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Unser Tagebuch


Auf die Idee, ein Tagebuch mit den wichtigsten Ereignissen unserer Tierschutztätigkeit einzurichten, haben uns Freunde und Bekannte gebracht, die bereits das zweifelhafte Vergnügen hatten, über einen längeren Zeitraum bei uns zu Besuch zu sein, denn Zeit zum ruhigen Kaffeeplauscherl gibt es fast keine! Wir möchten mit diesem Tagebuch einen kleinen Einblick in unsere täglichen Aktivitäten geben und uns dabei selbstverständlich auf die wichtigsten und interessantesten Ereignisse beschränken. Wir sind sicher, dass Sie hier sehr traurige, manchmal auch amüsante aber leider sehr oft bestürzende und erschütternde Vorkommnisse beschrieben sehen und möchten Sie an dieser Stelle versichern, dass alle gemachten Einträge
100%ig den Tatsachen entsprechen - so
unwahrscheinlich sie auch klingen mögen !
Obwohl wir bereits seit 1992 aktive Tierschutzarbeit betreiben, sind diese Aufzeichnungen erst ab Anfang November 2005 geführt, da über die länger zurückliegenden Ereignisse keine wirkliche objektive Berichterstattung mehr möglich wäre. Da wir Sie beim Lesen ja nicht ermüden wollen, haben wir uns bei unseren Einträgen auf die wirklich interessanten Ereignisse beschränkt, die täglichen 20 bis 30 Telefongespräche sind nicht extra angeführt.



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Sunday, 07.10.2007

Einer meiner ersten Schützlinge (Hündin Ilvie zog im Jahre 1993 zu ihrem liebevollen Frauerl) erhielt ich die folgende sehr liebe und auch für viele andere Tierbesitzer sehr interessante Nachricht. Vielleicht kann dieser Ratschlag noch vielen Hundehaltern helfen. Aber bitte lesen Sie selbst:

Frau Höss, Frau Höss, Frau Höss,
ich muss Ihnen das sofort schreiben lassen, weil, ich hab gerade ein ganzes Grillhendl mit ohne Haut und Knochen bekommen, na ja, fast ein ganzes, die Katzen kriegten auch was.

Es ist ja so, ich hörte seit einiger Zeit immer schlechter, und seit Frühsommer bin ich, wie man sagt, stocktaub. Das Alter zeichnete auch mich: grauer Star, Polyarthritis und eben die Taubheit. Mein Frauli hat das aber bemerkt wie das mit dem Hören immer schlechter geworden ist, und hat mir zu den Worten immer Handzeichen gegeben. Sie hat zwar oft ausgesehen wie ein überdimensionaler Lämmergeier, der Flugversuche auf dem Boden macht, aber ich hab ziemlich schnell begriffen was sie von mir wollte: schauen statt horchen. Ging gut, ich bin ja nicht blöd und sie war geduldig.

Ich kann zwar nicht mehr so viel verstehen wie früher, aber immer noch eine ganze Menge, und ich habe gelernt zu fragen: ich schau Frauli an, und sie deutet mir dann immer die Richtung, oder das Signal, und ich kenn mich wieder aus. "Fuß, wenn die Strasse Streifen hat" war früher, heute zeigt Frauli auf den Zebrastreifen und ich weiß, dass ich da genau neben ihr gehen muss. Super, irgendwie, sie streichelt mich am Ende von solchen Zebras immer, früher hat sie nur "sehr brav" gesagt ...
Jedenfalls, heute sind wir schon früh auf den Markt um mein Faschiertes (war ja Samstag), und dann sind wir mit dem Autobus gefahren und dann noch endlos durch die Gegend gelatscht, und das mit 45 dag Faschiertem im Bauch (nur ich, natürlich). Dann sind wir wohin gegangen, wo ganz viele andere Hunde waren, und Menschen, und alle aufgeregt und durcheinander und bellend und schreiend und redend und winselnd und überhaupt verwirrt. Dann sind wir ein wenig herumgegangen, und Frauli hat ein paar Leute zur Schnecke gemacht, die hatten irgendwelche Zettel nicht mit, und sie kann ja nicht so lange herumstehen. Eine ganz liebe Dame hat ihr dann einen Sessel gebracht, und sie haben weitergeredet, und dann sind wir mit ein paar anderen Frauen herumgegangen und Frauli hat mir in die Ohren geschaut und ich habe "hopp" gemacht wie sie mir gezeigt hat dass ich das soll, und bin gestanden und gelegen, wie immer halt wenn wir länger unterwegs sind. Dann sind wir noch um ein paar Dinge herumgegangen, und ein paar Leute haben mich gestreichelt, und ein Radfahrer ist an mir vorbeigefahren. Frauli hat dann noch ein paar Zettel ausgefüllt, und weiter geredet, und jetzt
HABEN WIR DEN HUNDEFÜHRERSCHEIN AUCH ENDLICH IN DER TASCHE!
Hach, was ist das Frauli stolz auf mich! Ich war viel besser als viele andere Hunde, die jünger sind als ich und hören und in der Hundeschule waren, und so. Keinen Fehler hab ich gemacht, weil, da kränkt sie sich und das will ich nicht. Und sie wiederum will nichts von mir, das ich nicht gerne tue oder das nicht Spass macht oder praktisch ist, also geht das wirklich super mit ohne Hören.
Das wollte ich Ihnen jetzt sofort mitteilen, ich kenne ja ein paar Hunde, die auch taub geworden sind im Alter, und dann meinten die Menschen denen kann man nichts mehr beibringen, das ist aber überaupt nicht wahr, und ich habe das jetzt schriftlich.
Also, liebe Frau Höss, sagen Sie den diversen Dosenöffnern bitte immer gleich, und schreiben Sie das auch in das Internetz: "Lehrt Eure Vierbeiner gleich mit den Kommandos die Handzeichen, womöglich schon in jungen Jahren, Ihr werdet es vielleicht brauchen!


