Unser Tagebuch
| Auf die Idee, ein Tagebuch mit den wichtigsten Ereignissen unserer Tierschutztätigkeit einzurichten, haben uns Freunde und Bekannte gebracht, die bereits das zweifelhafte Vergnügen hatten, über einen längeren Zeitraum bei uns zu Besuch zu sein, denn Zeit zum ruhigen Kaffeeplauscherl gibt es fast keine! Wir möchten mit diesem Tagebuch einen kleinen Einblick in unsere täglichen Aktivitäten geben und uns dabei selbstverständlich auf die wichtigsten und interessantesten Ereignisse beschränken. Wir sind sicher, dass Sie hier sehr traurige, manchmal auch amüsante aber leider sehr oft bestürzende und erschütternde Vorkommnisse beschrieben sehen und möchten Sie an dieser Stelle versichern, dass alle gemachten Einträge
100%ig den Tatsachen entsprechen - so unwahrscheinlich sie auch klingen mögen ! | ![]() |
Saturday, 22.09.2007
Ein wundervoller Spätsommertag den wir mit Spaziergängen und viel Beschäftigung mit unseren Vierbeinern ganz relaxed verbrachten.
Dani hatte abends noch Besuch von einem Pensionistenehepaar für unseren Schützling RUSTY - die Herrschaften geben dann morgen Bescheid. Und morgen am Vormittag kommt auch Besuch aus der Südsteiermark für Claudia´s Schützling Chilli.
Wir werden in der kommenden Woche bereits die ersten Erdgrabarbeiten auf unserem Grundstück beginnen und unser Anbau für das Katzenhaus und die Quarantäneunterbringung sollte bis Ende der Woche betoniert und dann schon mit dem Aufbau begonnen werden. Es geht also zügig voran und das ist auch gut so, denn die Tage werden merklich kürzer und buchstäblich jede Minute muß mit Arbeiten genutzt werden, um unser Ziel zu erreichen.Friday, 21.09.2007
Der Platz für Brady ist spitze und der liebe Findlingskater wird Auslauf haben und wenn er möchte, auch einen warmen Platz neben dem Kachelofen nützen dürfen. Klingt kitschig, wie aus einem Katzenkalender, ist aber so! Eine bekannte und engagierte Tierfreundin hat mir die Fahrt nach OÖ abgenommen und Brady gut abgeliefert. Brady wird sein riesengroßes Territorium bestimmt gut bewachen, für weitere Samtpfoten sehe ich schwarz!
Unser Schützling LUCY wurde gestern abends noch von ihrem neuen Frauchen bei Pflegemama Inge abgeholt. Frau P. aus Wien 22; ist uns bereits seit längerem durch ihre unermüdlichen Spendensammlungen bekannt und die anhängliche Dackelmixdame LUCY wird in der tierlieben Familie zukünftig sicher nicht mehr enttäuscht und alleine gelassen werden.
Leider müssen wir uns raschest um eine andere Pflegestelle für Zeus umsehen. Der an sich gutmütige und brave Rüde hat offensichtlich Probleme mit jüngeren Artgenossen und ist gelinde gesagt sehr ruppig zu Claudias Pflegling Chilli. Chilli ist ja mit seinen 13 Wochen noch ein Hundewelpe und umso überraschter sind wir alle, dass gerade er von Zeus attackiert wird. Chilli hat bereits einige Cuts erlitten und spätestens morgen muß eine Lösung her. ZEUS ist ein wirklich braver und problemloser Junghund und hat ausser mit jüngeren Artgenossen sonst keine Probleme mit Hunden oder Katzen. Diese Nacht müssen Claudia und Manfred sich leider noch arrangieren. Vielen herzlichen Dank für Eure Mühe !Thursday, 20.09.2007
Wie vereinbart, ist die Schäferhündin LISA heute von Sabine zu Daniela übersiedelt. Viel Zeit zum Luft schnappen hatte Dani nicht, denn nur knapp eine halbe Stunde, nachdem GINA von ihrer neuen Familie aus dem Burgenland abgeholt wurde und ihre Heimreise nach Forchtenstein antrat, war Lisa in Dani´s Obhut. Der Abschied fiel Dani nach so langer Betreuungszeit wieder sehr schwer, Gina hingegen dürfte die Chance erkannt haben und stieg ganz selbstverständlich in das Auto ihrer neuen Familie ein. Für die liebe und brave Hündin beginnt ein völlig neuer Lebensabschnitt, sie hat endlich ihre ganz eigene und sehr liebevolle Familie gefunden. GINA wird zukünftig immer bei ihrem Frauchen sein dürfen, auch mit ins Büro genommen und es wird ihr sicherlich an nichts fehlen. Alles Gute liebe Maus und die allerbesten Wünsche an deine "Dosis".
