkeit ist verflogen und darüber sind wir alle mehr als glücklich und erleichert.
Leider gibt es aber seit heute morgen ein neues Sorgenkind und zwar unser Seniorkatzerl Giulia. Gestern kroch sie noch absolut gesund unter meine Decke und heute früh traute ich meinen Augen nicht. Giulia nieste was das Zeug hält, hatte eine massive Augenentzündung, Nasenausluß und schnupfte ganz furchtbar. Nachdem ich sie von dem lästigen Augen- und Nasensekret mit warmen Käsepappelteebädern befreit hatte, inhalierte ich mich Giulia, was ihr sehr gut getan hat. Da es sich offensichtlich um einen Virus handelt, fuhren wir anschliessend zu Tierärztin Renate und sie versorgte unseren Patienten mit Flüssigkeitsinfusionen und Antiobiotika. Mehr kann leider nicht getan werden und ich hoffe inständig, dass Giulia diese Krise gut überstehen wird. Ich habe den Verlust unseres letzten Seniorkaters Petzi noch nicht wirklich völlig überwunden und wieder ist es so, dass nach etwa 2 bis 3 Wochen das Immunsystem verrückt spielt und Tür und Tor für jedwede Infektionen öffnet. Bei Petzi waren des die Organe, die versagt hatten und bei Giulia ist es eine stinknormale Schnupfeninfektion, die ihr wahrscheinlich in gewohnter Umgebung ohne den durchstandenen Übersiedlungsstress gar nicht viel angehabt hätte. Aber Giulia ist zum Glück organisch noch recht gut beisammen, sodaß doch berechtige Hoffnung besteht. Morgen werden wir wieder einige Male inhalieren und leider muß ich Giulia auch mit kleinen Tabletten seckieren und darauf achten, dass sie genug Flüssigkeit zu sich nimmt. Für ausreichende Sonntagsbeschäftigung ist also wieder einmal gesorgt.
In der heutigen Tierecke der Kronenzeitung waren die beiden Samtpfoten GINA und CINDY inseriert - leider ohne Erfolg. Ein Anrufer um 8.30 Uhr morgens klang wie nach einem ausgedehnten Heurigenbesuch noch nicht ausgenüchtert und konnte kaum seinen eigenen Namen aussprechen und zwei weitere Interessenten riefen anscheinend aus purem Jux an, ohne wirklich ernsthaft interessiert zu sein?!? Es ist keineswegs übertrieben die Einschaltung von heute als absolut erfolglos zu umreissen aber glücklicherweise sind die Pflegemamis Traude und Beatrix von Cindy und der dreifärbigen Kratzbürste Julia äußerst geduldig. Mein Schützling GINA taut auch schon etwas auf und ist ein junges, liebes und noch dazu sehr hübschen Katzenmädchen, für das sich bestimmt recht bald ein liebevoller Platz finden läßt. Es ist nur sehr bedauerlich, dass selbst so hochgeschätzte Inserate, wie das in der Kronenzeitung, so wenig Erfolg bringen.

Thursday, 11.10.2007

Adi kam mit Berti erst kurz vor Mitternacht nach Hause und die Diagnose, mit Röntgenbild abgesichert, ist mehr als überraschend: Berti´s Zehe ist gebrochen. Wie das passiert ist, ist uns ein absolutes Rätsel, denn Berti lief am Dienstag abend noch unbeschwert und konnte plötzlich Mittwoch früh nicht mehr auftreten. Wo er sich die Zehe gebrochen haben kann, ist uns ein Rätsel. Unser tapferer Berti hat einen Verband verpasst bekommen, ein Ausgehstiefelchen darüber und nach 12-14 Tagen wird kontrolliert. Das Schlimmste was passieren könnte ist, dass die Zehe amputiert werden muß falls der Bruch bestehen bleibt.
Claudia´s neuen Schützlingen LILLI, HELI und DELI ging es bis heute morgens sehr gut, ab mittags wurden die kleinen Racker dann aber leider zunehmend müde und auch der Appetit ließ merklich nach. Sollten sich die Kleinen bis morgen früh nicht erfangen haben und wieder zu fressen beginnen, wird Dr. Alibegovic konsultiert. Erfahrungsgemäß kann diese Unpäßlichkeit auch von der Umstellung, den geänderten Futterqualitäten-und Zeiten und nicht zuletzt durch Floh- und Wurmmittelgabe herrühren. Ist dem so, so sollte morgen alles überstanden sein.
Sehr glücklich sind wir alle, dass die kleine Hundefamilie Susi und ihre 6 Welpen jetzt absolut beschwerdefrei sind und die Angst und Anspannungen bei uns schön langsam weicht. Zwei der Kleinen waren ja wie berichtet, nicht überlebensfähig, aber die restlichen sechs Hundebabies entwickeln sich sehr zufriedenstellend und wachsen und gedeihen. Susi hat zwar jede Menge Milch, ist aber von den Welpen am Bauch schon ziemlich aufgekratzt und schätzt daher die Stillpausen umso mehr. Sie muß von Claudia immer wieder angehalten werden, damit die Kleinen ungestört und lange genug trinken können.
Und auch die kleine Hundefamilie CORA mit den beiden Welpen Chip und Chap hat sich bereits gut bei Daniela eingelebt und Cora ist eine gute Hundemutter aber gottlob nicht soooo hysterisch wie die kleine Susi bei Claudia.
Sonst gab es wieder jede Menge Anfragen wegen unserem Schützling Boncho. Auch eine Familie aus dem fernen Nordrhein-Westfalen in Deutschland rief an, denn in den umliegenden Tierheimen sind Golden Retriever rar, wie ich erfahren konnte. "Der" Platz für Boncho war aber wieder nicht dabei !