MEIN Leben ist jedenfalls trotz altersbedinger Wehwehchen sehr angenehm: ich diktiere von meinem Riesenschaffell aus, das schmeichelt nach solch anstrengenden Tagen den Gelenken sehr. Und frisches Rindsfaschiertes und so ein Grillhenderl laben ganz ungemein.
Leise rülpsend, und mit freundlichen Grüßen
Ihre Ilvie (geb. 1993)

Saturday, 06.10.2007

Endlich ! Endlich ! Endlich ! TIERQUÄLER MUSS HINTER GITTER !
Ich dachte, ich traue meinen Augen nicht, als ich in einer bekannten Tageszeitung vom Freitag (ich komme leider nicht täglich zum Zeitung lesen) las, dass ein Tierquäler, der seine Katze an die Wand anschlug und das arme Tier qualvoll sterben liess (weil es ihn an der Hand kratzte!), zu einer unbedingten Haftstrafe von 4 Monaten Gefängnis verurteilt wurde. So geschehen in Graz - am Welttierschutztag! Ich hoffe und bete, dass diese Gerichtsentscheidung ein Zeichen sein kann, dass endlich das Quälen von Tieren nicht mehr als Kavaliersdelikt oder reine "Sachbeschädigung" geahndet wird, sondern massive Strafverfolgung nach sich zieht ! Der oder die Richter haben sich einen Platz im Himmel verdient !

Friday, 05.10.2007

Pflegefamilie Claudia & Manfred empfingen heute den seit langem vereinbarten Besuch aus dem Allgäu in Bayern für die liebe, aber (noch) nicht ganz unkomplizierte Podencomixhündin Sheila. Die blauäugige Prinzessin stammt ursprünglich aus Bulgarien wie wir recherchierten und wurde ja, wie berichtet, hier in Wien ausgesetzt. Warum und weshalb, darüber kann wie immer nur spekuliert werden. Fest steht jedenfalls, dass Sheila sehr viel Zeit braucht, um Vertrauen zu Menschenhand zu fassen. Die hundeerfahrende und sehr tierliebe Großfamilie aus Deutschland hat sich sehr gut auf die Übernahme von Sheila vorbereitet. Die Familie lebt in einem Haus mit Garten und es lebt bereits eine ältere, verträgliche und gutmütige Huskyhündin in der Familie. Es schien uns auch wichtig für Sheila, dass sie als Zweithund gehalten wird um sich besser orientieren zu können und frei nach dem Motto: "Wir denken und die Tiere lenken" hoffen wir jetzt alle sehr, dass wir für Sheila und ihre neue Familie die richtige Wahl getroffen haben. Die siebenstündige Heimfahrt wurde gut absolviert und nach einiger Zeit legte sich Sheila schon ziemlich relaxed zu Katrin, zu der von Beginn an die Chemie besonders stimmte. Wir alle wünschen das Allerbeste und senden ganz ganz viele positive Gedanken in unser Nachbarland.
Während meine Freunde mit Sheila beschäftigt waren, traf bei uns in Großenzersdorf Yvonne und Emily ein, um wieder drei hochgepäppelte Jungkätzchen in unsere Obhut zu geben. LUCCI, LUCRETIA und die blau-weiße CINDERELLA zogen bei uns ein. Alle drei Samtpfoten sind zwischen 3 und 4 Monate jung, zuckersüß und gesund und munter.
Eine ganz besondere Prinzessin ist die kleine FLOCKE, die Adi vor zwei Tagen von einem Bauern in die Hand gedrückt bekam. Das zierliche Katzenkind machte anfangs einige Sorgen, da sie nicht richtig fressen wollte, aber jetzt funktioniert das schon superprächtig und sie hat Appetit und ist verspielt, wie wir es uns wünschen. Nach einigen Tagen Beobachtungszeit wird die kleine Süße bestimmt bald einen Platz finden.
Abends empfingen wir noch Besuch einer Jungfamilie. Sie hatten sich bereites vor etlichen Tagen für den Katerbuben LUCCI interessiert und mußten leider von mir immer wieder vertröstet werden, da Yvonne noch die Augenentzündung auskurieren wollte. Heute war es dann endlich soweit und LUCCI ist in seine eigene Familie mit ansässigem Jungkater übersiedelt. Er wird sicher sehr umhätschelt und hat ein sehr liebevolles Zuhause gefunden.
Ganz besonders gefreut hat mich die erste Nachricht von unserem Timmy in seiner neuen Familie - er scheint sich sehr wohl zu fühlen:
Liebe Pflegemami !
Mir geht es suuuper gut. Meine erste Nacht war sehr angenehm und meine neue Familie, besonders mein kleines Herrchen, ist einfach toll. Heute waren wir beim Fressnapf und haben ganz toll für mich eingekauft. Alle haben mich sehr lieb und ich bekomme viele Streicheleinheiten. Außerdem habe ich schon eine neue Freundin, namens Nike (ein Wolfspitzmädchen) gefunden.
Wir kommen dich ganz bestimmt mal besuchen.
Dein Timmy
Liebe Grüße Familie G.