Leider mehren sich in letzter Zeit Anrufe und Mitteilungen, die nicht nur sehr kritisch, sondern oftmals geadezu aggressiv auf unsere Arbeit und Tierschutzheime im Allgemeinen abzielen. Es dreht sich immer wieder um den Schutzvertrag und die gezielten und oftmals sehr direkten Fragestellungen vor dem ersten Kontakt zu einem unserer Schützlinge. Es bei diesen Gesprächen sehr emotional zu und die Sachlichkeit der Anrufer bleibt oftmals völlig auf der Strecke. Viele Leute sind überhaupt der Meinung, dass es geradezu eine Frechheit wäre, einen Unkostenbeitrag einzuheben, wo doch die Tierheime sowieso übervoll sind und wir als Tierschützer doch frei sein müßten, unsere Tiere "anzubringen". Da wäre es doch sinnvoller bei den Vergabekriterien kulanter zu sein, als Interessenten mit Schutzverträgen, Fragen und Kosten zu vergrämen. Vergrämen möchten wir Interessenten auf keinen Fall, vielleicht etwas aufklären, wenn zu blauäugig gedacht wird oder vielleicht etwas zum Umdenken anregen, aber sicher nicht vergrämen! Jeder unserer Schützlinge hat zumindest einmal einen traurigen Verlust erlitten, Verlassensängste erfahren müssen und miterlebt, dass auf uns Menschen kein Verlass ist. Viele der Tiere haben eine wahre Odyssee hinter sich, wurden weitergereicht von einem unfähigen Tierbesitzer zum nächsten. Wir versuchen das verlorene Vertrauen wieder aufzubauen, den aus der Bahn geworfenen Tieren wieder Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln - sehr oft ein steiniger und sehr langer Weg. Die Vermittlung eines solchen Tieres muß eine dauerhafte und endgültige sein und kein Lotteriespiel mit ungewissem Ausgang, um weitere Schäden an der Psyche dieser Tiere zu vermeiden. Die Tierschutzorganisationen und die Tierheime sind nicht übervoll, weil es so schwierig ist bei uns ein Tier zu "bekommen", sondern weil es viel zu einfach ist anderswo ein Tier zu erhalten. In jeder Zeitung, Internetforum und Anschlagtafeln werden Tiere - nicht selten sogar gratis und "dringend" - angeboten. Ebenso leicht wie der Erwerb fällt vielen dann auch die Trennung von dem Haustier, wenn es nicht so "funktioniert" wie geplant. Die Bereitschaft, ein Haustier beim erstbesten Problem wieder abzuschieben ist nachweislich umso größer, je einfacher und unüberlegter das Tier angeschafft wurde. Von Vermittlungsstellen und Tierheimen jetzt umgekehrt zu verlangen, die Vergabekriterien zu lockern, bringt sicher nur sehr kurzfristig eventuell eine Entlastung durch größere Vergabequoten. Tatsächlich aber würde eine oberflächlichere Selektion den Tieren enorm schaden und das Rad würde sich nur schneller drehen. Wenn über Tierschutzarbeit oder Tierheime diskutiert wird, scheiden sich halt leider schnell die Geister, aber wahre Tierfreunde und zukünftige Tierhalter, die sich Gedanken machen, sich Zeit nehmen und verantwortungsvolle Überlegungen anstellen bevor sie ein Haustier aufnehmen, werden die gut gemeinten Fragen und Beweggründe mit Sicherheit gut heißen. Diejenigen, die "Tiershopping" betreiben, um Unkostenbeiträge feilschen wie auf einem Bazar und Schutzverträge bekritteln und als anmassend ablehnen, haben bestimmt ihre Gründe, bekommen aber leider doch aufgrund des enormen Angebotes ein Haustier, das dann eventuell früher oder später wieder im Tierschutz landet. Leider. Wednesday, 19.09.2007
Den Kleinzwergen geht es zum Glück sehr gut und Mama Susi ist eine Gute ! Ich freue mich schon sehr, die kleine Hundefamilie endlich kennen zu lernen. Leider kommt in den letzten Tagen immer etwas dazwischen und die kommenden Tage besteht keine Chance auf einen Besuch. Aber am Wochenende oder spätestens anfang der nächsten Woche werde ich meine Freunde und deren Schützlinge besuchen, das bleibt ihnen nicht erspart *ggg*.