Wednesday, 10.10.2007

Ich bin sehr beunruhigt, denn seit heute morgen humpelt unser Berti schon wieder sehr stark und hat offensichtlich starke Schmerzen. Es ist derselbe Vorderlauf, in den er sich vor wenigen Wochen bereits einen Dorn eingetreten hatte, aber da Berti zwischendurch völlig beschwerdefrei war, bezweifle ich fast einen Zusammenhang. Alles nur Vermutungen und wenn keine Besserung eintritt, werden wir heute noch bei Berti´s Lieblingstierärztin Renate vorstellig werden müssen.
Abends zog wieder eine Samtpfote bei uns. Die zweijährige, blau-weiße Hauskatze GINA hat offensichtlich gröbere Probleme mit dem Neugeborenen der Familie und scheint ziemlich eifersüchtig zu sein. Immer wieder treten derartige Probleme auf und es ist mit großer Wahrscheinlichkeit für das fein gestrickte Nervenkostüm einer bislang verhätschelten und sehr verwöhnten Hauskatze (meistens betrifft dieses Problem alleinstehende Katzentiere!) zu großer Stress. Unsere Samtpfoten registrieren ja bekanntlicherweise jede noch so kleine Veränderung der Lebensumstände sehr genau und reagieren oftmals mit uns bisher unbekannten Verhaltensmustern. Die Palette reicht von Unrein werden bis sich auf die Kleinkinder legen oder Wäsche und Spielsachen der Babies zu verunreinigen. Ich kann seit Jahren beobachten, dass dieses Verhalten meistens bei Katzen aus Einzelhaltung, also sehr auf "ihren" Menschen bezogene Tiere, auftritt. Ausnahmen bestätigen auch hier wieder die Regel aber über einen langjährigen Schnitt gesehen, trifft das zu.
GINA ist noch ziemlich verdattert, hat aber keine Probleme mit unseren Katzen und den Hunden ist sie noch nicht begegnet. Ich tue was ich kann, damit die Eingewöhnung bei uns so schonend wie möglich von statten geht.