Thursday, 04.10.2007

Gestern abends überraschte mich ein sehr lieber Besuch für unseren Langzeitschützling TIMMY (er war seit Ende Juli in meiner Obhut). Die Einschaltung in der Mittwoch-Tierecke hatte ja leider nicht einen einzigen passenden Platz für Timmy gebracht. Familie G. aus Wien 13; wurde auf diesen zuckersüssen Kleinhund durch eine andere Homepage aufmerksam und sie wurden nicht enttäuscht. Gemeinsam unternahmen wir, nur unterstützt durch meine Grubenlampe, einen sehr langen Spaziergang und Timmy zeigte sich von seiner lieblichen und aufgeweckten Seite. Sohn Michael, ein sehr tierlieber Gymnasiast, war von Timmy ganz angetan und umgekehrt ebenso. Der Abschied von dem kleinen Quirl fiel mir sehr schwer aber ich weiß, dass er in seiner neuen Familie einen echten Traumplatz gefunden hat. Timmy wird mit Michael auch eine Hundeschule und für Kleinhunde geeigneten Hundesport unternehmen und darf in seinem Bett schlafen ! Genau das geeignete für unseren lieben Schützling und wir freuen uns schon auf die ersten Nachrichten und wünschen alles Liebe und Gute und viel Spaß.
Auch bei Claudia bestand Grund zu großer Freude. Leider ergab die Einschaltung in der Tierecke auch für Goldimixrüden ZEUS keinen passenden Platz. Allerdings ergab sich gestern durch die Vermittlung unseres Tierarztes Alibegovic, der Zeus vor einigen Tagen kastrierte, ein Treffen mit einem großen Tierfreund, und so hat jetzt auch dieser Schmuseriese sein Traumplatzerl. Auch Martin wird mit Zeus eine Hundeschule besuchen, darf mit in die Firma (die seinem Vater gehört) und die beiden "Herren" sind wirklich ein gutes Gespann. Wir freuen uns darüber wirklich sehr und wünschen den beiden von Herzen alles Gute und eine schöne gemeinsame Zeit.
Leider vergeht aber kein Tag ohne traurige Nachrichten. So auch der Heutige.
Aus Krankheitsgründen muß sich eine große Tierfreundin von ihrem geliebten Zweibeiner trennen. Boncho ist ein reinrassiger Golden Retriever Rüde (er stammt ursprünlich aus Mexiko) und begleitete
sein Frauchen bisher in ihre Arbeit in einem Kinderheim wo mit Hilfe tiergestützter Pädagogik gearbeitet wird. Man kann also erahnen, welch ein Goldschatz dieser Hund ist, verträglich, kinderlieb, anhänglich und treu - einfach nur lieb. Claudia übernahm den trauernden 10 Monate jungen Rüden und war vom Schicksal bzw. den Umständen dieser Abgabe genauso berührt wie ich. Die ersten Stunden lag Boncho nur abwartend vor der Türe und wartete .... Als ich abends Claudia & Manfred einen Kurzbesuch abstattete, war Boncho bereits etwas relaxter und kam auch schon ins Wohnzimmer. Wir alle hoffen, dass der liebe Hund seinen Trennungsschmerz bald verwunden haben wird und seinem Frauchen möchten wir versichern, dass Boncho in den besten und Händen ist und wir mit aller Kraft einen passenden und liebevollen Platz für ihren bisherigen treuen Gefährten suchen werden.
Struppis ehemaligen Herrchen können wir das leider nicht mehr persönlich versprechen, denn der herzige drahthaarige Wuschelmix kam in unsere Obhut zurück, nachdem sein Herrl vor kurzem leider überraschend verstarb. Auch Struppi trauert sehr, er war 3 Jahre Tag und Nacht mit Herrn Werner B. zusammen und versteht die Welt nicht mehr. Selbst die Leckerlis, auf die er sich bei den täglichen Spaziergängen vom Gastwirt erhielt, interessieren ihn ohne seinem geliebten Menschen überhaupt nicht. Es gibt nichts Treueres als einen Hund und es zerreisst uns immer wieder das Herz, wenn wir die unermessliche Trauer und das Unverständnis und die Verwirrtheit bei unseren Schützlingen miterleben müssen. Wir können leider nur mit viel Zuwendung und Ablenkung versuchen, das Leid dieser Tiere etwas zu lindern - der Dank dafür ist ein Schwanzwedeln und das erste Küsschen auf die Hand, das wie zufällig geschieht - schöner als alle materiellen Geschenke dieser Welt.
Als Adi abends von der Arbeit kam und ein kleines winziges weisses Wollknäuel in der Hand hielt, staunte ich nicht schlecht. Adi hat ja berufsbedingt sehr viel mit Landwirten und Bauern zu tun und das kleine dreifärbige Katzenbaby blieb wieder einmal von einem Wurf "übrig". Das Kleine ist geschätzte 6 Wochen jung, also viel zu früh entwöhnt und ich muß beim Füttern noch etwas nachhelfen.

Wednesday, 03.10.2007


Heute, den 4. Oktober ist Welttierschutztag
Viele Tiere werden von ihren Besitzern schlecht behandelt, ausgesetzt oder ins Tierheim abgeschoben. Der Welttierschutztag am 4. Oktober soll mithelfen, auf die Rechte der Tiere aufmerksam zu machen.

"Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir. Alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir. Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir - also sind sie uns gleichgestellte Werke des allmächtigen Schöpfers - unsere Brüder." (Franz von Assisi)

Der Welttierschutztag sollte zum Anlass genommen werden, an die Tiere zu denken, die nicht das Glück hatten, bei liebevollen Besitzern ein zufriedenes und gutes Leben zu führen.
Es ist auch eine Gelegenheit darüber nachzudenken, wie man unseren Mitlebewesen auf dieser Welt helfen kann. Die Möglichkeiten dafür sind vielfältig.
Hilf´ deshalb auch Du, durch Aufklärung, Hinschauen statt Wegschauen, durch Spenden oder tatkräftige Unterstützung! Es gibt bestimmt ein Tierheim in Deiner Nähe und jedes Hilfsangebot wird dankend entgegengenommen.
Vielen Dank im Namen aller bedürftigen Tiere !