Ganz großen Dank an die vielen privaten Spender von Decken und wärmenden Unterlagen, die sich auf unseren Sammelaufruf hin gemeldet haben. Jeden Tag erhalte ich neue Angebote und ich bräuchte momentan ein regelrechtes Logistikunternehmen, um alle Spenden zeitgerecht und prompt abholen zu können. Ich bitte daher um etwas Geduld, jedes einzelne Handtuch wird abgeholt sobald es irgenwie möglich ist. Vielen Dank !
Die Aufregung innerhalb unserer Samtpfotengruppe hat sich großteils gelegt und Brady hat sich beruhigt. Es gibt sogar einen Lichtblick für den zutraulichen Einzelgänger auf einem Reiterhof in Oberösterreich, jedoch mit Hausbenützung. Da Brady mehr auf dem Balkon als in der Wohnung "herrscht" und offensichtlich auch bisher ein Freigänger war, wollte ich ihm eine reine Wohnungshaltung ersparen. Es wird von Freunden in der Umgebung noch eine Vorkontrolle gemacht und wenn alles klappt, könnte Brady am Samstag übersiedeln.Tuesday, 18.09.2007
Susi und ihre Welpen sind bestens beieinander. Die Kleinen trinken fleissig und Susi wäre am liebsten gleich wieder herumflaniert. Aus Erfahrung wissen wir, dass die extremen Muttergefühle erst nach einigen Tagen einsetzen, dann sollte sich Susi nur mehr in unmittelbarer Nähe ihrer Welpen aufhalten wollen. Möglicherweise hat sie aber bereits jetzt ein derart großes Vertrauen zu ihren Menschen, dass sie die Kleinen schon jetzt in deren Obhut zurück läßt. Wie auch immer, Susi ist gut drauf ! Die ersten Fotos sind bereits auf dieser Seite Hundefamilie SUSI zu sehen, weitere folgen. Viel Spaß!
Gastkater Petzi ist unerschrocken und maunzig und haßt verschlossene Türen. Der etwas zickige Findling Petzi pfaucht schon empfindlich weniger als noch gestern und macht sich geschlossene Türe einfach selbst auf. Sie haben sich also bereits etwas eingelebt und es wird schön langsam ruhiger in der Stube. Es ist angenehm, wenn etwas Ausgeglichenheit einkehrt und nicht andauernd aus jedem Eck ein Pfaucher zu hören ist.
Für unsere beiden lieben Samtpfoten ANDI und ELISA gab es heute ein wahres HappyEnd. Sie verstehen sich ja allerbestens und wurden beide gemeinsam von einer sehr, sehr tierlieben und verantwortungsvollen Familie aus Großenzersdorf adoptiert. Die zwei werden der Familie bestimmt sehr viel Freude bereiten. Elisa ist ja ein fast schon extrem anhängliches Schmusekatzerl und Andi, der putzige kleine, grau-weiße Schreihals, geniesst Streicheleinheiten auch sehr, nachdem er einmal vorsichtshalber gemaunzt hat. Die beiden werden in einem Haus mit Garten in einer verkehrsarmen Sackgasse leben, aber die ersten Freilaufmöglichkeiten werden sie erst nach erfolgter Kastration geniessen dürfen. Wir wünschen der ganzen Familie und ihren beiden Samtis alles erdenklich Gute und viel Spaß mit den beiden Schmusern. Monday, 17.09.2007
Ein Tag, der es in jeder Hinsicht in sich hatte. Aber die absolute Krönung, in positiver Hinsicht, war die Nachricht von Claudia gegen 21.30 Uhr, als bereits vier Welpen von Susi geborgen waren. Mit den übrigen vier Kleinen hat sich Susi dann bis um Mitternacht Zeit gelassen. Alle 8 Welpen und Hundemama Susi sind zum Glück wohlauf und die kleine Hündin hat die Geburt völlig eigenständig und absolut problemlos hinter sich gebracht. Pflegemama Claudia und die ganze Familie wachten und hüteten natürlich die ganze Zeit über Susi´s Befinden und auch für die übrigen Fellnasen von Claudia & Manfred war es eine aufregende und neue Erfahrung. Alle waren äußerst gespannt und interessiert aber auch instinktiv zurückhaltend und rücksichtsvoll. Zweifellos ist ein Welpenwurf eine wunderbare und auch ergreifende Erfahrung, sollte jedoch im Hinblick auf die vielen herrenlosen Tiere die es gibt, wenn irgend möglich verhindert werden.