Tuesday, 09.10.2007

Mit einem lachenden aber auch einem weinenden Auge nahm ich heute zur Kenntnis, dass der sanfte Riese AMOR ab sofort nicht mehr zur Vermittlung steht. Pflegepapa Jo kann und will sich nach monatelanger Betreuungszeit nicht mehr von Amor trennen und auch seine Hündin LOVE versteht sich mittlerweile ausgezeichnet mit Amor. Jo half uns immer wieder sehr gerne und er betreute alle seine Schützlinge sehr engagiert und liebevoll über mehrere Wochen hinaus, bis wir gemeinsam ein passendes Zuhause fanden. Aber diesmal war es schon von Anfang ein bisschen anderes - die Bindung zu diesem Schützling war vom ersten Tag an speziell stark - die Chemie stimmte einfach. Nur bisher überlegte Jo sehr genau welche Mehrbelastung und Umstellung ein Vierbeiner mehr ausmachen würde, aber seine Absicht zeichnete sich schon unbewußt ab, denn kein Interessent war wirklich gut genug für "seinen" Amor. Einen besseren Platz könnte sich der liebe Schmuser nicht wünschen. Jo kann in Zukunft leider keinen Schützling von uns mehr vorübergehend betreuen, aber er wird dennoch immer einer von uns sein und immer zu unserer kleinen aber feinen Gruppe gehören. Für den Moment bleibt mir nur noch, ihm und seinen beiden lieben Vierbeinern alles erdenklich Gute zu wünschen und für seinen wiederholten Einsatz zum Wohle der Tiere zu danken !
Ich bin überzeugt, Jo wird als echter Tierfreund immer Augen und Ohren offen halten und immer Wege finden, um Tieren in Not zu helfen.
Heute zogen insgesamt 6 neue Schützlinge bei Claudia und Daniela ein. Hundemama CORA mit ihren beiden zuckersüssen, kugelrunden Welpenbuben (die Kleinen sind 3 Wochen jung und wurden von Sabrina CHIP und CHAP getauft) und die drei "alleinstehenden" allerliebsten Welpenmädchen LILLI (schwarz/weiß), HELI (eine hellbraune kleine Maus) und last but not least DELI, das schwarze Schwesterchen von Heli. Die drei Mädels sind 8 Wochen jung, äußerst lebhaft und ganz, ganz liebe Hundekinder. Sie werden klein- bis mittelgroß heranwachsen und nach einer kurzen Beobachtungszeit werden hier auch die Fotos der kleinen Bande zu bewundern sein. Sicher ein AHA-Effekt ! CORA und ihre Kleinen werden in jedem Fall bei Daniela wohnen und Lilli, Deli und Heli sollten bei Claudia Obdach finden. Kleine Änderungen könnten sich noch ergeben, denn unsere Freunde sind nun wieder mehr als ausgelastet und es müssen sich sowohl Vier- als auch Zweibeiner bei der schwierigen Betreuungsarbeit wohlfühlen, um ein gutes und entspanntes Klima für alle zu gewährleisten.
Unsere schwarze Samtpfote FINNY ist eine ganz gerissene kleine Ausreisserin. Sie lauert buchstäblich vor der Eingangstüre und schlüpft durch jeden noch so kleinen Spalt ins Freie. Unten wartet sie dann bis jemand die Aussentüre öffnet und schon ist sie unterwegs. Ganz speziell liebt sie es, mit mir und den Hunden aufs Feld zu gasserln und beobachtet ganz interessiert unsere Ballspiele. Hin und wieder wird sie von Fidi gehetzt, was Finny aber offensichtlich als Spiel ansieht und ihn ganz schön frozzelt. Beim Nachhausegehen läuft sie vor und wartet wieder vor der Eingangstüre bis ich sie hochtrage. Das geht jetzt schon seit einigen Tagen so dahin und die kleine freche Maus scheint das sehr zu geniessen. Für nächste Woche ist ihre Kastration geplant und dann werden wir ihr einen guten Platz mit Freilaufmöglichkeit organisieren, denn die Wohnung ist für Finny vieeeel zu eng !

Monday, 08.10.2007

Für Claudia´s Schützling BONCHO, dem kinderliebenden Golden Retriever Rüden läuft das Telefon heiss - aber leider war der passende Platz noch nicht dabei. Es waren Interessenten aus der Steiermark, Salzburg und natürlich viele Wiener dabei und die kommenden Tage könnte noch die Entscheidung anstehen. So wie jeder unserer Schützlinge, hat auch Boncho nur den besten Platz verdient und wir werden ihn ganz bestimmt für ihn finden.
Erwartungsgemäß hat auch die Platzsuche für die hübsche blaub-weiße CINDERELLA nicht sehr lange gedauert. Das liebe, sanftmütige Katzenmädchen wird bei einer Jungfamilie in Baden mit dem einjährigen, kastrierten Kater Garfield als Wohnungskatze weiterschnurren. Die jungen Leute sind große Katzenfans, die Wohnung ist katzensicher ausgestattet und wir denken, dass Cinderella einen sehr liebevollen und tollen Platz bezogen hat. Viel Spaß Euch allen !
Pflegemama Claudia ist quasi in ständigem Kontakt mit Sheila´s Familie im Allgäu und wir sind froh, dass sich alles überraschend gut entwickelt. Selbstverständlich wird die Eingewöhnung der eher scheuen Hündin noch einige Zeit in Anspruch nehmen, aber die Familie hat genug Verständnis und Geduld um Sheila´s Tempo zu respektieren. Es kommt immer auf das vorher Erlebte an, aber unsere Erfahrung ist es, dass jedes Tier Zutrauen fassen kann wenn man es nicht bedrängt, sondern ihm in aller Gelassenheit, mit viel Geduld und gut dosierter Zuwendung versucht, wieder Zutrauen in die Menschen zu geben.
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