Tuesday, 02.10.2007

Die Einschaltungen von ZEUS und TIMMY in der Tierecke der Kronenzeitung waren ein voller Erfolg - zumindest für die Telefonanbieter. Über den ganzen Tag verteilt nahm ich mehr als 70 Telefonate entgegen, aber die beiden Süßen sind noch immer in unserer Obhut! Gibt irgendwie zu denken, obwohl ich solcherlei bereits gewöhnt sein müsste. Manchmal schleicht sich das Gefühl ein, als ob viele Anrufer aus reinem Zeitvertreib Kontakt aufnehmen - echtes Interesse ist nicht erkennbar. Heute schmerzt schon mein Ohr und mein Bizeps, aber erfahrungsgemäß geht es morgen noch weiter und wir hoffen, dass dann DER Tierfreund für einen unserer Schützlinge dabei ist.
Aber es gibt auch wahrlich Gutes zu berichten: Vor 13 Jahren fand ein Schützling von uns, Dackelmix JIMMY, bei Familie A. in Wien ein wunderbares und dauerhaftes Zuhause. Eine gute Freundin dieser Familie kennt wieder die jetzige Pflegemama der zauberhauften kleinen Mixhündin LUCY und so kam dieser gelungene Kontakt heute abend zustande. Die Welt ist winzig klein und das neue Frauerl von Lucy ist bereits in Pension und weinte Freudentränen, als sie das Hundemädchen abends mitnahm. Ein sehr schönes HappyEnd für die liebe Hündin und ich habe mich auch sehr gefreut, meinen ehemaligen Gast Jimmy wieder zu sehen. Jimmy war bei der Vergabe einige Monate jung und ist jetzt ein Senior und doch konnte ich mich an die Vergabe erinnern, als ob es gestern gewesen wäre.
Sehr zufrieden - und natürlich telefonierend - fuhr ihr nach Hause und freute mich schon auf die Nachtwanderung mit Stirnleuchte mit meinen Wauzis. Währenddessen erreichte mich ein Anruf von Pflegemama Gerda. Sie hatte Besuch von einer sehr lieben Familie aus Wien für die Findlingshündin Chelsea, die bereits nachmittags angerufen hatte, und es war Liebe auf den ersten Blick. Chelsea war genau 15 Minuten online und genau nach der Inserateeingabe klickte Frau W. das Foto an. Gefunden und verguckt und einige Stunden später saß Chelsea schon ganz verträumt neben ihr. Also die Herrschaften kamen dann noch zu uns um alles zu fixieren, fuhren zurück zu Gerda und: Chelsea war adoptiert. Die Dame hat bereits Hundeerfahrung mit zwei großen Münsterländern und Chelsea wird nicht nur genug beschäftigt, sondern darf tagsüber auch im Büro mit sein - genau wie ihr Vorgänger in dieser tierlieben Familie das auch war. Wir alle freuen uns für die beiden Hundemädels und wünschen allen Zwei- und Vierbeinern alles erdenklich Gute.

Monday, 01.10.2007

Von unseren Schützlingen Chelsea und Spike bzw. deren Pflegefamilien ist bisher nur Positives zu vernehmen. Chelsea hat zwar noch so ihre Problemchen mit dem Reinwerden, ist aber sonst eine unglaublich anhängliche, brave und sehr dankbare junge Hündin. Gerda und ihre Familie bemühen sich, das Gassi-Problem in den Griff zu bekommen aber Chelsea ist einfach noch zu nervös und abgelenkt, wenn sie draussen ist. Die Angst wieder verlassen zu werden ist offensichtlich sehr groß und erst in gewohnter Umgebung kann Chelsea ihrem Drang freien Lauf lassen. Sehr zum Leidweisen der Pflegefamilie, aber mit Geduld wird es in einigen Tagen bestimmt klappen. Leider haben wir mit derartigen angstbedingten, gestörten Verhaltensmustern mehr als genug Erfahrung und es ist noch immer gelungen, dies mit Geduld und Zuneigung den Tieren zu zeigen, wie es "richtig" ist.
Melanie und Konstantin schrieben mir heute eine e-mail mit folgendem Inhalt über ihren Schützling:
Er ist unglaublich süß und zu unserem Verwundern ist er sehr folgsam.
Ich schicke dir auch einige wenige Fotos, da er sich nicht gerne fotographieren lässt,vorallem nicht wenn er im wald gerade eine Spur wittert oder einfach nur herumtollt :)
Wir sind sehr zufrieden mit ihm und ich glaube er mit uns auch :)
In der Nacht wacht er öfters auf und weckt uns um mit uns zu kuscheln (zwar nicht im Bett, sowie er es gerne hätte aber ein paar streicheleinheiten holt er sich dann doch immer ab)
Wir sind täglich mehrere Stunden unterwegs, versuchen aber auch ihn nicht zu überfordern, sprich wir machen dazwischen Pause mit Fütterung usw.
Er schläft kaum auf seinem Plätzchen, am liebsten hat er es irgendwie in Kontakt mit uns zu sein.
Er ist unglaublich verträglich mit anderen Hunden, meist wenn einer bellt, winselt er und geht weg.
Was die Umgebung angeht ist er unglaublich neugierig und wahnsinnig klug!
Er ist zwar vorsichtig, aber wenn er sich sicher ist, tobt er sich richtig aus!
Wir lassen ihn auch ohne Leine laufen, da er meist hört (zwar noch nicht auf seinen Namen aber auf die Befehle).. das werden wir auch noch hinbekommen.
Ich hoffe euch geht es auch so gut!
Liebe Grüße
Melanie und Constantin