Mit dieser guten Neuigkeit ging der Tag zu Ende aber vorher gab es allerhand Aufregungen rund um´s Tier. Am frühen Nachmittag erreichte mich ein ganz dringender Hilferuf. Ein obdachloses Pärchen sitzt im Park mit einer 8-jährigen Schäfermixhündin LISA und dem betagten Hauskater PETZI. Die beiden hätten zwar eine öffentliche Unterkunft gefunden, jedoch dürfen da keine Haustiere mitgebracht werden. Also war man verzweifelt auf der Suche nach einer Lösung bis in etwa 3-4 Wochen die neue Wohnung bezogen werden kann. Da ich mitten im Bürostress steckte, konnte ich nur auf abends vertrösten und wurde auch schon beim Heimkommen erwartet. Kater Petzi konnte bei uns untergebracht werden und Dani hat sich wieder ganz selbstverständlich bereit erklärt, LISA ab morgen vormittag zu übernehmen. Ich wollte allerdings noch einen Spaziergang mit unseren Hunden auf neutralem Boden unternehmen, bevor ich LISA mit zu uns in die Wohnung zur Übernachtung nehme und da zeigte sich, dass LISA gerade ihre Stehtage der Läufigkeit durchlebt. Die arme, gutmütige Hündin wurde von allen Seiten belagert und nach einiger Zeit war klar: da mußte eine andere Lösung her. Unsere Pflegemama Sabine (sie war ja die letzten Monate leider nicht verfügbar) erklärte sich sofort bereit, LISA bis zum Wochenende zu übernehmen und ab kommenden Samstag wird dann Dani einspringen. Dani´s Schützling, Schäferhündin GINA, steht ja momentan auch am Ende ihrer Läufigkeit, wird aber am Freitag nach Forchtenstein zu ihrer Familie übersiedeln und damit ist wieder Platz bei Daniela für eine arme Seele. Ende gut - alles gut und beide Haustiere der vorübergehend unterstandslosen Familie sind vorerst in Sicherheit.
Nach dieser Aktion mit Lisa hätte der Tag für mich schon gerne zu Ende sein können, denn ich war bereits ziemlich ausgepowert. Aber da wartete noch jemand auf Hilfe. Wir erhielten noch Besuch einer Familie aus dem 22.Bezirk, wo seit einigen Tagen ein herrenloser Kater im Stiegenhaus Obdach gefunden hat. Er wird zwar von Hausbewohnern gefüttert aber Dauerzustand war das logischerweise keiner. Die engagierten Tierfreunde versuchten daher eine geeignete Bleibe für das Tier zu finden und kamen über unsere Homepage zu mir. Also zog der schwarz-weiße Kater BRADY (Name von mir) einmal auch bei uns ein. Nach anfänglichem enormen Stress, hat er sich dann nach einigen Stunden endlich beruhigt. Brady ist offensichtlich seinen Artgenossen gegenüber kein wirklich geselliger Kater, jedoch offensichtlich kastriert und hat einige Hacker auf dem Näschen. Obwohl sein Gesamtzustand relativ gut ist, dürfte er doch Freigang gewöhnt sein und ein ausgeprägtes Revierverhalten haben. Sogar unser Katerbaby Andi wurde auf´s Ärgste angepfaucht. Vielleicht meldet sich ja auf die diversen Fundanzeigen ein Besitzer .... viel Hoffnung habe ich nicht aber wir werden sehen.
Irgendwann, weit nach Mitternacht, fiel ich dann in die Federn. Ein 18-Stunden-Tag lag hinter mir und trotz aller Müdigkeit bin ich doch sehr froh, wenigstens einigen Vierbeinern wieder weitergeholfen zu haben. Unnütz zu erwähnen, dass ich das alleine niemals schaffen könnte und ich bin ungemein dankbar und stolz, solche Freunde zu haben ! Sunday, 16.09.2007
Der heutige Besuch einer Pensionistin für unseren Schützling RUSTY war einer der Blitzartigen. Kaum fünf Minuten Zeit gaben die Leute dem herzigen Kleinhund und waren, nach einem kurzen Hinweis auf eine Hundeallergie !!!?!, schon wieder aus der Türe.
Claudia´s Gasthündin SUSI wälzt immer nich ihr Bäuchlein durch die Gegend und hat den liebevoll vorbereiteten Welpenstall mit geschützter Wurfgelegenheit gerne in Beschlag genommen. Die Spannung bei uns allen ist groß und hoffentlich ist es bald soweit. Die anderen Fellnasen bei Claudia respektieren wie selbstredend den Zustand von Susi. Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wie sich unsere übrigen Haustiere auf ein aussergewöhnliches Befinden eines Artgenossen oder auch auf unser eigenes, wie von selbst einstellen. Unsere Haustiere spüren sehr stark jede positive oder auch negative Spannung und verhalten sich in vielen Fällen wie studierte Therapeuten. Ist mir nicht 100%ig wohl, so reagieren meine Tiere voller Rücksichtnahme und verhalten sich ebenfalls wesentlich ruhiger als sonst. Jeder einfühlsame Tierhalter wird dies mit Sicherheit bestätigen können. Saturday, 15.09.2007
Ein ziemlich aufregender und großteils sehr erfreulicher Spätsommersonntag für einige unserer Schützlinge und auch für uns.
Dani´s Schützling GINA, die liebe Schäferhündin aus Paks, wurde heute wieder von ihrer zukünftigen Familie besucht und die Adoption wurde fixiert. Gina wird am Freitag endgültig übersiedeln und bis dahin hat Dani noch buchstäblich alle Hände voll zu tun, denn Gina durchlebt gerade die gefährlichen Stehtage ihrer Läufigkeit. Naturgemäß bringt dieser Zustand auch trotz kastrierter Rüden ziemliche Unruhe ins Rudel und beim Gasserln ist höchste Vorsicht geboten, denn Gina zeigt sich ausgesprochen paarungsbereit.
Im Laufe des Vormittags meldeten sich dann gleich zwei sehr liebe Familien für unsere Pinschermixmädchen CHANEL und MINNI. Claudia und Dani empfingen die Herrschaften am frühen Nachmittag und erwartungsgemäß war das Entzücken bei allen sehr groß. Kurzum, MINNI übersiedelte in das schöne, grüne Gaaden bei Wien und CHANEL ins nicht weniger anmutige Sommerein. Beide Familien leben in Häusern mit Garten und unsere Pfleglinge erwartet verantwortungsvolle und liebevolle Betreuung, Spaziergänge im Grünen, artgerechte Beschäftigung und ganz aufgeregte Kinder in schulpflichtigem Alter.
Der kleinen Dackelmixdame Lucy bei Inge geht es soweit sehr gut und sie hängt sich absolut und innig an ihre Pflegemama. Allerdings haben die letzten Stunden gezeigt, dass Lucy sich ganz stark vor Katzen fürchtet und sich diese Angst fast schon in lautstarken Panikattacken äußert. Da wir über das Vorleben von Lucy nicht sehr viel wissen, bleiben wieder nur Spekulationen warum und woher diese Angst kommmt. Fest steht, dass wir diesem Umstand natürlich Rechnung tragen und in Lucy´s neuem Zuhause keine Katzen wohnen werden, sollte sich die Gewöhnung nicht schon bei Inge ergeben.
Neu übernommen haben wir heute die kleinwüchsige Mixhündin SUSI (könnte Dackel und Yorki-Ahnung haben). Sie wurde von einer bekannten Tierschutzorganisation aus dem Tierlager in Nitra in der Slowakei in hochträchtigem Zustand gerettet und wird in den nächsten Tagen, behütet von Ihrer Pflegefamilie Claudia und Manfred, ganz in Ruhe ihre Welpen werfen können. Wie fast alle Hunde aus Nitra, ist auch Susi noch sehr ängstlich und braucht einige Zeit um zur Menschenhand Zutrauen zu fassen. Noch dazu kommt selbstverständlich, dass sie kurz vor der Geburt ihrer Kleinen steht und sich erst in die neue Situation einleben muß. Wir werden selbstverständlich über jede Neuigkeit ganz ausführlich berichten und sehen bereits alle sehr gespannt in die nächsten Tage. Auch Tierarzt Alibegovic ist informiert und sollte es nur den Hauch einer Komplikation geben, steht er bestimmt wie gewohnt innerhalb kürzester Zeit auf der Matte.Friday, 14.09.2007
Heute zog wieder ein neuer Schützling bei uns ein. Die herzige, kleinwüchsige, zweijährige schwarze Dackelmixhündin LUCY. Die süße Maus wurde schweren Herzens von ihrem Herrchen abgegeben, da bedingt durch Berufstätigkeit keine ordentliche Betreuung von Lucy mehr möglich war. Die brave und geduldige Hündin mußte die letzten Wochen mehr als 12 Stunden täglich alleine verbringen und soll es zukünftig besser haben. Lucy durfte bei Pflegemama Inge vorübergehend einziehen und hat auch die Katzenverträglichkeitsprüfung mit Bravour bestanden.