Dem ist nichts hinzuzufügen, gleich beim ersten Zusammentreffen war uns allen sehr schnell klar, dass Spike ein ganz aussergewöhnlich guter Hund ist. Seine neuen Besitzer werden zu beneiden sein - wir hoffen, sie melden sich bald!
Wir sind über die nette Verstärkung in unserem Team sehr dankbar und hoffen, dass diese Schützlinge nicht die letzten der neuen, sehr bemühten und liebevollen Pflegefamilien sind. Bei den täglichen Andrang von Notfällen ist diese Hilfe für herrenlose Tiere ungemein wichtig. Wichtiger noch als Fixplätze, denn diese finden sich schon über kurz oder lang aber sofortige Hilfe ist für sehr viele Tiere oft die einzige Rettung vor der Tierheimeinweisung oder sogar noch Schlimmerem.
Claudia´s Schützling ZEUS, auch ein Hund mit tollem Charakter, wurde heute abend kastriert. Zeus ist ausgesprochen interessiert an Hündinnen und es schien uns wichtig diesen Eingriff bei dem stattlichen Rüden durchführen zu lassen. Einige Stunden später ist Zeus schon wieder beim Aufwachen und hat alles gut überstanden. In Kürze ist alles vergessen und der lästige Fortpflanzungstrieb ist ausgeschaltet und verursacht Zwei- und Vierbeinern keinen Stress mehr. Zeus wird übrigens morgen in der Tierecke der Kronenzeitung inseriert sein, zusammen mit meinem Langzeitschützling Timmy, der bereits seit vielen Wochen, ohne passende Interessenten, mein Hunderudel komplett macht und die Senioren ganz schön auf Trab hält. Ich hoffe, es melden sich ganz viele passende Tierfreunde und wir alle halten fest die Daumen. Bis heute haben sich die momentan obdachlosen Besitzer der superlieben Schäfermixhündin Lisa und dem hochbeinigen Kater Petzi nicht ein einziges Mal gemeldet oder sich sonst wie nach ihren Tieren erkundigt. Am Zeitmangel kann´s nicht wirklich liegen ! Pflegemama Daniela ist von Lisa ganz hin und hergerissen und auch Petzi ist ein problemloser, verträglicher und sehr lieber Katermann. Wir haben die beiden bereits seit 10 Tagen in unserer Obhut und den Besitzern war es bisher anscheinend nicht möglich ?!? oder einfach nicht wichtig zu wissen, wie es den Tieren so ergeht. Lisa hat bei Daniela in den letzten Tagen schwimmen und ballspielen gelernt und geniesst es bestimmt, nicht immer nur auf Kommando "funktionieren" zu müssen.

Sunday, 30.09.2007

Heute "traute" sich unsere Seniorin Giulia zum ersten Mal auch ins Wohnzimmer und nistete sich ganz frech auf meinem Kopfpolster am Sofa ein. Sie schnurrte so laut, dass ich die Fernsehlautstärke erhöhen mußte *ggg*. Erst nach etwa einer Schmusestunde löste sich mein Nackenpolster und Giulia ging, nach einem Abendimbiss, in ihr Plüschhäuschen schlafen. Giulia ist beim Fressen etwas wählerisch, manchmal schnabuliert sie ein Säckchen weg wie nichts und dann wieder rümpft sie die Nase und geht schmollend weg. Aber es geht ihr gut und mit 17 Jahren darf sie schon etwas schrullig werden !
Mit Berichten über unsere Hundefamilie Susi bin ich seit dem letzten Todesfall immens vorsichtig geworden. Ich möchte nur ja nichts verschreien aber Susi und ihre 6 Kleinen geht es ausgezeichnet. Die Welpen trinken alle und Claudia ist rund um die Uhr auf der Hut, um jede auch so kleine Winzigkeit zu bemerken. Gewichtszunahme ist beruhigend und die kleinen Ohren und auch die Augen werden in Kürze offen sein. Ich habe absichtlich einige Tage verstreichen lassen, aber ab heute ist die ganze Rasselbande online.

Saturday, 29.09.2007

Seit heute mittag haben wir einen neuen Schützling und gleichzeitig auch eine neue Pflegefamilie in unserer kleinen Gruppe. Melanie & Konstantin möchten sehr gerne Tieren helfen, haben die beruflichen Voraussetzungen und die nötige Tierliebe und das Verständnis. Herzlich willkommen - wir freuen uns auf eine gute und freundschaftliche Zusammenarbeit zum Wohle der Tiere und danken Euch herzlich für Eure Hilfe !
Seit heute mittag haben Melanie & Konstantin den sehr lieben Schäfer-Rotimixrüden SPIKE, 10 Monate jung, in ihrer Obhut. Soweit wir bei unseren gemeinsamen Treffen mit unseren anderen Hunden sehen konnten, ist SPIKE absolut problemlos, sehr verträglich (er geht jedem Streit demütig aus dem Wege) und später in der Wohnung zeigte er sich auch Katzen gegenüber sehr galant. SPIKE ist einer der Hunde, bei deren Anschaffung das Herz über den Verstand siegt und diese Fehlentscheidung endete dann damit, dass der gutmütige, treue und sehr liebe Rüde mehr als 10 Stunden eingesperrt lebte und auch anschliessend mit 10 Minuten Gassi zufrieden zu sein hatte. Fazit: abgesehen davon, dass eine solche Tierhaltung pure Tierquälerei bedeutet, fühlten sich auch die Nachbarn belästigt - bis schliesslich der Hausherr ein Machtwort sprach und sich gegen den egoistischen Entschluß der Lebenspartnerin durchsetzte. Ginge es nach ihr, wäre das alles nicht so schlimm und von mieser Tierhaltung keine Rede ! Spike wird jetzt in seiner Pflegestelle mit viel Beschäftigung, spielerischer Erziehung und ordentlicher Betreuung verwöhnt und wir werden ihm auch eine Familie suchen, wo er dieses artgerechte Hundeleben weiterführen darf. Jeder, der einen treuen Familienhund sucht, hätte mit diesem Prachtkerl seine helle Freude. Fotos sind in Kürze online.

Da bei der Übernahme von Spike auch Claudia und Daniela dabei waren (um im Notfall auch einspringen zu können, falls der Rüde für die neue Pflegefamilie ungeeignet gewesen wäre) verbrachten wir fast zwei Stunden alle gemeinsam im Freien. Das Wetter spielte ausgezeichnet mit, die Hunde spielten bis zur Erschöpfung und zu Bereden gab´s ja klarerweise jede Menge. Es war ein wunderbarer Nachmittag unter Freunden und Gleichgesinnten und am schönsten ist, dass wieder einiges gemeinsam an diesem Wochenende bewerkstelligt werden konnte. Vielen Dank liebe Freunde !
Die Stepvisite für Mischlingsmädchen Chanel bei Daniela war heute abends bereits wieder beendet. Die kleine Mixhündin wurde von einer jungen Familie aus Wien 21; adoptiert und wird sogar bei Dreharbeiten am Set beiwohnen dürfen. Kurz gesagt: genau wie ihre Vorgänger in dieser Familie, ist Chanel auch ein vierbeiniges Familienmitglied. Mit allen Rechten und Pflichten und mit dem notwendigen Verantwortungsgefühl ins Haus bzw. in die Familie geholt. Allergiefälle sind keine bekannt, das haben wir abgecheckt *ggg*.

Friday, 28.09.2007

Wenn´s läuft, dann läuft´s: das hat scheinbar in wirklichen allen Bereichen Gültigkeit. Mußte gestern die Zuckermaus Chanel wieder den Rückweg zu Daniela antreten, so erreichte mich heute spät abends die folgende Nachricht wegen der lieben kleinen LUCY. LUCY kann nicht behalten werden, denn leider ist der Tod der früheren Gefährtin noch nicht überwunden. Als ich Lucy´s Pflegemama darüber informierte, war sie sofort bereit, die Kleine abzuholen und wenig später saß Lucy schon wieder auf der gewohnten Couch bei Frau P. Ich bin bestimmt nicht so dickhäutig, um für einen derarten Seelenschmerz Verständnis zu haben, jedoch denke ich, dass man bei erwachsenen Menschen voraussetzen darf und kann, dass die Anschaffung eines Haustieres VORWEG gut überlegt sein sollte. Viele Privatvermittler sind nämlich auch nach 24 Stunden keinesfalls bereit, das abgegebene Tier wieder zurück zu nehmen. Endstation Tierheim wäre dann die logische Konsequenz und darüber sollten sich die Interessenten klar sein.

Thursday, 27.09.2007

Gerda ist ganz begeistert von der Gutmütigkeit und Freundlichkeit ihrer Gasthündin. Chelsea ist sowohl im Umgamg mit dem fünfjährigen Junior als auch mit den ansässigen Katzen absolut problemlos, sehr brav und sanftmütig. Ihr Appetit ist überdurchschnittlich - kein Wunder, denn die unternährte Hündin hat einiges aufzuholen.
Heute mußte Pflegemama Daniela ihren Schützling Chanel wieder übernehmen. Das süße Pinschermixmädchen mußte leider diesen Traumplatz verlassen, da der kleine Sohn massive Hundeallergie zeigte. Schon das Telefonat mit mir, um mir die traurige Neuigkeit mitzuteilen, war für Frau B. ein Fiasko, aber verständlicherweise möchte bzw. muß sich die Familie für die Gesundheit ihres Kleinen entscheiden. Es wurde auch die Möglichkeit einer räumlichen Trennung, d.h. Chanel würde sich vorwiegend im Freien aufhalten, angedacht aber nur sehr, sehr kurz. Denn mit dieser Lösung war weder die Familie glücklich und wir könnten eine solche Tierhaltung ohnedies nicht akzeptieren. Also blieb nichts anderes übrig, als Chanel wieder in unsere Obhut zu geben. Ich denke Chanel trauert am wenigsten, sie kennt Dani und die Umgebung noch sehr gut und hat ja jede Menge Abwechslung.
Die liebe, kleinwüchsige Dackelmixhündin LUCY wurde heute adoptiert. Erst einen Tag im Internet hat die problemlose Lucy mit ihrem treuherzigen Dackelblick das Herz ihres zukünftigen Frauchens im Sturm erobert. Lucy wird im 22.Bezirk in einem Haus mit Gärtchen wohnen, darf mit ins Büro und wird ihr Frauerl auch sonst immer und überall begleiten dürfen. Die putzige Kuschelhündin wird endlich die Zuneigung erhalten, die sie so sehr liebt (wer nicht?!) und wir wünschen den beiden viel Spaß und Freude miteinander.
Unsere liebe Gastkatze Giulia ist eine regelrechte Primadonna. Sie wartet geduldig, bis ich ihr das Futterschälchen vor die Nase stelle und bis es soweit ist, guckt sie neugierig aus ihrem Plüschnest, beobachtet jeden meiner Handgriffe und maunzt mich zeitweise an. An sich ist sie nicht heikel, aber am besten schmeckt ihr Futter mit viel Saft - ein Säckchen ist im Nu weggeputzt wie nichts. Gestern habe ich Giulia zum ersten Mal gebürstet und es war ihr zumindest nicht unangenehm. Beim heutigen Bürstdurchgang fühlte sie sich schon sichtlich wohler und heute abends ist Giulia auch zum esten Mal durch das Wohnzimmer gestreift. Zwar noch etwas vorsichtig, da aber alle Hunde friedlich geschlafen haben, konnte sie in aller Ruhe alles inspizieren. Giulia sendet an dieser Stelle auch wieder ganz liebe und zufriedene Grüße an Lisa !