Unseren Samtpfoten MONTY und ELISA, die gestern bei mir einzogen, geht es prächtig. Sie haben die Umstellung bestens gemeistert und fühlen sich wohl. Der Appetit ist sehr gut, die Katzentoiletten werden benutzt und der Kratzbaum ebenso - Herz, was willst du mehr ?!
Nachmittags wurde wieder auf unserem Anwesen gearbeitet. Es wurde gebaggert, planiert, vermessen und gerodet bis es dunkel war und heute konnte unser Berti das erste Mal nach herzenslust Ballspielen. Irgendjemand hatte immer eine Hand frei um Berti´s Lieblingsspielzeug zu schleudern. Fidi hingegen zog es vor, auf der Korbliege ein Nickerchen zu machen und als ich da so dreckig und ziemlich erschöpft immer wieder einen Kontrollblick riskierte, dachte ich schon einmal: ....ich wollt´, ich wär mein Hund !Tuesday, 11.09.2007
bis Freitag, 14.09.2007
Die Woche ist vergangen wie im Fluge und für unsere Schützlinge gab es, ausser vielen Telefonaten die dann im Nirvana endeten, nichts Konkretes. Für unseren süssen einjährigen Timmy hätte sich ein Platz bei einer gebrechlichen, sehr betagten Senioren ergeben, die einen nicht älteren als 2-jährigen Hund sucht ! Für unsere Sheila waren gleich zwei Familien interessiert, wo wieder die Kinder mit der vollen Verantwortung betraut werden hätten sollen und für unsere Samtpfoten gab es wiederholt Anfragen, die aber nicht in Frage kommen, da wir unsere Katzenkinder nur zu oder mit Artgenossen vergeben. Alles auf einen Punkt gebracht: kein passendes Zuhause und so sind wir alle noch komplett.
Heute Freitag hatten wir wieder Besuch von Yvonne und Emily und drei Samtpfoten. MONTY, ein einjähriger apricotfarbener, kastrierter Katerschönling und ELISA, ein Teenager-Tigermädchen werden bei uns weiter auf Ihr neues Zuhause warten. Für die herzige schwarz-weiße ZORA allerdings ging´s gleich ab in ihr liebevolles zukünftiges fixes Heim, wo bereits ein verspielter, erwachsener Kater auf sie wartet. Die junge Familie zeigte einige Wochen geduldig Ausdauer, denn Zora mußte sich noch von einer hartnäckigen Augenentzündung erholen und konnte erst heute absolut gesund mit ruhigem Gewissen in die Hände ihrer zukünftigen Dosis abgegeben werden. Monday, 10.09.2007
Liebe Tierfreunde !
Bitte beteiligen Sie sich an den verschiedenen wichtigen PETITIONEN die während der letzten Tage eingetragen wurden. Es dauert nur wenige Sekunden, aber nur wenn Druck aus der Öffentlichkeit kommt, wird es ein Umdenken geben. Daran glauben wir ganz fest und immer wieder erreichen uns ja auch positive Rückmeldungen. Also bitte: investieren wir für unsere armen Mitgeschöpfe diese wenigen Sekunden - es wird eines Tages Früchte tragen ! Vielen Dank !
Unseren jüngsten Gästen geht es sehr gut. Sie sind lustig und fidel und halten ihre Pflegemamis ganz schön auf Trab. Freue mich schon auf die morgige Fotosession und bin gespannt, welche originelle Namen sich Dani und Claudia für die süßen Racker wieder ausgedacht haben !Sunday, 09.09.2007
Heute zog wieder etwas Leben und Trubel bei Claudia und Daniela ein. Claudia übernahm zwei Welpen und Dani ein Hundemädchen aus einem der überfüllten Tierheime in der Slowakei. Die Kleinen sind putzmunter, gesund, tierärztlich untersucht und das erste Mal geimpft. Es steht also einer artgerechten Integration nichts im Wege (außer vielleicht das saumäßig schlechte Regenwetter). Fotos unserer neuen Schützlinge werden erst in den nächsten Tagen online sein, da ich die nächsten Tage nach Büroschluß mit der Abholung von Sachspenden eingedeckt bin. Danke an dieser Stelle an unsere Freunde für die offene Türe für die Hundekinder und natürlich an alle fleissigen Sammler von notwendigen Sachspenden !