Wednesday, 26.09.2007

Der heutige Tag war wieder einer, den ich sehr gerne ausgelassen hätte! Viele Anrufe und Hilferufe und nicht eine einzige positive Nachricht. Sehr, sehr schlimm für uns alle ist jedoch, dass heute noch ein Baby von Susi eingeschlafen ist. Gestern hatte die Kleine noch Appetit und es gab keinerlei Anzeichen. Heute früh hörte sie auf zu trinken und am frühen Nachmittag hörte ihr kleines Herz auf zu schlagen. Obwohl die anderen Kleinen noch keine derartigen Anzeichen zeigen, werden sie morgen von unserem Tierarzt gründlich untersucht. Die Ursache für solche Vorfälle liegt sehr oft an Missbildungen des Gaumens (Gaumenspalten) wodurch die Nahrung in die Nasenhöhle rückfliesst und auch in die Lungen gelangen kann. Da Claudia auch ein leises Röcheln der Welpen beim Milchsaugen auffällt, könnte das die traurige Möglichkeit sein. Sollte diese Diagnose vom Tierarzt bestätigt werden, bestünde für die Kleinen keine Chance auf Heilung. Als wir die hochträchtige Susi übernahmen war zwar jeder Wirbel des Rückgrats deutlich zu spüren, doch jetzt nach der Geburt der Welpen ist erst zu sehen, in welchem schrecklichen und unterernährtem Zustand sich die kleine Hündin wirklich befindet. Selbst ausgemergelt und unterversorgt ist es auch durchaus möglich und sogar wahrscheinlich, dass ihre Welpen - und noch dazu so viele - gleichfalls unterversorgt waren und daher solche Probleme haben. Alle unsere Gedanken beschäftigen sich derzeit mit solchen Fragen und unsere Tierärzte bemühen sich redlich uns gründlich aufzuklären. Wir hören es und versuchen zu verstehen aber es ist dennoch unfassbar sinnlos und schrecklich mitanzusehen, ohne wirklich helfen zu können. Ein sehr zermürbender Teil unserer Arbeit zum Wohle der Tiere, der viel Kraft kostet und Schmerz verursacht. Uns aber gleichzeitig die große Ohnmacht aufzeigt und uns bescheiden werden läßt, denn wenn auch nur ein einziges Kleines überleben kann, ist es ein Geschenk Gottes und der Natur.
So ein liebes und dankbares Geschenk der Natur haben wir heute spät abends in unsere Obhut übernommen. Eine etwa 4-5 Monate junge, drahthaarige, schnauzerähnliche ziemlich abgemagerte Hündin wurde von einer sehr tierlieben Familie vor zwei Tagen allein zurückgelassen in einer Hundezone, "gefunden" und aufgenommen. Da die Leute selbst schon eine Labradorhündin haben, gaben sie den lieben Findling heute in unsere Verantwortung, um ihr die Tierheimeinweisung zu ersparen. Gerda und ihr Gatte, sie hatten sich vor einiger Zeit als Pflegestelle angeboten, fuhren mit mir gegen 21.00 Uhr abends in die Eipeldauerstraße um die Hündin abzuholen. CHELSEA (ihre Retter haben ihr diesen Namen gegeben) begrüßte uns überschwenglich freundlich, wedelte bis zum Umfallen und erst als wir sie in Gerda´s Auto verfrachteten fing sie jämmerlich zu weinen und zu trauern an. Eine, für alle, sehr herzzerreissende Szene und wenn man bedenkt, dass Chelsea erst wenige Tage bei der Familie war und schon so einen Trennungsschmerz zeigt, ist zu ermessen, dass dieses Tier bei seinen Findern mit Sicherheit das erste Mal Liebe und Zuneigung erfahren durfte. Sie wird in der liebevollen Umgebung ihrer Pflegefamilie sicherlich bald getröstet und abgelenkt werden und ich bin schon sehr gespannt, was mir Gerda morgen über die erste Nacht mit Chelsea berichten wird. Da die Hündin bis dato niemanden abgeht (es wurden alle relevanten Stellen informiert) und in der Hundezone mit Leine und Halsband mehr als 4 Stunden herumirrte, ist schwer anzunehmen, dass sie absichtlich ausgesetzt wurde. Wer bringt so etwas über´s Herz ?? Wie kann jemand so ein liebes, freundliches und nur dankbares Tier einfach zurück und sich selbst überlassen ? Hat Chelsea bereits nach drei Tagen sich so aufgebäumt ihre Leute zu verlassen, wie muß sie reagiert haben, als sich ihre ehemaligen Besitzer von der Hundezone ohne sie entfernt haben? Hat das niemand beobachtet ? Sehr viele Fragen ohne Antwort, die für das Tier nur auf eines hinauslaufen: schwere Enttäuschung durch den oder die Menschen, denen sie vertraut hat und die sie bestimmt genaus angehimmelt und angewedelt hat, wie uns heute. Eine echte Sauerei und ich möchte und kann hier gar nicht niederschreiben, was ich diesen Kreaturen, die sich Menschen nennen, alles an den Hals wünsche ....

Tuesday, 25.09.2007

Heute hat mich ein Migräneanfall in die Knie gezwungen und jeder Handgriff wurde zur Qual. Unsere Vierbeiner litten irgendwie mit mir und verhielten sich ausgesprochen rücksichtsvoll und auch viel ruhiger als sonst. Ich bin ihnen sehr dankbar, denn jeder Beller hat meinen Kopf schmerzhaft durchbohrt. Ich hoffe, es geht morgen wieder besser und dann könnte auch das Telefon wieder öfter klingeln als es heute der Fall war. Glücklicherweise bin ich die einzige Kranke unserer Zwei- und Vierbeiner, sonst sind alle wohlauf und das ist mehr als erfreulich.

Monday, 24.09.2007

Unsere Hoffnungen haben sich leider nicht erfüllt: Susi´s kleinster Welpe ist heute früh morgens in Claudia´s Händen eingeschlafen. Kaum einen Wimpernschlag lang auf dieser Welt, hatte die Kleine leider keine Kraft mehr zu leben. Claudia mußte die letzten Stunden vermehrt beobachten, wie Hundemama Susi ihr Schwächstes immer wieder aussonderte. Claudia hat versucht was möglich war, aber die Natur war unerbittlich. Man nennt es: natürliche Auslese, es ist medizinisch nur bedingt erklärbar und in den ersten ein bis zwei Lebenswochen bei den schwächsten Welpen eines Wurf´s durchaus zu befürchten aber dennoch unsagbar traurig.
Die übrigen sieben Geschwister sind wesentlich kräftiger, saugen wesentlich öfter und stärker und nehmen täglich an Gewicht zu. Es gibt keinerlei Anzeichen und wir hoffen und beten, dass die restlichen Zwerge alle wohlauf bleiben. Claudia und die ganze Familie beobachten die kleine Hundefamilie jetzt noch intensiver als sie es ohnehin schon bisher taten, denn der Schreck und die Trauer sitzen tief.
Eigentlich sollte unser roter Katerbub MONTY erst am kommenden Wochenende übersiedeln, doch seine Familie hat ihn bereits heute abend abgeholt. Die Vorbereitungen zuhause sind abgeschlossen und alles ist für den Einzug Monty´s bereit. Die beiden herzigen Kinder konnten es gar nicht mehr erwarten und auch die beiden sehr tierlieben Eltern waren sichtlich aufgeregt. Der hübsche MONTY wird in einem Haus mit Garten als Einzelkater leben und nach einer angemessenen Eingewöhnungszeit auch die verkehrsarme Umgebung erkunden dürfen. Es erwartet ihn also ein bestimmt sehr abwechslungsreiches Katzenleben und ganz viele Streicheleinheiten und sehr liebe Spielgefährten.
Wie versprochen sende ich der kleinen Lisa einen sehr lieben Gruß von ihrer Katze Giulia. Giulia liegt bereits in ihrem Plüschnest und beobachtet sehr interessiert das Leben ringsherum. Sie frisst brav und hat heute genussvoll zwei Scheiben Schinken verdrückt. Wenn ich "Juliiii" rufe, guckt sie sofort aus ihrem Nestchen und wartet schon auf die nächsten Leckerbissen. Die anderen Samtpfoten stören sie offensichtlich gar nicht und wenn hin und wieder unser Kater Lucky sich ihrem Häuschen neugierig nähert um nachzusehen, stupsen sich die beiden sogar mit den Näschen an - keine Spur von Pfauchen mehr. Also kurz gesagt: Giulia scheint sich recht wohl zu fühlen und hat sich bereits an ihre neue Umgebung gewöhnt.

Sunday, 23.09.2007

Ganz überpünktlich traf gegen 10.00 Uhr die Familie aus dem Bezirk Bad Radkersburg bei Claudia & Manfred ein und wie erwartet, war das Entzücken über Chilli groß ! Alles so, wie es sein soll und Chilli trat zusammen mit seinen neuen Dosis die Heimreise an. Als ich am Nachmittag mich nochmals telefonisch erkundigte, sagte man mir, dass Chilli ganz brav und gelassen und gesamte dreistündige Autofahrt verschlafen hatte. Der kleine Racker wird schon noch auftauen und seine liebe Familie bestimmt ganz schön auf Trab halten. Wir senden die besten Grüße in die Steiermark und wünschen gemeinsam viel Spaß und viele schöne Stunden.
Meine Mittagspause verbrachte ich bei Claudia und Daniela und durfte im sonnigen Garten, inmitten von Claudia´s Rudel, so richtig toll entspannen. Es wird ja generell immer die Zeit zu kurz, da es so viel zu bequatschen gibt und ich mußte mich dann echt losreissen - die Arbeit rief !
Die Welpen von Susi sind noch winzinger als ich es mir vorstellte und Susi ist eine sehr wachsame und fürsorgliche Hundemutter. Manchmal hat es jedoch den Anschein, als ob das kleinste der Welpen von Susi aus dem Nest "geschleckt" wird. Sie wird natürlich immer wieder von Claudia zurück ins Nest befördert, es könnte aber auch ein sachtes Warnsignal sein, dass eine Hundemutter instinktiv setzt, indem sie es ausschliesst, sollte etwas mit dem Welpen nicht stimmen. Hoffentlich nicht !
Seit heute abends ist unsere Samtpfotengruppe um einen Gast größer. Die schwarze, schlanke, sehr jugendlich wirkende Seniorkatze GIULIA ist bei uns eingezogen. Sie mußte von ihrem Frauchen und Töchterchen Lisa sehr schweren Herzens abgegeben werden, weil ein Familienmitglied massiv allergisch reagiert. Wir waren mehr als erstaunt, als Giulia sich gleich über das Katzenbuffett hermachte und ziemlich selbstsicher Küche und Esszimmer inspizierte. Die erste Begegnung mit unserem Handicapkater Lucky verlief eigentlich besser als sonst und da Lucky ja immer erst etwas zeitversetzt reagiert, hat Gulia vielleicht den schwachen Pfaucher gar nicht so sehr auf sich bezogen. Die zartwüchsige Seniorin ist stolze 17 Jahre alt, wirkt jedoch bei weitem jünger. Es macht den Anschein, als ob ihr die Übersiedlung zu uns keine allzu großen Probleme bereiten wird und wir werden alles tun, um ihr die Um- und Eingewöhnung so angenehm und stressfrei wie möglich zu gestalten.

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