Saturday, 08.09.2007
Claudia´s Schützling ZEUS geht es hervorragend. Der stattliche Rüde ist brav, folgsam, verträglich mit Hund und Katz nur konditionell leider nicht ganz auf der Höhe. Es ist sehr stark zu merken, dass mit Zeus nicht viel Bewegung und auch sonst nicht viel gemacht wurde ... Na ja, in einigen Tagen wird er mit den anderen schon mithalten können und das Autofahren wird ihm auch noch schmackhaft gemacht werden.
Eigentlich ist die Vermittlung der Schäferhündin Gina ja seit gestern so gut wie unter Dach und Fach. Allerdings leben in Gina´s neuem Zuhause auch zwei Stubentiger und um die Verträglichkeit zu testen, unternahmen Daniela und Claudia heute eine Spritztour nach Forchtenstein (mit anschliessender Ruinenbesichtigung). Gina zeigte mit den Katzen keinerlei Probleme, sie hat weder gebellt noch geknurrt, noch sonst wie Unmut gezeigt. Selbstredend, dass uns und speziell Dani, ein Bergwerk vom Herzen fällt und von Gina´s Seite aus, steht somit einer Übersiedlung rein gar nichts mehr im Wege.
Während unsere Freunde in Sachen Katzenverträglichkeitsprüfung unterwegs waren, gab man sich heute bei uns buchstäblich die Türklinke in die Hand. Gut so, denn zwei unserer Samtpfoten haben neue Dosis bezirzst. Ein kleines grau-weißes Katzenmädchen wird weiterhin in Rückersdorf bei einem erwachsenen Kater bei sehr lieben Katzenfans weiterschnurren und besonders freut mich, dass auch unsere Findlingskatze GIGI ihren notwendigen Einzelplatz bei einem Geschwisterpaar aus dem 11. Bezirk gefunden hat. Die graue Tigerkatze hat enorme Probleme mit anderen Vierbeinern und sogar vor unseren Katzenkindern zeigte sie Angst. Umso glücklicher sind wir, dass die liebe Katze ziemlich rasch übersiedeln durfte.
Leider klappt es mit unseren beiden Katzendamen CINDY und JULIA nicht so prompt. Die beiden sind bereits seit einigen Wochen bei ihren Pflegemuttis Traude und Beatrix und können sich auch nicht sehr ausstehen. Gottlob ist die Wohnung groß genug um sich prima aus dem Weg gehen zu können, aber Traude erzählte, dass es doch ziemlich oft zwischen den beiden Fellnasen Rüffeleien gibt. Julia ist ohnehin ein ganz eigenes Kapitel - für dieses Katzerl brauchen wir einen Katzenfan mit sehr hoher Schmerzgrenze und guter Wundheilung *ggg*. Nach wie vor pratzelt Julia sehr gerne vor sich hin, es ist jedoch in der ruhigen Umgebung ihrer Pflegefamilie schon etwas besser geworden. Gibt Anlass zur Hoffnung !
So zwischendurch und mittendrin konnten wir heute wieder, dank IHRER Sachspende, einen erheblichen Beitrag zu einem Spendentransport geben. Diesmal wurden die gesammelten Sachspenden an die Tierhilfe Nitra übergeben. In diesem ewig überfüllten und sehr bedürftigen Tierlager in der Slowakei fehlt es buchstäblich an Allem und ich bin froh, dass die praktischen Matratzen, Decken und Transportkäfige (und vieles mehr) dort eingesetzt werden können, wo sie so dringend gebraucht werden.
Der Winter steht vor der Türe und wir sammeln jede Art von wärmenden Unterlagen, Kinderbettmatratzen, Decken, Handtücher und natürlich auch Futter- und Sachspenden für Hunde und Katzen ! Die Dinge werden bei uns zwischengelagert und so rasch als möglich an bedürftige Tierheime oder Tierlager weitergeleitet. Bitte werfen Sie diese Dinge nicht in den Müll - eine Decke kann ein Tier vor dem Erfrieren retten ! Vielen Dank !
Friday, 07.09.2007
Einige neue Gäste sind heute bei uns eingezogen.
Bereits gestern wurden wir über einen "Notfall" informiert. Der Golden Retriever Mix Rüde Zeus (10 Monate jung) der offensichtlich Probleme mit seinem Herrl hat (oder vielmehr dessen Herrl völlig überfordert zu sein scheint) und bei dessen Weggehen ausschliesslich nur dessen Sachen in Beschlag nimmt und manchmal zerstört, muß ganz dringend aus der Familie weg, da eben dieses Herrl mit dem Schlimmsten drohte, sollte es noch einmal zu einem "Zwischenfall" kommen. Obwohl ich eigentlich gestern abends den Rüden noch aus Traismauer holen wollte, bestanden die Leute doch noch auf Bedenkzeit bis Sonntag abends. Schweren Herzens mußten wir das akzeptieren und hoffen, dass dem Tier kein Schaden zugefügt wird. Umso erleichterter waren wir daher heute mittag, als Zeus von Pflegefamilie Claudia und Manfred unversehrt übernommen werden konnte. Der este Eindruck: eher ängstlich, für jedes gute Wort dankbar und ein absolut perfekter Spielkamerad für Claudia´s und Manfred´s Bruno. Zeus stammt aus einer unüberlegten "Eigenzucht", war einer von 9 Welpen und wuchs den Leuten offensichtlich über den Kopf. Jetzt ist ZEUS in den besten Händen und wird unter Claudia´s Fittichen wahrscheinlich das erste Mal richtig Hund sein dürfen. Mit Bewegung, Spiel, spielerischer Erziehung und Motivation.
Am Nachmittag übernahm ich eine zierliche schwarze Katzenmutti mit ihren drei kugelrunden Welpen, zugelaufen in Untersiebenbrunn. Nach der üblichen Erstversorgung kann ich mit Sicherheit sagen, dass die Katzenmama noch kein Jahr alt ist und selbst aussieht wie eine Jungkatze. Aber die Viererbande ist ausgesprochen niedlich und sehr zutraulich und auch die Hunde stellen für die Samtpfoten kein Problem dar. Zwei der Babies (sie sind etwa 10-12 Wochen jung) sind grau-weiß getigert und ein Mädchen ist kohlrabenschwarz, genau wie die Mutter. Momentan üben wir noch die Stubenreinheit - sollte bis morgen geschafft sein.
Aber auch bei Dani gab es heute Neuigkeiten und zwar sehr, sehr gute: Eine Jungfamilie aus Forchtenstein (sie interessierten sich ursprünglich für Schützling Amor) lernten heute die Schäferhündin GINA bei Dani kennen und waren gleich begeistert von der anschmiegsamen und lieben Art der hübschen Hundedame. Gina passt genau in die Familie und wird tagsüber mit im Büro sein. Für genügend Bewegung und Auslauf ist selbstverständlich gesorgt, jedoch wollten die Herrschaften bewußt einen nicht zu quirligen Hund, damit er sich auch im Büro wohl fühlt. Gina wird noch 14 Tage bei Dani bleiben, bis dahin sind Renovierungsarbeiten im Büro abgeschlossen und Frauchen ist dann auch in Urlaub, um sich voll und ganz auf Gina´s Eingewöhnung konzentrieren zu können. Aus diesen Überlegungen ist ersichtlich, wie wohl überlegt und verantwortungsvoll hier an die Übernahme eines Haustieres herangegangen wird - genau so, wie es sein sollte! Thursday, 06.09.2007
Eigentlich habe ich mich seit einigen Tagen auf eine Familie für unseren Katermann Lucky gefreut, aber nach 21.00 Uhr die Hoffnung schön langsam aufgegeben. Als ich dann telefonierte um sicher gehen zu können, endlich die Besuche für heute abschliessen zu können, wurde mir dann mitgeteilt, man hätte sich eigentlich anders entschieden ! Kein Problem an sich aber ziemlich ungehobelt, einen Fixtermin ohne Mitteilung platzen zu lassen. Leider bedenken diese Leute keine Sekunde, dass wir mitunter unseren gesamten Freizeitablauf auf solche Termine abstimmen, also es wäre nur fair wenigstens die paar Sekunden zur Absage zu investieren. 
